Tinki - Positiv trotz Panikattacken - Triple negativ, Chemo zu heftig?

  • Hallo liebe Community,

    mein Name ist Kati, 32 Jahre alt, aus der Nähe von Bremen.


    Bei mir wurde im März ein 6,7cm großes triple negatives Mammakarzinom in der linken Brust festgestellt. Gemerkt habe ich das ganze nur durch einen vergrößerten Lymphknoten, der jedoch nicht befallen ist. Mein Tumor ist so versteckt, dass die Ärzte Schwierigkeiten haben Ihn in der Mammo und bei der Sono gut zu sehen. Daher wurde er womöglich auch erst so spät entdeckt. Und das bei Körbchengröße A. ;)

    Gestreut hat "Addi" - so nenne ich meinen Tumor - bisher nicht. Meine Heilungschancen stehen also wohl nicht schlecht.


    Bisher kam ich psychisch mit allem relativ gut zurecht. Nun hatte ich vor zwei Wochen meine erste Chemo und meine Welt sieht ganz anders aus.

    Mein Behandlungsplan: 4 x AC (60/600) 2-wöchentlich und anschließend 12 x Paclitaxel wöchentlich, Carboplatin 1,5 wöchentlich

    Nächste Woche soll ich wohl geclippt werden, um später zu sehen, ob Addi sich verkleinert.


    Mir war klar, dass die Chemo kein Spaziergang ist. Dennoch würde mich interessieren, ob hier jemand genauso starke Nebenwirkungen wie ich hatte. Ich bin mit 52kg bei 1,78m schon mein leben lang untergewichtig. Das sind einfach gute Gene. Ich esse wirklich viel und es gab nie Bedenken bezüglich meiner Figur. Jetzt gerade befürchte ich jedoch ist dies vielleicht mein Problem.


    Hier meine Nebenwirkungen:

    Ca. 3 Stunden nach der Chemo ging es los.

    Tag 1-2: -Extreme Übelkeit trotz Serotonin als zusätzliches Medikament

    Tag 1-3: Ich habe weder gegessen noch getrunken, mein Mann hat lediglich ca. 500ml stilles Wasser in mich hineinbekommen

    Tag 1-3: Ich kann nicht alleine aufstehen geschweige denn zur Toilette gehen

    Tag 1-3: Probleme beim Sprechen. Ich habe wohl immer ganz leise und heiser gesprochen weil es mir zu anstrengend war

    Tag 1-5: Sehstörungen, Alles ist verschwommen, Ich kann mich nicht fokussieren

    Tag 1-6: Ich kann nicht selbstständig gehen. Permanente Stütze ist notwendig

    Tag 1-7: Akutes Herzrasen bei Belastung

    Tag 1-7: Extreme Kreislaufprobleme trotz verschiedener Kreislauftropfen

    Tag 1-11: Verstopfung - Trotz Medikamenten ging hier nichts..


    Alle anderen Nebenwirkungen habe ich tatsächlich auch erlebt. Aber in einer Intensität, die ich als verträglich oder noch als normal bewerten würde. Diese sind:

    -Schwäche und Müdigkeit

    -Appetitlosigkeit

    -Kurzatmigkeit

    -Rückenschmerzen (Durch Neulastaspritze)


    Ich fühle mich als hätte ich bei den Nebenwirkungen nichts nicht erlebt. Nun hat mein Mann sich schon die ersten 4 Tage nach meinen Chemos frei genommen weil ich sozusagen alleine lebensunfähig wäre. ;(


    Ich weiß, dass wir alle dadurch müssen. Nur irgendwie fühle ich mich mit der Schwere der Symptome meiner Nebenwirkungen alleine und nicht ernst genommen. Ich fühle mich, aufgrund meiner Panik vor der nächsten Chemo, auch überhaupt nicht bereit dafür. Vorher war ich dem ganzen noch viel positiver gestimmt.


    Morgen steht meine nächste AC Chemo an und ich erlebe ein Gefühlschaos hoch 10. Ich freue mich, dass es Addi an den Kragen geht und 5 Minuten später weine ich weil ich so Angst vor diesem vollständigen KnockOut habe.


    Ich meditiere und bin eigentlich eine recht ausgeglichene Person. Ich werde mir aber vermutlich zusätzlich psychoonkologische Hilfe holen.


