Lujaembe - Und jetzt?

  • Hi,

    ich bin 43 Jahre alt, alleinerziehend von 4 Kindern (seit 8 Jahren) und seit 10 Jahren an MS erkrankt.

    Vor zwei Wochen hatte ich eine normale Vorsorge. Und sagte am Ende zu meiner FÄ: ich glaube meine Zyste kommt zurück. Können sie sich das mal anschauen? Sie schallte und ihr Blick gefror. Sie sagte: ich will eine Mammographie und das wird gestanzt. Sie beruhigte mich und ich bekam am gleichen Tag meine Mammographie. Die war ebenfalls auffällig.

    Letzte Woche Dienstag die Biopsie und Clipsetzung, gestern dann die Besprechung und ich trage nen kleinen fieses Mistkerl mit mir rum.

    1,6x1,8 cm groß. Triple positiv, HER 3+. Dieser Faktor alleine reicht, dass ich eine Chemo bekommen soll. Ich bin genervt. Ich habe durch die MS schon Einschränkungen, jetzt kommt das dazu. Und ich bin ehrlich: ich habe keine Ahnung wie ich das hinbekommen soll.

    Vor zwei Wochen war mein Leben noch völlig normal. Bis gestern hatte ich die Hoffnung das ich trotz BI-Rads 5 mit einem blauen Auge davon komme. Jetzt heißt es alle Kräfte mobilisieren. Morgen ist eine Blutabnahme, Montag CT und Knochenszinti. Am 23.04 ist dann das Gespräch was bei der Tumorkonferenz rum kam.

    Liebe Grüße

    Luja

  • Liebe Luja.

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Was für eine bescheidene Situation.

    Ich wünsche dir Kraft für diese Anfangszeit und hoffe, dass du liebe Menschen an deiner Seite hast.

  • Liebe Lujaembe ,

    ich bin selbst erst ein paar Tage im Forum aktiv, begrüße dich herzlich.

    Du wirst sicherlich zu der Chemo noch einen Antikörper bekommen, da du Her2 positiv bist. Hoffentlich passt das alles mit deinem MS Medikament, ich drücke dir ganz doll die Daumen. Hier im Forum wirst du tolle Unterstützung bekommen und hoffe auch das du im privaten Umfeld tolle Menschen an deiner Seite hast.

    An MS bin ich ebenfalls erkrankt und bei meiner Brustkrebsdiagnose letztes Jahr sind zusätzlich Metastasen entdeckt worden.

  • Liebe Luja.

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Was für eine bescheidene Situation.

    Ich wünsche dir Kraft für diese Anfangszeit und hoffe, dass du liebe Menschen an deiner Seite hast.

    Danke. Ich war bisher bei keinem Termin alleine. Meine Schwester war überall dabei.

    Und sie wird ebenfalls am 23.04 dabei sein. Ich habe da wirklich Glück.

  • Liebe Lujaembe ,

    ich bin selbst erst ein paar Tage im Forum aktiv, begrüße dich herzlich.

    Du wirst sicherlich zu der Chemo noch einen Antikörper bekommen, da du Her2 positiv bist. Hoffentlich passt das alles mit deinem MS Medikament, ich drücke dir ganz doll die Daumen. Hier im Forum wirst du tolle Unterstützung bekommen und hoffe auch das du im privaten Umfeld tolle Menschen an deiner Seite hast.

    An MS bin ich ebenfalls erkrankt und bei meiner Brustkrebsdiagnose letztes Jahr sind zusätzlich Metastasen entdeckt worden.


    Ja, das sagte sie auch. Ich bekomme Antikörper zur Chemo dazu. Wenn ich das richtig verstanden habe.

    Kes..pta soll ich absetzen laut der Herstellerfirma. Mein Neuro hat Urlaub bis zum 10.04.Da müsste ich eigentlich spritzen.

  • Hallo Lujaembe ,

    welch ein Mist und das wo du doch schon mit MS gebeutelt bist. HER3+ hieß früher aggressives Wachstum und sehr hohes Rückfallrisiko, heute ist das Dank Antikörpertherapie deutlich besser, auf Chemo pur verzichtet man trotzdem nicht, dafür ist der Mistkerl einfach zu gefährlich. Ich wünsche Dir viiieeel Kraft!


