Beiträge von Angie Meta

    Liebe Schlaflos72 ,

    das klingt doch alles sehr, sehr gut. Ich drücke dir natürlich ganz fest die Daumen, dass diese Sehstörungen nicht mehr auftreten.

    Wahnsinn, dass du sogar Ausflüge in die Stadt unternimmst.

    Weiterhin viel Erfolg in der Reha wünscht dir

    Angie

    Hallo liebe Str77 ,

    zuerst möchte ich dich hier recht herzlich begrüßen, wenn auch verspätet.

    Jede von uns hier kann deine Ängste total gut verstehen, da wir sie ebenfalls so erlebt haben. Du beschreibst sie so treffend. Wir fühlen uns von der Diagnose überrollt und überfordert und befinden uns in einem emotionalen Ausnahmezustand. Und dann sollen wir unseren behandelnden Ärzten in ihrer Fachsprache und den komplizierten Namen der Medikamente folgen. Das ist oftmals nicht möglich. Aus diesem Grund habe ich immer eine mir nahestehende Person mitgenommen. Vier Ohren hören besser und die nicht betroffene Person kann sich leichter Notizen machen als wir.

    Auch wenn für dich noch einen gewisse Wartezeit besteht bis du endlich weißt, wie es weitergeht, zeigt das Vorgehen deiner Ärzte eine hohe Professionaliät. Es geht in der Zwischenzeit in unseren Behandlungen darum eine möglichst zielgerichtete und somit möglichst individualisierte Therapie für uns zu finden. Und das kann eben nur mit Hilfe der sehr präzisen Arbeit der Pathologen erreicht werden. Und die pathologischen Untersuchungen des entnommenen Gewebes fordern einen großen Zeitaufwand.

    Ich weiß, dass dich das nicht tröstet im Moment. Aber du wirst im Laufe der Behandlung merken, dass du alles schaffen wirst. Ich bin jedes Mal, nach jeder meiner insgesamt drei Tumorerkrankungen der Brust, in einen Aktionsmodus übergewechselt, von dem ich gar nicht wusste, dass er in mir vorhanden ist und aktiviert werden kann. Das Warten auf Ergebnisse ist das schlimmste, aber die Behandlung danach gibt uns Hoffnung und das Gefühl, dass wir aktiv etwas gegen diesen Mistkerl unternehmen. Seine Tage sind gezählt.

    Und wenn es Phasen gibt, in denen du dich überfordert fühlst, z.B. von den Abständen der einzelnen Medikamentengaben, so ist es dein Recht dies deinen Ärzten rückzumelden. Es gibt immer eine Lösung!

    Liebe Grüße und ich sende dir eine große Portion Geduld und Ermutigung!

    Angie

    Liebe 18-09-Sonnenschein und Susi-aus-Berlin ,

    ich versuche mal im Bereich "Über mich" ein Foto vom "Madämchen" (ich nenne sie doch tatsächlich "Dona") hochzuladen.

    Danke für eure lieben Nachrichten!

    Liebe Grüße

    Angie

    PS. Konnte "Madämchen" in meinem Profil hochladen. Das Foto ist allerdings schon 10 Jahre alt! :S Sie ist nun etwas grauer um ihre Schnauze herum, aber hat immer noch einen wunderschönen "Hundeblick".

    Hallo vilma37 ,

    herzlich willkommen in unserem Forum. Hier schreiben einige Frauen, die ein Leiomyosarkom hatten. Sicherlich melden sie sich noch.

    Ich selbst hatte im Jahr 2010 auch ein Sarkom (Angiosarkom nach Brustkrebsbestrahlung) und lebe immer noch. Es tut mir sehr leid, dass du in so jungen Jahren erkrankt bist.

    Sarkome sind seltene Weichteilsarkome und ich denke, es gilt wie bei anderen Krebsarten auch, dass sie eher langsam wachsen, aber sehr oft extrem aggressiv sind. Es kann also sehr gut sein, dass das Sarkom schon vor deinem Schwangerschaftsabbruch gewachsen ist. Du könntest ja bei deinem nächsten Arztbesuch vielleicht nachfragen.

    Letrozol ist eine sehr wirksame Antihormontherapie die bei hormonpositiven Tumoren durchgeführt wird. Viele Frauen hier im Forum nehmen es. Es ist ein sehr gut erforschtes Medikament und ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es sehr gut wirkt.

    Für mich war nach meiner Sarkomerkrankung eine Therapie bei einer Psychoonkologin sehr, sehr wichtig, da ich dort meine Ängste besprechen konnte, die um einiges größer waren als bei meinen beiden Brustkrebstumoren.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch hier und hoffe, dieses Forum hilft dir genauso gut, wie es mir geholfen hat.

    Liebe Grüße

    Angie

    Liebe 18-09-Sonnenschein ,

    super, dass dein Handgelenkbruch gut verheilt ist und du wieder trainieren kannst. Sport macht den Kopf frei und gibt uns ein positives Körpergefühl. Mache mich jetzt mit meiner sehr alten Hündin auf den Weg in mein Sportstudio. Sie darf dann nach einem schönen Gassigang am Rhein im Vorraum meines Studios auf dem Rolli sitzend, meist schlafend, auf mich warten. Natürlich muss ich sie festbinden, damit sie auf dem Rolli sitzen bleibt. Wenn ich das nicht tun würde, läge Madame mitten im Eingangsbereich.=O

    Liebe Grüße

    Angie

    PS. Deine :thumbup::thumbup:sind für uns alle wichtig, egal wann du sie im Strang sendest! :)

    Liebe Reanrw ,

    ja, das schmerzt sowohl körperlich als auch seelisch, da hast du völlig recht.

