Blume56 - Ich steh im Moment neben mir

  • Hallo @Blume59

    oweh... dich hat es aber wirklich erwischt..da kann ich ja mit meiner Diagnose und die gute Prognose für die Heilung wirklich zufrieden sein

    Ich wünsch Dir ganz, ganz viel Kraft

    und das sich alles zum guten wendet...du schaffst das :) fühl dich gedrückt:hug:

    L.G Blume 56

  • Liebe Blume 56!


    Ich kann sooo gut nachvollziehen wie es dir geht!

    Es tut mir leid, dass du auch diese besch….. Diagnose bekommen hast.

    Auch ich habe mich soeben erst angemeldet und vorgestellt hier obwohl ich schon seit Juni stille Leserin bin.

    Meine OP war Anfang Juni. Seither ist eigentlich nicht viel passiert. Ich konnte mich jedoch gut von der OP erholen.

    Psychisch geht es mir jetzt ein bisschen besser seit ich die Bestrahlungen mache. Komisch! Aber wenigstens passiert was. Hatte heute die vierte. Bin brusterhaltend operiert und bekomme auch keine Chemo. Habe vor 3 Wochen mit der Einnahme von Antihormonen begonnen. Also auch alles recht frisch.

    Obwohl ich weiß, dass die Prognose recht gut ist, bin ich in ein Loch gefallen. Konnte meinen Optimismus nur ahnen aber nicht spüren.

    Jetzt wird es langsam besser. endlich....

  • Liebe Blume56

    daß dich auch diese Diagnose erstmal runterzieht - es ist halt Krebs..- ist sehr verständlich.

    Aber heute bist du schon in einer viiel besseren Stimmung - man kann es auch Kampfgeist nennen-

    und so wirst du diesen Weg schaffen.

    Alles Gute, lG 18-09-Sonnenschein

  • Hallo Blume56,


    sicher die Diagnose versetzt einen in Schockstarre, aber wenn rs losgeht, kann man dagegen angehen.


    Ich war 55 Jahren und hatte das volle Programm, das ist jetzt 12 Jahre her. Die Antihormontherapie verträgt jeder anders. Nebenwirkungen können sein, müssen aber nicht. Ich habe sie als zusätzlichen Schutz vor dem erneuten Auftreten gesehen und über neun Jahre genommen.

    Mir geht es wieder gut ,zwischendurch hatte ich noch einiges andere.

    Meinen ersten Enkel ist 9 Monate und ein süßer Fratz.

  • Hallo RidingGeli Meine Schockstarre von gestern hab ich fast schon überwunden... es stimmt schon , wenn man dann das Programm hat, dann weiß man es geschieht was . Schön das es dir wieder gut geht:).

    L .G.

  • Ja, ich hab auch diese hormonabhängigen

    Tomor. Ich hab 15 Bestrahlungen verordnet bekommen. Aber hyperfraktioniert, d.h. doppelte Stahlendosis in kürzerer Zeit.

    Bisher spüre ich noch keine Nebenwirkungen von den Antihormonen.

    Nehme sie aber erst seit 3 Wochen. Ist wahrscheinlich zu früh um was zu sagen.:/

    RidingGeli: Wow über 9 Jahre Antihormone? Kann ich mir gerade gar nicht vorstellen. Es freut mich sehr, dass es dir wieder gut geht und du viel Freude mit deinem Enkelkind hast.

  • Haljlo Fischi58 Danke für die Info:)

    Die Ärztin gestern hat auch gemeint, man kann erst nach der OP sagen , wieviel Bestrahlungen man braucht, kommt wohl darauf an, wieviel Brustgewebe rauskommt und was sie darin noch finden. Aber wegen der Antihormone meinte sie auch ,die müsste man 5- 10 Jahre nehmen

    L.G.

  • Hallo Fischi58 Du bist doch auch brusterhaltend operiert worden. War es eigentlich für dich eine Option, die Brust komplett abzunehmen? Ich meine, wo nix mehr ist, kann auch nix mehr kommen. Meine Ärztin meinte , das sich erst bei der OP herausstellt, wieviel Brustgewbe betroffen ist und wieviel entfernt wird.

    Und um die Bestrahlung kommt man glaub ich auch herum nach einer Masektomie. Ich mein , jetzt rausschneiden , Bestrahlungen und nach ein paar Jahren vielleicht wieder dasselbe Spiel? Wie denkst du darüber?

  • Hallo Blume56.

    Soweit ich weiß, ist das Risiko nach einer Mastektomie genauso hoch wie eine brusterhaltene OP mit anschließender Bestrahlung.

    Bevor ich mich mit Brustkrebs auseinandersetze musste, dachte ich auch, dass wenn die Brust ab ist, man die maximale Sicherheit hat. Nachdem ich die Info hatte, hätte ich mich auch gern brusterhaltend operieren lassen. Das war in meinem Fall aber dann nicht mehr möglich.

