erniebert - moin & hallo :-D

  • ich hoffe, ich erstelle hier gerade nur eine nachricht und kein neues thema .. so ganz erschließt sich mir das vorgehen hier noch nicht.

    in den letzten wochen habe ich öfter mal hier im forum gelesen, insbesondere, weil mir seit ende der primärtherapien im letzten jahr ein gewisser rahmen und austausch, wie z.b. vor und während der chemos, fehlt. außerdem habe ich wegen der vielfalt an nebenwirkungen meiner medikamentösen langzeittherapie (abemaceclib u. letrozol) hier ein bisschen gelesen.

    meinen namen "erniebert" habe ich gewählt, weil wir als kinder die sesamstraße geschaut haben und ich vieles davon noch heute liebe, insbesondere ernie und bert ;-D aber auch schlemil, der einem für einen groschen eine flasche luft und ähnlich unfassbares verkaufen wollte.

    humor tut mir seit jeher gut, und er hilft mir auch bei meiner krebserkrankung mit dem ganzen auch weniger schönen, was so auftaucht, auszuhalten und zu schaffen ist .. ausfallende haare, seltsame neue falten und anderes ungemach.

    grüße mit frühlingssonne & hellblau weißem himmel,

    erniebert - klingt männlich, ich bin aber weiblich, auch, wenn wegen des brustkrebses und der notwendigen OP nur noch eine brust & ein meerbusen da ist <3

  • Verena 17. April 2026 um 16:23

    Hat den Titel des Themas von „moin & hallo :-D“ zu „erniebert - moin & hallo :-D“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    Liebe erniebert

    herzlich Willkommen hier im Forum. Ich habe schon deinen Beitrag im Sportthema gelesen. Der hat mir sehr gefallen. Vor allem, dass du mit dem Line Dance so viel Freude hast.

    Die Zeit nach dem Ende der Primärtherapie erleben viele seltsam. Plötzlich raus aus dem Hamsterrad der Behandlungen ... und was dann? Das ist ja auch sehr verschieden, welche Behandlung dann noch ansteht oder ob man direkt in der Nachsorge landet.

    Schreib gerne in den Themen, die dich ansprechen und du hast es ganz richtig gemacht, den alten Strang neu zu beleben.


    Liebe Grüße und viel Lebensfreude

    Verena

  • liebe verena, ganz herzlichen dank für das liebe willkommen! :) und den hinweis zur nutzung. ich lese mich mal ein bisschen durch die themen, wo ich für mich informationen finden oder auch etwas beitragen kann.

  • Liebe erniebert

    Herzlich Willkommen in diesem tollen Forum 🙋‍♀️

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch 🙏🙏

    Magst du vllt. ein bißchen mehr erzählen, wie es dir seit Beginn der Erkrankung ergangen ist?

    Wie jung bist du?

    Liebe Grüße :hug:<3<3

  • moin @Kiko62,

    lieben dank für dein herzliches willkommen! :)

    ich bin 58 jahre alt und habe im oktober 2024 die diagnose brustkrebs bekommen. aufgrund von fehlern in der vorsorge (und auch meinem eigenen versagen) war mein tumor dann bei der diagnose schon ziemlich groß.

    wenn die krebsvorsorge das gewesen wäre, was sie hätte sein sollen, hätte ich ein viel früheres stadium zur behandlung gehabt, aber es war so: beim mammascreeing ein jahr vorher gab es einen verdacht, aber es wurde doch kein ultraschall gemacht, und die gynäkologin hat bei der krebsvorsorge ein paar monate später nicht richtig auf meine sorge reagiert und gesagt, den ultraschall könne man dann ja im sommer machen.

    die therapie fing dann wegen der ganzen voruntersuchungen zwei monate nach der diagnose an, u.a. auch, weil ich vier wochen auf einen untersuchungstermin warten musste, weil es einen lieferengpass beim kontrastmittel gab.

    durch die chemos ist der tumor nur löchrig geworden, aber nicht wirklich kleiner. so konnte nicht mehr brusterhaltend operiert werden und ich habe jetzt an der stelle einen "meerbusen" :) also so etwas flaches und bisschen welliges wie im wattenmeer (ich komme aus nordfriesland, daher habe ich mir dieses schöne bild für mich überlegt) insgesamt komme ich damit ganz gut zurecht, mein mann auch. die lange narbe und das verletzte gewebe drumherum ist schon auch eine beeinträchtigung, aber ich merke grad, wie gut auch hierfür das gerätetraining ist :) zum glück mussten nur ein paar lymphknoten entfernt werden und das lymphödem hält sich in grenzen.

