Kethy - rauf gestuft auf Bi-Rads 5

  • Hallo ihr lieben,


    ich habe mich hier neu angemeldet und hoffe, ich bin hier richtig mit meinem Anliegen. Ich bin 39 Jahre alt, glücklich verheiratet, 2 Kinder und in meiner Familie ist Krebs noch nie vorgekommen. Wir sind eher die Fraktion Diabetes und Herzinfarkt. ;) Jetzt habe ich vor 2 Wochen beim eincremen einen Knubbel in der Brust bemerkt. Hab dann am nächsten Tag auch sofort einen Termin bei meiner Gynäkologin bekommen. Sie hat Ultraschall gemacht aber konnte es nicht einordnen und hat mich direkt zur Mammographie geschickt. Dort wurde ich Bi-Rads 4 eingestuft. Meine Gynäkologin hat da gleich einen Termin im Brustzentrum ausgemacht. Dort wurde ich auf Bi-Rads 5 rauf gestuft. Biopsie wurde gleich gemacht und Montag gibt's erst mal das Vorergebnis. Während ich noch überzeugt bin, dass da nix ist, schiebt mein Mann richtig Panik. Muss dazu sagen, seine Mutter ist an Krebs gestorben und alles fing mit Brustkrebs an. Aber ihn aufzubauen strengt mich im Moment schon ein wenig an. Dann frage ich mich: Kann das wirklich so schlimm sein?


    Naja. Jetzt heißt es warten und in meinem Kopf spielen sich schon sämtliche Varianten ab. Ihr kennt das sicher alle ... dieses (gefühlt) ewige warten.


    Danke fürs einfach mal von der Seele schreiben. :*

    Kethy

  • Liebe Kethy

    ein liebes willkommen in diesem guten Forum. Tut mir leid, daß du gerade in dieser Phase der Angst und des wartens bist.

    Ich drücke dir jetzt schon mal feste beide Daumen, daß du keinen BK hast:!::!::!:

    Daß dein Mann jetzt große Angst um Dich hat, ist natürlich mehr als nachvollziehbar, aber auch, daß es für dich gerade anstrengend ist?(.

    Ich hoffe, die nächsten Tage gehen gut und schnell vorbei.

    Vielleicht magst du nächste Woche von dem Ergebnis berichten.

    LG 18-09-Sonnenschein :*

  • Danke 18-09-Sonnenschein! :* Ja da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Er trägt mich so gut es geht auf Händen und ich bin sehr dankbar, dass ich ihn gefunden habe. Abends sagt er meistens: "Du machst mir ganz schön Kummer!" und nimmt mich in seine Arme.


    Werde berichten was rausgekommen ist. Möchte ja wissen, wie es vielleicht bei euch dann weiter ging. :)


    Liebe Grüße

    Kethy

  • Drück dir auch fest die Daumen, dass du ein gutes Ergebnis bekommst. Auf Brustkrebs kann wirklich jeder verzichten. :!:Ich hoffe sehr, dass du nicht zu lange warten musst. Das ist wirklich das Schlimmste.


    Alles Gute dir!


    Lg GIna

  • Liebe Kethy


    Willkommwn hier. Ich habe mich auch erst vor kurzem hier eingefunden nachdem ich einen Knoten bei mir in der Brust gefunden habe. Er wurde mit Bi-Rads 5 eingestuft und später im Brustzentrum auf 6 hochgesetzt. Bei mir ist es ein Triple Negativ und er hat eine Größe von 1,2 cm. Die Zeit des Wartens hat mich wahnsinnig gemacht und zwar die wo ich auf das Ergebnis des CT /MRT warten musste ob er schon gestreut hat oder nicht. Dann ging bei mir eigentlich alles sehr schnell und Montag vor 1 Woche hatte ich meine erste Chemo ( EC). Ich drücke Dir die Daumen das es nichts ist und sende liebe Grüße

    Chimera

  • Liebe Kethy,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ich freue mich, dass Du uns gefunden hast, denn ich habe das Gefühl, dass der Austausch hier Dir gut tut. Ja, die Angehörigen sind ein Kapitel für sich, manchmal hat frau das Gefühl, wir müssten für sie mit stark sein. Aber hier sind wir unter uns und stärken uns gegenseitig den Rücken, bitte fühle Dich verstanden. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Kethy

    Herzlich willkommen hier. Es tut mir sehr leid, dass du dich auch mit Krebs befassen musst. Mit BIRADS 5 solltest du dich innerlich darauf einstellen, dass es Krebs ist. Brustkrebs ist jedoch gut kurativ behandelbar und ich hoffe, dass deine Biopsie eine nicht aggressive Form zeigen wird.

    LG, Viviane

  • Hallo Kethy


    oft leiden die Männer hier schwerer. Es gibt für Männer Selbsthilfegruppen, auch die möglich diese mit Psychoonkologen zu unterstützen.


    Sollte die Panik bei deinem Mann weiterhin überhand nehmen, schaut da rechtzeitig nach Hilfe. Eine Krebserkrankung ist in jeder Familie ein Drama, wenn noch Altlasten beim Partner dazu kommen, kann es zuviel werden.


    ich drück erstmal die Daumen, aber wie Viviane schon sagt, bei Birads5 besteht nur ein kleiner Hoffnungssschimmer, dass die Ärzte falsch liegen. Diese Wartezeit und die anfängliche Diagnose sind ein Hammer für jeden, aber nachdem Therapie feststeht, und es losgeht, geht es besser. Allerdings ist Krebs kein Schnupfen und auch die Therapie kann unter Umständen 1 Jahr dauern.


    LG

  • Ihr seit so lieb! Nochmals danke dafür. <3Eure liebevolle Art tut mir wirklich sehr gut. Ich bin froh, dass ich euch hier gefunden habe. Ihr tut mir gut und gebt mir Mut und Zuversicht. Ich kann nun gut nach vorne schauen - ohne Angst! Dank euch. :*


    Mir ist aufgefallen, dass mein Mann sich gerade vor den Kindern (9 und 10 Jahre) sehr zusammen reißt. Aber auch oft sehr abwesend rüber kommt. Wenn man ihn dann anspricht zuckt er zusammen und fragt nach was man gerade gesagt hat. Auf Nachfrage kommt nur "Nee, alles gut. Hab nur über was nachgedacht." Mir grault es schon irgendwie davor es der ganzen Familie zu sagen. Im Moment weiß es nur mein Mann und meine beste Freundin. Mein Plan war, dass ich dann am Montag um die Ecke komme und allen sagen kann "Ätsch, da is nix, wusste ich doch gleich." Aber ich weiß schon. Wer einmal plant muss zweimal planen.

    Meine Schwestern haben auch beide ihr Päckchen zu tragen. Die eine mit Diabetes und die andere hat Rheuma. Schwer wird meine Ma, sie vergisst in letzter Zeit viel und haut fast alles durcheinander. Leider wohnen sie auch mit 500 km Recht weit weg, so dass ich nicht mal eben zum Kaffee trinken vorbei kommen kann. Aber wenn, dann wäre mein Plan: vorbei fahren, ein paar Tage bleiben und es ansprechen. Also nicht per Telefon oder WhatsApp.


    Wenn ich das fragen darf. Wie habt ihr es euren Familien gesagt? Und wie haben diese reagiert?


    Liebe Grüße

    Kethy

  • Hallo Kethy

    Ich habe erst mit meiner Stiefmutter vorsichtig besprochen, was mit mir passiert und sie hat es meinem 82 Jahre alten Papi schonend beigebracht. Schlimm war, daß ich mir Vorwürfe machen lassen musste, ich sei selbst Schuld an Leukämie erkrankt zu sein...wegen meines Lebenswandels...ok...ich bin dick seit ich nicht mehr rauche....aber ansonsten gibt es an meiner ...sehr glücklichen ...Lebensweise nix auszusetzen. Worauf ich hinaus will...beim sich outen kommen unerwartete Reaktionen...

  • Liebe Kethy ,

    das ist eine echt schwere Zeit und Situation für die ganze Familie. Lese ich das richtig, dass Deine Kids noch nichts wissen? Das wird auch noch mal schwer, es Ihnen behutsam zu erklären.

    Meine 3 sind erwachsen, meine 2Töchter haben selbst schon je 2 Kinder und auch sie waren total geschockt und haben zu kämpfen mit meiner BK-Diagnose.

    Da mein Krebs mit ziemlicher Sicherheit genetisch bedingt ist ( Testung am 16.6.) , machen sich meine Kids natürlich viele Gedanken, was dann auf sie zukommt.

    Ich bin auch zu meiner Mutter (91) gefahren und habe es ihr persönlich gesagt, aber erst als alle Untersuchungen rum waren und die Diagnose feststand.

    Sie selber hatte bereits 2x BK und 2x Darmkrebs und hat sich tapfer durchgekämpft....hatte aber nie Chemo oder Bestrahlungen, da sie immer die Radikal-OP gemacht hat.

    Ihre Reaktion war typisch für sie, auch wenn ich es mir einmal anders gewünscht hätte:

    " Ach herrjeh, was muss ich denn noch alles ertragen, wie kannst Du mir das nur antun?"

    Ich wünsche Dir ganz empathische, einfühlsame Reaktionen und ganz viel Unterstützung von Deiner Familie.

    Grüssle Mimi61

  • Liebe Kethy

    schön zu wissen, daß wir dir vorab schon mal gut getan :)haben

    Das schlimmste für mich war, es meinen Kindern zu sagen. Habe den Knoten Anfang Dez. 2019 ertastet, die Bestätigung hatte ich am 23.12.

    Weihnachten war kein Familienfest, da meine Tochter dieses Jahr mit ihrem Freund und seiner Familie in Berlin gefeiert haben, sie selber studieren in Bamberg. Mein Sohn, 23, wohnt zwar auch in F, aber er hat über Weihnachten gearbeitet. Ich selber habe bis Ende Januar noch voll und viel gearbeitet. Mitte Januar habe ich es meinem Mann gesagt, der natürlich geschockt war. Und noch Ende Dezember meiner Schwester und dann meiner anderen Schwester in Italien. Meinem Sohn habe ich es erst am 8.2 gesagt, es war ein Gespräch bei mir zu Hause und wir waren zu zweit. Es war ein sehr gutes Gespräch und ich denke er kommt damit klar.

    Meiner Tochter habe ich es dann 4 Wochen später am Telefon gesagt. Natürlich war das nicht einfach?(und es flossen auch Tränen. Es ihr am Telefon sagen zu müssen war einfach nicht schön. Aber sie hat es bis jetzt auch gut verkraftet. Habe es dann meinen besten und ein paar Freundinnen gesagt. Alle Bekannte wissen es aber nicht, das entscheide ich wann ich es sagen werde.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Liebe Kethy


    Wir haben entschieden, dass ich es meiner Seite der Familie sage, und mein Mann entscheidet selbst, ob und wann er es seiner Seite der Familie sagt. In meiner Familie erzählen wir uns schonungslos schon seit immer alle Probleme, alle in meiner Familie sind wie Felsen in der Brandung, keiner bricht zusammen bei schwierigen Situationen. Bei meinem Mann ist es so, dass sie sich nicht alle Probleme erzählen und so dauerte es eine Zeit bis er sich entschliessen konnte, seine Eltern sind um die 90 und wissen nur die halbe Wahrheit, seine Schwester die ganze Wahrheit.


    Den Kindern habe ich sofort und immer die ganze Wahrheit gesagt, ich könnte sie nie anlügen. Das hat eine Bekannte von mir gemacht, sie hatte Metastasen und 4 Jahre lang wusste ihr Sohn nicht Bescheid, sie haben es ihm erst 6 Mo vor ihrem Tod gesagt. Ich war immer grundehrlich zu unseren Kindern und könnte das so nicht handhaben, aber jeder ist anders und ich urteile nicht. Das sind sehr persönliche Entscheidungen.


    Alles Liebe,

    Viviane