Beiträge von Redcurl

    Malschauen

    Ich schließe mich Nic46 komplett an.

    Ich habe Tamoxifen auch drei Jahre ohne wirkliche Beeinträchtigungen genommen. Meine Frauenärztin war der festen Überzeugung, dass dass unter anderem an sehr viel täglicher Bewegung (muss nicht unbedingt Sport sein) lag.

    Im übrigen hast du kein Leben ohne Östrogen durch Tamoxifen. Es ist ein gezielter Östrogen Blocker und blockiert (kurz gesagt) bestimmte Rezeptoren, so dass das Östrogen nicht mehr Andocken kann. Es kann trotzdem zu Beschwerden kommen, muss aber überhaupt nicht.

    Aromatasehemmer funktionieren anders und senken tatsächlich den Östrogen Spiegel.

    Auch damit kann man (gut) leben. Viele hier müssen zusätzlich noch weitere Krebs Medikamente nehmen.

    Ich würde an deiner Stelle beim nächsten Arztgespräch nochmal genau nachfragen damit du das Thema für dich konkret besser einsortieren kannst.

    Alles Gute!

    Guten Morgen tashideleg,

    Ja, du hast völlig Recht....der "Chef" hat nur den Kontrollverlust seit Februar noch nicht komplett kompensieren können ;).

    Und ja, ich fühle mich in meiner Klinik und Onkologischen TagesKlinik gut betreut und versorgt. Da bin ich sehr zufrieden eigentlich.

    Morgen bin ich wieder dort zur monatlichen Bisphosphonat Gabe und Fulvestrant etc.

    Hab auch ein paar neue Nebenwirkungen/Wehwehchen und bin gespannt wie sie das einsortieren. Ich finde es nicht mehr so einfach wie früher nur auf mein Körpergefühl zu hören/zu vertrauen. Aber meistens hilft dann die ärztliche Einsortierung ganz gut um den Fokus wieder von den Beschwerden weg zu lenken.

    Es gibt ja viele, die vermehrt Ängste/Sorgen haben rund um die Verlaufskontrollen/Stagings. Bei mir ist das ein bisschen anders. Ich bin immer froh wenn wieder "geguckt" wird um den aktuellen Status zu kennen. Es ist ja eh wie es ist. Das gibt mir ein bisschen Sicherheit zurück.

    Zwischen den Stagings mache ich mir dann eher mal schnell Sorgen bzw werde unsicher, wenn irgendwas Neues aufploppt, oder sich bestimmte Bereiche der Knochenmetastasen stärker melden. Aber auch damit bin ich sicher nicht alleine....

    Und so wechseln die Themen sich in einem ständigen Auf und Ab, mal steht das eine mehr im Fokus, mal das andere.

    Nun mache ich mich trotz Nieselregen gleich auf zum Schritte sammeln (ein paar Herbstblätter vielleicht auch nebenbei) und wünsche dir und euch allen einen schönen Tag!

    Liebe tashideleg

    Deine Zeilen lassen mich gerade erkennen, dass ich auch vieles schon wieder für total selbstverständlich halte, was nun wieder geht und im Frühjahr nicht ging. Ich war bei jedem kleinen "ich kann jetzt wieder" total glücklich und dankbar, egal wie schlecht es mir zu der Zeit auch allgemein evtl ging.

    Diese kleinen Verbesserungen haben mich total motiviert und nach vorne schauen lassen.

    Nun bin ich aktuell eher auf einem "das ist jetzt so und viel besser wird's wohl nicht mehr" Status angekommen und das ist ziemlich ernüchternd und nicht so motivierend. Zumal ich ansonsten hintergründig tendenziell eher immer Verschlechterungen befürchte, was ja auch nicht positiv ist.

    Ich werde versuchen mir immer wieder vor Augen zu führen was alles wieder wie selbstverständlich geht und doch so gar nicht selbstverständlich ist...

    Danke für diese Erinnerung <3

    Liebe auch rotgelockte tashideleg ,

    Vielen Dank für deine Geschichte und den Denkanstoß...

    "Als meine Onkologin meinte, jetzt ist alles stabil, ja, was passierte dann mit mir? Ich wollte mehr. Plötzlich gabs eine Zukunft. Und Pläne. Und dann kam die Angst, was ist, wenn jetzt doch die Therapie versagt in den nächsten Jahren und ich will noch, und ich muß doch noch....ich will leben! Weiterleben und alt werden. Vorbei wars mit den Augenblicken und dieser Dankbarkeit und dem Frieden in mir."

    Das trifft es ziemlich gut...wenn deine Geschichte natürlich auch eine andere ist als meine.

    Ich rutsche wohl manchmal auch in altes Verhalten oder Muster, die nicht mehr zu meinem neuen Leben passen - glaube ich...

    Ich bin auch sehr sehr froh zu lesen, dass du die Krücken wieder los bist...drei Jahre an Krücken ist ja wirklich lang.

    Welche Therapie machst du aktuell?

    Liebe Reanrw

    Es tut mir sehr leid, dass du so stark durch die Fatique etc eingeschränkt bist und wünsche dir trotz allem möglichst viele Lichtblicke und positive Momente. Manchmal muss man sie suchen...

    Bzgl der 10000 Schritte: ich musste mich ganz langsam da wieder hinarbeiten...erst nur im Schneckentempo um den Block mit Rollator und /oder Begleitung. Dann wurde der Radius ganz langsam nach und nach größer und die Schnecke schneller... irgendwann Ostern rum bin ich wieder 1000m am Stück spaziert und dann hab ich von Woche zu Woche weiter gemacht....

    Das tat mir extrem gut und tut es immer noch. Körperlich aber auch mental.

    Ich würde wahrscheinlich wahnsinnig wenn ich nicht laufen könnte...

    Die 10000 Schritte spaziere ich aber normalerweise nicht am Stück, sondern verteilt über den Tag....

    Hallo LariFariMogelzahn

    Danke auch für deine Rückmeldung. Ja es hilft sehr zu wissen dass man nicht alleine ist.

    Tatsächlich arbeite ich noch nicht wieder... Die Nachwehen der Fraktur schränken mich noch zu doll ein, und ich habe Therapiebedingt permanent viel zu niedrige Neutrophile.

    Möchte meine Kraft und Energie im Moment auch lieber für mich und meine Familie und schöne Dinge einsetzen. Ich arbeite gerne und eigentlich gehört es zum Alltag für mich dazu, aber im Moment eben noch nicht.

    Grundsätzlich möchte ich die Erkrankung aber nicht zu meinem Beruf machen und hoffe spätestens in 2027 mit der Wiedereingliederung starten zu können. Mal schauen....lieber nicht zu weit im Voraus planen ;)