Hautmetastasen

  • Hallo ihr Lieben,


    bin jetzt zum zweiten Mal in zwei Jahren in Behandlung wegen Brustkrebs. Hatte vor der zweiten Erkrankung eine Mastektomie mit sofortigem Wiederaufbau mit Silikon und Stratice. Wundheilungsstörung mit Nekrosen (Hautöffnungen) haben leider dazu geführt, dass ich beide Seiten wieder entfernen lassen musste. Vielleicht zum Glück, denn so habe ich das Lokalrezidiv mit Hautmetastasen gleich entdeckt. Ich bin 30 Jahre alt. Es wurde großflächig operiert, allerdings konnte nicht alles vollständig entfernt werden. Zwischen den Rippen könnte noch etwas sein, dass könne man wohl nicht sicher sagen. Bin jetzt bald mit der Chemotherapie fertig. Mir geht es körperlich sehr gut und auch psychisch habe ich wenig schlechte Momente. Allerdings: Ein Arzt sagte, eine Heilung ist nicht möglich. Ich hätte ja schließlich keinen Schnupfen, der Krebs würde immer wieder kommen, es wäre nur eine Frage wie lange die Zeit zwischen den Chemotherapien wäre.
    Gibt es jemanden in ähnlicher Situation, der das ein wenig positiver schildern kann? Und vor allem bei dem dies vielleicht schon eine Weile zurück liegt.
    Ich würde mich freuen. Liebe Grüße Janosch

  • ich bin betroffen von deiner Schilderung: der Arzt ist ein ungehobelter Klotz X( . Ich bin zwar nicht in einer ähnlichen Situation wie du..., aber anderseits ist Heilung und Krebs immer ein schwieriges Thema... gibt viel zu viele Theorien dazu.
    Aber weißt du was? Das Leben sch... auf die Theorien, das Leben ist EINMALIG und UNVORHERSEHBAR, egal was Doktor von, zu und über sagt! Sicher kannst du an deinem Krebs sterben, aber vielleicht auch nicht. Es gibt so viele Variable: es können neue Therapien gegen Krebs entdeckt werden oder vielleicht machst du in deinem Leben unbewußt etwas, dass deinen Krebs den Garaus macht oder dein Krebs hat einfach keine Motivation wiederzukommen oder sich weiter zu verbreiten... Du lebst jetzt und es geht dir gut, genieß es und lass dich von keinem Schwarzmaler die Laune verderben, die Zukunft birgt noch "alle" Möglichkeiten. Es geht dir gut, DAS ist toll, DAS hat Bedeutung, warum sollte das nicht lang, lang und lang anhalten?


    Alles Liebe und ZUVERSICHT,
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • ;) Es freut mich,dass es Dir trotz allem so gut geht. Lass Dir von diesen Ärzten nichts einreden. Mach , was Dir Spass macht,das gibt Dir weiteren Halt. Ich wünsche Dir viel Kraft , Zuversicht und alles Gute für die weitere Behandlung. Viele Grüsse von alesigmai52

  • Hey Janosch,


    man ey, bei dem Satz deines Arztes rollen sich mir echt die Zehennägel hoch. Manchmal frage ich mich, ob gewisse Ärzte ihre Menschlichkeit an der Praxistür an die Wand hängen. Hat er dir etwas dazu gesagt, wie er das meinte? Sprach er von Krebs allgemein? Deiner Situation im speziellen? Natürlich ist Krebs kein Schnupfen. Haha. Danke, Herr Doktor, hatte ich noch nicht gemerkt. Aber ich habe vor allem hier im Forum und mittlerweile auch von den vielen Frauen in der Therapie erfahren, dass man ihn bekämpfen und trotzdem ein schönes Leben haben kann. So sieht das nähmlich aus.


    Huuuu, jetzt brauche ich einen Beruhigungstee ;)


    Ich sende dir ganz viel Energie!

  • Hi Janosch,


    deine Zeilen drücken deine positive Einstellung sehr deutlich aus und die solltest du dir auch nicht von so einem Ausspruch von einem Arzt nehmen lassen.
    Wie Sonja schon geschrieben hat, es ist sehr schön zu lesen, das es dir trotzallem soweit gut geht und das zählt ungemein. Geniese das Leben, lass dich nicht einschüchtern.

  • Lass dich nicht unterkriegen!!! Es ist toll, dass du trotz allem so positiv denkst und gut drauf bist. Und wie Wölfin geschrieben hat, es gibt ja auch noch viel bessere Möglichkeiten -) Leider fiel dies diesem seltsamen Arzt nicht ein...

  • Hallo Janosch!


    Lass Dich auf keinen Fall unterkriegen, egal, was Ärzte sagen.
    Lebe Du Dein Leben, wie es Dir gefällt.
    Ich habe zwar keine Metastasen, weiß aber ,
    dass meine entfernten Lymphknoten befallen waren.
    Es ist aber nicht auszuschließen,
    dass da irgendwo in meinem Körper etwas herumschwimmt,
    was wiederum Krebs auslösen kann, muss aber nicht.