    wenn ich meinen busen-ersatz-BH anziehe, denke ich oft an meine oma, die hatte auch brustkrebs und war mit ihrem BH und der prothese immer sehr unglücklich, weil das alles nicht richtig saß. heute gibt es ja recht gute BHs und auch bessere prothesen, wenngleich man ja auch einiges zuzahlen muss, wenn man nicht das kassenmodell möchte, was einer knackigen brust ähnelt, wie ich sie mit 20 hatte. aber es gibt viel gutes und hilfreiches, und ich bin immer wieder sehr dankbar, dass ich mit dieser erkrankung in deutschland lebe, wo es (noch) viel gutes an behandlung und unterstützung gibt.

    durch die primärtherapien bin ich recht gut durchgekommen, an einigen tagen war ich fertig mit den nerven und den kräften, da kullerten die tränen, aber die meiste zeit habe ich es ganz gut hinbekommen, mir selber eine gute struktur zurechtgelegt und gut für mich gesorgt. und ich fand vieles auch einfach interessant - viele neue orte, menschen und dinge zu erleben.

    das beste, was ich durch die krebserkrankung gelernt habe:

    besser für mich zu sorgen und viel besser auf mich,meine bedürfnisse und meine grenzen achten - denn auch ich selber hätte in der zeit vor der diagnose mich viel besser um mich kümmern und dafür sorgen können, dass die untersuchungen früher gemacht werden - aber ich war in einem schlimmen arbeitsstress-tunnel gefangen und habe es nicht anders hinbekommen. ich habe (meistens) meinen frieden damit - vor allem das eigene versagen war für mich anfangs nicht leicht zu verzeihen.

    durch die krebserkrankung habe ich auch sehr viel gutes erfahren - man nennt das wohl "posttraumatisches wachstum" - es ist ein hoher preis, den ich mit der krebserkrankung zahle, aber es entsteht auch sehr viel positives neues dadurch, und das finde ich ganz spannend :) wenngleich so manches auch sehr mühsam, einschränkend und anstrengend ist.

    mein rezidivrisiko ist hoch, daher die medikamentöse langzeittherapie mit abemaceclib/verzenios und letrozol, und die ist für mich viel anstrengender als die drei primärtherapien :| diese vielen und auch starken nebenwirkungen beeinträchtigen mich sehr. aber wie mein arzt sagte: "wir sind froh, dass wir etwas (helfendes) verschreiben können." - ich bin auch froh darüber, und ich passe mich den geänderten umständen an so gut ich kann, das entspricht sowieso meinem naturell :) wie eine weide im wind.

    liebe grüße in den samstag!

  • Sonniges Willkommen erniebert

    wir alle brauchen Unterstützung und Umarmungen von Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind.

    Hier findest du sie, um gute und auch schlechte Momente zu teilen.

    Lg

    liebe Reanrw

    danke für dein sonniges willkommen :)

    ja, der austausch mit menschen in ähnlicher situation tut mir auch immer wieder sehr gut - und da ich im alltag / der therapie jetzt meist allein damit bin, freue ich mich über die möglichkeit, hier im forum dieses "innere verständnis" durch das eigene erleben vorzufinden.

    gute und schlechte momente teilen, genau :) und auch anderes an wissen und erfahrungen, zu dem, was so benötigt wird und hilfreich sein kann im umgang mit der neuen situation - allein die anforderungen bei der arbeitsstelle und anderen dingen, die nicht mehr so selbstverständlich sind und funktionieren, und die organisiert werden wollen.

    es ist neben der krankheit an sich einfach allerhand andere noch zu meistern.

    ich lese insbesondere wegen der arbeitssituation gerade ein paar threads, weil sich hier bei mir durch die krankheit vieles geändert hat und ändert.

    viele grüße!

  • Liebe erniebert

    Dankeschön für deine Geschichte 🙏🙏

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und ein gutes Ansprechen der Therapie bei erträglichen Nebenwirkungen 🙏🙏🍀🍀✊️✊️

    liebe Kiko62

    herzlichen dank für deine guten wünsche!

    "erträglich" ist und wird bei chronischen und schwierigen krankheiten ja so ein ganz dehnbarer begriff und zustand, finde ich - wir müssen es ja alles ertragen, was so auftaucht, und damit dehnt sich das maß der erträglichkeit ja ganz von selbst aus.

    natürlich können wir in manchen situationen zum glück auch medikationen anpassen, aber die möglichkeiten sind ja auch begrenzt. also bleibt ja nur das ertragen - mit allen mitteln und hilfen, die wir erhalten und selber aufbringen können.

    auf das "ansprechen der therapie" setze ich einfach mein vertrauen - ich fühle mich mit den beiden medikamenten recht gut geschützt und finde es auch immer wieder total erstaunlich, was die forschenden alles so herausfinden und was alles so möglich ist .. diese wirkstoffe auf der ganz kleinen ebene - schon doll!

    und wie sagte meine gynäkologin neulich: "wenn Sie die nebenwirkungen so deutlich spüren, ist das ein gutes zeichen dafür, dass das medikament wirkt." .. auch wahr! ;)

  • Guten Morgen erniebert ,

    ich wünsche dir einen verständnisvollen Arbeitgeber:in.

    Ich kann leider nicht mehr arbeiten :( , sie fehlt mir ungemein, daher wünsche ich dir das Allerbeste.

    liebe Reanrw

    danke für deine guten wünsche hinsichtlich meines arbeitgebers :)

    aktuell bin ich wegen der starken nebenwirkungen der medikamente noch arbeitsunfähig und vermute, dass ich vorerst noch weiter arbeitsunfähig bleiben werde, ich bin da gerade am übergang mit dem ende vom krankengeld und muss abwarten, wie es sich entwickelt.

    mein arbeitgeber ist leider keiner der verständnisvollen sorte und dort hat sich auch in der zwischenzeit sehr viel verändert.

    aber ICH bin jetzt sehr viel verständnisvoller mit mir selbst :) und versuche, sehr gut auf mich aufzupassen und mir nicht mehr zu viel zuzumuten - ich habe da so ein bild von einem "inneren anwalt" vor augen, das ich mal in einem coaching-buch gesehen habe.

    wie schade, dass du - trotzdem du es so gern würdest - nicht mehr arbeiten kannst, es scheint dir sehr zu fehlen <3

    es ist schon auch verrückt, was so eine schwere (ich denke, jede, nicht nur krebs) an veränderungen mit sich bringt, die wir einfach mitgehen müssen.

    was genau vermisst du an deiner arbeit?

  • erniebert

    Mir tut es so leid, dass dein Arbeitgeber nicht so verständnisvoll ist.

    Am Ende des Krankengeldes, da wird dich die Krankenkasse sicher anschreiben, dass du dich beim Arbeitsamt melden sollt. Das bedarf wirklich Geduld und tiefes Durchatmen.

    Ich vermisse einfach meine Arbeit, meine Aufgaben und den Umgang mit den Menschen.

    Das Alleine sein, nicht mehr gebraucht werden tut mir weh.

  • liebe Reanrw

    danke - aber es ist nicht so schlimm für mich, da ich meinen arbeitgeber ja kenne, und es dort leider schon lange so ist - ich habe da nichts anderes erwartet, es schmerzt mich also nicht.

    ja, das mit dem aussteuern usw. ist mir bekannt, das habe ich alles schon in die wege geleitet - danke für deinen tipp mit der geduld und dem tiefen durchatmen :) geduld ist nicht so ganz meine stärke, aber ich werde hier abwarten müssen - ich habe schon in einigen beiträgen gelesen, dass es über ein jahr dauern kann, bis die rentenversicherung anfragen zur teil-/erwerbsminderungsrente bearbeitet hat. insgesamt bin ich jedoch froh über das system, das wir haben, dass ich finanziell aufgefangen werde und nicht plötzlich komplett ohne alles dastehe.

    was du beschreibst, klingt nach einer großen liebe zu deiner arbeit <3 was an sich sehr schön ist .. aber jetzt fehlt es dir eben auch sehr.

    bei mir ist es anders herum - ich arbeite zwar grundsätzlich sehr gerne, aber es hat sich an meiner arbeitsstelle so vieles zum unguten verändert in den letzten jahren, dass ich davon gar nichts vermisse. aber ich hoffe auf eine besserre zukunft diesbezüglich :) und bis es soweit ist, tue ich, was ich so kann, um mich zu stabilisieren und auch, um freude zu haben.

    gleich zum beispiel beim gerätetraining! ;)

    schönen tag dir!

  • erniebert

    Super, dass du die bürokratischen Dinge schon in die Wege geleitet hast. So heisst es warten.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Sachbearbeiter:in hast.

    Es stimmt schon, und da gebe ich dir zu 100 Prozent Recht, dass sich das Arbeiten in den letzten Jahren verändert hat.

    Ich glaube die Empathie ist nicht mehr so gross, jeder für sich.

