Fasten und Chemotherapie - Chemofasten

  • Liebe Sil,

    ja da hast Du leider Recht. Wenn man nicht ins Schema F des Krebses gehört, wird es schwierig.

    Gibt es denn bei Dir eine diagnostizierte Mutation?

    Hast Du Mamma und gleichzeitig Nieren Ca diagnostiziert bekommen? Das ist ja echt tragisch!

    Wie sieht Deine Therapie aktuell aus?

    Bei mir wurde mit den Metastasen eine Chek2 Mutation gefunden. Hlft mir momentan aber auch nichts, was mich ärgert. Außer Sorgen (wegen Vererbung) nichts gewonnen. Und wie es scheint sprechen sie auch nicht gut auf die Chemo an....aber intus habe ich genügend bis zu der Erkenntnis.

    Das mit der Autophagie finde ich interessant. Und wenn es so ist wie Du schreibst, dann war ich auf dem Holzweg, weil ich mich ständig bemühe in größeren Abständen zu essen und über Nacht auf 13-14 Stunden zu kommen bis zum Frühstück. Länger schaffe ich es nicht. Aber wenn das kontraproduktiv ist, wäre das echt blöd :(

    Bin immer dankbar neue Tips und Anregungen zu finden.

    Liebe Grüße:)

  • Es ist äußerst spannend,was ihr schreibt. Ich kann extrem schlecht fasten und werde mega übellaunig, wenn ich es tu. Im Vorfeld zur OP habe ich 8 kg abgenommen - nervöser Magen. Während der Chemo habe ich nicht abgenommen, aber Mühe gehabt, das Gewicht zu halten. Ich hatte so Angst, noch dünner zu werden. Und ich bin jetzt auch froh, dass ich mein Gewicht halte (67 kg bei 1,78) . Der BMI Rechner der Techniker KK sagt, ich sei untergewichtig. Ich denke allerdings, es ist ok.

    Ich habe allerdings auch etwas Fett am Bauch und bin sonst für meinen Geschmack eher knochig.8o

    Das Letrozol lässt mich jedenfalls (noch) nicht auseinander gehen, denn ich hab nach der Chemo nur ein Kilo zugenommen. Es fällt mir relativ leicht, das Gewicht zu halten. Ich hab den Zucker noch mehr reduziert als vor der Diagnose, aber nie viel davon gegessen. Ebenso wenig wie Butter oder Sahne. Ich habe keine Ahnung, warum ich nicht mehr zunehme, worüber ich aber nicht böse bin.

    Ich hätte total Angst, ich würde in den 8 Std nicht genug zu essen bekommen.

    Wobei, mit so einem Möhrchen zwischendurch... Klingt es eher machbar.

    Vielleicht ändert sich das mit dem Zunehmen noch, ich hoffe nicht. Ich nehme Letrozol noch keine zwei Jahre, aber fast.

    Ich muß gestehen, ich mag immer noch ein alkoholfreies Hefeweizen am Abend.

    Ich glaube, ich bin nicht diszipliniert genug, um zu fasten.

    Aber ich esse mehr Ballaststoffe (Salat) und treibe mehr Sport.

    Danke für die Anregungen. Ich werde mich noch etwas schlauer machen.

    LG Sonnenglanz

  • Meine Chemo hat mir 16kg gebracht.

    Aber mir ging es immer gut was die Übelkeit angeht. Sobald mir flau im Magen wurde,habe ich was gegessen und schwups ging es mir besser.

    Die Onkologin fand das gut. Ihr Credo war - nur nicht abnehmen, der Körper braucht Kraft - und ich war vorher keine Elfe......

    Herzliche Grüße Narja

    Ich hatte ja nur Radiochemo, aber auch 6 kg in 6 Wochen mehr. Meine Strahlenärzte fanden es auch super. Finde ich leicht fahrlässig. Zum einen hatte ich eh schon 30kg Übergewicht, zum anderen könnte es eben auch nur Wasser sein und ich trotzdem zumindest leicht abgenommen haben. Nächste Woche steht eine Körperanalyse in der Reha auf dem Programm.

    Ich kann leider nicht fasten, mir haut dann immer der Blutzuckerspiegel ab und ich bekomme unkontrollierbare Fressanfälle.

    Kohlenhydrate sind ein leidiges Thema. In der Reha gibt es fast nur Kohlenhydrate. Essen gibt es nur vegetarisch und das Salatbuffett ist wegen Corona geschlossen. Ganz toll.....

  • Liebe Sunshine37w, mir ist das Fasten vorher total gut bekommen. Ich habe nur eine Suppe mit Gemüse gekocht. Dieses habe ich wahnsinning lange kochen lassen etwas gesalzen und dann nur die Brühe getrunken. War zwar voll eklig aber ich habe die Chemo da echt gut vertragen. Die erste fand ich auch nicht schön das hat sich dann aber echt nach der zweiten total eingependelt. Ich habe immer diese Kotzitablette vor der Chemo bekommen und sollte dann morgens und abends noch eine Cortisontablette nehmen. Dann war mir auch nicht schlecht. Ich wollte dann mal das cortison weglassen und es wurde mir sofort sauübel. Dann habe ich das weiter genommen. Ich dachte auch wenn ich soviel esse dann isst der blöde Tumor mit und will die gute Chemo nicht mehr haben. Wenn ich ihn aber vorher hungern lasse macht er das Maul auf und bekommt sofort die ganze Ladung Chemo ab. Ich habe mir das bildlich vorgestellt, vielleicht voll verrückt aber so hat es gut geklappt und mein Tumor war komplett weg. Ich wünsche das für Dich auch. Drücke dir ganze fest die Daumen und hab keine Angst die nächsten Chemos steckst du weg. Übrigens seit dieser Behandlung habe ich echt total umgestellt und mir geht es wesentlich besser als vorher. Versuche auch zuckerfrei zu essen. Geht nicht immer aber doch mittlerweile echt gut. Schöne Weihnachten und freue mich wenn du dich mal meldest. Liebste Grüße Lilobett

  • Hallo liebe lilobett schön das du mir geantwortet hast, hat mich echt gefreut. Bin jetzt etwas verunsichert, hatte mein Onkologen extra gefragt wie es mit der Ernährung aussieht, er meinte ich dürfte alles Essen und Trinken worauf ich Lust hätte, das habe ich natürlich auch gemacht, ist das vielleicht doch nicht so richtig ???

    Ich wünsche dir auch frohe Weihnachten und gemütliche Feiertage

    Liebe Grüße :hug:

  • Sunshine37w

    Bei mir war nur die erste der 4 EC sehr heftig, die folgenden waren von den Nebenwirkungen her okay. Ich habe normal gegessen, das wurde mir auch so geraten.

    Ich hatte aber auch einige Medikamente, die ich oral einnehmen musste und da ist oft ein leerer Magen fatal.

    Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich wünsche auf jeden Fall weniger bis keine Nebenwirkungen.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener

  • Liebe Sunshine37w um Gottes Willen alles richtig wenn es sich für dich richtig anfühlt. Jeder soll das so machen wie er Lust drauf hat. Ich hatte es so probiert und du machst es anderst. Ich denke richtig oder falsch kann man hier nicht sagen. Die erste Chemo ist bei jedem schlecht, aber im Laufe der zeit werden diese besser zum wegstecken sein. Du wirst die nächste auch besser packen. Liebste Grüße Lilobett

  • Hallo Alle,

    ich bekomme kommenden Donnerstag meine allererste EC und bin ganz schön aufgeregt was die Nebenwirkungen angeht. Aufgrund einer Studie werde ich für die allererste Gabe eine Woche stationär aufgenommen. An sich bin ich also gut versorgt und trotzdem hört man immer wieder wie viele unter Übelkeit, Müdigkeit und starken Kreislaufproblemen leiden. Jetzt habe ich vom Chemofasten gehört. Hat das jemand unter EC gemacht und hat es geholfen ?

    Grüße <3


    Jenny

  • Liebe JenniferK. ,

    ich habe zwar „nur“ Pacli und Carbo erhalten, mich aber generell mit dem Thema Ernährung und Krebs (auch während der Therapie) beschäftigt.
    Die derzeitige Studienlage spricht nicht dafür, Fasten während der Chemotherapie generell zu empfehlen. Die vorhandenen positiven Hinweise stammen überwiegend aus Labor- und Tierexperimenten oder kleinen Studien. Gleichzeitig ist gut belegt, dass viele Krebspatientinnen und -patienten bereits ein erhöhtes Risiko für Mangelernährung und Muskelabbau haben. Ein schlechter Ernährungszustand kann die Verträglichkeit und den Erfolg der Therapie verschlechtern. Deshalb raten die aktuellen S3-Leitlinien von Fastenprogrammen während einer laufenden Tumortherapie eher ab. Leider weiß ich nicht, wie man die S3-Leitlinien verlinkt, aber schau doch einmal hinein, vielleicht ist das aufschlussreich für dich.

    Viele Grüße

    Vili ☀️🌙✨

  • Habe mich dagegen entschieden. Früher habe ich 2 Wochen lang ein paar Mal gefastet. Intervall Fasten auch lange praktiziert. Onkologe hatte keine Meinung dazu. Am Ende war ich froh normal zu essen. Ich hatte wenig Kraft und kein Nerv noch auf das Essen zu verzichten.


  • Ich habe hierzu ein neuen Thread eröffnet.
    Vielleicht gibt es mehrere Frauen, die sich darüber austauschen und und informieren möchten.


    Ich habe hier einen ersten Link eingestellt.
    Liebe Moderatorinnen, ich hoffe, der Link ist ok.
    Ankypanky

    Quarks: Fasten gegen Krebs - hier anschauen
    Kann Fasten während einer Krebserkrankung dem Körper helfen? Eigentlich stellt man sich das Fasten wie zusätzlichen Stress für den Körper vor. Dabei haben…
    www.ardmediathek.de

    Einmal editiert, zuletzt von Magali (18. Juli 2026 um 06:45) aus folgendem Grund: Liebe Ankypanky, da es zu diesem Thema bereits einen Thread gibt, habe ich beides zusammengeführt.

  • Ankypanky schön, dass du hier einen thread zum Fasten eröffnest.

    Ich bekomme zur Zeit Trodelvy und 48h Wasserfasten kommt für mich nicht infrage, da ich fast untergewichtig bin und der Krebs mich in den letzten Monaten doch sehr ausgezehrt hat. Langsam wird die Situation stabiler, da Trodelvy gut anschlägt.

    Ich habe gemerkt, dass es mir schon hilft, einen Tag vor und einen Tag nach der Infusion wenig zu essen und wirklich viiiiel Wasser zu trinken. Gedünstetes Gemüse, Obst, kein Kaffee, keine Milchprodukte.

    Somit habe ich jetzt nach mittlerweile 10 Infusionen gar keine Übelkeit mehr und fühle mich auch in den Pausen abgesehen von einzelnen müden Tagen fit.

    Meine Onkologin ist aber auch dem Vollfasten gegenüber sehr aufgeschlossen und berichtet von guten Erfahrungen ihrer Patienten.

    Alles Gute, Petra

  • Hallo klekih-petra

    Ich versuche an dem Tag selber und der Tag danach auch nur Suppe zu essen, z.b. Möhren-Ingwer-Suppe oder Pastinaken Suppe. Da ich auch Probleme mit der Verdauung habe, Verstopfung und vor allem habe ich einen sehr geblähten Bauch. Da hilft der Anis-Fenchel-Kümmel Tee nicht viel und auch Lefax habe ich das Gefühl nutzt nicht viel. Irgend ein Tipp?

  • Ich würde es auch nicht machen, Intervallfasten ist für mich zum Lebensstil geworden, mach es seit 1,5 Jahren, seit dem 15 kg abgenommen, dazu auch 2 x im Jahr 7 Tage Buchinger.

    Aber wenn der Körper eh schon kämpfen muss, sind mir wissenschaftliche Studien an Mäusen zu wenig.


    LG Caro

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______

    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Ich hatte die Woche nach Enhertu merklich weniger Nebenwirkungen. Zwei Tage leichte Übelkeit, sonst nichts. Bei der letzten Chemo ohne Fasten lag ich fast flach.
    Ich habe heute noch einmal bei der Ärztin aus der Naturheilkunde telefoniert. Sie hat mir gesagt, dass jegliches Fasten auf jeden Fall mit den Onkologen besprochen werden soll.

    Ich habe eine Essstörung, faste aber trotzdem und bekomme es gut hin. Ich bin schon so weit in meiner Erkrankung fortgeschritten, da ist mir das egal. Ich versuche alles, um einigermaßen gut durch meine Therapie zu kommen.

    Ich wünsche euch einen schönen Freitag und ein entspanntes Wochenende 🍀😊

    Einmal editiert, zuletzt von Magali (11. Juli 2026 um 11:00) aus folgendem Grund: Bitte keine Zitate aus Leitfäden o.ä.; lt. Forumsregeln nicht gestattet.