BK in der Verwandtschaft

  • Heute bei einem spontanen Kaffeetrinken bei meinen Eltern erfuhr ich, das auch die Schwiegertochter meiner Tante ( die selber an BK erkrankt war und vor 24 Jahren Mastektomie hatte) nun an BK erkrankt ist und ihr auch Chemotherapie und Mastektomie bevorstehen( Vermutlich von ihrer Mutter vererbt,die auch BK hatte .) Nun betrifft es auch die jüngere Generation meiner Verwandtschaft.

    Nachdem 1990 und 1995 zwei meiner Tanten den Kampf gegen BK verloren hatten, meine Oma 1997 an Eierstockkrebs starb, anschliessend 2 Tanten 1995 und 1996 an BK erkrankten und heute gesund sind, was mal Mutmachgeschichten sind...., folgte 2015 eine meiner Cousinen, die gerade ihr 5. Jahr gesund ist und als geheilt gilt...letztes Jahr erkrankte ich selber und dieses Jahr ist es nun die Schwiegertochter meiner Tante...besonders tragisch, weil sie eine kleine Tochter hat, welche nun dreifach belastet ist, da beide Omas und nun auch ihre Mutter BK hatten...Hört das denn nie auf????

  • Meine Tante möchte den Test nicht machen, aus Angst vorm Ergebnis...obwohl ihre Schwester an BK gestorben ist. Nun ändert sie vielleicht ihre Meinung für ihre Enkeltochter, weil nicht nur sie, sondern auch ihre Schwiegertochter und deren Mutter erkrankt sind und für die Enkeltochter sinnvoll erscheint, das alle 3 getestet werden. Meine andere Tante und meine Cousine sind getestet, beide negativ.

  • Liebe Toyota ,


    je mehr Verwandte Du hast, desto mehr Erkrankte wirst Du finden.

    Die sind aber nicht unbedingt untereinander verwandt.

    Angeblich muß in Deutschland jeder Zweite im Laufe seines Lebens mit einer Krebserkrankung rechnen, je älter, desto mehr.

    Also mach Dich nicht verrückt...

    Deine Tante ist doch wohl nicht mit ihrer Schwiegertochter und deren Mutter verwandt?

    Laßt doch die Enkeltochter erst erwachsen werden und dann selbst überlegen und entscheiden.

    Das ist meine Meinung...

    Es grüßt Dich <3 bluebirdi

  • Liebe bluebirdi ,

    aus Deiner Sichtweise gesehen hast Du natürlich Recht. Das Mädel muss erstmal erwachsen werden und selber entscheiden, ob sie sich testen lassen möchte. Gut wäre aber durch einen Gentest der engen Verwandten, bereits mit jungem Erwachsenenalter zu wissen, womit man es zu tun hat.

    Meine Tante glaubte lange Zeit, das sie 2 Söhne hat und Jungs keinen Brustkrebs bekommen könnten. Das stimmt natürlich nicht, heute weiß man mehr als in den Neunzigern.

    Und ja, meine Tante ist nicht mit ihrer Schwiegertochter und deren Mutter verwandt, und auch ich nicht.Und ja, je mehr Verwandte man hat, je mehr Erkrankungen gibt es. Aber es ist doch jedes Mal ein neuer Tiefschlag, wenn man es in der Familie live erlebt ( nicht nur Hörensagen von Anderen) und auch schockierend, das es auch die jüngere Generation trifft.

  • Liebe Toyota !


    Cooler Avatar! :)

    Auch ich komme aus einer Familie mit zahlreichen Erkrankungsfällen. Da stimme ich Dir zu; jeder neue Erkrankungsfall geht mir emotional nahe. Z. B. ist meine Nichte mit gerade mal 30 Jahren positiv getestet worden. Sie drängt das Thema erstmal zur Seite; möchte sich auf ihr Leben, Familienplanung etc. konzentrieren. Ich kann sie gut verstehen; so eine lebensverändernde Diagnose braucht auch Zeit, um zu "sacken", bis das Bewußtsein mit dem nötigen Biß an das Thema herangehen kann.

    Andererseits, wie bluebirdi schreibt, müssen sich auch ohne Genmutation sehr viele mit dem Thema "ungebetener, vernichtender Untermieter" beschäftigen. In meinem Umfeld hagelt es gerade schlimme Nachrichten von lieben Menschen, die nicht zu meiner Verwandtschaft gehören. Ich muss mein Augenmerk bewußt auf Umstände lenken, die gut sind, damit mich die Traurigkeit nicht übermannt.

    - und dann zu gegebener Zeit wieder die Kraft habe, mit den harten Fakten gut umgehen zu können.

    Du hast es in Deinem Profil sehr treffend beschrieben: Hoffnung und Furcht. Die Hoffnung bleibt....:)

  • Liebe Marie Louise ,

    ich kann Deine Nichte gut verstehen, das sie ihr Leben erst einmal geniessen und Kinder bekommen möchte. Nur beim BRCA ist es ja so, das die jungen Leute ihre Familienplanung schneller abschliessen sollten, als bei Nichterkrankten....einfach, damit die notwendigen, prophylaktischen Operationen, falls gewünscht, durchgeführt werden können. Das setzt manche junge Frauen sehr unter Druck.


    Aber andererseits haben die Gentests einen Vorteil, den frühere Generationen ohne Gentests nicht hatten. Man weiss,womit man es zu tun hat und kann etwas unternehmen.


    Prominente wie Angelina Jolie zeigen ja, das ein positiver Gentest ( so wie bei Deiner Nichte) die Möglichkeit eröffnet, die Risiken auszuräumen. Sie wird , wenn sie soweit ist, die nötigen Schritte veranlassen.

  • Toyota Wohnt ihr alle in einem Dorf? Oder in der Nähe? Vielleicht ht sind es äußere Einflüsse. Bei uns im Dorf weiß man bspw, dass beim Bau der Kirche Asbest verwendet wurde, wie damals halt häufiger, und wenn man die Familien um die Kirche rum betrachtet, tritt Krebs im Allgemeinen da schon häufiger auf.

    Es muss natürlich kein Zsh bestehen, aber es könnte sein.


    Bei mir ist auch keine Veränderung in den Genen, ich denk, dass es an gelegentlichen Zigaretten und der Pille (9 Jahre) lag, bei mir war er hormonabhängig. Pille nie wieder genommen, rauchen endgültig aufgehört, gesunder ernährt, ich denk, der scheiß sucht mich nimmer heim.


    Lg Susi

  • Hallo Studentin89 ,nein wir wohnen nicht alle im selben Dorf,sondern in Großstädten, mir fallen da nur Funkmasten ein,die überall stehen und Funkstrahlung verbreiten. Ich bin Nichtraucherin und Anti-Alkoholikerin, ernähre mich gesund ...meist Bio und vegan.Ich habe meine Kinder gestillt,das soll ja vor BK schützen, hab von Kindesbeinen an Sport gemacht ...eigentlich hätte ich es nicht bekommen dürfen...total gesunder Lebenswandel. Meine Oma wohnte in einer anderen Stadt...also andere Umgebung...und bekam Eierstockkrebs...meine andere Oma väterlicherseits hatte Leukämie und Hautkrebs,wohnte in einem anderen Bundesland...nee nee mein Vater hatte Darm und Prostatakrebs. Meine Familie ist da schon vorbelastet.Ich hab mir die Eierstöcke und Gebärmutter entfernen lassen...ich hab einfach zuviel Angst.Deine Einstellung finde ich gut,grad den letzten Satz...