    Mich würde interessieren, ob jemand hier auch so schlechte Erfahrungen mit der Verträglichkeit der AC-Chemo in meiner Stärke hatte? Und ob noch jemand Erfahrung mit der 2-wöchentlichen Gabe dieser Dosis hat.

    Ich komme erst seit gestern wieder die Treppe zu meiner Wohnung hoch und morgen geht's schon wieder rund.


    Fühlt Euch alle gedrückt. Ich wünsche allen hier viel Kraft und Durchhaltevermögen. :)

    Kati

  • Hallo Kati


    es tut mir so leid das Du mit so schlimmen Nebenwirkungen zu kämpfen hast.Leider kann ich dazu noch nichts beitragen denn meine Chemo beginnt erst kommenden Montag.Ich sende Dir aber viel Kraft und drücke die Daumen das die NW bald nachlassen.


    Glg

    Chimera

  • Liebe Chimera,

    vielen lieben Dank für deine Nachricht.

    Mein Post sollte auf keinen Fall irgendwie anderen Angst machen. Alle Bekannte etc. von mir (sogar meine Mutter) haben die Chemo sehr gut vertragen. :) Lass dich also bitte von mir für deine eigene Behandlung nicht beunruhigen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du locker und gut durch die Zeit kommst. Die Gabe der Chemo habe ich als überhaupt nicht schlimm erachtet.

    Lieben Gruß zurück,

    Kati

  • Hallo liebe Tinki

    Zuerst lass dich knuddeln und trösten :hug:

    Es tut mir leid das dich die Nebenwirkungen ausgeknokt haben . Mir wurde gesagt die erste Chemo ist heftig , erstens weil der Kopf da noch nicht bereit ist , zweitens ganz viel Angst und Unsicherheit bei ist was auf einen zukommt , die Medikamente nicht gerade Freude im Körper verbreiten . Ich hatte die vier EC im Abstand von zwei Wochen gut vertragen , bin egal wie es mir ging viel raus mit meinen Hunden an der Luft und dann war es auch besser. Dasschaltet den Kopf ab und man hat etwas beruhigendes vor Augen , schnaufte gut durch .....bitte mach dir keine Gedanken um die nächste Chemo und warte nicht darauf das Nebenwirkungen kommen . Ich fand die dritte EC als nicht so propper wie ich immer sage , aber da hatte ich vor Augen das nur noch eine kommt und das hat mir ein zufriedenen uns stolzes Lächeln ins Gesicht gezaubert . Ich hBe mir immer in der gesamten Chemozeit realistisch gesagt ich habe lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als ein Zettel am großen Zeh. Ich zahle jeden Preis denn was ich am Ende gewinnen kann ist das größte Geschenk was ich erhalten kann , das ist am Leben bleiben . Insgesamt fand ich die EC nicht wirklich schlimm . Ich habe mich auch geweigert Nebenwirkungen in mein Leben zu lassen ...ich weiß nicht obs wirklich was gebracht hat oder ob die während der EC nicht vorhanden waren , also ich hatte nur den absoluten Geschmacks und Geruchsverlust , entzündete und blutige Stellen im Mund , eine Glatze , Verstopfungen und ich hatte überhaupt keinen Hunger mehr . Aber ehr war nicht ......die Filgrastim die ich spritzen musste die hatten es in sich ...ich bin dagegen angelaufen.......viel gelaufen habe mich viel bewegt , trotzdem meine Wohnung noch mehr geputzt , sortiert und was gesucht wo ich mich viel bewegen muss wie Fenster putzen und hinter den Schränken staubwischen und so .......da ist die Zeit auch schnell vergangen .

