Indy2017 - Neuvorstellung

  • Hallo, ich bin neu und möchte mich kurz vorstellen.

    Ich habe mich als Angehörige entschlossen dem Forum beizutreten. Bei meinem Mann ist 2017 ein Chondrosarkom diagnostiziert worden, was erfolgreich entfernt wurde. Diese Woche wurden dann Rundherde in der Lunge festgestellt, wobei es sich wahrscheinlich um Metastasen handelt.

    Für mich ist der Erfahrungsaustausch sehr wichtig, dass auch über Ängste gesprochen werden kann und ich bin dankbar, dieses Forum gefunden zu haben.


    Ich muss da noch etwas ergänzen.

    Mein Mann und ich sind seit 14 Jahren verheiratet, er ist 59 Jahre alt, ich 52. Wir haben keine Kinder aber zwei Hunde und sind beide im öffentlichen Dienst tätig.

    Die Erkrankung meines Mannes macht mir sehr zu schaffen., das heißt ich bin völlig verzweifelt, heule ständig und frage mich, was nun wird. Ich hoffe, ich finde hier ^Verbündete' und auchh etwas Trost.

  • Liebe Indy2017


    sei und fühl dich herzlich Willkommen :hug:


    Ich bin leider eine Selbstbetroffene, d.h. Erkrankte, aber ich kann spüren und mitfühlen wie es dir ergeht, denn meinem Mann geht es damit nicht anders und erst vorhin sprachen wir wieder über unsere/seine/meine Ängste bezügl. dieser niederschmetternden Diagnose bzw. deren Befunde.


    Ich - Er - Wir haben einfach nur große Angst - das bald alles vorbei sein könnte, das Leben sich ab jetzt schlagartig ändert und wohl nie mehr so sein wird, wie es einst war, er dann irgendwann vllt. ganz allein dasteht, obwohl wir doch noch so viele Ziele und Pläne hatten. Ja, es ist wahrlich grauenvoll. Auch tuen sich auch Fragen auf - wie - wie sagen wir es unserer Familie, Freunden, Bekannten - Welchen, Wann?


    Ja die Angst vor dem "Aus" ist unweigerlich da - jedoch - es wird nicht aufgegeben und losgelassen ……. wie einst unser Versprechen war - In guten und in schlechten Zeiten <3 - nur manchmal denke oder spüre ich, dass all dies meinen Mann bald noch viel mehr belastet als schon mich selbst, derweil bin ich mom. selbst schon am Anschlag.


    Indy ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft und Zuversicht :hug: sowie für deinen Gatten für die weiteren Befundungen und eventl. nötigen Behandlungen das Allerbeste.

    Das ist unmöglich”, sagt die Angst.

    “Zuviel Risiko”, sagt die Erfahrung.

    “Macht keinen Sinn”, sagt der Zweifel.

    “Versuchs”, flüstert das

    <3

  • Liebe Indy2017,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Gut, dass Du Dich hier angemeldet hast, denn Du bist durch diese Erkrankung genauso betroffen. Wir haben einen Strang extra für Angehörige, vielleicht magst Du da ja mal stöbern: Angehörige. Wenn die Last zu groß wird, sprich bitte im Krankenhaus Deines Mannes darüber, vielleicht helfen Dir Gespräche mit einer Psychoonkologin. Fühle Dich hier verstanden, zur Unterstützung schicke ich Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Lissie,

    nein, wir wissen noch nicht,von es Metastasen sind, aber diese Krebsart geht meistens als erstes auf die Lunge. Mein Mann ist seit 2018 Tumorfrei bis ins Gesunde und es sah alles sehr gut aus. Doch jetzt wurden die Rundherde gefunden, ganz klein aber mehr als 12 Stück. Die Ärzte gehen von Metastasen aus.

  • Liebe Indy2017 ,


    ich möchte dich auch ganz herzlich begrüßen, auch wenn der Anlass hier zu sein nicht schön ist.


    Diese Krankheit ist eine große Belastung für euch und manchmal fühlt sie noch schlimmer für den Angehörigen an, als für den Betroffenen selbst. Wir Betroffene (ich hatte ein Leiomyosarkom) müssen uns mit der Krankheit auseinandersetzen und der Behandlung der Ärzte vertrauen, die Angehörigen sind auch geschockt, wollen helfen, wissen nicht wie und geraten an ihre Grenzen, dazu kommt diese massive Verlustangst. Manchmal ist es auch gut, wenn man sich psychologische Hilfe sucht. Die Onkopsychologen sind auch für Angehörige da!

    Hast du eigentlich schon unsere Stränge über Angst entdeckt: Wie gehe ich mit meinen Ängsten um? , da findest du auch viele gute Tipps der Angst zu begegnen.
    Es ist gut, dass du hier bist und dich auch mit Angehörigen austauschen kannst.


    Seid ihr eigentlich in einem Sarkomzentrum? Spätestens wenn es Metastasen sind, wäre es mehr als sinnvoll sich an diese Fachärzte zu wenden.


    Ich wünsche euch Kraft und alles Gute (dass es keine Metas sind),

    und liebe Grüße

    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo liebe Indy2017 auch von mir herzlich Willkommen bei uns Sarkomis. Bei deinem Bericht musste ich sofort an meinen Mann denken, der letztes Jahr mit mir zusammen beim Gespräch war, in dem ich erfahren habe, dass ich Lungenmetastasen habe. Das und die Tage danach waren wirklich die schlimmsten in unserem Leben, wir haben viel ;(, hatten Todesangst und waren tief verzweifelt. Mein Mann konnte erstmal nicht arbeiten gehen, war 2 Wochen krankgeschrieben und an Schlaf war kaum zu denken. Was ich aber gelernt habe, auch durch dieses Forum : Es gibt meist einen Weg, einen Schlachtplan, eine Option, dass es weitergeht. Aber nicht unbedingt beim erstbesten Arzt, ich habe einige durch, bis ich den richtigen gefunden habe, der die für mich passenden Therapien hatte. Auf jeden Fall eine Meinung in einem zertifizierten Sarkomzentrum einholen. Und nicht erschrecken, bei Sarkomen explodieren die Metas direkt, ich hatte direkt über 25, das ist aber noch wenig, mittlerweile kenne ich Sarkomis mit Lungenmetastasen im dreistelligen Bereich. Ich hoffe, ihr findet einen guten Arzt und eine wirkungsvolle Therapie. Und wenn du keine psychoonkologische Unterstützung hast, kannst Du deine Gedanken und Ängste auch gerne hier abladen ;)<3

    Gruß Kessu

  • Hallo, wir sind im Sarkomzentrum in Bochum und fühlen uns da gut aufgehoben. Da wir in Iserlohn wohnen, besteht auch noch die Möglichkeit wegen Lungenmetastasen die Lungenklinik in Hemer zu Rate zu ziehen.

    Ich habe ja immer noch die kleine Hoffnung, dass es keine Metastasen sind. 😏