    Ich hatte gestern und auch heute lange Gespräche mit einer Freundin, die ich seit 1995 kenne. Und sie sagte mir, dass sie nur durch die vielen, vielen offenen Gespräche endlich erkannt hat, wie schwer es ist, mit einer Krebserkrankung und nun mit den Metastasen umzugehen und zu leben. Dass ein Krebs alles so nachhaltig verändert, hat sie nur durch mich gelernt. Denn man sieht uns den Mistkerl ja auf den ersten Blick überhaupt nicht an.

    Sie meinte, ich müsste auch meiner Schwester eine Chance geben, das zu verstehen. Denn auch meine Schwester hat mich wegen des Krebses und auch wegen traumatischen Erlebnissen während unserer Kindheit in einer sehr dysfunktionalen Familie ebenfalls "verlassen". Das tat viele Jahre sehr, sehr weh, denn meine Krebserkrankung ist dieses Jahr 21 Jahre alt geworden.

    Ich möchte nun versuchen mit meiner Schwester in Kontakt zu treten um für mich zu klären, wie ich mit ihr meinen Frieden finden kann. Es wird nicht einfach sein, aber ich werde es versuchen. Und wenn es nicht klappen sollte, so habe ich es wenigstens versucht.

    Liebe Grüße

    Angie

    Liebe 18-09-Sonnenschein ,

    vielen Dank für deine Extradaumen! Gestern war ich nach 6 Wochen das erste Mal wieder in meinem Sportstudio und habe ein sanftes Konditionstraining gemacht. Das tat so gut wieder meinen Körper zu spüren und meine Schultern und Halswirbelsäule danken es mir, denn ich habe heute morgen weniger Schmerzen.

    Dir wünsche ich alles nur erdenklich Gut und dass es dir weiterhin so gut geht, wie das derzeit der Fall ist.

    Liebe Dax,

    schön von dir zu lesen, meine Daumen sind für dich immer gedrückt.

    Liebe Grüße

    Angie :hug:

    Liebe Katara ,

    der Krebs ist ein extrem mieser Verräter. Es tut mir leid, dass es dich nun auch erwischt hat. Du bist noch so jung!

    Die erste Zeit nach der Diagnose ist für uns alle sicherlich die schwierigste gewesen.

    Du fragst, was uns geholfen hat. Ich schreibe dir mal meine meine Bemühungen auf:

    1. Ich habe Unmengen von Steinen in den Rhein geworfen und mit ihnen Herr K. (So nenne ich den Mistkerl, der bereits seit 21 Jahren meinen Körper besetzt hält, aber zum Glück nicht (immer) meine Psyche).

    2. Ich habe sehr viel über Brustkrebs gelesen, online, aber die Überlebensprognosen ganz schnell ignoriert. Denn: Jede von uns ist ein Individuum und somit verläuft die Tumorerkrankung bei jeder von uns anders. Und so gesehen, habe ich schon mehrere Überlebensstatistiken gesprengt.

    3. Ich habe mich ziemlich schnell für eine psychoonkolgische Therapie entschieden um dort über meine Ängste und körperlichen Veränderungen durch OP und Medikation zu sprechen.

    4. Ich habe versucht trotz der Erkrankung zu denken: "Das Glas ist halbvoll" und eben nicht "Das Glas ist halb leer".

    5. Ich habe meine entstehenden Depressionen mit nicht abhängig machenden Antidepressiva behandelt und nehme sie bis heute.

    6. Ich habe immer mit Blick auf die Jahreszeiten gelebt, ganz besonders nach dem extrem aggressiven Angiosarkom. Das heißt ich sagte mir: Jetzt hast du den Frühling erlebt, also wird der Sommer folgen. Ich habe mir also immer gewünscht die nächste Jahreszeit erleben zu dürfen.

    7. Ich habe mich (bei wem auch immer) dafür bedankt, dass ich noch lebe und sozusagen Demut entwickelt.

    8. Ich bin viel spazieren gegangen und habe die Schönheit der Natur wahrgenommen und darüber staunen können.

    9. Heute gehöre ich zu den Frauen mit Metastasen, aber ich gehe weiterhin in mein Sportstudio, ich nehme meine Erschöpfung (Fatigue) an, ruhe mich nachmittags aus, damit ich später wieder fitter bin.

    7. Ich habe in den drei Anschlussheilbehandlung jedes Mal einen Torso aus Speckstein gestaltet, der sozusagen alle körperlichen Veränderungen dokumentierte. Und durch Zeichnungen mit Aquarellfarben habe ich meine Gemütsverfassung wiedergegeben.

    Zuhause habe ich mich dann um eine Kunsttherapie gekümmert.

    8. Als ich körperlich wieder fit war, habe ich wieder gearbeitet. Durch die nachfolgenden Tumorerkrankungen musste ich leider mein Stundenkontingent reduzieren - bis zur Berentung konnte ich leider nur noch auf einer halben Stelle arbeiten.

    Das sind also meine Strategien gewesen. Und ganz wichtig war für mich immer der Austausch in Foren für Krebserkrankte. Speziell der Austausch hier hat mir immer Kraft gegeben.

    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg finden wirst. Leider müssen wir akzeptieren, dass unser Leben nie mehr so sein wird, wie vor der Krebserkrankung.

    Einen guten Austausch hier wünscht dir

    Angie

    Angie