• Hallo ihr lieben!

    Ich werde vielleicht komische Fragen stellen, aber ich habe überhaupt keine Ahnung, was Reha angeht...

    Im September werde ich mit Chemo fertig und stelle dann Antrag auf Reha.

    Und wie geht das weiter?
    Wie und wann kann ich "Wunschklinik" eingeben (und wo kann ich überhaupt die Information bekommen, welche Klinik mir am besten passt?)
    Was soll ich machen, wenn ich im November-Dezember nicht wegfahren will (soll ich den Antrag später stellen oder muss das sofort nach der Behandlung gemacht werden?)
    Was passiert, wenn ich mich dort gar nicht wohl fühle, soll ich trotzdem durch?

    Ich habe noch mehr Fragen, aber es reicht erst:-)

    Danke!

  • Liebe Yyulia,
    es gibt keine komischen Fragen - es ist wichtig, dass du alles fragst!
    Nach der Akutbehandlung muss innerhalb von 5 Wochen die sogenannten Anschlussheilbehandlung angetreten werden. Bei mir war es so, dass nach der Chemo die Bestrahlung folgte und die Strahlenpraxis die Antragsformulare besorgt und mit mir ausgefüllt hat. Es ist möglich, Wunschkliniken anzugeben. In vielen Fällen klappt es. Ich wusste wo ich hin wollte, weil ich in einer Selbsthilfegruppe von einer guten Klinik gehört hatte, die zudem 3km von meinem Lieblingsurlaubsort entfernt liegt. Hab' mir aber auch im Internet einige Kliniken angeschaut.

    Vielleicht kann man dich dort, wo du deine Chemo bekommst, beraten, wie das mit dem Antrag geht und welche Fristen eingehalten werden müssen!? Ich hatte eine erste BEratung dazu beim Sozialdienst des KRankenhauses, in dem ich operiert wurde. Du kannst aber auch bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse (je nachdem, wer für dich zuständig ist) anrufen.

    Was passiert, wenn du dich in einer Kurklinik überhaupt nicht wohlfühlst, kann ich dir nicht sagen. Ich kann dir nur berichten, dass das für mich eine sehr sehr gute Zeit war. Und trotzdem es eine eher große Klinik war, habe ich mich dort sehr aufgehoben gefühlt. Für mich hat einfach alles gestimmt: nette Frauen mit dem gleichen Schicksal, sehr gute Anwendungen, schönes Zimmer mit Meeresrausche und Möwengeschrei, gutes Essen, tolle Umgebung... Ich hätte auch noch länger als vier Wochen bleiben können. Freue mich riesig, dass ich dieses Jahr noch einmal hin kann. Das ist nämlich der nächste Punkt: nach einem Jahr hat man in der Regel auf eine Reha.

    So, zuviel Infos auf einmal sind auch nicht gut. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und auch Lust machen.

    Liebe Grüße und alles Gute,

  • Ich schliesse mich Joni an.

    Diese Infos sind richtig und du solltest einfach deine Behandler darauf ansprechen. Ich habe gehört, das die AHB nicht weiter als 200km vom Heimatort sein sollte, aber genau weiß ich es auch nicht. Eine gute Adresse ist immer der Sozialdienst im KH. Bekommst du nach der Chemodennnoch Bestrahlung? Bei mir wurde von der Strahlenpraxis alles eingeleitet... Nur Mut Yyulia, du kannst hier weder zu viele noch dumme Fragen stellen. Wir haben alle mal davor gestanden und waren dankbar für jede Hilfestellung und Unterstützung - also, nur Mut :D

    Lossi grüßt dich mal aus der 2.Reha und sagt : mach´ mal Reha - das fetzt :thumbup:

    Die Pflicht ruft ......... sag ihr, ich ruf zurück

  • Es gibt ja im Krankenhaus einen Sozialdienst . Die haben auch normalerweise so ein Verzeichnis über die Reha -Kliniken und deren Homepage .
    Da kann man sich welche raussuchen , die Dir zusagen würden, dann auf deren Homepage gehen und Dir diese ansehen . Die Kliniken die Dir am ehesten zusagen , es sollten so zwei bis drei sein kannst Du bei der Beantragung als Wunschkliniken angeben.
    Es gibt zwei Arten von Reha ; einmal die Anschlussrehabilitation und einmal die normale Reha . Die Anschlussreha muss man innerhalb von zwei Wochen nach Ende der letzten Behandlung antreten . Ausser wenn die Bestrahlung die letzte Behandlungsmassnahme war , dann hat man 5 Wochen Zeit .Wenn man das innerhalb nicht schafft kann man das als normale Reha machen . Allerdings weiss ich da nicht genau wie das da mit den Zeitfristen ist. Bekommst Du noch Bestrahlungen ?

    Ich war bei meiner Ersterkrankung vor 10 Jahren in einer Klinik im Schwarzwald . Da hat es mir sehr gut gefallen . Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und war in allen Punkten sehr zufrieden . Aber da hat jeder andere Vorstellungen .