    Sonnige Grüsse

  • liebe Reanrw

    danke fürs daumendrücken :) ich warte nicht so gern, würde am liebsten alles gern flott geklärt haben, aber ich muss diesen schwebenden zustand jetzt aushalten .. bis klar ist, wie es weitergeht. ich übe mich in vertrauen ;)

    ja, .. ich finde, die arbeitswelt hat ich deutlich verändert in den letzten zehn jahren z.b. - an meinem arbeitsplatz ist der großteil der arbeit inzwischen digital, alles geht über den computer, es gibt kaum noch arbeiten, die man mit den händen erledigen kann/muss .. nur noch tippen und auf den computer gucken .. das liegt mir überhaupt nicht.

    manches am arbeiten mit software mag ich schon auch, ist praktisch, aber nicht den ganzen tag, ich werd so richtig blöd davon im kopf, ich brauche bewegung und dinge in die hände nehmen und bearbeiten. mal sehen, was sich alles so noch - vielleicht im guten und besseren - da entwickeln kann und machen lässt.

    die empathie .. ja, vielleicht bleibt die mit dem zunehmenden zeitdruck und stress und höheren anforderungen an die einzelne person auf der strecke .. aber es liegt auch zu einem guten teil an der unternehmensführung, die hat viel einfluss darauf, ob es ein gutes arbeiten ist oder einfach nur ein schaffen und irgendwie-aushalten.

    im grunde vermisse ich, ein bisschen dir ähnlich, auch die arbeit von früher.

    im moment schaffe ich noch gar nichts, aber ich bin guter dinge, dass sich das in der zukunft auch wieder bessern wird.

    eins nach dem anderen :S

  • erniebert

    genau so ist es. Auch wenn es nicht leicht fällt ein Schritt nach dem Anderen.

    Deshalb, wie wir schon gesagt haben gute Momente sammeln egal wie, ob im Kopf, im Herzen sowieso oder in einem Glas.

    Wenn der Kopf zu voll ist einfach alles aus machen und tief durchatmen ( oft leichter gesagt als getan, ich weiss ;) )

    :hug:

  • an dieser stelle sag ich hier jetzt "tschüß! - ich lösche nachher mein benutzer-konto.

    die ausgestaltungen von krebs und die auswirkungen auf das leben des:der einzelnen sind so vielfältig und umfassend - es fällt mir schwer, in diesem vollen bunten digitalen "woll-korb" des forums einzwei fäden zu finden, an die ich richtig anknüpfen und mit denen ich etwas konstruktives gestalten könnte. das viele eher kleinteilige hin und her macht mich fusselig und tut mir nicht gut ?(

    für mich ist das anfassbare gegenüber in geringerer anzahl wohl einfach besser geeignet :) und auch andere "K's", wie zum beispiel

    kunst gucken und kaffee trinken, käsebrote schmieren und kichern, kleinkram aussortieren und kartoffelsalat machen, kalender-einträge und krisen-notizen, kichererbsen einweichen und kästen mit blumenerde füllen, kreuzworträtsel halb lösen und krimis ganz lesen .. :S solche sachen.

    ich wünsche allen hier, an welcher stelle eurer krebs- oder auch nicht-mehr-krebs :saint:-geschichte ihr euch auch gerade befinden mögt, das für euch allerbeste <3

    ein herzliches dankeschön ans moderatorinnen-team, da forum ist ganz gut aufgebaut und toll geführt, und es ist sehr angenehm, das jemand laufend darüber wacht und somit keine unangenehmen situationen entstehen.

    alles liebe!

  • Liebe erniebert ,

    Ich wünsche dir alles Gute:)

    Es steht dir frei, deine Entscheidung zu treffen. Aber warum lässt du deinen Account nicht einfach bestehen und schaust halt vorerst nicht mehr ins Forum? Vielleicht ist dir in ein paar Wochen oder Monaten danach, dich wieder mit uns auszutauschen oder du hast konkrete Fragen. Es besteht ja überhaupt keine Verpflichtung, aktiv mitzumischen. Viele von uns legen immer wieder mal Forumspausen ein.

    Liebe Gruesse, überleg es dir doch nochmal,

    Nic46

  • liebe Nic46 danke für deine guten wünsche!

    ja klar, die möglichkeit besteht natürlich, aber wenn ich den account habe, dann schau ich auch immer rein und lese ;) für mich ist es besser, wenn er nicht mehr da ist

    dass ich nicht aktiv mitwirken muss, ist mir schon klar - mir ist einfach nach einer anderen form von austausch/miteinander und zeit verbringen.

    sollte ich in zukunft doch mal wieder hier lesen und schreiben wollen, kann ich mir ja wieder ein konto einrichten.