Mia009 - Habe solche Angst

  • Hallo an alle

    Ich weiß gar nicht wo beginnen. Vielleicht von vorne: 2023 ertaste ich einen Knoten in meiner Brust ziemlich groß (11mm) Beim FA spreche ich den Knoten an und er wird geschallt (2 Frauenärzte schauen drauf) alles gut eindeutig Fibroadenom. Ok, 2024 im Sommer beginnt sich die Haut über dem Fibroadenom zu verändern und ich wieder zum Arzt. Der Hausarzt schallt und sagt „verdächtig“ also ab zum Radiologen der stellte mir am Freitag die Diagnose „Krebs“ und entnimmt mir Gewebe.

    Nun muss ich warten bis der Befund vorliegt ich könnte heulen.

    Ich bin sooo fertig und sooo negativ, weil der Knoten so lange schon in der Brust ist gewachsen ist (von 11mm auf 2cm).

    Ich bilde mir alles mögliche ein und wenn ich meine Kinder ansehe, dann könnt ich heulen weil ich denke ich sehe sie nicht aufwachsen.

    Meine grösste Angst sind Metastasen und dass sie mir sagen „tja, leider nichts mehr zu machen.“

    Ich will nicht sterben noch nicht.

    Bitte um Mut storys

    Eure

    Mia

  • Liebe Mia009, es ist so verständlich, dass du unter Schock stehst und furchtbare Ängste hast und es tut mir sehr leid, dass es dir momentan so geht.

    Dass der Knoten so lange gewachsen ist, muss überhaupt nicht heißen, dass schon Metastasen da sind. Noch weißt du ja auch noch nicht 100% sicher, dass es Krebs ist, oder? Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit, dass du geheilt werden kannst, sehr viel größer als die Möglichkeit, dass bereits Metastasen da sind. Vermutlich steht dir eine lange Behandlung bevor - aber es ist gut zu schaffen! Die Zeit, in der du dich jetzt befindest, das Warten auf die Diagnose, ist die allerschlimmste Zeit - ich glaube, das können hier viele bestätigen. Diese Ungewissheit ist so mies. Wenn du dann weißt, woran du bist, wird es auf jeden Fall emotional einfacher 🫶

    Ich wünsche dir ein möglichst gutes Ergebnis und ein herzliches Willkommen in diesem hilfreichen Forum⭐️

  • Herzlich willkommen hier im Forum.

    Bei mir war es ähnlich. Ich habe den Tumor im Sept. 23 das erste Mal mit 2mm getastet. Angeblich eine Zyste die noch wächst. Dann blutende Brustwarze, dann 2. Stelle ertastet. Im April 24@angeblich immer noch gutartig, aber Überweisung zur Mammografie. Die haben die Tumore direkt gesehen und biopsiert. Ich stand auch unter Schock, die angebliche Zyste war mittlerweile 28mm groß. Mittlerweile habe ich die Chemo und die OP hinter mich gebracht und bin erstmal und hoffentlich für immer krebsfrei.

    Ich drücke dir für das Staging die Daumen. Hast du schon Termine?

  • Liebe Mia009 ,

    herzlich Willkommen in diesem Forum, du wirst hier gut aufgefangen und unterstützt.

    Jetzt startet die Behandlung, nicht sofort sondern bald.

    Meine Gyn meinte bei der Diagnose, nicht nach hinten schauen sondern nach vorne. Brustkrebs ist gut zu behandeln und in den meisten Fällen auch heilbar.

    Meine ED war im Sommer 2008. Ich habe die Behandlung überstanden und war wieder berufstätig. Ich habe meine Jungs ins Erwachsenwerden begleitet, bin jetzt zweifache Oma.

    Ich habe nach 16 Jahren Knochenmetastasen bekommen, heute geht es mir trotz der Medikamente wieder gut. Ich will noch erleben, dass meine Enkel größer werden.

    Geli

  • Liebe Mia009,

    auch von mit ein herzliches Willkommen in unserem Forum.

    Ich bin, wie Geli, eine der Langzeitüberlebenden - 2005 hatte ich zum ersten Mal Brustkrebs und 2024 wurden bei mir Metastasen in Pleura und Leber festgestellt.

    Die Forschung hat sich bei unserer Erkrankung rasant weiterentwickelt und so stehen dir sehr viele und sehr erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten offen. Heilung, ist wie Geli schrieb, möglich.

    Die Wartezeit auf die Ergebnisse der Biopsie ist fast nicht auszuhalten, aber danach geht es mit der Therapie zügig los.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Energie - du schaffst das! Hier sind jede Menge Frauen, die Ähnliches erlebt haben und wir können dir virtuell zur Seite stehen, wann immer du das wünschst.

    Liebe Grüße

    Angie

  • Liebe Mia,

    ich mach dir ein bisschen Mut. Die Cousine meiner Mutter lebt seit 25 Jahren mit Brustkrebs. Sie hatte in den Jahren 3 Rezidive die immer gut behandelt werden konnten.

    Jetzt gehst du Schritt für Schritt auch wenn diese Schritte nicht immer leicht sein werden, aber du wirst das schaffen.

    Ich drück dir die Daumen.

  • Liebe Mia009,

    Herzlich willkommen hier in diesem tollen Forum, auch wenn wir uns lieber woanders kennengelernt hätten.

    Bei meiner Diagnose war der Knoten nur Vage zu erkennen und laut den Radiologen etwa 0,6mm-1cmm groß. Im Endeffekt, war er dann über 4cm. Was ich damit sagen will ist, es muß nicht heißen, daß schon Metastasen da sind wenn der Knoten so lange unentdeckt blieb. Bei mir wurde immer regelmäßig (1mal im Jahr) ein US von der Brust gemacht und alles war immer gut. Hab dann mal einen Arzt gefragt wie lange ich den Krebs schon hatte, die Antwort war, daß es anhand der Größe schon mehrere Jahre sein könnten. Ich hatte keine Metastasen und mir geht es heute so gut wie vor dem Krebs. Meine Diagnose ist nun über 5 Jahre her.

    Weiß aber genau, wie schlimm diese Zeit der Ungewissheit ist, man malt sich alles mögliche aus.

    Wünsche dir auch ganz viel Kraft und Energie und für einen guten Befund und das Staging drücke ich dir ganz fest die Daumen :thumbup: :thumbup:

    LG

    Frusti :*

  • Hallo in die Runde,

    Danke für euren mega Support, es freut mich sehr und zugleich erfüllt es mich mit Dankbarkeit nicht allein zu sein.

    Gestern war ein „guter“ Nachmittag bzw Abend und auch jetzt gehts relativ gut. Die Achterbahn ist grausam, weil oftmal plötzlich und aus heiterem Himmel wieder alles einstürzt aber ihr wisst das sicher auch.

    Termine habe ich noch keine ich warte auf den Anruf 📞 und oft denk ich mir „hoffentlich ruft niemand an“ so nach dem Motto dann weiss ichs nicht (blöd ich weiss).

    Ich hab mir ja schon alles mögliche eingebildet jedes ziehen ist ein Todesurteil und der Alltag kostet gerade unglaubliche Kraft. Wahnsinn wie die Psyche einen zusetzt. Hab neulich gesagt „ok, jetzt weiss ich wie sich Depressionen anfühlen müssen“.

    Sry, ich schreib wirres Zeug.

    Ihr habt mir Mut gemacht mit euren Geschichten.

    Wie habt ihr die Zeit des wartens verbracht?

    Lg

    Mia

  • Liebe Mia009

    nein, das ist selten der Fall. Wenn überhaupt, dann eher bei ausgedehnten Befunden.

    Es kommt vor, dass bei Erstdiagnose Lymphknoten befallen sind, diese werden dann heraus operiert.

    Ich hatte meine Erstadiagnose im Jahr 2003 und habe nach wie vor keine Metastasen.

    Alles Liebe!

  • Liebe Mia009

    Es tut mir leid, dass du gerade diese Ängste durchstehen musst. Wenn sich die Tumordiagnose tatsächlich bestätigt, dann gibt es inzwischen sehr viele Therapieoptionen und die allermeisten Frauen mit Brustkrebs werden inzwischen geheilt. Denk dran, dass bei dir noch alles drin ist.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass man bereits bei Erstdiagnose Metastasen hat ist sehr gering, nur etwa 1-3 von 100 Frauen sind davon betroffen.

    Hier im Forum findest du auch viele Mutmachgeschichten, vielleicht kannst du dich mit diesen ein wenig ablenken. Ich wünsche dir alles Gute, vor allem dass du viele gute Nachrichten erhältst!

  • Liebe Mia009 ,

    du befindest dich derzeit in einem psychischen Ausnahmezustand. Den haben wir hier alle erlebt, und er ist absolut grauenvoll.

    Du wirst sehen, wenn die Diagnose gesichert ist, und der Schlachtplan steht, geht es schon wieder aufwärts.

    Ich drücke dir die Daumen für das bestmögliche Ergebnis!

