• Allerleirauh , lieben Dank dir. Den Integrationsfachdienst hatte ich bereits im Vorstellungsgespräch angesprochen. Denn mein vorheriger Arbeitgeber hatte den für mich in Anspruch genommen (zusätzliche Stunden / Fachkraft). Die Antwort meines jetzigen Chefs im Vorstellungsgespräch war, für so wenig Stunden würde er sowieso keinen finden. 🤷🏼‍♀️ Ich übe die gleiche Funktion dort aus wie beim vorherigen Arbeitgeber.

  • Liebe Kath

    Dein Arbeitgeber scheint ja nicht gerade aufgeschlossen zu sein, schade, dass er in keiner Weise selbst aktiv wird.

    Vielleicht könntest Du Dich trotzdem einmal selbst beim Integrationsfachdienst beraten lassen, welche Möglichkeiten es für Dich gibt, Deinen Arbeitsplatz so zu gestalten, dass Du nicht alle Kraft dort verlierst. Der Integrationsfachdienst kann übrigens auch aktiv (natürlich nur mit Deinem Einverständnis) bei Arbeitgebern vorstellig werden, um Verbesserungen für das Unternehmen anzubieten und zu helfen. Oft ist es ja mangelndes Wissen der Unternehmen, wodurch sie sich selbst im Weg stehen.

    Das würde Dich natürlich wieder Kraft kosten, so einen Termin zu machen und auch das Gespräch ist bestimmt anstrengend, aber vielleicht ist es eine Chance, Hilfe zu bekommen. Ich würde es Dir so wünschen.

  • Ich hatte mich bereits direkt nach Therapieende, als ich auf Jobsuche war, vom Integrationsfachdienst beraten lassen. Mir wurde gesagt, wie viel Zuschuss der Arbeitgeber bekommen könnte, wenn ich er mich einstellt. Bei GdB 100 war das eine Menge für einige Jahre. Daraufhin bin ich super optimistisch in die Bewerbung gegangen.

    Ganz so einfach gestaltet es sich dann doch nicht, aber wenn man (der Arbeitgeber/ der Chef) will, ist tatsächlich einiges möglich. Dadurch, dass ich nicht eine der beiden vollen Stellen, sondern nur 30 Stunden genommen hatte, waren 10 übrig im normalen Stellenplan. Und dann gab es für meine Mindertätigkeit vom Integrationsfachdienst 5 Stunden Gehalt gezahlt. Ergab eine 15 Stunden Stelle, die eine Mitarbeiterin annahm, die aus der Elternzeit kam. Es geht also. Wir waren dann zu dritt.

    Auch meine jetzige Stelle war in Vollzeit ausgeschrieben, wieder hatte ich "erstmal" nur 30 Stunden arbeiten wollen. Damit sind nun alle zufrieden. Außer mir, ich soll in 30 Stunden das arbeiten, was woanders vergleichbar mit zwei Vollzeitstellen gemacht wird. Allerdings habe ich die Sorge, wenn ich das zu sehr anprangere und quasi Verstärkung erbitten würde, dass dann gesagt wird: "Sie sagen doch selbst, man braucht mehr Personal dafür und nun wollen Sie noch weniger auf dieser Stelle arbeiten? Das geht nicht, wir setzen Sie woanders hin". Dann wäre die Stelle zwar nicht mehr besetzt, aber das interessiert nicht wirklich jemanden. Aber ich möchte diese Aufgaben gern behalten! Momentan ist es eh etwas weniger, weil mir ein Bereich etwas entzogen wurde (ein Glück, den mache ich nicht gern!). Insofern bin ich gerade zufrieden. Kann mir viele Termine selbst legen, ab und an Homeoffice machen und arbeite in dem Bereich, wo ich hin wollte.

  • Liebe Kath

    das klingt so positiv, dass Du Deine Aufgaben behalten willst, weil Du sie gerne machst. Jeder Arbeitgeber kann froh sein, solch eine motivierte Mitarbeiterin zu haben. Ich wünsche mir so sehr, dass die Arbeitsbedingungen sich für Schwerbehinderte verbessern! Es braucht gar nicht so viel: Etwas Entlastung, etwas mehr Zeit, etwas weniger Druck. Wenn Dein Chef fürchtet, keine Mitarbeiterin zur Unterstützung zu finden, dann zeigt das gleichzeitig, wie wertvoll Deine Arbeitskraft ist. Umso wichtiger, sie zu erhalten. Die Kommunikation mit dem Arbeitgeber darüber, was man braucht, ist schwer und kraftraubend, da hätte ich gehofft und auch erwartet, dass der Integrationsfachdienst mehr Hilfestellung leisten würde. Hoffentlich wird es für Dich eine Lösung geben, die für Dich gut passt. Liebe Grüße

  • Liebe Allerleirauh

    „Arbeitgeber kann froh sein, …“ Das nehme ich definitiv so nicht wahr. Anstatt dass man (Personalabteilung? Schwerbehinderten Vertretung?) mich darüber aufklärt, wie wichtig es ist, innerhalb 14 Tagen nach Bescheid der Rente eine Weiterbeschäftigung zu beantragen, wird ein Kreuz „bei Beantragung nach § 33“ (TVöD) gesetzt. Fertig. Dann wäre alles möglich (Weiterschäftigung, Ruhen, Löschung). Ich hatte mir den 33er dann selber ergoogelt. Heute kurz mit der SB Vertretung telefoniert. Sie kannte den Paragrafen, aber nicht die Frist. Hätte sie noch rausgefunden, meinte sie. Dann riet sie mir, äußerst vorsichtig zu sein bzgl.eines Antrages auf Stundenreduzierung vorab. Sie befürchte, es könne der Anspruch auf Teilerwerbsminderungsrente damit nicht mehr bestehen, weil ich ja dann selber die Lösung quasi schon herbei geführt hätte. 🤔 Wie dann die finanzielle Lösung aussehen soll, ist mir schleierhaft. Aber immerhin denkt sie in meinem Sinne.

    Ich hatte letzte Woche Bauchschmerzen und krieg schon wieder welche. Morgen Termin im Sozialverband. Aber auch von dort hatte ich ja bereits falsche Auskünfte erhalten. Vielleicht sollte ich Jura studieren. 🙄

  • Kath ich habe mit meinem AG, bin seit 31 Jahren da, auch so einiges durch. Von falsch gesetzten Kreuzen auf den Formularen für die DRV wg. Teilerwerbsminderungsrente, Versetzung in ein anderes Haus , arbeiten in Schmutz und Kälte, keine Hilfe von Schwerbehindertenvertretung- diese Stelle haben sie erst letztes Jahr besetzt mit jemand die sich nicht auskennt und erst dazu mit Schulungen begonnen hat. Meine Anliegen per Mail an Sie werden an andere Kollegen weitergeleitet usw...über das Integrationsamt habe ich mir einen ordentlichen Bürostuhl erkämpft. V.K..Sozialverband hilft mir nicht wirklich, weder bei der Teilrente, noch bei 50 GdB( soll auf 40 GdB runtergestuft werden). Ich höre immer nur " Sie haben da eh keine Chance". Also schreibe und mache das allein (mit Chat GPT). Ich hoffe der Sozialverband konnte Dir etwas helfen.

    L.g.von Amy48

  • Hallo Amy48

    Oh man, das ist ja Mist. 😟

    Ich denke mir auch regelmäßig, gut, dass ich kognitiv einigermaßen fit bin und die Dinge mehr oder weniger gut durchblicke. Würde ich mich nur auf Andere (Behörden, Beratungsstellen) verlassen, wäre ich verloren . Und wahrscheinlich geht es sehr vielen Menschen so. Das macht mich regelmäßig betroffen.

    Ja, nur weil es eine Stelle gibt - z. B. Schwerbehindertenvertretung oder auch Sozialverband -, heißt das noch lange nicht, dass man ausreichend kompetent beraten wird. Ich habe deswegen den Verband gewechselt und war mit der Beratung diese Woche relativ zufrieden.

    Ergebnisse:

    1. Ich stelle jetzt keinen Antrag auf Stundenreduzierung. Denn dies könnte die Rentenversicherung so auslegen, dass ich ausreichend für meine Gesundheit selbst gesorgt hätte.
    2. Öfter AU und auch bei sehr kurzer mit ärztlicher Bescheinigung/ Diagnosestellung. Damit rückwirkend klar wird, es ist die Überlastung.
    3. Bei Besprechung mit Vorgesetzten zu Arbeitsinhalten und -(Tages)Zeiten immer die SB Vertretung dazu holen
    4. Antrag auf andere Sozialleistungen stellen wie Wohngeld und Kinderzuschlag

  • Kath

    Jeder Antrag ist individuell. Das Forum ist keine Beratungsstelle dafür wie man sich verhalten sollte.

