zuttili - Endometriales Stromasarkom- und nun?

  • Hallo liebe Forumgemeinde. Ich bin neu hier in das Forum gekommen. Schön,dass man sich hier austauschen kann. Mein Name ist Antje,bin 40 Jahre alt. Ich habe am Freitag vor einer Woche die Diagnose: endometriales Stromasarkom erhalten. Dies wurde nach einer Endometriumablation festgestellt. Ich hatte Dauerblutungen und starke Bauchschmerzen, sowie war mein Eisennwert voll im Keller. Diese kleine Op mit Vollnarkose war am 5.6.20. Nun habe ich am 02.07.20 die nächste OP, lapraskopisch, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke raus. Ich habe ziemliche Angst vor allen was noch kommt. Auch wenn es wohl nur ein Low grad ist. Wie seit ihr damit umgegangen,mit der Angst? Lg Antje

  • Liebe zuttili

    ein liebes wilkommen in diesem guten Forum, auch wenn wir uns alle lieber per Zufall in einem Cafe oder sonstwo hätten treffen wollen.

    Tut mir leid, daß es dich auch erwischt hat.

    Ich habe Brustkrebs und seit fast 2 Wochen die Chemo hinter mir. Jetzt folgen OP und Bestrahlung.

    Bis jetzt kam ich, worüber ich sehr dankbar bin, mit dem ganzen Sch... relativ gut klar.

    Natürlich habe ich auch traurige Momente, aber die konnte ich bis jetzt gut meistern.

    Zu deiner Diagnose kann ich also nichts schreiben, aber sicher bekommst du von anderen hier eine Antwort.

    Ich wünsche dir erstmal ganz viel Kraft und einen guten Austausch in diesem Forum.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Liebe zuttili ,


    ich möchte dich auch ganz herzlich hier bei uns willkommen heißen!


    Ich hatte vor 6,5 Jahren ein Leiomyosarkom in der Gebärmutter zwischen Myomen, ein Zufallsbefund bei der Gebärmutterentfernung. Ausser der OP folgte keine Therapie. Nach der Diagnose war ich auch total fertig und hatte Riesenangst und ich kann dir nur vom "nach Sarkomen googlen" abraten, mich hatte das noch extra runtergezogen.

    Da bei dir die nächsten Therapieschritte schon festgelegt sind, kannst du dir ja bei Bedarf später weitere Infos holen, musst du halt abwägen.


    Gegen die Angst halfen mir die Gespräche mit Freundinnen und die nette Aufnahme und das Mut machen hier im Forum, denn es ist sehr hilfreich sich auch mit selbst Betroffenen (eigene Erfahrungen) auszutauschen. Auch die Tipps aus den Angst-Threads haben mir geholfen, es lohnt sich auch da in die älteren Threads mal zu schauen.


    Insgesamt nimmt die Angst mit der Verarbeitung der Diagnose peu a peu ab. In den Intervallen zwischen den Nachsorgen lebe ich mit nur einer leichten Angst, aber der Tag der Nachsorge, z.B. morgen, ist nach wie vor sehr angstbesetzt, da hilft dann nur: Augen zu und durch.


    Dass du nur ein Low Grade hast, ist schon einmal sehr gut, da hast du gute Chancen, dass du da mit einem blauen Auge davon kommst und nach der OP und Bestrahlung alles in Ordnung ist. Für deine OP wünsche ich dir alles Gute :thumbup:!


    Liebe Grüße und Zuversicht

    sendet

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo zuttili , auch von mir ein willkommen bei den Sarkomis!

    Ich habe die gleiche Diagnose und wurde im September letzten Jahres operiert. Wichtig ist, dass Du Dich in ein richtiges Sarkomzentrum begibst. Da gibt es Unterschiede. Ich gehe davon aus, dass Du nicht in einem Sarkomzentrum operiert wirst, denn die würden einen großen Bauchschnitt machen! Das solltest Du dringend überdenken! Ich hattte Glück, dass mein Professor (OP war in keinem Sarkomzentrum, da das ein Zufallsbefund war), auf den großen Schnitt bestanden hat. Ich wollte nämlich auch laperoskopisch operiert werden. Wäre das gemacht worden, dann hätte ich nicht so ein großes Glück gehabt.

