Hallo zusammen,
ich weiß gar nicht so richtig wie ich anfangen soll.
Ich bin einfach nur traurig und fühle mich allein. Meine ED war 10/2024. Schon da lief nichts reibungslos. Während meiner neoadjuvanten Therapie bekam ich von der Immuntherapie eine schöne Niereninsuffizienz. Meine damalige Ärztin hat's schön verpennt. Kann man nicht anders sagen. Also OP vorgezogen, anschließend die EC's verabreicht. Natürlich gab es keine PCR, demnach bekam ich nach der Bestrahlung auch noch Capecitabine. Noch während dieser Einnahme wurde in 10/2025 die Zweitdiagnose gestellt. Ich kann euch nicht einmal sagen wie die jetzt konkret aussieht, außer, dass es wieder TNBC ist. Erst hieß es, es sei kein inflammatorischer Brustkrebs, weil ich ganz klar einen Herd in der Brust habe. Allerdings ist es zu Hautmetastasen gekommen. Inzwischen steht inflammatorischer Brustkrebs aber in den Unterlagen. Keine Ahnung, was es nun wirklich ist. Ich kann bisher nur sagen, dass es alles lokal ist.
Und damit fängt es schon an. Erst hieß es, ich sei keine metastasierte Patientin, weil die Haut lokal betroffen sei. Inzwischen ist das Wort metastasierte Patientin aber gefallen. Ich war am Boden zerstört. Bin es heute noch immer wieder.
Ich befinde mich in Therapie. Erst haben wir mit Sacituzumab Govitecan angefangen. Jetzt wechseln wird zu Enhertu. Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, aber ich habe - mal wieder - Angst. Angst, dass es nicht wirkt. Angst, dass die Nebenwirkungen mich umhauen. Jetzt weiß ich wenigstens, was mich erwartet. Angst, dass mein Körper es nicht mehr schafft.
Und dann sitze ich da, in diesen Wartezimmern. Höre nonstop die wievielte Chemo es ist, wieviele noch folgen, wann die Op stattfinden wird.... bla bla bla.... Ich gönne es allen gesund zu werden. Um Gottes Willen, das tue ich wirklich! Aber ich gönne es mir eben auch. Und es macht mich so traurig.
Ich bin 39 Jahre alt. Ich fühle mich in meiner Situation so schrecklich allein. Man hört immer wieder über "Krebsfreundinnen". Klar, ich habe auch Mädels kennengelernt und mag sie unheimlich!! Aber sie haben den Sch* (zum Glück) hinter sich.
Ich mag die Gespräche mit ihnen. Aber sie machen mich auch unendlich traurig und neidisch. Ich würde nicht sagen, dass ich das Gefühl habe, dass sie mich nicht verstehen. Ich glaube (wenn ich ehrlich zu mir selber bin), dann wünschte ich mir einfach nur einen Menschen vor mir zu haben, mit dem ich im gleichen Schlamassel sitze. Ich wünschte, ich würde jemanden vor mir haben, den ich nicht um seine Gesundheit beneide. Klingt das gemein? Ich glaube ja. Irgendwie schon. Aber das ist was ich fühle.
Danke für's Lesen.
Ich hoffe niemandem auf die Füße getreten zu sein.
Passt auf euch auf und alles Liebe für euch