    Die 12 Paclitaxel und Carboplatin waren da eine andere Hausnummer ...da hat mein Mann sich die letzten über vier Wochen krank schreiben lassen um mich zu versorgen ....denn da hatte ich wirklich keine Kraft mehr . Aber auch da war mein Wille stärker als mein schlaffe Körper das ich zwei Wochen nach Chemo in den OP konnte . Irgendwie geht alles sage ich immer , klar habe ich mir immer auch mal selber in den Popsch betreten .....wie ich sage realistisch ausgewogen bei Nebenwirkungen ...mein Mann sagt ich habe mir das gut geredet ....mir war es egal was es war , das ich es durchgezogen habe und mich erst am Ende beeindrucken lassen habe nur das war wichtig für mich ...um nicht umzufallen ...du weisst sicher wie ich das meine . Eine positive Einstellung ist wirklich richtig hilfreich .....wer nichts schmeckt muss nicht mehr kochen ....nicht riechen können gleich gute Sache denn nicht jeder duftet wie der Morgentau. Jeder Tag mit Chemotherapie zeigt dem Karzinom wo die Tür ist . Sieh die Chemotherapie als deine beste Freundin an , sie hilft dir krebsfrei zu werden , rettet dir deinen Popsch . Wenn es dir schlechter geht was meinst du wie dreckig es dann den Krebszellen geht ....da kannst dir diabolisch die Hände reiben :evil: denn am Ende wirst du gewinnen 😁😘😘😘 ich denke das es bei dir vielleicht die Erstgabe war die so reingehauen hat wie es bei mir die dritte Gabe war ....der Körper gewöhnt sich ja auch an die Medikmente und die Dosis . Bitte halte dich aufrecht und in Bewegung ...auch wenns schwer fällt .....erhalte dir eine gute körperliche Konstizution du brauchst sie noch . ....Am Ende der Paclitaxel und Carboplatin konnte ich nicht mal mehr lange mit meinen Hunden raus ohne das ich so fertig und luftknapp war das ich geheult habe und mich am liebsten auf den Boden geworfen hätte um da liegen zu bleiben ....aber auch das habe ich nicht zugelassen...mein Wille war stärker ..... Bitte versuche das du dich nicht untergekommen lässt , dein Sturkopf ist stärker .:hug: ......das ist ein Befehl 😘😘

    Ich hatte auch ein Triple negatives Mammakarzinom links , G3 , KI 67 Wert von 50 % , mit zwei beteiligten Lymphknoten meine Diagnose war im Februar 2018 ...keine anstrengende und manchmal schreckliche Zeit ... aber jetzt ist alles wieder gut ....ich bin krebsfrei , es wurden keine Krebszellen mehr gefunden nach der OP und auch die beiden befallenen Lymphknoten waren wieder krebsfrei .......es ist ein Kampf den du auch gewinnen kannst und wirst . DU SCHAFFST DAS AUCH , GANZ SICHER . :hug::hug:

    Bitte beiß dich da durch .....:hug: jeder Tag ohne Zettel am großen Zeh ist ein wunderfeine Tag 😘😁

    Bitte überließ meine Tippfehler 😘😉

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Hallo Tinki , das sind wirklich heftige Nebenwirkungen, von denen du berichtest. Und ich finde auch, dass sie über das Normalmaß hinausgehen. Ich hatte auch das Gefühl, bei jeder NW "hier" zu schreien, aber das war kein Vergleich zu deinen NW:(. Hast du das der Praxis oder dem BZ, wo du die Chemo bekommst, genauso wie und mitgeteilt? Denn ich finde schon, dass die Verantwortlichen hellhörig werden müssten. Es gibt hier im Forum einige, die die Chemo dann stationär bekommen haben. Ich finde deine NW sehr bedenklich und sie kommen mir auch lebensbedrohlich vor. Ich hatte auch zwischendurch das Gefühl eher an der Chemo zu sterben als am Krebs, aber wie gesagt, ganz so schlimm wie bei dir, war es bei mir nicht. Bei mir ging es auch ca. drei Std. nach der Gabe los. Aber ich konnte selbstständig auf die Toilette und konnte die ganze Zeit auch trinken. Einmal ging das Trinken nicht so gut und prompt bekam ich Nierenschmerzen. Das Trinken ist immens wichtig, wenn das bei dir nicht geht, musst du Kochsalzinfusionen bekommen. Ich würde mir unter diesen Umständen keine weitere Chemo geben lassen. Die Ärzte müssen - so sehe ich das - für dich eine verträglichere Lösung finden. Ich wünsche dir, dass du hartnäckig genug bleibst. Es geht hier um DEINEN Körper!!!

  • Liebe Tinki ,


    herzlich willkommen bei uns im Forum. Schau dich in Ruhe um, und fühl dich wohl.

    Die starken Nebenwirkungen der Chemo sind natürlich im Moment das beherrschende Thema für dich. Dazu gibt es schon einige Stränge, vielleicht magst du da ja mitschreiben.

    Chemo Taxol/Carboplatin Erfahrungsaustausch
    Chemo Nebenwirkungen

    Oder nutze gern die Suchfunktion.


    Alles Gute für dich.

    Viele Grüße

    Ally

  • Tinki

    Ich kann mich Kruemelmotte und teafried nur anschließen. Ich hatte auch heftige Nebenwirkungen und habe dann bei der zweiten und dritten Chemo eine reduzierte Dosis bekommen. Und zwischendurch bekam ich auch mal eine Infusion gegen die Übelkeit. Aber deine Nebenwirkungen klingen echt übel. Du solltest unbedingt deine Ärzte alarmieren. Da gibt es sicher schnell Hilfe.

    Bei mir war jede Chemo anders. Wenn mir besonders elend war hat mir neben den Medikamenten oft nur Bewegung geholfen. Ich hoffe deine nächste Chemo lässt dir mehr Erholungsphasen.
    Liebe Grüße aus dem Rheinland!

    Du schaffst das!

  • kruemelmotte Vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte! Ich gebe dir vollkommen Recht. Ich weiß sehr wohl, dass ich dem Addi nur so in den Arsch treten kann und ich bin auch bereit diese Behandlung durchzustehen. Niemand möchte einen kleinen Zettel am Zeh. ;) Ich bewundere deine positive Einstellung und bin gedanklich gar nicht so weit von Dir entfernt. Mir war es tatsächlich einfach nicht möglich diese Dinge zu tun. Heute (Tag 13 danach) renne ich hier rum wie irre, putze, schrubbe, bereite Geschenke vor und koche für die nächsten Tage. Die letzten 2 Tage habe ich sogar 3 x täglich Mini-Sport (Kniebeugen und so) gemacht. Mir geht es hauptsächlich um die ersten Tage und diese Hilflosigkeit. Aber das mit der psychischen Verweigerung der Nebenwirkungen teste ich definitiv aus. Das passt zu mir! Danke für den super Tipp. :)


    Teafriend Danke für deine Nachricht. Ich habe nochmal mit meinem Mann und meiner Mutter gesprochen und wir waren uns einig, dass das Thema heute und morgen vor der Chemo nochmal mit dem KH besprochen wird. Bisher warte ich auf einen Rückruf. Ich berichte gerne.


    Ally Vielen Dank für die Links! Heute schaffe ich das wohl nicht mehr. Aber ich gucke mir das, sobald es mir nach der nächsten AC besser geht, an und beteilige mich dort gerne. :) Das mit der Suchfunktion hatte ich probiert aber habe mich wohl etwas blöd angestellt. Teste ich nochmal! Dir auch alles Gute.


    Kerstin B. Dankeschön! Ich kriege gleich hoffentlich einen Rückruf. Ich würde soooo gerne mehr an die frische Luft und mich bewegen. Aber es war einfach durch den Schwindel etc. zu gefährlich. Ich hoffe und denke jetzt ganz fest daran, dass die nächsten einfach besser verlaufen werden. :) Das mit dem anderen Thread werde ich mir in Ruhe angucken wenn ich wieder fitter bin. Also hoffentlich in 3 Tagen und schlechtestens (wie dieses mal) in 12 Tagen. Hihi.



    Nachtrag zum Post:

    Habe vergessen zu erwähnen, dass ich eine Nebenwirkung bisher ausgelassen habe. Noch sind die Haare da. ;) Allerdings laufe ich schon seit einem Monat mit 9mm rum. Wollte mich dran gewöhnen und dem Addi klar machen, dass ich mich von Haaren nicht unterkriegen lasse.

  • Liebe Tinki ,


    deine Nebenwirkungen kommen mir noch bekannt vor.....Ich hatte vor vielen Jahren eine TAC Chemo, d.h. das Adriamycin, Cyclophosphamid und Taxol alles zusammen in einer Sitzung. AC ist bei dieser 3-er Kombi deshalb geringer dosiert 50/500.

    Ich hing eigentlich die komplette erste Woche nur vor der Kloschüssel:( Gegen die Übelkeit habe ich Zofran bekommen. Schwindel hatte ich auch sehr stark, vom vielen Erbrechen. Ich bin dann einige Male zu meiner Onkopraxis und habe Flüssigkeit über eine Infusion bekommen. Die Chemo habe ich 5 Mal geschafft, die Letzte ging nicht mehr.

    Vielleicht würde dir eine stärkere Flüssigkeitszufuhr auch gegen den Schwindel helfen? Wenn du das Gefühl hast, es geht gar nichts mehr, musst du mit deinem Onkologen sprechen, welche Möglichkeiten du hast.


    Alles Gute!

  • Ja das mit der Flüssigkeitszufuhr ist wirklich wichtig uns wurde immer gesagt von den Chemoschwestern es wird nur nix getrunken wenn wir schlafen in der Nacht 😉 viel Flüssigkeit hilft dem Körper alles besser zu verarbeiten . Hier im Forum schreiben wir immer wir trinken wie ein Kamel in der Wüste .... und es ist ein guter Plan vielleicht die Flüssigkeit über den Port zu bekommen da können sie dann auch noch gleich mit Medikamenten deine Nebenwirkungen abdecken .

    Hast du auch Begleitmedikamente verordnet bekommen und daheim ?

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

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  • monkele76 Danke für deine Antwort. Tatsächlich habe ich mich nicht erbrochen. Übel ja, Erbrechen nein. Konnte aber auch nichts erbrechen.. war ja nichts an Inhalt vorhanden. ;) Aber es ist halt dieses permanente Würgen gewesen wenn ich irgendwie essen gerochen habe oder mehr als einen Mini-Schluck stilles Wasser zu mir genommen habe.

    Dankeschön!


    kruemelmotte Das wurde mir tatsächlich auch in der Art gesagt. Aber ich habe es nicht umsetzen können. Mein Mann hat mir alles angeschleppt und es versucht. Wenn ich mal zwei Schluck Wasser nahm dann kam das gleich wieder raus. Nicht Erbrechen sondern eher so ein Babybäuerchen. :D Einen Port habe ich leider nicht. Die Ärzte möchten mich derzeit nicht operieren und meine Venen würden gut aussehen.


    Medikamente habe ich folgende:

    Tag 1-3:

    Aprepitant

    Dexamethason


    und bei Bedarf: MCP und Granisetron

  • Liebe Tinki

    Hast du auch während der Chemo echt richtig viel getrunken ?

    Ich habe die MCP gleich vorneweg drei mal am Tag genommen die ersten drei vier Tage nach der Chemo 😉 habe nicht drauf gewartet das mir sehr unwohl wurde , so konnte ich auch gut viel trinken, mir war nicht ständig schwindelig und ich hatte Kraft um mich zu bewegen was man ja nicht hat wenn man ständig spucken muss ...... ....und die haben auch den Vorteil das sie die Darmperistaltik anregen 😉... und die Beutelchen zum Abführen habe ich auch gleich regelmäßig genommen und nicht gewartet das mir der Kopf auf der Schüssel platzt ....du weißt was ich meine ;)

    Ich hatte auch vor dem Einlauf der Chemo eine Kapsel bekommen die dafür gesorgt hat das keine Übelkeit kommt ... was für ein heiliges Medikament für das ich wirklich dankbar war , denn so war mir nicht übel 😁

    Das du keinen Port hast finde ich persönlich ja gruselig .....bei mir wurde gesagt kein Port keine Chemo ...auch wenn an gute Venen hat ....die werden ja richtig angegriffen die Venen und dann hast später mal Probleme .....

    Frag doch mal genau nach wegen dem Port , denn so sparst du dir deine Venen am Arm auf und du hast immer eine gute Möglichkeit so mal schnell eine Infusion zu bekommen wenn du sie benötigst ohne ständig die Armvenen zu nehmen .

    Ich lasse meinen Port den ich Willy getauft ha e auch so lange herinnen wie es geht , irgendwann ist er nicht mehr benutzbar dann kann er raus . Aber was ich habe habe ich u nd Freunde lässt man nicht mal eben ziehen .😉

    Ach so mir wurde auch gesagt das ich daheim dann duschen gehen soll damit die Chemo aus den Poren der Haut auch weggewaschen wird damit ich nicht so viele Pickel bekomme . Du bekommst das alles hin .