    Ich gehe nicht davon aus, dass Du nach der OP Bestrahlungen erhälst. Bei einem hormonabhängigen Tumor erhälst Du Aromatasehemmer, damit nichts mehr wächst.

    Zum Thema Angst hat Dir Wölfin schon geschrieben.

    LG Jojo

  • Liebe zuttili

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich komme aus der BK Ecke, aber durch das viele lesen hier im Forum, hatte ich sofort den gleichen Gedanken wie Jojo2019 , dass das vielleicht nicht Laparoskopisch operiert werden sollte. Ich selbst, hatte eine Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke über Laparoskopie wg.einer Zyste. War zum Glück alles gutartig, die Zyste ist während der Entfernung geplatzt, gar nicht auszudenken was passiert wäre wenn das bösartig gewesen wäre, mein ganzer Bauchraum musste gespült werden. Deshalb ist die OP mit großen Bauchschnitt vorzuziehen. Du solltest nochmal mit deinem operierenden Arzt darüber sprechen.

    Alles gute für Dich.🍀

    L.g.von Amy48

  • Hallo zuttili,


    auch von mir noch ein herzliches Willkommen im Forum der FSH.

    Ich wünsche Dir für die bevorstehende OP alles Gute.

    Ich hoffe, dass der Austausch hier etwas von Deinen Ängsten nimmt.

  • zuttili Herzlich Willkommen wenn auch aus unschönem Anlass. Wenn man schon festgestellt hat, dass es sich um ein Sarkom handelt, empfehle ich die OP von einem Sarkomerfahrenen Operateur machen zu lassen, da man viel falsch machen kann und die richtige OP über den weiteren Werdegang durchaus entscheidet.

  • Liebe zuttili ,


    wie geht es dir, hast du alles gut überstanden? Bei einer lapraskopischen OP müßtest du ja in wenigen Tagen nach Hause kommen?

    Ich wünsche dir gute Wundheilung und dass nun alles in Ordnung ist!

    Ach ja, oben in meinem Beitrag #3 hatte ich das mit Bestrahlung mit jemand anderem verwechselt ;).


    Liebe Grüße und ich hoffe, du meldest dich,

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo ihr Lieben,

    Danke für euren Zuspruch, vor allem dir, Jojo2019 .

    Ok ist gut gelaufen (fast), war laproskopisch und durch Scheide. Leider wurde mein

    Dünndarm angestochen, da er unterm Bauchnabel wohl verwachsen war. Dies wurde neu vernäht.

    Heute wurde die Drainage entfernt, was echt schmerzhaft war. Mittwoch ist Tumorkonferenz und Donnerstag darf ich heim. Was mich zuschaffen macht ist der psychische Aspeckt. Liege mit einer schwangeren Frau im Zimmer. Sie ist 34.Woche. Da dreht sich natürlich alles nur ums Baby. Da wir seit 2003 unerfüllten Kinderwunsch haben, Weine ich viel.

    Das Schreiben strengt mich gerade an, ich melde mich wieder. LG und Danke, schönen Abend wünscht Antje

  • Liebe zuttili (Antje) ,

    ich bin gerne für Dich da, sind wir doch beide von der ungenießbaren Gattung, wenn wir hungrig sind :D. Es ist nicht einfach. Und das mit einer Schwangeren im Zimmer, wenn jemand eine Total-OP hat, zeugt nicht gerade vom Feingefühl. Es kann zwar niemand wissen, dass bei Euch ein unerfüllter Kinderwunsch vorhanden ist, doch sowas macht man einfach nicht. Aber wie ich Dir schon geschrieben habe, hatte ich nach meiner OP ebenfalls eine Schwangere im Zimmer. Manchmal frage ich mich, wie die die Betten verteilen. Ein wenig Mitdenken wäre doch schön. Jetzt heißt es erstmal wieder fit werden. Und das wird noch etwas dauern. Auch die Hormonumstellung wirst Du irgendwann merken. Doch das dauert noch ein wenig.

    Bezüglich des Kinderwunsches gibt es noch einige Optionen, wenn auch nicht die eines leiblichen Kindes. Doch das ist erstmal zweitrangig. Erstmal erholen, fit werden und nächste Woche das Ergebnis erfahren. Ich bin zuversichtlich und dann schmeissen die Dich eh raus. Ich weiß wie das geht, Du musst nur schön rumnerven, ich hab das Gefühl, die Schwestern haben eine Liste, wer am meisten nervt, darf früher Heim :P. Hat Dir Dein Mann eigentlich etwas zu Essen mitgebracht?

    LG Jojo

  • Liebe zuttili ,


    es freut mich zu hören, dass du alles gut überstanden hast, abgesehen von dem Malheuer mit dem Dünndarm. Das mit der Schwangeren ist natürlich belastend und eigentlich vermeidet man solche unterschiedlichen Zimmerbelegungen. Hast du mal gefragt, ob du das Zimmer wechseln kannst, denn bis Donnerstag ist es ja noch ein paar Tage hin?

    Ich wünsche dir weiterhin gute Wundheilung und dass du schnell wieder fit bist und das Ganze ad acta legen kannst und dir keine Sorgen mehr machen brauchst.


    Liebe Grüße und alles Gute

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Jojo2019 Wölfin ,


    heute Nacht hat meine Nachbarin ihr Baby bekommen, er liegt noch im Inkubator. Sie pumpt jetzt neben mir ab. Ich freu mich ja für sie, das Baby gesund ist und alles. Aber naja. Ich hoffe das ich heut noch in anderes Zimmer komme. Heute früh gab es wieder Zwieback und Tee. Als Visite kam hab i grad mal wieder geheult, wegen allem und jedem. Ab Mittag bekomm ich normales Essen. Geht doch ;-) . Gleich komm mich eine Freundin besuchen, wird mich ablenken. Der Arzt vorhin meinte ich muss nicht bis Tumorkonferenz warten. Jeder sagt was anderes. Wie immer halt. Und nein Jojo2019 mei Mann hatte ja dabei, er wollte mit ir in Cafeteria. Doch die war zu. Naja, hab's überlebt, er auch.

    Wünsche euch einen schönen Sonntag. Grüssle Antje

  • Liebe zuttili (Antje), dann hoffe ich mal, dass du schnell ein anderes Zimmer bekommst. Natürlich freust du dich für deine Bettnachbarin, doch trotzdem kannst du das für dein Seelenheil gerade gar nicht brauchen. Und genau, einmal heulen, dann gibt es auch wieder Normalkost! Geht doch! 🤪 Doch ich denke, das es dir nicht nur ums Essen ging. Die Schleusen brechen nicht einfach so auf. Das ist ja doof, das dein Mann nichts mit hatte. Das das Café zu hatte ist ärgerlich, da gab es dann auch keine Nervennahrung. Klar sagt jeder Arzt was anderes, die scheinen nicht miteinander zu sprechen 😂. Wenn du dich gut fühlst und die Ärzte grünes Licht geben, dann ab nach Hause. Da kannst du dich am besten erholen. Und für das Ergebnis fährst du dann nochmal hin. Dann lass dich heute schön von deiner Freundin bespaßen, doch nicht das Zimmer abreißen 😂!

    LG Jojo (Andrea)

  • Liebe zuttili ,


    ich hoffe, du bist nun in einem anderem Zimmer. Für die Tumorkonferenz muss man eigentlich nicht im Krankenhaus bleiben, wenn man sonst schon wieder fit ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass du vorher nach Hause kannst. Ich wünsche dir eine gute Nacht!


    Liebe Grüße und weiterhin alles Gute

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)