Sachertorte - Gebärmutterhals

  • Hallo,


    Vorab: Ich habe viele Einträge hier gelesen, und bin beeindruckt von so vielen starken Menschen!


    Ich fühle mich jetzt ja wie ein Sensibelchen hier meine "Sorgen" zu teilen aber ich wüsste nicht, wo ich sonst Menschen mit Erfahrungen finden würde.


    Ich habe seit über 15 Jahren eine Zyste rechts am Eierstock, die seit 15 Jahren immer etwas wächst. Mir aber nie Probleme gemacht hat (nur Schmerzen bei gewissen Bauch-Übungen) mir wurde einige male geraten sie zu entfernen aufgrund der Größe und Dauer, was ich aber nicht wollte, weil ich mir dachte "wozu, tut nicht weh" und weil mich die Diskusion genervt hat, war ich einige Jahre nicht beim Gyn.

    Letztes Jahr ging ich endlich einmal wieder, weil das schlechte Gewissen gesiegt hat und dann fing es an.

    2 wochen nach meinem Termin, Brief im Kasten mit wieder Bestellung. Abstrich auffällig. Ok, nach 3 Monate wieder hin, wieder auffällig. Der Gyn hat auch bei der Untersuchung auffälliges Gewebe gesehen und eine Biopsie entnommen. Beides wieder auffällig, wieder hin und so zog sich das spiel jetzt ein Jahr, bis mein Gyn sagte, er will mich in die Klinik schicken.

    Diese dort wieder Untersuchung, wieder Abstrich und wieder Biopsie. Dann wurde OP Termin fixiert welcher sich durch Corona um 11 Wochen verschoben hatte. Letzte Woche wieder Klinik, wieder Biopsie und wieder Abstrich. Ende der Geschichte, am Montag wird eine Konisation gemacht und mir die Zyste rausgeholt.

    Ich habe nun jedoch 1. Wahnsinnige bedenken, wegen der Konisation. Angeblich ist danach das Risiko einer Frühgeburt doppelt so hoch...

    Und 2. Was mache ich, wenn das nicht reicht?

    Ich trage diese Angst jetzt seit 1 Jahr mit mir, aber jetzt, wo ich weiß, dass ich bald schwarz auf weiß sehen werde, was ist, überrollt mich die Angst.


    Ich weiß, es ist unfair von mir zu jammern ohne noch irgendetwas zu wissen und andere Menschen durchstehen hier so tapfer ihre Krankheiten, aber was soll ich sagen... ich habe trotzdem einfach Angst.


    Danke euch

  • Liebe Sachertorte


    herzlich willkommen im Forum. Deine Gedanken sind ganz normal. Gerade das nicht wissen über die genaue Diagnose und das nicht wissen über die Konsequenzen lassen die Gefühle und Gedanken Purzelbäume schlagen.


    Ich drücke dir die Daumen für die Konisation und die Zukunft.


    Liebe Grüße

    Lieselotte

  • Liebe Sachertorte

    ein liebes willkommen in diesem guten Forum. Es tut mir leid, dass du noch so jung in dieser Situation bist😌deine Ängste sind mehr als normal und nein dein Verhalten ist ganz sicher nicht unfair!

    Ich kann dir auf deine Fragen aber nicht antworten, da ich aus der Brustkrebsecke komme. Bin mir aber sicher, dass noch Antworten kommen.

    Wünsche dir alles Gute und dass dich das Thema Krebs nie betreffen wird.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Liebe Sachertorte


    herzlich willkommen hier. Ich weiß, dass es maga-schwierig ist, aber erstmal durchatmen! Panik ist nie ein guter Ratgeber.

    Nach einer Konisation kannst du immer noch schwanger werden, meines Kenntnisstandes nach hast du allenfalls ein leicht erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt. Und deiner Geschichte nach, scheint die Konisation ja jetzt wirklich indiziert. Was ist die Alternative: es nicht machen zu lassen, kein erhöhtes Frühgeburt-Risiko und evtl. eine Krebsdiagnose wenn das Baby da ist?

    Sollte die Konisation nicht ausreichen, weil auffälliges Gewebe nicht im Ganzen entfernt werden konnte, ist oftmals eine Re-Konisation oder eine Trachelektomie (Gebärmutterhalsteilentfernung) möglich. Aber davon bist du jetzt erstmal ganz weit entfernt. Vielleicht hilft es, die Konisation und die Eierstock-OP als Chance für eine endgültige, sicher positive Klärung zu sehen. Dafür drücke ich ganz fest die Daumen!!

  • Hallo zusammen, ich hatte gestern eine Schlingenkonisation und war auch sehr beunruhigt. Vor dem Eingriff als solchem hatte ich weniger Bedenken als vor der Tatsache, dass da vielleicht ein nicht wieder zu reparierender Schaden entsteht, der vielleicht eine Frühgeburt zur Folge hätte. Meine Ärztin hat mir das so erklärt, sie entnimmt nur so viel wie nötig, um das gesunde Gewebe zu schonen. Aber so viel wie nötig, um die abnormalen Zellen an der Ausbreitung zu hindern. Daraus ergeben sich zwei mögliche Komplikationen bei einer Schwangerschaft: Die Vernarbung und die Stabilität. Bei der Vernarbung kann es sein, dass sich das Gewebe nicht wie geplant für die Geburt öffnet. Das Baby würde man dann mit einem Kaiserschnitt auf die Welt bringen. Bei der zweiten Variante ist es so, dass das Gewebe Stabilität einbüßt, weil man ein Stück herausgeschnitten hat, und möglicherweise das Gewicht des Babys nicht halten kann, was zu einer Frühgeburt führen kann. Sie meinte in einem solchen Fall würde man das erkennen können und eine Schlinge einsetzen, die dann in der 35. Woche entfernt wird.


    Hoffentlich ist es mit der Konisation getan, dann musst du dir keine weiteren Gedanken machen. Die Risiken sind da in der Schwangerschaft aber man steht ihnen nicht ohne Möglichkeiten gegenüber, das ist einfach gut zu wissen. Alles Gute für dich.

  • ich danke euch für eure Antworten. Ich weiß, dass Angst kein Guter begleitert ist, aber ich kann sie nicht abschalten.

    Sunny day

    Wie ging es dir nach dem Eingriff? Hattest du lange Blutungen/Schmerzen?

    Ich mache auch beruflich viele Gedanken, da ich in meiner Position nicht ausfallen dürfte, ich aber natürlich weiß, dass nach den zwei OPs sicher ein paar Tage Schonung gut wären?


    Danke euch