    Knuddels :hug:

    Gabi

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  • Hallo Tinki, ich habe seit Januar triple negativ links und habe diesselbe Chemo bekommen wie Du. Ich habe die ersten 4 allerdings gut vertragen. Ich habe ein Laufband auf dem ich jeden Tag eine 1/2 Stunde mit festhalten gelaufen bin und wenn man dort auch nur kleine Schritte macht. Weiterhin haben wir einen Gartencenter und bedingt durch die Coronakrise musste ich auch weiter arbeiten. Jeden Morgen musste ich mich mal selbst in den Hintern treten. Wenn du dann erst einmal in diesem Trott bist wirst du merken es geht dann sofort besser. Allerdings hast du ja auch für deine Größe ein brutales Untergewicht. Vielleicht sollten sie dir die Dosis etwas reduzieren. Jetzt habe ich nur noch 6 Chemos vor mir aber die Paclitaxel machen wir schwerer zu schaffen.Wenn bei Deiner Genuntersuchung rauskommt das das kein Genbedingter Tumor ist können Sie das Carboplatin auch bestimmt weglassen. Bei mir haben sie es sofort rausgenommen, weil er nicht genbedingt war. Die Leukos sind nun ständig im Keller und ich muss nachspritzen. Die Nasenschleimhäute sind auch stark mitgenommen und mein Hintern brennt. Gegen die Verstopfung kannst du ganz normales Natrium nehmen, das hat mir geholfen. Einfach eine Ladung in das Wasser geben und trinken. Ich habe am Anfang 3 mal täglich getrunken, das hat mir geholfen. Ich habe mein Essen auf fast Vegan umgestellt und mir geht es sehr gut damit. Ich bin 177 cm und wiege nun 65 kg. Bei mir hats auch den Geschmacksnerv abgeschossen, alles schmeckt eklig. Wir werden das schaffen, die Zeit geht schneller um wie Du denkst. Denk immer daran wer liegt verliert, Gas geben dann wird das schon Besser. Schicke Dir liebe Grüße und einen Haufen Kraft. Lilobett

  • Hallo liebe Tinki

    Erst einmal ein ganz liebes Willkommen hier in diesem tollen Forum.🤗🌺

    Es tut mir leid, dass dich die AC so umhauen. Ich an deiner Stelle würde in der Onko-Praxis Alarm schlagen. Und wenn du täglich die Praxis anrufst. Es gibt auch Frauen hier im Forum, die die AC/EC im dreiwöchigen Rhythmus erhalten hatten.


    Ich hatte auch einen TN-Tumor und bekam die gleiche Chemo wie du von Juni bis November. Die AC auch 14-tägig die Paclitaxel und Carboplatin dann wöchentlich.

    Die erste Chemo empfand ich auch als die schlimmste. Ich hatte Übelkeit, musste aber nicht brechen. Hinzu kamen Kreislaufprobleme Herzrasen, Schwindel, "Matschbirne", Müdigkeit und Geruchsprobleme. Mein Blutdruck war total im Keller 60/90 war "normal". Ich war froh, wenn ich es mal mit Ach und Krach in den Keller schaffte (da habe ich meine Vorräte).

    Am fünften Tag musste ich zu meiner Hausärztin die Portfäden ziehen. Als sie mich sah, bekam sie einen riesen Schreck. Ich sah wohl aus wie ein Häuflein Elend, kreidebleich mit Augenrändern.

    Ich konnte die ersten Tage auch kaum essen und trinken. Alles war eine Qual und schmeckte nach Metall. Mineralwasser ging gar nicht. Ich trank hauptsächlich Kräutertees, Sauerkirsch- oder Johannisbeersaft.

    Deshalb verordnete mir meine Hausärztin "Astronautenkost". Diese bekam ich aber nicht runter😖.

    Ich zwang mich lieber zu Suppen, etwas Obst und Zwieback. Nach 7 Tagen ging es mir besser.


    Komischerweise war ich bei der 2. und 3.AC nur 3-4 Tage flach gelegen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich schon am Chemotag zum trinken gezwungen hatte. Auch bin ich regelmäßig spazieren gegangen.


    Die 4.AC war bei mir auch wieder total heftig. Wiederholung der ersten Runde🙈.


    In dieser Zeit habe ich auch rapide abgenommen. Zum Schluss wog ich 56kg bei 1,74m - absolutes Untergewicht!