    Natürlich war ich auch froh, um die Bestrahlung herum zu kommen aber auch wenn die Mastektomie viel weniger schmerzhaft war, als gedacht, hampelt man damit schon auch lange rum. Mir kommt es zumindest so vor.

  • Blume56

    Ich wurde nicht gefragt, ob brusterhaltend oder nicht. Bin zur Befundbesprechung gegangen nach der Stanze und wusste ja gar nicht ob es jetzt gut oder bösartig ist.

    Der Chirurg sagte : Leider bösartig, das schneiden wir jetzt heraus und fertig.

    Heut in einer Woche ist ein OP- Termin frei!

    Den Schnitt werden sie kaum sehen.

    Ich hab nur gefragt, ob es denn von der Rezidiv Gefahr her einen Unterschied macht, ob man die Brust entfernt oder nicht. Er sagte in meinem Fall würde man das nicht machen,

    weil der Tumor gut zu entfernen ist und die Rezidivgefahr nicht beeinflusst.

    Das ich bei Brustentfernung nicht bestrahlt hätte werden müssen, hat mir niemand gesagt. dann hatte ich genau 4 Tage meine Diagnose zu verdauen und alle Voruntersuchungen incl. 2 Coronatests zu machen.Hatte nur Angst dass noch was gefunden wird und zu wenig Zeit mich genauer zu informieren.

  • Hallo Fischi58 ..naja... das ging ja dann bei dir ziemlich schnell... da hattest du wirklich nicht viel Zeit zum nachdenken. Ist ja auf der einen Seite ganz gut. Bei mir dauert es halt noch ein wenig. Aber wie meine Ärztin so schön sagt, Brustkrebs, insbesondere meiner mit wenig Wachstum, ist kein Notfall. Mir wäre es auch lieber es würde nächste Woche passieren. Ja, die Bestrahlung wird dir erspart, wenn du eine Mastektomie hast, so ist es mir jedenfalls gesagt worden.

    Tempi , SaDe ...ich hatte heute mit meiner Schwester ein Gespräch ,die brachte mich auf den Gedanken. Wir sind eben Laien und denken halt einfach. Wäre ja wirklich toll, wenn es so wäre, hab mich danach aber informiert. Stimmt leider was ihr sagt, es kann danach immer noch mal was vorkommen. Wär halt zu schön gewesen.

    Aber Danke für die Info:):)

    L.G.

  • Fischi58, hättest du denn dann anders entschieden?

    Oder fehlt dir, die Aufklärung und das damit verbundene Mitspracherecht?

    Mir wurde sehr klar gesagt und anhand der Bilder gezeigt, dass es eigentlich nur eine vernünftige Option gibt, nämlich die Mastektomie und leider auch die Entfernung der Brustwarze.

    Die Bilder waren sehr deutlich und nachdem ich sie gesehen hatte, gab es auch nichts mehr zu diskutieren.
    Trotzdem hätte ich mich für eine brusterhaltende Op entscheiden können. Mir wurde klar gesagt, dass dies aus medizinischen Sicht nicht optimal wäre, aber es war meine Entscheidung.

    Unabhängig von der medizinischen Seite, habe ich mich aber auch gefragt, wie meine Brust aussehen würde, wenn man mir so ein großes Stück herausschneiden würde.

    Aber ich konnte die Entscheidung irgendwie leichter annehmen, weil ich mit entscheiden durfte.

  • Hallo SaDe Ich hatte am Donnerstag das Ergebniss erfahren und war erstmal total geschockt. Ich wollte einiges fragen , aber mein Kopf war total leer. Die Ärztin hat mir einiges erklärt, aber das ist irgendwie vorbei gerauscht. Ich hab dann nur mitbekommen, das ich keine Chemo bekomme sondern operiert werde und bestrahlt. Ich habe am 5.8. die ganzen Untersuchungen und die OP Besprechung, am 6.8 wird der Wächter geklippt und am 7.8 operiert. Meine Freundin, die mit dabei war, hat mir geraten, Fragen aufzuschreiben, die kann ich dann bei der OP Besprechung am 5. fragen kann.

    Das wurde mir auch von der Ärztin gesagt Mir wurde auch psychologische Hilfe angeboten und viel Aufklärungsmateral mitgegeben. Also ich glaub , ich bin bei den BZ gut aufgehoben. Sind alle sehr freundlich und ich hab das Gefühl, sie gehen sehr einfühlsam mit dem Thema um.

    L.G:)

  • Liebe Blume56

    Ich finde, dass ist das a und o, wenn man ein gutes Gefühl hat.

    Ich hatte auch einen Zettel mit allen Fragen vorbereitet.

    Und trotzdem saß ich hinterher im Auto und hatte wieder neue Fragen.

    Wenn man sich gut aufgehoben fühlt, vertraut man auch darauf, dass die Ärzte nach besten Wissen und Gewissen entscheiden.

    Daran sehe ich nichts verwerfliches.

    Das tue ich auch.

    Bei der Empfehlung, wie es weiter geht, vertraue ich blind darauf. Ohne zweite Meinung oder Netz.

    Aber mein Vertrauen ist auch in der Zeit der Abklärung und Op gewachsen. Auch vorher hatte ich schon ein gutes Gefühl, so wie du jetzt auch.

    Bauchgefühl ist wichtig, die Menschheit wäre längst ausgestorben, wenn wir damit nicht ausgestattet wären.

    Wir nutzen es nur nicht mehr so häufig, weil wir es nicht mehr so benötigen wie unsere Vorfahren.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass alles sich am Ende alles fügt, so dass du mit deinen Entscheidungen zufrieden und natürlich gesund bist.

  • SaDe

    :/ ich kann die Frage gar nicht wirklich beantworten im Nachhinein. Jetzt ist es, wie es ist.

    Die Bestrahlungen können natürlich auch Folgen haben. Lunge, Herz.

    Eine Mastektomie ist wahrscheinlich auch nicht leicht zu verkraften. Ich hatte schon den Op Termin ,war dann froh, dass es so Ruck- Zuck ging. Wollte dann auch nicht sagen ich nehm den Termin doch nicht weil ich noch recherchieren will. Ich will dann immer alles genau wissen, hole Zweitmeinungen ein und mach mich aber auch selber fertig damit.

    Den Satz: Brustkrebs ist kein Notfall hab ich erst nachher gehört und gelesen.

    Ich hab mich aber genau so gefühlt.

    Wie ein Notfall!!

    das war unangenehm und meine Psyche hat ziemlich panisch reagiert.

    Dein Brustzentrum hat dich offenbar sehr gut informiert und beraten. Das gibt doch auch Sicherheit und zeigt Optionen auf.

    es schafft auch Vertrauen zu den Ärzten.

    Genau dieses Vertrauen hat mir letztendlich gefehlt.

  • Liebe Fischi58

    Mein Opa hat immer gesagt, glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist...

    Ich glaube, die wenigsten Betroffenen sind in den ersten Tagen in der Lage, reflektiert und besonnen zu denken und zu handeln.

    Weil es Blume56 auch so geht, sind wir hier aufeinander getroffen.

    Ich habe mich ziemlich intensiv informiert, bevor ich mir mein Brustzentrum ausgesucht hatte.

    Und habe eines in einer anderen Stadt gewählt und viele km in Kauf genommen, um dort versorgt zu werden. Und dies nicht bereut.

    Das liegt aber sicher daran, dass ich selbst in einem Krankenhaus arbeite und natürlich deshalb da anders im Thema stehe.

  • Ich muss dazu sagen, ich bin ein Mensch, der immer alles genau wissen will und gerne recherchiert. Seitdem ich beim FA war und gewusst habe , das irgendwas nicht stimmt, bin ich hier gelandet und hab mich auch an meine Freundin gewandt, die ist ja auch betroffen gewesen. Ich wollte wissen , was auf mich zukommt, welches BZ gut ist. Hier bei euch wurde ich super 🥰aufgenommen und auch informiert . Sicher, wenn es so schnell geht wie bei dir Fischi58 fehlt die Zeit

    Aber trotzdem sollten die Ärzte gut aufklären und nicht nur abarbeiten. Es handelt ja nicht um ne banale Erkältung, die man mit ein paar Antibiotika heilen kann. Diese Krankheit ist ein Einschnitt in unserem Leben, es wird nix mehr so wie es vorher war. Da muss man schon sehr feinfühlig damit umgehen.

    Fischi58 bist du in einem BZ?

    L.G.

  • SaDe  Blume56

    ja, da hast du recht SaDe und dein Opa auch.😄 Du weisst sicher auch nach welchen Kriterien du schauen musstest, wenn du vom Fach bist.

    Mir wurde vom Mammografie Zentrum ein Arzt empfohlen der mir gleich eine Biopsie machen sollte. War ja nicht leicht bei uns wg. Corona einen Termin zu bekommen. Hat dann auch noch eine Woche bis dahin gedauert. Ziemlich kleines Krankenhaus. Sie haben ein Brustzentrum dort aber ich glaube es besteht aus sehr wenigen Personen. Sie arbeiten aber auch mit einem grossen Brustzentrum zusammen, das in meiner Nähe ist und wo ich jetzt auch die Bestrahlungen mach.

    Das hab ich schon vor der OP recherchiert ,sonst hätt ich mich dort nicht operieren lassen. der Chirurg ist gleichzeitig Leiter dieses Brustzentrums und hat sicherlich viel Erfahrung.

    ich kannte vorher zwar den Namen diese kleinen Krankenhauses wäre aber in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen dort hin zu gehen, wenn ich nicht wirklich dringend die Biopsie gebraucht hätte.