Neues aus Hessen - geplante Gründung einer Selbsthilfegruppe

  • Neues aus Hessen - geplante Gründung einer Selbsthilfegruppe in Lich


    Einladung , spät, aber von Herzen


    Herzlich möchten wir Sie zu einem ersten Info-Treffen zur Gründung einer
    Selbsthilfegruppe in Lich unter dem Dach der Frauenselbsthilfe nach
    Krebs einladen.


    Wann: Mittwoch, den 26.03.2014 um 18:00 Uhr


    Wo: Gasthaus Calabria, Lich, Giessener Strasse 26 ( neben dem Bürgerhaus )


    Wer: Alle von Krebs betroffenen Menschen und ihre Angehörigen.



    An diesem ersten Info-Treffen werden wir das Interesse an einer Gruppe in Lich ausloten und die Organisation der gewünschten Anliegen besprechen. Ein Reha-Sport Angebot wird an diesem Abend von einer Übungsleiterin vorgestellt.


    Wer das noch einrichten kann, bitte schickt mir eine pn wegen der Planung der Sitzplätze.


    Nächste Einladungen erfolgen dann ebenfalls über pn


    Wir freuen uns auf Ihr Kommen.



    phönix

    Gemeinsam ist ein schwerer Weg nicht kürzer, aber er ist leichter zu gehen. :)

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  • Hallo Phönix,


    hat ihr es geschafft, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Waren viele Frauen der Einladung gefolgt. Sicher bist du dann auch mit Magdeburg zur Bundestagung, wenn es geklappt hat oder?


    Wäre interessant zu erfahre, wie ihr das gemacht habt.



    liebe Grüße Eisprinzessin


    Bin Stellv. in einer Gruppe

  • guten Morgen Eisprinzessin, :)


    ja der Anfang ist gemacht. Am ersten Abend waren knapp 20 Menschen da, und was ich besonders schön fand, die Partner waren zum Teil der Einladung auch gefolgt. Es ergab sich, dass sich einige Paare sofort gut verstanden und in den - ich nenne es mal Babbelpausen - sehr offen miteinander in Kontakt kamen. :thumbsup: Sogar für ein Gruppenfoto zu einem Presseartikel sagten einige zu.
    Nicht alle, weil nicht jeder offen zeigen kann/mag, dass Krebs ein Thema im eigenen Leben ist. Manche hier berichten ja davon, dass sie ihren Arbeitsplatz o.a. schützen und nicht sagen, dass sie eine Therapie machen müssen. 8) Das wird respektiert.
    Von Anfang an bot sich eine Übungsleiterin für Sport nach Krebs mit ihrem Wissen an, und durch den Kontakt zu einem ortsänsässigen Sportverein können wir sogar schon bald Reha-Sport anbieten. :thumbsup:
    Die Frauenbeauftragte der Stadt besuchte uns bei einem Treffen auf meine Einladung hin und siehe da: Wir haben das Angebot für einen Raum im geplanten Familienzentrum, ebenfalls ab Herbst. :thumbsup:
    Einige Paare und Frauen kommen stabil zu den monatlichen Treffen, sie verteilen unsere Einladungen und füllen das Angebot mit Leben. :hug: Die Menschen erlebe ich als aktiv interessiert, sich vor Ort in einer Gemeinschaft dem Thema: Hilfe zur Selbsthilfe anzuschließen. Das Erfahungswissen und die neu gewonnene Kraft durch das erleben, durchleben und überleben der Krankheit ist somit eine Möglichkeit für neu betroffene, sich von uns begleiten zu lassen. Ein Angebot vor Ort.


    Das Internet ist oft eine erste Hilfe, besonders nachts ;) wenn man niemand anrufen mag/darf. Und die Gruppen, die bundesweit vertreten sind können in direktem Kontakt hilfreich sein.


    Menschen, die mir in die Augen schauen, die mir eine Umarmung geben wenn ich es brauche, das macht uns aus. Und dafür findet sich oft in den Gruppen die eine oder andere Person, mit der man einen guten Kontakt aufbaut und die eine weitere Kraftquelle auf dem Weg der Krankheit werden kann. Wertvolle und tragfähige Freundschaften entstehen hier.


    Ich bin in einer Gruppe die bald 30 Jahre alt wird. :thumbsup: Gestern telefonierte ich mit einer - alten - Teilnehmerin,die mir sagte: brauchen tue ich die Angebote ja nicht mehr, bin ja seit vielen Jahren wieder gesund. Aber die Frauen sind mir ans Herz gewachsen :hug: und ich freue mich jeden Monat, sie wieder zu sehen. Wenn es mal nicht klappt, dann fehlt mir etwas. Also das ist für mich bemerkenswert und zeigt mir, wie wichtig es ist, auch vor Ort Anteilnahme und Wärme zu finden. Besonders, wenn der Weg grad so schwer ist.