    Ich war total schwach und suchte deshalb den Rat bei einer Ernährungsberaterin. Wir stellten fest, dass ich eigentlich normal esse, aber die Portionen erweitern soll auf 5-6 kleinere Mahlzeiten am Tag. Dabei sollte ich den Fokus auf gesunde Fette und Öle legen, sowie Vollwertkost und Obst und Gemüse.

    So schaffte ich es bis zu meiner OP wieder 6-7 kg zuzunehmen.


    Interessanterweise erholte ich mich unter den Pacli/Carbo recht schnell, so dass ich fast einen normalen Alltag hatte. 1-2 Tage hatte ich mit Nebenwirkungen zu kämpfen, die aber lange nicht so heftig waren wie bei den AC.

    Ich konnte sogar wieder "Seniorensport" 😉 im Fitnesstudio machen und auch sonst meinen Alltag fast normal leben.


    Ich will dir damit Mut machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jede Sitzung anders war. Es gibt viele Begleitmedis .... nimm sie dazu sind sie da. Mir hat zum Beispiel M.. sehr gut bei Übelkeit geholfen.

    Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Chemo zwar kein Spaziergang war. Aber die guten Tage haben überwiegt.


    Ich drücke dir ganz dolle die Daumen 👍🏻👍🏻, dass deine nächsten Chemositzungen bekömmlicher sein werden.

    Du rockst das!💪🏻😃👍🏻🍀🍀🍀


    LG Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das scheiß Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hallo Tinki für die Übelkeit gibt es stärkeres Mittel ( Serotonin???) glaube es gibt etwas das mit E anfängt. Aber bei den restlichen NW die du da hast, UNBEDINGT mit dem Arzt sprechen, die sollten dich vlt. stationär behalten. Es kann auch Allergien etc geben,besser sicher sein und deine NW überprüfen lassen. Es kann auch Probleme mit den Begleit Medis geben, wzb Cortison.


    Klar ist keine Chemo ein Spaziergang, aber kommt mir zumindest nicht ganz so normal vor, dass du derart aus den Latschen kippst. Aus meiner Erfahrung wird jedes wieder auf die Füße kommen von Chemo zu Chemo schwerer..

  • Liebe Tinki ,


    bekommst du im direkten Anschluss an die Chemomedikamente noch einen Beutel mit Kochsalzlösung? Sonst frag mal nach! Das hilft, die Medikamente schneller abzubauen und der Körper bekommt Flüssigkeit! Habe ich nach jeder Einheit bekommen. Ich hatte übrigens auch keinen Port, habe immer abwechselnd über die rechte und linke Hand alle 3 Beutel bekommen. Es war ok, heute merke ich nichts mehr davon.


    Liebe Grüße:)

  • hallo liebe Tinki ,


    Mensch,das tut mir sehr leid mit deinen heftigen und vielen Nebenwirkungen.


    Viel Trinken ist sehr wichtig.

    Und guten Kontakt mit deiner Onkologie..

    Meine erste Chemo war auch schlimm. Ich hab mich dort erst am 14. Tag gemeldet. Beginnendes Nierenversagen. 3 Monate täglich am Tropf zwecks Flüssigkeit.... ich trank eigentlich ordentlich obwohl alles eklig schmeckte. Aber ich hatte auch täglich mit nichts zu stoppenden Durchfall.. da reichte kein trinken...


    Aber sei optimistisch. Schon die nächste Gabe kann anders, viel besser laufen.

    Ich bekam nur 80% der vorgesehenen Dosis. .


    Du hast keine bessere Waffe als die Chemo jetzt.


    Ich hatte auch grosse Angst vor der Chemo. Die Psyche ist mächtig.... in beide Richtungen...


    Erstmal gute Besserung.

    Schicke dir eine grosse Portion Kampfgeist und Optimismus💞🍀🍀🍀

    Die Schwefelbadhexe

  • Wollte nur einmal vorab kurz berichten:

    Meine Behandlung heute wurde, aufgrund der beschriebenen Nebenwirkungen, ausgesetzt. Die Tumor-Konferenz heute wird meinen Fall nochmal besprechen und ich erfahre in der nächsten Woche wie es weitergeht!

    Danke für eure Unterstützung und eure Ermutigung!!!!!