    Dein Geschichte habe ich nicht verfolgt. Mit dem Rehaentlassbericht als voll arbeitsfähig wird es schwer sein in Teilerwerbsminderungsrente zu kommen. Es tut mir leid für deine Kräfte, die du jetzt dafür aufwenden musst.

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

    Einmal editiert, zuletzt von Magali (19. Februar 2026 um 19:57) aus folgendem Grund: Beitrag gekürzt.

  • Liebe IBru

    Natürlich ist das hier keine Beratungsstelle, aber lebt das Forum nicht vom Austausch individueller Erfahrungen?
    Wir machen in unserem Leben doch ständig irgendwelche Erfahrungen, auch bzgl. der Beantragung einer Erwerbsminderungsrente oder des Umgangs am Arbeitsplatz mit Beeinträchtigungen durch die Folgen der Krebserkrankung.
    Ich finde diesen Austausch sehr wichtig, denn wir bringen diese Fragen doch ein, weil uns das Thema beschäftigt und u.U. mit großen Existenzängsten besetzt ist. Oftmals gibt es „Fachfrauen“ hier im Forum, die Erfahrungen mit dem Thema haben und hilfreich sein können.

    Ich bin übrigens viel optimistischer als Kath , was die Anerkennung ihrer EMR oder TEMR anbelangt. Mein Optimismus basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Thema und ist nicht einfach nur meine persönliche Meinung. Und trotzdem weiß man nie, was am Ende dabei herauskommt.

    Herzliche Grüße aus dem Krankenhaus von Kama

  • Liebe Kath,

    ich möchte dir Mut machen: Auch ich wurde arbeitsfähig aus der Reha entlassen und bekomme mittlerweile volle EMR. Die Beantragung hat mich viele Nerven und viel Zeit gekostet, der Papierkram war enorm, aber der Antrag wurde letztendlich direkt genehmigt.

    Ich denke an dich und wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen - das wird schon! 💪

    Alles Liebe 🌸

    Frima

  • Lieben Dank Kamaund Frima 😊

    Die Prognosen zur Bewilligung einer TEMR gestalten sich hier wie im wahren/ anaologen Leben unterschiedlich.

    Die Onkologin meinte, „schwierig, so kurz nach Reha Entlassung“ und sie hätte mir doch gesagt, dass ich weniger arbeiten soll. 😔 Ja, hat sie. Nur hatte ich da im Kopf, die Rente wäre für mich viiiel zu gering/ nicht des Antrags würdig. Und die Erkenntnis, dass die Schlafstörungen aufgrund der Überlastung da sind, DAS hat mir nun wirklich niemand gesagt. Vielleicht hatte sie es so gemeint, aber ich hab‘s nicht kapiert oder weggeschoben.

    Was soll´s. Ärgern hilft nicht wirklich - leider! 😉

    Dieses Warten und vor allem die Unsicherheit, nicht zu wissen, was wann kommt von der DRV, macht auch etwas mürbe. Und es kann noch Monate dauern, wie ich von Euch weiß.

  • Immer wieder Post von der DRV ... ihr kennt das. Auf jeden Fall tut sich da was, das freut mich.

    Inzwischen (nach gut einem Monat!) wurden so viele Unterlagen angefordert und von mir digital hingeschickt. Arztbericht, Selbsteinschätzungsbogen, Arbeitgeberauskunft, Kindererziehungszeiten und nun noch zu meinem kürzlich nebenberuflich absolvierten Studium.

    Weiß jemand, ob diese Dinge, die zur Berechnung der Rentenhöhe notwendig sind, immer zu Beginn abgefragt werden? Man könnte ja auch zuerst die medizinische Sicht klären, ob grundsätzlich ein Anspruch besteht und falls ja, dann die Höhe berechnen. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass gerade die Rentenhöhe berechnet wird und nicht mehr geklärt wird, ob ich überhaupt einen Anspruch aus gesundheitlichen Gründen habe. Könnte ich richtig liegen:?:

  • Hallo Kath ,

    es bleibt zwar ein kleines Mysterium, aber Du könntest mit Deinen Gedanken durchaus richtig liegen. Als mein EMR-Antrag vor mehr als 5 Jahren bearbeitet wurde, ist es ähnlich abgelaufen. Ich war kurz vor der Aussteuerung und musste noch den Antrag auf ALG stellen. Noch bevor das Arbeitsamt reagiert hat, kam dann der erlösende DRV-Bescheid. Die Bearbeitung dauerte insgesamt etwa 6 Monate, inclusive Gutachter. Inzwischen wurde meine EMR unbefristet bis zum regulären Renteneintritt gewährt, der Verlängerungsantrag wurde extrem zügig bearbeitet. Bei manchen Erkrankungen ist die Bearbeitung vielleicht klar und damit einfach; ein Gutachten ist nicht unbedingt erforderlich, wenn die vorgelegten Unterlagen aussagekräftig genug sind.
    Meine Daumen sind gedrückt für einen schnellen und positiven Bescheid!