    LG

    Garbanza

  • Liebe Mia009

    auch ich empfand die Zeit zwischen Biopsie und Info zu den Ergebnissen zur Gewebeuntersuchung am schlimmsten. :hug:

    Die nachgelagerten Untersuchungen - bei mir hatte die Biopsie den Krebs bestätigt - (z.B. CT und Knochenszintigramm) waren dann auch wieder mit Bangen verbunden.

    Als dann der Therapieplan stand, ging es mir deutlich besser, weil ich nun in verschiedenen Schritten meine "ToDos" abarbeiten konnte - jeder Schritt ein Schritt in Richtung Genesung.

    Ich habe in der Phase, in der Du gerade steckst, weiter gearbeitet. Ich konnte damit zumindest zeitweise aus dem negativen Gedankenkarussell aussteigen.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald benachrichtigt wirst und weißt, woran Du bist. Falls es Krebs sein sollte, dann gibt es inzwischen sehr individuelle und gute Therapie-Optionen.

    Alles Gute wünsche ich Dir! 🍀🍀🍀

    Liebe Grüße ❤️

    Zirbe

  • Hallo Mia009

    ich kann mich den anderen nur anschließen, du bist gerade in der schlimmsten Phase, wenn du die Ergebnisse hast und einen Schlachtplan wird es besser. Versuche dich mit schönen Dingen abzulenken, mach schöne Dinge mit deinen Kindern oder gönn dir was gutes was dich ablenkt. Alles Gute für dich.

    LG Sunny

    Mach heute so wunderbar, dass gestern neidisch wird.<3

  • Liebe Mia009 ,

    Da ich selbst gerade mit Verdacht auf Brustkrebs zu kämpfen habe (wenn auch mit keinem so konkreten wie du), kann ich mir ungefähr vorstellen, wie du dich fühlst.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen! Vielleicht wendet sich doch noch alles zum Guten — die Bildgebung ist nie Anlass für eine 100%-ig sichere Diagnose. Das letzte Wort hat immer die Pathologie. Und auch Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Es kann gut sein, dass er weniger schwer zu behandeln ist als du vielleicht schon befürchtest. Und bei den allermeisten Patientinnen sind bei Erstdiagnose keine Fernmetastasen vorhanden, vor allem nicht bei eher kleinen Tumoren. (Kann trotzdem gut verstehen, dass du dir gerade deswegen furchtbare Sorgen machst. Das würde mir genauso gehen.)

    Ich wünsche dir trotz allem von Herzen alles Liebe. ❤️

  • Hallo euch allen,

    Ihr macht mir Mut 💋. Heute hatte ich eine online Meeting und meine Chefin hat geweint, weil sie das so mitnimmt. Ich saß da (grad mega positiv eingestellt) und dacht mir nur „hä?!“

    Irgendwie hab ich tiiieffff in mir die Hoffnung es kommt alles anders und puhhh nur das Fibroadenom aber die Radiologin sowie mein Hausarzt waren sich sicher.

    Ich hoffe sie sind mega unfähig 😅.

    Danke dass ihr mir Mut macht mit den Metas. Das macht mir Mut auch wenn ich aktuell Rückenschmerzen habe (warscheinlich psychosomatisch)

    Lg

    Mia

  • Guck mal Mia009 ,

    2-3 von vielen.

    Und ich habe das Forum erst nach 4-5 Monate nach meiner Diagnose gefunden.

    Kannst du dich etwas ablenken, sonst nimmt das Gedankenkarussel wieder volle Fahrt auf der Gefühl-Achterbahn auf.

    Und wegen den Rückenschmerzen (vielleicht vor Anspannung), pflücke ich immer paar imaginäre Äpfel und lege sie unten ins Körbchen 🥹

  • Ich hab heute den Arztbericht der Radiologin gelesen, darin schreibt sie dass auch der Lymphknoten pathologisch aussieht 😥. Meine Hoffnung war irgendwie dass das nicht der Fall ist. Naja, heute ist kein guter Tag.

  • Fühl dich unbekannterweise ganz fest von mir gedrückt. Ich weiß nicht, ob es irgendwie hilft, dass selbst eine Lymphknotenmetastase noch lange keine Fernmetastase bedeutet. Wie gesagt, an deiner Stelle hätte ich vermutlich auch gewaltiges Muffensausen, das weiß ich genau.

    Gibt es irgendetwas, was dich gerade nur ein bisschen ablenken könnte, oder irgendjemanden, der dich ein wenig auffängt, bis du endlich mehr weißt?