Peppermint - Darfs ein bisschen Tee sein?

  • Hallo in die Runde!
    Heute ist der Tag an dem ich mich jetzt hier anmelde! Ich bin 39 Jahre alt habe 2 kleine Jungs und am 2. dieses Monats vor einem Jahr wurde mein Tumor in der linken Brust zur Gewissheit. Gestern vor einem Jahr kam er raus. Ich habe zu dieser Zeit in der Gynäkologie eine Ausbildung gemacht, war sozusagen an der Quelle, und bin sehr dankbar dass ich dadurch auch aufgefangen war weil alle mich kannten. Mein Tumor war G2 etwas über 2 cm und 100% ER positiv und 95% PR positiv. Ki 67 bei 14% Es ging dann hin und her ob ich die Chemo mache, weil erst hieß es „nee!“ dann sagte der Endopredict aber „doch“!
    Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Gnrh-und Armomatasehemmer entschieden. Tamoxifen war mir ein zu großer Graus. Ich bekomme noch eine Hormonsalbe, die den Entzug des Östradiols und Östrons abmildert.


    Mittlerweile geht es mir ganz gut, meine bestrahlte Brust ist wieder fast lebendig, manchmal ziept und juckt es noch und die Narbe zwickt. Aber damit kann ich gut leben. Mein Leben hat dadurch auch an Qualität gewonnen, zumindest ist es wichtig für mich jetzt dafür zu sorgen, dass ich das Ruder in der Hand halte. Lasse mir zB meine Nase endlich piercen.
    Bin weniger vernünftig und nicht mehr die super-Tochter und Perfect-Mum. Sondern einfach nur noch Good-Enough. Und atme die Momente mit meinen Kindern förmlich ein, die Ausbildung habe ich geschmissen, ich muss nicht erst für andere da sein um wertvoll zu sein.
    Allerdings habe ich ganz starken weiteren Kinderwunsch und will mich gerne austauschen über Erfahrungen. und ja die Entscheidung dafür ist auch sehr revoluzzerhaft, denn sowohl meine Schwiegermutter will das auf keinen Fall - das Risiko für Krebs für das Kind!!!! und meine Eltern finden 3 sowieso schon fast Assi und dazu haben sie Riesenangst um mich. Auch mein Onkologe, der auch Gyn ist „hat Zahnschmerzen“ weil ich ja schon 2 habe und ob ich jetzt damit nicht zufrieden bin und es ja gut ausschaut für mich und ich das Schicksal herausfordern will.


    Ja da stehe ich jetzt. Und ich versuche jeden Tag seit einer Woche Energiesonden mit meinem jetzigen Erleben an mich selbst in die Vergangenheit vor einem Jahr zu schicken um meiner damaligen Angst die Hoffnung entgegen zu setzen. Die ich auch hatte. Also vielleicht kam die ja von mir selbst.

    Falls ihr jetzt noch da seid, dürft ihr euch auch gerne ein Minzbonbon oder eine Minzschokolädchen nehmen!

    Eure Pfefferminz <3

  • Hallo liebe Peppermint ,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Das hast Du sehr schön geschrieben, wenn es nicht so ernst wäre, könnte man über den Schluss sogar etwas schmunzeln. Danke für die Schoki^^, nehme ich gerne.

    Du hast ja schon alles soweit geschafft. Du hast fast die gleiche Tumorbiologie wie ich, mein KI wert war etwas niedriger und ich musste ( ohne Test) zum Glück keine Chemo machen. Kannst Du in meinem Profil lesen. Mit dem Kinderwunsch...naja, da hätte ich ehrlich gesagt auch Bauchschmerzen, ob das Schicksal nicht zu sehr rausgefordert wirdX/.

    Sei doch froh, dass Du 2 gesunde Kinder hast, muss natürlich jeder selbst wissen, aber, sorry wenn ich das so schreibe, 39 ist jetzt auch nicht mehr soooo jung und Du musst doch bestimmt auch die AHT erst beenden?

    Alles gute für Dich.

    L.g.von Amy48

  • Liebe Peppermint !

    Ich freue mich, dass diese blöde Krankheit, mit der wir uns alle plagen, bei dir soviele positive Nebenwirkungen erzeugt hat😉.

    Der Preis ist hoch, aber ich finde es herrlich zu lesen, dass du offensichtlich dafür deine Mitte gefunden hast und das Leben nun genießt.

    Ich kann schon verstehen, dass sich dein Umfeld etwas die Haare rauft, die Ausbildung zu schmeißen und dann noch über ein Kind nachzudenken ist vermutlich für sicherheitsdenkende Menschen erstmal befremdlich.

    Dazu kann und will ich dir keinen Rat geben, dass denke ich, ist tatsächlich die Entscheidung von dir und deinen Gatten.
    Ich für meinen Teil bin einfach unendlich dankbar, dass mein Kind mit Anfang 20 im Leben ganz gut angekommen ist und mich nicht mehr allumfassend braucht.

    Wenn ich hier lese, wieviele junge Mamas es trifft, werde ich immer ganz kleinlaut und denke ok... schlimmer geht immer.

    Besser aber natürlich auch😉

    Ich verfüge aber auch nicht über deine Energie, die deutlich aus deinen Zeilen springt.

    Dafür scheinen wir einen ähnlichen Humor zu haben.

    Der auch mein Umfeld manchmal überrascht und befremdet.

    Aber ich hoffe wirklich abgesehen von meiner Familie und meiner desolaten Gesundheit, dass dieser Wesenszug mich als letztes irgendwann mal verlässt. Ich stehe noch ziemlich am Anfang meiner Krankheit und befinde mich noch in einer Blase. Dienstag wurde meine linke Brust entsorgt und irgendwie warte ich immer noch darauf aufzuwachen.

    Ich wünsche mir, dass ich irgendwann genau so das Leben genauso genieße und wertschätze, wie du es offensichtlich tust.

    Eigentlich tue ich das auch und zwar schon immer. Ich bin dankbar und glücklich. Trotzdem habe ich viele Gelegenheiten ausgelassen, sei es aus Vernunft oder weil ich dachte, das kann man immer noch machen....

    Was bei dir das Piercing ist, ist bei mir das Tattoo. Ich denke es wird kommen und meine Narbe verschönern.

    Ich hoffe noch viel von dir zu lesen!

    Liebe Grüße,

    SaDe

  • Liebe Peppermint,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Es ist gut, dass Du Dich hier angemeldet hast, der Austausch wird Dir sicher helfen, klarer zu werden. Allein für das Hinschreiben musst Du Deine Gedanken sortieren, das hilft schon. Ich freue mich über die Lebenskraft, die ich Deinen Zeilen entnehmen kann und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo liebe Peppermint , ich würde dann bitte sehr gerne ein Minz-Schokotäfelchen nehmen:D

    Herzlich Willkommen hier im Forum:hug:

    Leider kann ich Dir nicht wirklich hilfreich antworten. Ich habe keine Kinder und wollte auch nie welche. Von daher kann ich mich schwer reinversetzen, obs das Risiko wirklich wert ist. Vor allem, wenn man schon 2 Mäuse hat:hug:

    Aber ich denke Du wirst hier viel hilfreichen Input bekommen:thumbup:

  • Hallo liebe Pfeffermint,


    herzlich Willkommen bei uns im Forum,


    Schön das du die Therapie so gut bisher geschafft hast.
    Eine Minz Schokolade nehme ich natürlich auch sehr gerne mmmh.

    Einerseits verstehe ich deinen Wunsch, habe selber zwei Kinder und bin darüber dankbar,

    aber hätte gerne mehr gehabt. Dann haben viele hier bei uns Im Dorf das dritte Kind bekommen als ich Chemotherapie hatte 😤 das hat mich schon getriggert.

