Schniepsel50 - Chemo nach beidseitiger Amputation?

  • Hallo liebe Schniepsel50 , herzlich Willkommen hier im Forum:hug:

    Das Wichtigste vorab: wir sind keine Mediziner!! Niemand hier wird Dir sagen "pfeiff auf die Chemo und leb Dein Leben".

    Wenn Du der Empfehlung der Ärzte nicht vertraust, dann hast Du das Recht auf eine zweite Meinung.

    Ferner gibt es noch den Krebsinformationsdienst, dort kannst Du anrufen und bekommst hilfreiche Infos.

    Für eine Einschätzung der Situation fehlen auch vorallem Deine Tumorwerte, ohne diese kann man sich schwer ein Bild machen.


    Ich möchte noch darauf hinweisen, das Krebs eine systemische Erkrankung ist. Mit der Entfernung ist des Tumors ist es oft nicht getan. Chemo dienst der Zerstörung der umher schwirrenden Tumorzellen, die sich bereits auf den Weg durch Deinen Körper gemacht haben.

  • Hallo Schniepsel50

    ich bin neu im Forum und habe mich zum Beitritt entschlossen, um vielleicht meine Erlebnisse mit meinem Brustkrebs, gerade mit Nahestehenden negativ, aufarbeiten zu können.

    Bei mir wurde Ende 2018 in der linken Brust Brustkrebs festgestellt und aufgrund großflächiger DCIS in beiden Brüsten beide entfernt.

    Für Nichtbetroffene ein Drama, für mich nicht, da hinter allem das Wort Krebs stand und ein Brustaufbau möglich ist. Die OP habe ich sehr gut, ohne Schmerzen oder Einschränkungen überstanden.

    Mein behandelnder Arzt wollte mir trotz Her2+-Befund eine Chemo nicht zumuten, da der Krebs sehr klein und langsam wachsend war und keine Lymphknoten befallen waren. Die Zweitmeinung meinte Herceptin (bei Her2+ derzeit das Mittel der Wahl) und das bekommst du bei der Erstgabe nur mit einer Chemo. Ich war ein Kannfall und habe 8 Wochen recherchiert, Ärzte hinterfragt und geheult: Was mache ich? Keiner weiß, was richtig ist! Ich entschied mich für die Chemo, um sagen zu können, ich habe die Antikörpertherapie (Herceptin) genutzt u n d auch kleine Tumore können direkt über die Blutbahn, nicht erst über die Lymphe, streuen.

    Ich hatte Angst vor der Chemo, ich habe sie gut überstanden. Seit März diesen Jahres gehe ich wieder voll arbeiten und überstehe Schwächephasen durch freie Tage aufgrund meiner vielen angefallenen Urlaubstage. Im Herbst nun nehme ich den Brustaufbau in Angriff.

    Ich habe in den vergangenen 2 Jahren einige mir nahestehender Menschen ziehen lassen müssen, da diese mit der Erkrankung an mir nicht zurechtkamen. Diese Tatsache macht mir zur Zeit am meisten zu schaffen. Doch die Zeit wird auch diese Wunden heilen.

    Liebe Schniepsel50, vielleicht kann ich dich mit meinem Bericht ein wenig aufmuntern und bei deinen Überlegungen ein wenig hilfreich zur Seite stehen. Ich wünsche dir, die für dich richtige Entscheidung zu finden.


    Ich vergaß zu erwähnen, dass ich seit 10 Jahren auch an einer Koronaren Herzkrankheit leide und auch so lange schon einen Stent am Herzen habe.

  • Liebe Schniepsel50,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ich verstehe sehr gut, dass Du erstmal gar nicht weißt, wo es lang geht, so eine Diagnose stellt alles auf den Kopf. Nimm Dir jetzt die Zeit, alles zu sortieren und zu verstehen. Ich wünsche Dir, dass Du durch den Austausch hier Deinen Weg leichter finden kannst und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Ronda,

    ich habe meine Unterlagen durchgeschaut.

    Hauptbefund:

    zytologisch: negativ, keine atypischen Zellen. Keine malignität.

    Zusammenfassende B-qualifikation: B5b

    Das sind die Befunde von der Biopsie.

    Von der OP und dem letzten Test habe ich noch keine Unterlagen erhalten. VG

  • Rechte Brust:

    Histologie: G3

    Stanzbiopsie: NST, G3

    Immunhistochemie: ER 90%, PR 90%, Ki-67 25%, HER2/neu negativ, DAKO 1+


    NST G3, 3+3+2=8, Östrogen-und Progesteronrezeptor stark positiv, HER2 negativ mit mäßig erhöhter Proliferation


    Linke Brust:

    VAB links: DCIS, high-grade

    IHC: ER+


    LG

  • Liebe Schniepsel50 , herzlich willkommen hier im Forum.

    Sag mal, Du bist unsicher, was Du machen sollst. Was raten Dir denn die Ärzte?

    Raten sie zur Chemo oder eher nicht?

    Du bist altersmäßig glaube ich so, dass man bei dem KI oft keine Chemo gibt. Jedenfalls war es bei zwei Damen bei mir in der Reha so.

    Allerdings bin ich ja auch Laie, deshalb die Frage, was Deine Ärzte Dir raten.


    LG

    Milli

  • Liebe Schniepsel50 , ich hatte gar keine Chemo, mein Ki war nur 5%.


    Dann warte doch erst einmal das Arztgespräch ab, lass Dir das Für und Wider erklären, und wenn Du immer noch verunsichert bist, dann hol Dir eine zweite Meinung.

    Nimm aber jemanden mit zum Gespräch, Du wirst sicher aufgeregt sein, da hören vier Ohren mehr als zwei.

  • Guten morgen. Danke für alles. Bin schon ruhiger geworden. Bin Jahrgang 50.

    Auf meine Familie kann ich zählen. Besonders meine Tochter. Wohne seit über einem Jahr bei ihr. Bin seit 3 jahren Witwe und habe meinen Umzug nach Franken nicht bereut. Stamme aus Leipzig. Fühle mich im Brustzentrum Erlangen aufgehoben. Wünsche allen ein schönes Wochenende. Schniepsel50

  • Ich habe morgen meine erste Therapie. Bekomme aller 3 Wochen Traskezumab, Paclitaxel und Pertuzumab. In den 2 Wochen dazwischen nur das Paclitaxel.

    Es sind 4 Zyklen, also 12 Wochen. Das Paclitaxel und Pertuzumab bekomme ich noch 6 Wochen länger.

    Das ganze soll gut verträglich sein.

    Es wird schon Alles gut gehen.