    Liebe Grüße, Susanne

  • Ja, das sagte sie auch. Ich bekomme Antikörper zur Chemo dazu. Wenn ich das richtig verstanden habe.

    Kes..pta soll ich absetzen laut der Herstellerfirma. Mein Neuro hat Urlaub bis zum 10.04.Da müsste ich eigentlich spritzen.

    Das ist doof, vielleicht kannst du ein anderes Medikament nehmen? Denn so ganz ohne Therapie ist ja nun auch nicht toll. Bisher passt alles mit meinem MS Medikament, ich spritze täglich Copax... Allerdings bekomme ich auch keine Chemo so wie du.

    Für den kommenden Montag drücke ich dir die Daumen.

  • Verena 8. April 2026 um 19:50

    Hat den Titel des Themas von „Und jetzt?“ zu „Lujaembe - Und jetzt?“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    Liebe Lujaembe

    auch vom Moderatorenteam möchte ich dich herzlich willkommen heißen.

    Zum Diagnoseschock kommt noch das ganze Organisatorische dazu. Gut, dass du deine Schwester an deiner Seite hast. Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch eine Krebsberatungsstelle die können bei sozialrechtlichen Fragen und Anträgen helfen. https://www.krebsinformationsdienst.de/krebsberatungsstellen unter dem Link kannst du nach einer in deiner Nähe suchen.

    PS: Ich glaube Puschiminka wollte genau das sagen, was deine Ärztin gesagt hat. Durch die Antikörpertherapie ist Her2+ heutzutage viel besser behandelbar als füher.

    Alles Gute und liebe Grüße

    Verena

  • Das ist doof, vielleicht kannst du ein anderes Medikament nehmen? Denn so ganz ohne Therapie ist ja nun auch nicht toll. Bisher passt alles mit meinem MS Medikament, ich spritze täglich Copax... Allerdings bekomme ich auch keine Chemo so wie du.

    Für den kommenden Montag drücke ich dir die Daumen.

    Ich werde nächste Woche mal beim Neuro reinschneien und fragen was wir denn da nun jetzt machen können. Die neue Diagnose scheint mir vom Gefühl her wesentlich dringlicher zu sein, als die MS.

    Verena vielen lieben Dank für deinen Hinweis. Ich werde das jetzt alles erst mal sacken lassen und dann mal schauen was nötig ist. Im Moment fühlt sich das noch alles sehr surreal an.

  • Hallo Lujaembe ,

    meine Erstdiagnose liegt schon 13 Jahre zurück. Ich habe seit frühester Kindheit mit juvenilem Rheuma zu tun, genau wie MS eine Autoimmunkrankheit.

    Zur Chemo, die das Immunsystem sowieso schon schwächt, wird Cortison gegeben, um die Nebenwirkungen abzufedern. Mein Rheuma, das die Jahre zuvor ziemliche Schmerzen verursacht hat, ist in der Chemozeit komplett zum Stillstand gekommen. Den gleichen Effekt hatte die Behandlung auf meine Pollenallergie. Beides war danach für einige Jahre nahezu weg und hat sich erst dann allmählich wieder stärker bemerkbar gemacht.

    Die Antikörper-Therapie ist hochwirksam und hat gleichzeitig wenig Nebenwirkungen, d.h. sobald die eigentliche Chemo vorbei ist, wird es deutlich leichter.

    Ich war damals allein mit 3 pubertierenden Jungs, mein ältester hatte zum Glück kurz zuvor den Führerschein gemacht (hier geht nichts ohne Auto). Unterstützung von außen hatte ich nicht, eher das Gegenteil.

    Leicht wirds nicht, aber es ist zu schaffen.

    Ich drück dir die Daumen.

    Marla

  • Liebe Lujaembe ,

    ich bin froh, dass deine Schwester an deiner Seite ist.

    Es ist wichtig eine Stütze zu haben.

    Menschen, die einen wohlgesonnen sind.

    Dein Ärzteteam wird für dich alles mögliche rausholen.

    Drücke dir die Daumen.