Adriane66 - Gebärmutterkrebs - wie geht es weiter?

    • Offizieller Beitrag

    Sorry für den langen Text. Wie ich gestern gelesen habe, ist das hier ja nur der Vorstellungsthread. Nun "kennt" ihr mich.

    Hat jemand einen Tipp wo auch öffentliche "Tagebücher" möglich sind? Ich bin ein Schriftmensch, mir könnte sowas helfen, zumal ich niemanden zum Reden habe.

    LG kommt gut durch den sonnigen Tag!!

    Liebe Adriane66

    einige Foris schreiben mehr und andere weniger über ihren Weg in der Vorstellungsrunde. Das ist okay, über dich und deinen Behandlungsverlauf, hier zu schreiben.

    Bitte bedenke Folgendes. Alle Beiträge dieses Forum sind im Internet öffentlich von jedem lesbar. Teile also nur Informationen, die keine Rückschlüsse auf deine Person im realen Leben geben.

    Unser Forum haben wir bewusst in verschiedene Bereiche gegliedert und thematisch aufgebaut, damit die gesuchten Informationen gerade auch von neuen Teilnehmern möglichst leicht gefunden werden. Es ist also sinnvoll Fragen zur Behandlung und Nebenwirkungen und deren Behandlung in den Sachthemen zu posten. Dadurch können passende Antworten dich schneller erreichen, weil schon aus der Überschrift ersichtlich ist, ob jemand dazu Erfahrungen hat, z.B. bestimmte Medikamente.

    Ich wünsche dir weiter einen guten und hilfreichen Austausch. Wenn du noch mehr Fragen hast, dann wende dich gerne auch per PN direkt an Das Moderatorenteam - Mitglieder - Forum der Frauenselbsthilfe Krebs

    Liebe Grüße

    Verena

  • Hast du die Angst irgendwie in den Griff kriegen können oder geht es dir immer noch so? :hug:

    Danke fürs Nachfragen. War gerade mit dem Hund draußen. Angst ist etwas besser, jetzt bin ich aggro und müde. 8o Dieses Wechselbad muss man wohl aushalten. Ich habe ja gerade Besuch von meiner Schwester. Das ist schön, aber anstrengend und ich fühle mich trotzdem noch alleine.

    LG

  • Adriane66 Ich finde gerade die Nachtstunden sind fies. Tagsüber kann man mehr ertragen, aber nachts um 3 oder 4 aufzuwachen - das sind die schlimmsten Gedanken...

    Das mit dem Alleinsein verstehe ich gut. Ich hab Familie und gute Freundinnen um mich rum, aber trotzdem muss jede von uns alleine da durch. Das nimmt uns niemand ab.

  • Das mit dem Alleinsein verstehe ich gut. Ich hab Familie und gute Freundinnen um mich rum, aber trotzdem muss jede von uns alleine da durch. Das nimmt uns niemand ab.

    Ja, das nimmt uns niemand ab. Und vielleicht kann ein anderer auch nichts richtig machen. Fakt ist, dass ich mich in meinem Umfeld unverstanden fühle. Aber wie man das ändern könnte, kann ich auch keinem sagen.

    LG

  • Vielleicht braucht das Umfeld auch noch ein wenig Zeit, Adriane66 . Ich hatte bei mir den Eindruck, die standen ähnlich unter Schock wie ich... Und wenn nicht: Du hast uns hier im Forum, wir können das meiste sicherlich nachvollziehen und verstehen. Oder vielleicht ist für Dich auch eine Selbsthilfegruppe im echten Leben eine Möglichkeit. Oder eine Psychoonkologin. Oder alles. :)

  • Liebe Adriane66 .....

    Erst einmal ein herzliches willkommen in diesem netten Forum .

    Ich schreibe hier sehr selten und lese still mit.

    Ich hatte im Jahr 2023 die gleiche Diagnose wie du.....ich wurde hier in diesem Forum von den netten Frauen sehr gut aufgefangen...

    Meine Situation war auch ähnlich,ich habe zum Zeitpunkt der Diagnose auch einen neuen Job angefangen....

    Ich hatte wahnsinnige Angst und bin grundsätzlich ein sehr ängstlicher Mensch.....

    Lange Rede kurzer geschrieben.....im Vorfeld hiess es bei der Ausschabung ist nicht wild sieht nicht schlimm aus ist ein Polyp....

    Es war nach der grossen OP ein kleiner Tumor wenig aggressiv p53 wildtyp

    Es wurde Minimalinvasiv operiert und es war wirklich,wie es mein Gyn auch gesagt hat,mit der OP erledigt.Gebärmutter , Eierstöcke Eileiter und 8 Lymphknoten wurden entfernt.

    Das ist jetzt schon 3 Jahre her .


    Ich wünsche dir alles Gute für die OP drücke die Daumen

    LG Melli

  • Morgen finden die Aufklärungsgespräche statt. Und die Angst steigt. Leider ist es so heiß hier, dass ich kaum erwa tun kann um mich anzulenken. Liege nur rum und lese viel zu viel darüber, was alles passieren kann.

    Auf jeden Fall werde ich es ablehnen, dass zu einer umfangreicheren OP als geplant gewechselt wird. Im Zweifelsfall sollen sie abbrechen. Ich hoffe, dass man das so schriftlich festhalten kann.

    Liebe Grüße an euch Kämpferinnen.

  • Liebe Adriane66

    Es ist komplett deine Entscheidung, aber warum möchtest du das nicht? Wenn man tatsächlich, was finden würde, würdest du dann nicht wollen das man es gleich operiert, statt das du dann noch eine zweite OP brauchst? Ich hatte auch eine minimal OP und 5 Wochen später die große OP per Längsschnitt. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich nur eine OP gehabt hätte, aber man hat bei mir erst nach der Op festgestellt, dass ich Krebs habe.

    Liebe Grüße

    RareBird

  • Liebe Adriane66 ,

    in meinem Aufklärungsgespräch vor der Laparaskopie hat der Arzt explizit gefragt, was getan werden soll, wenn unerwartet weitere Organe befallen sind (diese auch entfernen, also vom ursprünglichen Plan abweichen, oder die OP abbrechen?). Ich habe mich für die erste Variante entschieden und er hat das schriftlich notiert. Sicher wird das bei Dir auch gefragt werden, ansonsten kannst Du es ja aktiv ansprechen. Überhaupt: frag alles nach, was Dich bewegt, auch zu den Folgen einer umfangreicheren OP, damit Du Dich fundiert dafür oder dagegen entscheiden kannst (Informationen im Internet sind leider häufig nicht hilfreich). Nimm am besten eine Liste und vielleicht auch eine zweite Person mit, damit nichts untergeht.

    In jedem Fall wünsche ich Dir alles Gute für das Gespräch und natürlich die Operation selbst :hug:

  • Liebe Adriane66

    Es ist komplett deine Entscheidung, aber warum möchtest du das nicht? Wenn man tatsächlich, was finden würde, würdest du dann nicht wollen das man es gleich operiert, statt das du dann noch eine zweite OP brauchst? Ich hatte auch eine minimal OP und 5 Wochen später die große OP per Längsschnitt. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich nur eine OP gehabt hätte, aber man hat bei mir erst nach der Op festgestellt, dass ich Krebs habe.

    Liebe Grüße

    RareBird

    RareBird, ich möchte mich nicht in einen Behandlungsmarathon begeben und den Rest meines Lebens in der Angst verbringen, dass alles wieder von vorne losgeht. Meine Depressionen und die Angststörung haben mich schon genug gequält im Leben. Ich stand gerade an einer entscheidenden Stelle in meiner Lebensführung und im Therapieerfolg, dann kam die Krebsdiagnose. Mir kommt das wie ein böses Omen vor, dass ich es gerade noch geschafft habe, mein Leben zu ordnen, was vor allem bedeutete, mich von jede Menge unnötigem Besitz zu befreien. Beruflich war ich über Jahre in einer Zwickmühle aus der ich mich im letzten Jahr dann endlich befreit habe. Alles war sozusagen vorbereitet jetzt in diesem Sommer durchzustarten. Das hat mich alles so viel Kraft und auch Mut gekostet. Ich habe gerade von beidem kaum noch etwas übrig und das bisschen, das noch da ist, möchte ich selbstbestimmt nutzen und nicht in der Maschinerie der modernen Medizin.

    Gleich muss ich los zu diesen Vorbereitungsgesprächen und ich weiß nicht wohin mit meiner Angst. Ich weiß, dass ihr alle diese Angst hattet und immer wieder habt und dass ihr alle sie überwunden habt, obwohl viele bestimmt auch dachten, dass sie es nicht können. So langsam klopft die Depression an die Tür. Das fehlt gerade noch.

    Ich denke an Kafka: "Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von deinen. Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle, wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehen wie vor dem Eingang zur Hölle." (Quelle: Kafka, F. Briefe. An Oskar Pollak)

    <3

  • Liebe Blume78,

    das Gespräch hätte man sich sparen können. War der gleiche Arzt wie beim letzten Mal, der scheint nix anderes machen zu dürfen. Hat mir auf einem Zettel gezeigt was gemacht wird, mir gesagt, was passieren kann und ich durfte noch fragen stellen, die kurz und knapp beantwortet wurden. Dass ich weinen musste hat er gar nicht mitbekommen oder es ignoriert. Ich konnte deshalb gar nicht alles fragen. Auf meinen Hinweis, dass ich eine Reizblase hatte, ist er gar nicht eingegangen. Er war nicht unfreundlich, aber halt nicht empathisch.

    Es wurde noch ein Ultraschall Nieren gemacht ohne jeglichen Kommentar.

    Der Anästhestist war netter. Aber alles in allem hätte man sich das sparen können.

    LG

  • Liebe Adriane66 ,

    danke für Deine lieben Wünsche. Das ist tatsächlich mein Ziel, es klappt nicht jeden Tag, aber immer wieder :)

    Es ist schade, dass das Aufklärungsgespräch Dir so gar nichts gebracht hat. Für die Ärzte ist eine OP Routine und deshalb schnell abzuhandeln, wir als Patientinnen lassen uns da leicht überfahren. Wenn ich mir das recht überlege, war das vor meiner ersten OP auch sehr kurz und knapp (ich habe es nur nicht so empfunden, da ich ja von einer harmlosen Diagnose ausging); bei der zweiten OP habe ich deutlich mehr nachgefragt.

    Um mal versuchen, der Situation etwas Positives abzugewinnen: ich hoffe, dass die OP ebenso kurz und routiniert abläuft wie das Gespräch. Und natürlich ohne jede Komplikationen und mit einem entlastenden Ergebnis! Natürlich bist Du jetzt nervös, alles Andere wäre merkwürdig. Bei mir hat der Anästhesist jedes Mal gesagt: "Suchen Sie sich mal einen schönen Traum aus." Vielleicht kannst Du Dich ja damit ablenken, dass Du Dir Deinen Lieblingstraum überlegst. Und morgen um diese Zeit hast Du es geschafft. Alles Gute :hug: