Peppermint - Darfs ein bisschen Tee sein?

  • Ich notiere in meinem Peppermint-Tagebuch:


    4. Vorsorgeuntersuchung o.B. :cake:
    Es ist immer zittrig davor. Aber der Prof gibt mir recht, dass bei meiner Tumorbiologie der Knoten schon seit 2009 (damals habe ich ein tic-t@c grosses Etwas entdeckt) da sein konnte.
    Spannend, dass heute der 3.6. war und somit der Tag der Langzeitüberlebenden. Ich nehme dies als gutes Omen.
    Das Tr...ntone sitzt wieder ein Weilchen und ich darf probieren ein halbes Letrozol zu nehmen, wegen den Gelenkschmerzen, muss dann aber einen Bluttest machen in 6-8 Wochen ob das Östradiol weiterhin im Keller ist. Meine Hormonsalbe habe ich auch wieder, weiter geht es in die nächste Runde.

    zu dem mit 2009: das ist schon krass, dass ich den schon 2 Schwangerschaften und 2 Langzeitstillzeiten mit mir herumgeschleppt habe.... das macht mich froh, dass er einfach ein kleiner träger Fauli war. Ich hatte ja nur den einen Lymphknoten mit einer Metastase. Und falls irgendwo was klitzeklitzeklitze Kleines versucht was anzustellen verhungert es gerade.


    So. Und jetzt räume ich weiter mein Leben auf und gehe meine Kinder umarmen.


    Bloß dieser Fön ey, ich habe jetzt echt ein IB¥ genommen, hoffentlich geht jetzt das Dröhnen aus meinem Kopf!!



    Grüße von Peppermint und hoffentlich noch ganz viele 3. Junis mit euch!!!! 🌱


    ps: liebe Philosophin wie geht es dir? 🌷

  • Liebe Peppermint ,


    Jetzt seh ich erst, dass ich Dir so lange nicht geantwortet hab.


    Ich freu mich sehr über Dein gutes Ergebnis! Hab selbst KontrollCT am Montag und merke, dass ich nervös werde...


    Ja, ich bin in der Wachau aufgewachsen und lebe schon lang in Wien. Jetzt coronabedingt wieder in der Wachau :-)


    Ich räume auch mein Leben auf und umarme mein Kind. Wunderschön!


    Paß gut auf Dich auf und lass es Dir gut gehen!

    Keva

  • Ah Keva , die Wachau ist so schön! :love:Vor allem jetzt 🍑


    Ich wollte kurz in meinem Tagebuch notieren, dass meine Nebenwirkungen nachlassen durch die Halbierung des Letrozol, habe aber das Gefühl wieder ein wenig zu blühen, was mich ein wenig skeptisch macht ob mein eigenes Östrogen wirklich im Keller bleibt.....

    Ich nehme gegen die Nebenwirkungen meine Trihormonsalbe, die hilft mir sehr nur muss ich was gegen meinen Schnäuzer unternehmen X/

    Gut, wenn das der Preis ist, dass es mir unter Letrozol doch so gut geht ist das vernachlässigbar aber nichtsdestotrotz gehört der nicht zu mir und muss ab.
    Manchmal muss ich echt schlucken, noch 4 Jahre!
    Allerdings feiere ich nachwievor meine Gefühlskohärenz durch die Erkenntnis, dass das 2009 schon der Tumor war. Und ich bin froh nicht damals schon in die Mühle gekommen zu sein. Ich kann das jetzt viel besser tragen als mit 28 ohne Partner, ohne Kinder ohne Rückhalt, nur meine Eltern. Ich fühle mich dadurch wieder ganz und integer.
    Meine Ernährung will ich noch mehr anpassen, wieder weniger Zucker und weniger säuernd. Sehr schwer, was ich dann der Familie alles auftische und mir. :/Aber das muss ich auf jeden Fall justieren und Sportmässig ist es ganz ok, könnte aber wieder mehr in den Wald gehen.


    Sonnenwende war ein wunderbares Erlebnis mit meinem Mann.


    <3

  • Liebe Peppermint !


    Ja, die Wachau ist ein Traum!


    Und meine KontrollCT war ohne Befund. Ich bin aber noch immer sooo müde von der Chemo und wahrscheinlich weil ich auch keinen Magen mehr hab... Aber es wird hoffentlich!


    Alles, alles Liebe! Schön, dass Du eine schöne Sonnenwende hattest! Bei uns hats nur geregnet... wurde auf nächste Woche verschoben.

  • Danke Keva , ich hatte das echt überlesen 8|


    Schön, dass die Kontrolle ohne Befund war.



    Heute war erste Mammographie nach ED.
    Alles gut.

    Das einzige was einen faden Beigeschmack hinterlässt war die Aussage der Radiologin, dass es sehr nah an die Brustwand geht und man da was nicht sieht. Und der Clip ( wusste bis heute nicht dass ich ein Metall(?) im Busen habe verdeckt auch was. Und dass sie mir deswegen ein MRT für 330 Euro empfiehlt. In ihrer Praxis natürlich. Kasse bezahlt nicht. Ich habe dadurch, wenn es nicht „aufgeschrieben“ wird den Verdacht, dass versucht wurde mit meiner Angst Geld zu verdienen. Ich zahle das Geld, wenn ein Verdacht besteht, aber im Verdachtsfall würde ja wohl die Kasse zahlen ?(.

    Und ich bin eigentlich nicht empfindlich aber als auf dem Bildschirm die alten Bilder waren -was ich nicht wusste- habe ich nur gedacht oh fuck schon wieder. Irgendwie war das alles so komisch.
    Aber jetzt feiere ich das OPB und mache mein Yoga.


    Merke immer erst hinterher wie angespannt ich doch war, dass ich erstmal heulen musste.

  • So, 4. und letzte Nachsorge dieses Jahr.
    Die Gefühle sind gemischt.
    Ich habe wohl einen Herd, der ein Hämatom sein kann, aber er weiß es auch nicht und ich soll die Radiologen fragen, aber da war ja alles o.p.b.

    Ja, ich habe vor einigen Tagen einen Schlag auf meine Brust bekommen ( nicht absichtlich hab 2 kleine Söhne...) und es tut ein wenig weh.
    Das ist mir aber erst hinterher eingefallen, die Sprechstundenhilfe befrägt ihn diesbezüglich und ruft mich morgen an.
    Seine Aussage: erstmal Füße still halten und nochmal in 3 Monaten kommen, und die Mammo im Mai reicht auch aus. Oder das MRT in Ludwigshafen. Es ist aber nicht die Brustwand, die ihn nervt, sondern der Herd ist wohl an der Stelle wo das Loch ist, ist auch genauso groß wie der ehemalige Tumor. Der Schallschatten ist auch nicht MammaCA typisch.

    Joa, und jetzt? Füße still halten? Das wird krass.


    Es ist eher eine Re-Traumatisierung.
    Es ist öfter ein Serom oder Hämatom in dem „Loch“ ( meine Brüste sind sehr klein, da fällt nichts drumrum oder so) ich spüre richtig wie es gurgelt bei der Lympfdrainage. Die aber Corona dringt seit 2 Monaten wegfällt.


    Tut mir bitte einen Gefallen und haltet euch mit „ich würde ja sofort zum MRT“ zurück. Ich würde gerne wissen, ob mehr Frauen mit BET und Bestrahlung mit dem Gewebe kämpfen und wie lange das dauert etc.
    Über antworten würde ich mich freuen!!


    Schöne Adventswoche! 🕯🕯🕯

  • Schönen 4. Advent!


    Mein Arzt meint auch, dass es vom Ellenbogenschwinger meines Sohnes kommt. Und außerdem fällt mir seitdem auf, wieviele Stöße ich von meinen Kindern Tag und Nacht abbekomme.

    Diese Herdansammlung ist wie Schrödingers Katze. Sie kann beides sein.
    Und es ist höchst unwahrscheinlich dass es aber was bösartiges ist. Mein Arzt würde mich dann nicht in 3 Monaten kontrollieren ob es weg ist oder wächst.


    Außerdem ist es auch nicht verwunderlich, dass dort drinnen nach eineinhalb Jahren nicht alles wie zuvor ist.

    Nach der OP ist meine Brust angeschwollen auf Dolly Buster Maße, weil die Drainage nicht funktioniert hat. Mit Fieber und Kotzen wurde ich dann am nächsten Tag wieder operiert. Dann wurde ein Granulat statt Drainage eingebaut zusätzlich ein Streptokke der Art B. Waren davor wahrscheinlich noch kurz im KRS einen Damm vernähen. 😒


    Dann wieder eine Schwellung und aus der Schnittwunde lief Serom ab. Ich habe immer Menstruationsbinden getragen. Der Streptokokk vermehrte sich bei besten Bedingungen und das Wundsekret stank nach Kuhstall.

    Das Gute im Schlechten: ich habe in dieser Zeit wieder ein Gefühl für mich bekommen, weil ich mich selbst gut versorgen konnte. Ganz verschlossen war die Brust erst nach 5 Wochen oder so.


    Ach ja den Super-BH vom Sanitätshaus habe ich nicht ausgehalten, denn er war vllt schön eng, aber der hat so in der gesunden Seite in die Achsel geschnitten, dass ich den nie nie nie wieder anziehen werde. Und auch gleich ausgezogen habe.


    Und dann die Bestrahlungen.


    Was diese Erfahrung am Montag gebracht hat: Demut. Und dass ich meine Brust wieder einbeziehe. Nicht nur akzeptiere sondern auch genauso liebe wie die andere Brust, einfach weil sie das alles mitmachen musste. Und trotz allem gut Milch gegeben hat, aber nicht so geliebt wurde wie die andere. Ich massiere meine Narbe mit Immortelle-Öl und schau was das Lympfödem macht, habe ein kleines in der Brust, keins Arm.


    Dankbarkeit.


    Und trotzdem sitzt da der Stachel, aber mit dem arbeite ich aus meiner Yoga-Praxis. Ich kann nichts machen, nur akzeptieren und das richtige für mich tun, nicht vor Angst lähmen lassen, sondern die Zeit bis zur nächsten Untersuchung gut leben.



    Wer bis hierhin gelesen hat: ich wünsche dir eine gesegnete Weihnacht und einen guten Rutsch in ein besseres 2021.