    Lass Dich mal umarmen!


    Reigenlilie

  • Hallo Janosch,


    leider kann ich dir dazu nichts positives erzählen, aber ich hatte mal gelesen das es , wenn kein anderes Organ betroffen ist, eine gute Prognose hat.


    Ich bin im Januar operiert worden und man hat an der Ablationarbe mehrere Hautmetastasen festgestellt, die jetzt bestrahlt werden und hofft das sie weggehen, meine konnte man nicht im gesunden entfernen. Im April habe ich einen Hautarzt Termin und wollte mich mal schlau machen und hören was sie dazu sagt und was man machen kann.


    Ich war ganz schön schockiert, da es jetzt die 4 Metastasenart ist und ich zuvor noch nie etwas von Hautmetas gehört hatte.


    Ich drück dir die Daumen


    Michi

  • Hallo an alle,


    ich habe jetzt schon öters etwas über das Auftreten von Hautmetastasen gelesen. Über Hautmetastasen habe ich mir bisher noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Anscheinend ist das aber gar nicht mal so selten. Wie sehen Hautmetastasen denn aus? Wie merkt man das überhaupt?
    Wer kann hier seine Erfahrungen mitteilen?


    Lg Paula

  • Liebe Paula,
    1 x im Jahr lasse ich meine Muttermale beim Hautarzt kontrollieren. Da ich leider sehr viele davon habe (laut Hautarzt alles "Sonnenschäden") macht das Sinn. Er speichert alles im Computer und kann so Veränderungen vergleichen. Leider ist das mal wieder keine Kassenleistung...
    Der Hautarzt sagt das reicht zur "Vorsorge" völlig aus.
    Ganz liebe Grüße :hug:
    Lisa

  • Hautmetastasen sieht oder fühlt man als harte , derbe Knoten. Sie können an der OP- Narbe , in der Umgebung der OP Narbe, aber auch an anderen Stellen( selten) sein. Sie sind meist nicht schmerzhaft , werden aber mit der Zeit immer grösser. Andere Hautveränderungen wachsen nur ganz langsam, Hautmetastasen wachsen jedoch schneller.
    In manchen Fällen ist die Haut rötlich- bläulich verfärbt. Man sieht sie als
    Hubbel auf der Haut oder es bilden sich offene Stellen, die nicht abheilen wollen.
    Man kann durch blossen Blick auf diese Stellen nie sicher sagen, ob es sich um Hautmetastasen handelt , erfahrene Ärzte vielleich schon , aber meistens müsste doch eine PE aus dieser Stelle genommen werden und untersucht werden.
    Also , wenn man eine Veränderung an der Narbe oder sonstwo auf der Haut bemerkt , die vorher nicht da war und auch wenn man sich unsicher fühlt, dann ab zum Arzt . Lieber einmal zuviel als zu wenig.
    Ich habe zwar keine eigenen Erfahrungen mit Hautmetastasen, kenne sie aber von meiner beruflichen Tätigkeit im Brustzentrum.
    Aber so extrem oft kommt das aber nicht vor.


    Wie Lisa schon schreibt , zum Hautarzt gehe ich wegen meiner vielen Muttermale auch 1x im Jahr. Nur leider muss ich das dann jedes zweite Jahr selbst bezahlen und jedes zweite Jahr übernimmt das die Krankenkasse.
    LG alesigmai52

  • Liebe Paula,
    Alesigmai hat schon gut erklärt, wie Hautmetastasen nach BK aussehen. Sie kommen eher selten vor. Metas nach Brustkrebs bilden sich häufiger in den Knochen, in der Lunge und der Leber. Also ich würde mir da jetzt ohne Anlass zu erst einmal KEINE Sorgen machen. Sollten wir als ehemalige Brustkrebspatientinnen aber irgendwelche Hautveränderungen über einen längeren Zeitraum beobachten, so müsste unser FA unbedingt draufschauen. Eine Gewebeprobe der betroffenen Haut zu entnehmen und dann zur pathologischen Untersuchung einzuschicken, wäre dann sinnvoll. Meines Wissens kann mit dieser Hautexzision überprüft werden, ob es sich um eine chronische Strahlendermatitis, ein Lokalrezidiv, um eine Hautmetastase oder um ein anderes Problem handelt. Auf jeden Fall sollten wir bei Weiterbestehen der Hautveränderung nicht locker lassen und diese auch selbst beobachten.
    Der Tipp mit dem alljährlichen Besuch beim Hautarzt ist gut, dient aber eher der Hautkrebsvorsorge, der ja eine andere Krebsart ist und nichts mit der Metastasierung bei BK zu tun hat.
    Liebe Grüße von
    Angie :)

  • Hallo liebe Paula :P


    ich möchte alesigmai52 und Angie Aussage nur nochmal unterstreichen!
    Hautmetastasen kommen wirklich recht selten vor!!!
    Wenn du einmal eine Veränderung der Haut im Brustkorbbereich feststellen solltest, dann lass es abklären.
    Wie alesigmai52 schon schreibt…lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Hallo Paula,


    ich habe dieses Jahr im Juni 2015 an meiner rechten durch Eigengewebe Aufgebauten Brust 2 knubbel entdeckt, dachte mir erstmal nichts dabei und habe es beim Onkologen erwähnt. Er meinte es müsse beobachtet werden.
    Sie tun nicht weh. du spürst, tastest es nur wenn du dich abtastet, und selber weisst dass sie vorher nicht da waren.
    Im August 2015 wurde eine PE vorgenommen, die pathologische Untersuchung hat dann Bestätigt dass es sich um Hautmetastasen handelt mit dem selben Kennzeichnung von meinem Brustkrebs.
    Hier ist erstmal nichts weiter unternommen worden da ich im September 2015 auch mit der Aromatasehemmer Therapie begonnen habe, die Knubbel sind an dieser Stelle auch flacher geworden.
    Heute habe ich bemerkt dass ich 2 neue Knubbel in der nähe der Narbe habe und muss diese auch abklären lassen.
    Da ich diese Woche eh beim Chirugen einen Termin habe versuche ich es da abklären zuslassen.


    alesigmai52 hat es sehr gut beschrieben alle Achtung.


    Hast du den Welche Paula?


    Grüße Nicky

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Hallo Nicky,
    es tut mir Leid, dass du nun schon wieder Hautveränderungen festgestellt hast.
    Aus meiner Zeit in der sehr engmaschigen Nachsorge nach meinem Angiosarkom weiß ich, wie belastend und nervenzerreibend es ist, nach der PE auf das Ergebnis zu warten. Ich wünsche mir für dich, dass da nichts ist.
    Ich habe gelesen, dass es für die Behandlung von Hautmetas eine sogenannte Elektrochemotherapie gibt. Dabei wird die Chemo nur auf die betroffene Hautstelle gegeben, anstatt einer "Ganzkörperchemo" . Das würde auch bei mir im Falle eines Angiosarkomrezidivs auf der Haut in Frage kommen. Die mich behandelnde Hautklinik hat hiermit schon gute Erfahrungen gemacht.
    Liebe Grüße von
    Angie

  • Hallo angie f,


    danke für die Info. Ich warte den Chirurgen ab, dann seh ich weiter. Die 2 neuen Knubbel bringen mich jetzt nicht aus der Fassung. Obwohl es so langsam reicht mit dem ganzen Kram


    Liebe Grüße

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Vielen Dank für Eure Antworten.....


    Nicky: Ich habe einen kleinen Fleck auf der Haut. Nach Euren Schilderungen glaube ich aber nicht, dass es eine Hautmetastase ist.
    Seit meiner Erkrankung bin ich oft verunsichert. Jede kleine Veränderung wird kritisch beäugt und hinfragt; aber man will ja nicht wegen jeder Kleinigkeit immer zum Arzt rennen. Trotzdem ist die Angst da, es könnte wieder etwas sein....


    Lg Paula

  • ... du rennst nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt. Aber, wenn DU dir Sorgen machst, ist der einzige der Entwarnung geben kann, DEIN Arzt! :thumbup: Nur so kannst du dein "Gedankenkarussel" abstellen. Wir haben das Recht Veränderungen, die wir an unserem Körper beobachten abklären zu lassen. Also, nur Mut! Wie Ika so schön schrieb "Lieber einmal mehr zum Arzt ...!"
    Liebe Grüße
    Angie :)

  • Liebe Paula,


    geh nur und kläre die Stelle ab. Ich hatte dieses Jahr, auch ein Muttermal was seltsam aussah. Meine Hautärztin, fand es auch nicht gut und wir haben es entfernt.
    Es war ein sogenanntes unruhiges Muttermal , das heißt es war war nicht bösartig, wäre es aber irgendwann geworden.Es ist schon das 2te dieser Art was ich
    habe entfernen lassen.
    Lass einfach einen Hautarzt die Stelle ansehen, danach fühlst du dich besser. :hug:


    Lieber Gruß


    Fidi

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Liebe Paula :hug:


    heute machst du einen Termin bei deinem Arzt und zeigst ihm den kleinen Fleck. Auch kannst du dir einen Termin
    beim Hautarzt zum Hautscreening einholen, dann schaut er sich einmal alles an!
    Du, wir rennen nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt. Wie Angie und Fidi schon schrieb, wir beäugen uns kritisch
    seit der Diagnose und unser Gedankenkarussel können wir nur abstellen, wenn wir abklären lassen, was uns beunruhigt.
    Wir sind alle, seit der Diagnose, sensibler und aufmerksamer geworden……


    Also nur Mut! :hug:


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup: