Hallo
Bin erst seit ein paar Tagen im Forum .
Habe 2021 die Diagnose Plattenepithelkarzionom in der Wange erhalten. Es folgten 2 OP 's. 4 Monate später dann ein Rezediv im Oberkiefer, was für ein Schock
Mir wurde dann der komplette Oberkiefer entfernt , sowie der Rachenraum und die Lymphknoten entfernt. Als ich mich 2 Tage nach der OP im Spiegel betrachtete sah ich, dass ich entstellt war. Es liefen die Tränen .
Ein Obdurator ( Prothese für das Loch in der Mundhöhle mit Zähnen dran) wurde angefertigt welches nur wackelte, auch das Einsetzen war eine Herausforderung. Konnte mit dieser "Prothese " nicht leben.
Mein Anspruch war eine Rekonstruktion des Oberkiefers.
Bekam dann 33 Bestrahlungen welche mir sehr zusetzten. Mein Gesicht war verbrannt.
Ich habe alle Zähne verloren, keinen Speichel mehr und sprechen ist teilweise schwierig und unverständlich. Meine Mundöffnnung ist lediglich 0,8 cm, daher werde ich seit 3 Jahren ausschließlich über die PEG ernährt.
In 2024 fand ich eine Klinik welche Rekonstruktionen durchführt, ich wurde vorstellig. Die Rekonstruktions-OP fand im September 2024 in einer 12-stündigen OP statt. Aus meinem Wadenbein wurde ein neuer Kiefer. Implantate wurden gesetzt.
Es folgten 2 weitere Operationen und im Ende Juni 2026 eine erneute, verbunden mit der Hoffnung auf ein ansehliches, optisches Ergebnis. Denn ohne Maske gehe ich nicht außer Haus.
Ich bewundere dich für deine Zuversicht. Zur Zeit fällt es mir enorm schwer positiv nach vorne zu schauen, habe Angst dass das Ergebnis der anstehenden Operation nicht mein Äußeres positiv verändert. Mein Traum: Ohne Maske auf die Straße gehen zu können, ohne die zermürbenden, aufdringlichen Blicke der Menschen.
Dir lieber cantante73 alles Gute, bleib positiv
Grüße AngKlee