    Es gibt hier Broschüren darüber auf der FSH - Homepage zum downloaden als pdf. Datei oder man kann sie bei der FSH bestellen. Die eine Broschüre heisst : Soziale Informationen 2016 und die andere heisst: Rehabilitation für Brustkrebspatientinnen. Du findest sie unter : FSH -Homepage - Informationen -Broschüren. Leider bin ich nicht besonders PC versiert , sonst hätte ich Dir den Link geschickt- tut mit leid. :)
    Was Du machen kannst , wenn Du Dich in der Reha Klinik nicht wohlfühlst weiss ich auch nicht . Mit dem Arzt der Dich da in der Klinik betreut oder mit der Sozialarbeiter/in der Klinik darüber sprechen wäre so meine Idee , was mir dazu einfällt .
    Und liebe Yyulia - es gibt keine komischen oder dummen Fragen . Frag ruhig - dazu ist das Forum - wir hier doch da und versuchen zu helfen so gut es geht. :)
    Wünsche Dir noch alles Gute für Deine weiteren Behandlungen . Hoffe ich konnte Dir etwas helfen.
    LG und :hug: von alesigmai52

  • Danke liebe Alesi, Lossi, Jonny!
    Jetzt weiss ich ein bisschen mehr, schön!
    Nein, ich bekomme keine Bestrahlung, , muss also gleich nach dem Chemoende den Rehaantrag stellen, ok.
    Ich hoffe, mir gefällt den "Urlaub" genauso gut wie euch!:-)

  • Hallo yyulia,

    also ich kann die AHB nur weiter empfehlen.

    Ich habe die Zeit unheimlich genossen. War unter Gleichgesinnten, man musste nichts erklären, denn jeder wusste wovon man spricht. Das tat mir unheimlich gut. Und man war mal ganz für sich und konnte sich nur um sich kümmern. Das brauchte ich damals sehr. Obwohl meine Familie voll hinter mir stand und ihr Bestes gab.

    Kurz, ich habe keinen Tag bereut, hatte auch eine Verlängerung und konnte beim erstenmal 4 Wochen geniessen. Hatte tolle Anwendungen und super nette Mädels kennengelernt. Meine Reha habe ich auch ein Jahr später gemacht und es hat mir genauso gut gefallen.

    Also ausprobieren und du wirst es nicht bereuen.

    Herzliche Grüße Lexi

  • Hallo!

    Ich habe vor zwei Tagen die Reha beantragt und möchte jetzt fragen: wenn ich mir doch anderes überlege und nicht fahren will/kann, soll ich trotzdem fahren, wenn schon positive Antwort bekomme, oder kann ich zu Hause bleiben?

    Ich weiss es nicht: ja, es ist wichtig für mich, für die Gesundheit, aber 3 Wochen ohne Familie...

  • Das weiss ich leider nicht so genau . Aber Du hast ja die Möglichkeit , dass Du eine Begleitperson mitnimmst z.B Deinen Mann . Der kann ja auch in einer Pension im Rehaort die Zeit über sein, wenn in der Reha Klinik kein platz ist oder die Unterkunft dort zu teuer ist. Oder Du kannst eine Reha Klinik wählen, die nicht so weit von Deinem Wohnort weg liegt. So kann Deine Familie Dich am Wochenende besuchen . Als dritte Möglichkeit gibt es noch die ambulante Reha. Da wird man morgens abgeholt und am spätem Nachmittag nach Hause gebracht. Allerdings muss man eine KLinik finden ,die ambulante Rehas durchführt. Ich würde mit dem/der Sozialarbeiter/in des Krankenhauses nochmal sprechen und mir das erklären lassen.
    Für Dich selber ,für Deine Gesundheit wäre eine Reha sicher gut . Dort kannst Du Dich erholen, lernst eine ganze Menge über das Leben mit Brustkrebs und bekommst eine Menge nützlicher Tipps und Anregungen für Dich selbst ,für Deinen Alltag nach der Reha. So ,gut erholt kannst Du viel besser für Deine Familie da sein. Du hast ja einiges an Therapien mitgemacht.
    Ich selbst würde aus besagten Gründen immer wieder eine stationäre Reha machen.
    Auch ich trete jetzt in Kürze eine Reha /AHB an und freue mich schon drauf. Die Reha Klinik ,wo ich jetzt hinfahre liegt auch nicht weit weg von unserem Wohnort . Mein Mann kommt mich an den Wochenenden besuchen, und wohnt dann in einer Pension.
    Alles Gute noch für Dich :hug:
    LG alesigmai52

  • Hallo Yyulia,

    ich kann gut verstehen, dass drei Wochen ohne Familie unendlich wirken.
    Mir ist es damals auch schwer gefallen zu fahren, aber es war die beste Entscheidung. Man merkt erst eine Weile nach den Therapien, was man alles geleistet hat und die drei Wochen gingen mega schnell herum, durch das viele Programm. Ich habe sehr lustige Menschen getroffen und so wurden auch die WE nicht langweilig.
    Es war Zeit für mich, die ich auch dringend gebraucht habe und danach hatte ich wieder Energie für alle anderen und die Wiedereingliederung.

    Ich kann dir die Reha also nur wärmstens empfehlen.

    LG, Sonja

  • Liebe Yyulia,

    Deine Überlegungen zu AHB/Reha sind für mich durchaus nachvollziehbar. Welche Nachteile Du ggf. hast, wenn Du eine genehmigte AHB/Reha absagst, kann ich nicht einschätzen. Da kann Dir ggf. die Unabhängige Patientenberatung Deutschland weiterhelfen (Kontaktdaten unter https://www.patientenberatung.de/de/kontakt ).

    Du scheinst aber wohl noch ein bisschen hin- und hergerissen scheinst zwischen Fahren und Nicht-Fahren. Vielleicht magst Du deshalb zu Deiner Fragestellung auch nochmals in den Thread Reha (AHB) : JA oder NEIN schauen, da Du nicht die Einzige bist, der die Entscheidung schwer fällt.

    Viele Grüssles


    Saphira