    Zusätzlich habe ich bei einem Jubiläum vor 4 Jahren gesagt: hier ist meine Zusatzfamilie. Wir haben Frauen zwischen 25 und 88 Jahren, die sich verbunden sind. Also: Mammas, Omas, Tanten, Schwestern und Töchter. Die jüngste Teilnehmerin ist so alt wie meine Tochter. Ihr beizustehen war eine besondere Erfahrung, und ja, sie hat es auch geschafft. :cake:


    Ich könnte hier noch mehr schreiben, warum es für uns wichtig sein kann, auch vor Ort selbst aktiv in eine Gruppe zu gehen. Das könnte auch ein eigenes Thema werden, wo alle hier mal sagen was sie schätzen. Eins ich wichtig zu verstehen: Nicht alle wünschen das, nicht alle brauchen das, und deshalb ist es gut, wenn auch hier immer respektvoll darauf geachtet wird, was mein Gegenüber sagt. Viele Frauen in der Gruppe kennen andere betroffene und wünschten, sie würden sich mit uns treffen. Hier ist es ganz wichtig deutlich zu machen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg hat, mit seinen Krisen umzugehen.
    Deshalb finde ich das Forum supergut, :thumbsup: denn hier kann man da sein, ohne persönlich sichtbar zu sein. Hier werden die Anliegen ebenfalls verstanden, gehört und aktiv beantwortet. Auch hier ist ein Netzwerk von Menschen die mich begleiten. Dieser Ort hier ist wichtig und ist ebenfalls Hilfe zur Selbsthilfe. :hug:


    Ob ich nach Magdeburg fahre steht noch nicht fest. Hier bin ich die Reserve, da ich im Sommer oft Probleme bei Hitze habe. Und der August hat mir schon oft arge Tage beschert in denen ich besser im kühlen und dunklen bleibe, da mein Körper mit Hitze nicht mehr umgehen kann. Deshalb, wenn du mehr wissen magst, schreib mir gerne eine pn und wir kommen in Kontakt.
    liebe Grüße von
    phönix

  • Hallo Phönix,.. :)


    schön, das du dich entschlossen hast eine SHG zu gründen... :thumbsup:
    Ich bin nun schon seit 10 Jahren dabei, durch die Frauenenselbsthilfe nach Krebs Betroffene zu unterstützen. Ich bin gerne Gruppenleiterin... :thumbup: Herzlich willkommen in unserem Verband. Ich wünsche dir ein gutes Händchen und viel Kraft an der Arbeit mit betroffenen Menschen.


    Lieben Gruß
    Lilli... :hug:

  • Hallo Phönix,


    danke für deine ausführlichen Zeilen. Ja so ist es wirklich. Ich bin auch sehr gerne Stellvertreterin einer Gruppe und arbeite auch im Landesvorstand. Die Arbeit gibt mir sehr viel, die Gemeinsamkeit und das lockere Regen über unsere Erkrankungen machen mir immer wieder Mut, zumal ich jetzt alleine bin. Man bekommt auch soviel zurück von den anderen, das hat mir sehr geholfen bei meiner Zweiterkrankung. Ja. man könnte viel darüber schreiben. Habe es auch schon gemacht in der Perspektive und bei Amoena, Leben, Leben usw. Hier konnte ich mir alles von der Seele reden, aber auch von einer interessanten Zusammenarbeit mit polnischen Frauen. Im September sind wir wieder zum therapeutischen Reiten in Polen. dort sind dann auch 10 polnische betroffene Frauen. Sehr erholsam und interessant der Erfahrungsaustausch mit den pol. Frauen.


    Schön, dass Dein Fleiß doch gleich so belohnt wurde. Du wirst das schon schaffen, es macht einfach Dpaß, wenn auch das Zusammenfinden ein sehr trauriger Grund ist. Wir wollen auch noch eine neue Gruppe gründen, weil wir einfach so viele geworden sind. Kann fehlt das persönliche und gemütliche der Zusammenkunft.



    Schade, dass du nicht nach Magdeburg fährst. Dort hätten wir uns mal kennenlernen können.


    Hallo Lilli, du bist doch sicher in Magdeburg dabei.



    Liebe Grüße Eisprinzessin

  • Hallo Lilli,


    danke für deine Nachricht, freue mich, dass Du in Magdeburg dabei bist. Vielleicht begegnen wir uns oder wir treffen uns mit einem bestimmten Erkennungszeichen.


    Bei uns hat ein Unwetter ganz schön gewütet.


    Liebe Grüße


    Eisprinzessin