    VG Fortuna

  • Ich habe soeben (abends, gut ein Monat nach Antragstellung) die Ablehnung erhalten. :(


    Ich erfülle nicht die medizinischen Gründe, sie hätten "auch die Unterlagen aus der kürzlich durchgeführten medizinischen Rehabilitation zugrunde gelegt" :(

    Dann steht da allerdings auch noch, ich hätte Anspruch auf eine medizinische Reha.

    Einmal editiert, zuletzt von Magali (6. März 2026 um 08:33) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Kath mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Kath Ich lese hier immer sehr interessiert mit. Es tut mir sehr leid, dass du einen negativen Bescheid bekommen hast, zumal du ja kürzlich noch die Hoffnung hattest, dass die DRV bereits die Rentenhöhe berechnet und schon geklärt ist, dass die TEMR bewilligt wird. Und nun dieser Rückschlag. Ich fühle mit dir. :hug:

  • Danke, liebe juli-elli

    Nach dieser Nachricht gestern Abend habe ich super schlecht geschlafen und so heute zur Arbeit ... nicht gut

    Eben mit der DRV telefoniert. Rein onkologisch könne keine Erwerbsminderung festgestellt werden (Onkol.Reha Klink Bericht), aber man würde allgemeinmedizinisch in einer neuen Reha prüfen, wie es um die Erwerbsfähigkeit bestellt ist. Ein Widerspruch wäre nicht nötig, so der DRV Mitarbeiter, wenn ich die medizinische Reha antrete. So ganz sicher bin ich mir hier nicht. Vielleicht hole ich dazu Rat vom Sozialverband ein. Erst einmal warte ich auf das Schreiben der DRV, es sei schon unterwegs, mit den Antragsunterlagen für eine medizinische Reha.

    Da der Arbeitstag hat so frustrierend verlief ... hilft mir gerade jede Aussicht, da rauszukommen.

  • Muss ich dann in eine Klinik für Psychosomatik??
    Von meiner Onkologin würde dann wohl nichts angefordert werden, aber die kennt die Schwierigkeiten am besten! Bisher - bzgl.onkologisch - wurde nur von der Hausärztin ein Befundbericht angefordert.


    Dann bliebe doch Widerspruch.

    Innerhalb zwei Wochen muss man der medizinischen Reha zu- oder absagen, leider ist dieses Mal das Schreiben wohl mit der Post(Kutsche) verschickt worden und liegt mir noch nicht vor.

    Hatte dies schon mal jemand von euch? Nach onkologischer Reha in die allgemeinmedizinische? Bei der ich eben vermute, dass trotzdem ein Fachgebiet gewählt werden muss.

  • Ich habe inzwischen die künstliche Intelligenz befragt. Die Ergebnisse decken sich mit meiner eigenen Intelligenz. Daher habe ich jetzt Widerspruch eingelegt, damit die Ablehnung nicht nach einem Monat inkraft tritt, und gleichzeitig geschrieben, dass ich die medizinische Reha antreten werde.

    Da nach meiner Kenntnis bei Widerspruchseingang nach drei Monaten eine Entscheidung gefallen sein muss, gelten die drei Monate somit ab heute.

    Vom Gefühl her finde ich es auch nicht stimmig, die gynäk. Onkologin keinen Befundbericht erstellen zu lassen, stattdessen nur die Hausärztin zu befragen und in eine psychosomatische oder andere Reha zu gehen. Es sind Nachwirkungen der Krebstherapien.

    Ich ärgere mich immer noch so sehr, dass ich gesagt hab: ja, ja, ich kann arbeiten. 30 Stunden schaffe ich schon. Hatte ja allerdings sogar ne Nebentätigkeit vor und DABEI in der Vorbereitung dessen hatte ich bemerkt, nix ist, das geht gar nicht. *seufz*