    Dennoch müssen wir manchmal auch an die Vernunft appellieren, ich möchte für meine Kinder da sein und daher kein zusätzliches Risiko eingehen. Und ich merke jetzt noch 1,5 Jahren dass ich immer noch weniger Kraft und schlechterer Nerven habe, was auch nicht förderlich ist
    Die Ängste deine Angehörigen und deines Onkologen sind nicht unbegründet. Obwohl ich nie davon geredet habe noch ein drittes Kind zu Wollen, war es meiner Schwiegermutter ein wichtigstes Anliegen, mir zu sagen dass eine weitere Schwangerschaft hoffentlich nicht mein Ziel wäre. eben auch weil sie Angst um mich hat.
    Ich hoffe sehr, dass du für Dich eine gute Entscheidung triffst und damit auch gut klar kommst.
    freue mich über den Austausch!


    Liebe Grüße Josephin

    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und bleibe für immer bei meinem Gott!

  • Liebe Peppermint,


    einen Kinderwunsch kann ich bei jeder Frau nachvollziehen! Er war bei mir auch sehr ausgeprägt. Aber ich habe statt meiner gewünschten 2 auch nur eins wegen meines Mannes bekommen (er hatte schon zwei).

    Bei meiner Erstdiagnose Mamma Ca war mein Sohn 8 Jahre alt. Mein Rezidivrisiko war erhöht. Nach 4,5 Jahren war ich mir sicher, dass ich kein Rezidiv bekomme. Und dann kam der Schock: Metastasen in der Lunge und Lymphknoten.

    Nun ist mein Sohn 14 und der stärkste Antrieb zu kämpfen! Aber die Angst ihn zu früh "im Stich" zu lassen, kostet mich viele schlaflose Nächte.


    Daher verstehe ich die Bedenken deines Umfeldes auch. Aber ich finde du und dein Mann müssen das entscheiden! Aber fairerweise solltest du dir überlegen was passiert, wenn du in der Schwangerschaft oder in den Jahren danach wieder an Krebs erkrankst. Gerade wenn der Tumor hormonsensitiv ist!! Kannst du das aushalten, kann dein Mann das leisten?? Wer zieht im Zweifelsfall 3 Kinder ohne Mutter groß, wenn es ganz dumm läuft??

    Und wenn es ein Kind sein soll, vielleicht gibt es die Möglichkeit ein Pflegekind zu nehmen!? Oder ein anderes Kind zu betreuen, wenn du so kinderlieb bist. Ist natürlich etwas anderes, aber vielleicht eine Überlegung wert.

    Abgesehen davon weiß man ja nach der Therapie ja nicht, ob das mit Schwangerschaft nochmal klappt...


    Ich bin echt ein Fan von Optimismus, aber ich denke die Fragen sollten guten Gewissens vorher beantwortet sein.Und ich denke die Großeltern kann man auch nicht "verpflichten" nochmal Kinder groß zu ziehen, zumal sie ja auch nicht mehr die Jüngsten und 3 Kinder schon eine echte Herausforderung sind!


    Ich wünsche dir/euch eine gute Entscheidung und natürlich gute Gesundheit!!

  • Hallo Peppermint und alle anderen,


    es ist leider in vielen Köpfen noch drin, dass eine Schwangerschaft nach hormonabhängigen Krebs ein Risiko wäre 🤨😒. Das ist aber totaler Quatsch und wurde durch Studien schon längst wiederlegt. Leider habe ich selbst auch die Erfahrung machen müssen, dass Gynäkologen nicht gut informiert sind. Wenn du möchtest, kann ich dir gerne weitere Infos dazu schicken.


    Viele Grüße

    Anna

  • Liebe Peppermint

    ein lliebes willkommen in diesem guten Forum.

    Es freut mich, daß du so gut durch diese Zeit gekommen bist.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch, den du sicher haben wirst.

    Also, offen gesagt, generell kann ich es schon verstehen, daß du trotz deiner zwei Kleinen noch über ein 3.Kind nachdenkst.

    Für mich war immer klar, ich möchte keine ungerade Zahl und habe deshalb nur selber 2 Kinder (26 und 23 Jahre).

    Allerdings würde ich persönlich, nach so einer Erkrankung und mit 40 kein weiteres Kind mehr wollen, sondern eher mein jetziges Leben noch mehr genießen und natürlich soweit machbar viel mehr nach mir schauen.

    Aber jeder muss sich in seinem Leben selbst entscheiden, welchen Weg er einschlägt.

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, ich war nicht zu "offen",

    lG 18-09-Sonnenschein

  • Ich sehe gerade, dass mein Zitat aus dem Artikel gelöscht wurde.


    Also sinngemäß steht drin, dass eine Schwangerschaft nach Mammacarcinom die Prognose nicht verschlechtert. Es gibt sogar Hinweise, dass eine Schwangerschaft/Geburt ein gutes Zeichen für eine gute Prognose ist.


    Liebe Debo30 , wie gut kennen wir alle hier die großen Ängste, die mit der Diagnose Mammacarcinom verbunden sind - und oft auch lange bestehen bleiben.


    Trotzdem gibt es auch viele Frauen mit Mammacarcinom, die aufgrund ihrer Tumorbiologie/Zelleigenschaften eine sehr gute Prognose haben. Bei pos. Hormonrezeptoren und niedrigem ki67 (und das scheint bei Peppermint der Fall zu sein) kann man mittels des Onkotype DX Tests berechnen, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv in den nächsten 10 Jahren bei 1-2 Prozent liegt - diese Frauen gelten also nach OP und Bestrahlung quasi als geheilt. In diesem Fall - so finde ich - darf man auch beruhigt in die Zukunft blicken und neue Pläne schmieden.


    Viele Grüße!

  • Dankeschön für die liebe Begrüßung an euch alle und danke für euren Input.


    Danke vor allem an Philosophin, der Artikel liest sich gut und lässt mich durch mein 2. Jahr ATH kommen. Mein Kinderwunsch ist ambivalent, denn ich würde keinerlei Risiken eingehen, ich mag nur keine Pauschalratschläge, denn auch ein Ratschlag ist ein Schlag. Und ich habe einen wunderbaren Onkologen für mich gefunden, der mir auch von der Chemo abriet, bei mir wurde Endopredict gemacht zu Studienzwecken, aber mir war das Risiko mein Immunsystem zu schwächen gegen einen benefit von 6% zu 94% zu arg. Er hat mir aber eben auch die ATH ermöglicht die ich für mich viel besser fand als Tamox. Ich kann für mich besser mit der Vorstellung leben den verbliebenen Zellen das Benzin komplett abzudrehen. Ich will einfach selbst entscheiden, auch dass ich kein 3. Kind will obwohl ich könnte.
    Ich weiß, dass ich hier im Forum auf hohem Niveau jammere, deswegen habe ich mich auch lange nicht angemeldet. Ich habe sehr viel Glück gehabt in meinem Pech. Das weiß ich auch zu schätzen. Danke fürs lesen.

  • Liebe Peppermint ,


    da scheinst Du wirklich bei einem guten Onkologen gelandet zu sein, der nicht nur die Dollarscheine sieht, wenn der nächste Pat ins Sprechzimmer kommt... Kenne leider auch einige Mamma-Ca Pat. , denen bei einem Chemotherapie-Benefit von2% eine Chemotherapie "zur Sicherheit" angeboten wurde. -> Finde ich nicht gut, da gerade EC ja auch das Risiko für Zweitmalignome erhöht (Knochenmarkserkrankungen, Leukämie, Blasenkrebs...). Von allen anderen Langzeit-NW und Schäden mal ganz abgesehen.


    Ich hätte mich definitiv bei einem Benefit von 6% ebenso gegen eine Chemotherapie entschieden. Wäre am liebsten 4 Wochen nach der OP wieder arbeiten gegangen. Aber ich habe leider eine andere Prognose.


    Ich wünsche Dir alles Gute!

  • Liebe Philosophin,


    ich habe ein wenig nachgelesen bei dir, ich würde auch auf jeden Fall eine Chemo machen wenn sie nicht nur ein paar versprengte Zellen die eh mit diesem KI kaum zu treffen sind finden soll.

    Das was deine Tochter sagte würde wohl so sein, sie haben sich zu 4. Aber ich bin mir sicher du kannst noch ganz viel von deinen Kindern miterleben. Du wirkst sehr stark!!!



    liebe @AnnaMaus84

    Gerne würde ich Studien etc. sehen.


    Mein Onko, auf den ich sehr viel halte und viel Forschung macht, meinte aber eben, dass bei jedem Rückbau der Brüste nach einer Schwangerschaft carzinogene Zellen entstehen und dass eben da die Gefahr liegt.
    ach, ich krieg Kopfkrampf, das ist auch nicht gut.
    Es muss jetzt eh erstmal Aug 2021 werden...


    Danke für eure Aufmerksamkeit! <3

  • Liebe Peppermint,


    Das ist schön, dass du zu deinem Onkologen großes Vertrauen hast, aber dennoch ist der Stand der Forschung ein anderer. Ich habe mich sehr viel mit dem Thema befasst. Ich habe hier im Forum Frauen kennengelernt, die nach der Chemo Kinder bekommen haben und eine von denen ( flower87) war sogar im Brustzentrum in Heidelberg, um sich eine Meinung zu diesem Thema einzuholen. Und ihr wurde gesagt, dass nichts gegen eine Schwangerschaft einzuwenden ist. Mittlerweile ist sie Mama eines kleinen Mädchens.


    LG

    Anna

  • Liebe Peppermint ,


    vielleicht kannst Du Deinen Onkologen das nächste Mal freundlich fragen, woher er die Information mit den carcinogenen Zellen nach Schwangerschaft hat, lass Dir den Artikel zeigen. Welche gesunde Frau lässt sich denn nach der Schwangerschaft die Brust biopsieren??? Und wieso haben dann nicht Frauen mit vielen Kindern viel häufiger ein Mammacarcinom als Frauen ohne Kinder? Es ist genau andersrum!


    Lass Dir von niemandem Angst machen, die Daten die es zu diesem Thema gibt, sprechen für sich.


    Ich bekomme nächste Woche meine 4. EC, bin froh, dass dieser Teil der CTX dann vorbei ist, es war kein Spaziergang für mich. Für mich als Mama ist die Situation und die Unsicherheit bezüglich der Prognose gerade schwer zu ertragen. Auch wenn es im Moment nur eine statistische Wahrscheinlichkeit ist, muss ich bei dem Gedanken, dass ich die nächsten 5 Jahre vielleicht nicht überlebe schon weinen. Und dabei geht es gar nicht um mich, sondern darum, was es für meine Kinder bedeutet, ohne Mama groß zu werden. Allein der Gedanke daran, ist für mich sehr schwer zu ertragen. Ich glaube, dass das viele Mamas hier kennen. Ich hoffe, dass diese negativen Gedanken irgendwann wieder seltener werden, sie sind ja auch eine Sackgasse und führen ins Nichts.


    Viele Grüße

  • Liebe Peppermint!


    Da nehme ich gern beides, also Minzzuckerl und Minzschokolade bitte!


    Ich hatte (meine Psychoonkologie will, dass ich davon in der Vergangenheit spreche) Magenkrebs und kenne mich mit deshalb mit Brustkrebs überhaupt nicht aus, aber alles was Du schreibst, gefällt mir. Mir gefällt, dass Du jetzt good enough bist. Das versuche ich auch. Dass Du das Ruder in der Hand hältst. Das will ich auch.


    Ich bin auch Mama und hab manchmal auch noch einen Kinderwunsch. Aber bei mir ist es zu spät. Ich kann die Zeit mit meiner Kleinen auch sehr genießen...


    Die Idee mit den Energiesonden gefällt mir auch sehr gut!


    Schön, dass Du uns hier an Deinem Leben teilhaben läßt. Das ist inspirierend!


    Paß gut auf Dich auf und lass es Dir gut gehen!!!

    Keva

  • Liebe Philosophin,


    ich will dich gerne virtuell umarmen! Also fühl dich gedrückt :hug:und ich kann dich soweit verstehen dass ich mich auch immer mehr gefragt habe was wird aus meinen Kindern als was ich verpasse.

    Aber noch bist du da! Das ist -trotz allem- nur eine
    Prognose. Eine entfernte Verwandte, Grosscousine glaub ich, hatte 2001 Brustkrebs und 2007 nochmal, wohl kein Rezidiv (oder?) weil von der Biologie ganz anders. Aber sie lebt jetzt und ist gesund. Ich kenne ihre Prognose nicht, aber es war 2001 und ich weiss sie hat alle möglichen Parallelwege gesucht, lebt vegan etc. Ein Buch was mir selbst sehr geholfen hat ist das Buch „Selbstheilungskräfte“ von Josef Ullrich. Ich finde das „Selbst“ dabei so wichtig. Selbstwirksamkeit ist auch wichtig für mich. Mein Psychoonkologe fand es zB beeindruckend wie pragmatisch-gelassen ich die Coronasituation nehme, es kommt was kommt. Aber ich finde das nach letztem Jahr gar nicht so abwegig, denn ich finde es eher beruhigend wenn der „Feind“ von außen kommt. Ich will die Situation nicht abwerten, es ist schlimm, aber wenn wir einfach alle zusammenhalten machbar. Und letztes Jahr habe ich mich nur allein gefühlt und von meinem Körper verraten. Das war echt komisch. Durch eine Komplikation mit der Drainage und dann noch Streptokokken ( was die OÄ zum Lachen brachte, dass die Hebamme ne Wochenbettinfektion in der Brust hat, ja witzich..... ich habe auch sehr gelacht. Nicht.) hatte ich Probleme bei der Wundheilung. Aber da ich ja Grundbegriffe der Pflege kann, konnte ich mir da auch selbst helfen und mich versorgen und auch dass ich gespürt habe, dass das in der Wunde nicht Teil des Plans ist, war der erste Schritt zur Aussöhnung mit meinem Körper.


    Ich weiß nicht ob dir mein Gelaber hilft Philosophin, aber jetzt sind wir da für unsere Kinder und können sie umarmen und Erinnerungen schaffen und was morgen ist weiß keiner. ❤️



    liebe Keva ich finde die Einstellung deines Psychoonkolgen sehr gut ;-) und danke für die Blumen! <3:hug:

    Bist du aus Ö? Wegen den Zuckerln? Ich bin an der Grenze in der Nähe Simbach aufgewachsen.
    ja ich geniesse die Zeit mit den Kindern auch, obwohl ich Coronabedingt... naja ist wisst schon :S.
    von daher....

    Aber ich habe meinen Plan: am 1.7. nächstes Jahr setze ich die ATH ab, schau ob meine Ovarien aus ihrem Dornröschenschlaf nochmal erwachen, und dann probiere ich es 3 Zyklen oder 6, vllt tut es meinem Körper mal wieder ganz gut ein bisschen Östrogen abzubekommen. Und dann gehe ich brav wieder in meinen 0-Östrogenzustand zurück.

  • Liebe Peppermint ,


    vielen Dank für Deine lieben Worte! Ich glaube, wir Mamas verstehen uns einfach auch ohne Worte...


    Bisher konnte ich auch positiv durch das Leben gehen und auch wenn es mal Probleme oder Rückschläge gab, war ich mir sicher "Alles wird gut". Mit dieser Krankheit bin ich nun zum ersten Mal in meinem Leben an einem Punkt angekommen, an dem ich es eben nicht mehr selbst in der Hand habe, wie es weiter geht, und das ist für mich sehr schwer zu ertragen.


    Ich genieße gerade die Zeit mit meinen Kindern sehr und die schönen Frühlingstage. Dank Corona können die Kinder morgens alle ausschlafen und wir starten stressfrei in den Tag - das war sonst nicht so... Ich empfinde die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern gerade als etwas besonders Wertvolles und freue mich, dass ich das so erleben darf. Ich lebe wieder mehr im "Heute" und bin dankbar, für jeden Tag, der mir geschenkt wird. Natürlich bleibt meine Hoffnung, dass ich auf der positiven Seite der Statistik stehe. Gerne würde ich auch mit unseren Psychoonkologinnen sprechen, aber diese dürfen wegen der unglaublichen Epidemie weiterhin keine Pat. treffen... Schade.


    Liebe Peppermint, Deinen Plan für das nächste Jahr finde ich gut! Und wenn sich nochmal was daran ändert, dann lass es einfach zu!


    Ich wünsche Dir alles Gute!