Dax - Hallo zusammen

  • Liebe Dax,
    nimm dir die Zeit, um alles zu verarbeiten, dann zu ordnen und zu organisieren.
    Das ist ein längerer Prozess und wir sind ja (leider) erprobt, flexibel zu sein bei dieser unsäglichen Krankheit.
    Im Mittelpunkt stehen dein Körper und die Therapie. Schritt für Schritt, auch wenn es manchmal so schwer ist, mit den Nebenwirkungen und der Psyche. Kleine Highlights helfen mir z.B. immer wieder, Freude zu empfinden. Ich schreibe mir am Ende des Tages auf, was mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert oder eine schöne Erinnerung. So schlafe ich (wenn ich es kann) gerne ein. Vielleicht ist das ein Tipp.
    Und die berufliche Zukunft kannst du ohne Stress auch planen. Überlege, was dir auf der Grundlage deiner bisherigen Einsatzgebiete so einfällt und ich denke im Gesundheitsbereich ist das Verständnis für deine Situation da. Vielleicht ergibt sich auch eine Möglichkeit, etwas zu machen, woran du jetzt noch gar nicht denkst.
    Ich möchte dir dazu meine Hilfe anbieten. In meiner beruflichen Tätigkeit habe ich im Jobcoaching gearbeitet und ganz vielen Menschen geholfen, wieder in einen Job zu kommen, inklusive Bewerbungen schreiben. Und das auch im Reha-Bereich, denn ich denke, du hast ja auch einen entsprechenden Behinderungsrad. Wenn du irgendwann Unterstützung brauchst, ich mache das völlig uneigenützig und gerne.
    Wir sollten uns, wie es hier im Forum auch ist, gegenseitig unterstützen.

    Liebe Grüße
    Fresie67

  • Aber naja, ich werde es jetzt erstmal sacken lassen und es ist ja noch ein wenig Zeit.


    Nie an die ganze Straße auf einmal, immer nur an den nächsten Schritt, den Atemzug, den Besenstrich denken.

    Liebe Dax ich freue mich, dass du soviel Zuspruch erhältst und wünsche dir mit diesen 2 Zitaten eine gute Nacht! :hug:

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Liebe Dax, ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen.


    1. Du jammerst nicht, sondern machst dir Sorgen um die Zukunft.


    2. Lebenslang Chemo, wenn auch als Erhaltungstherapie, das musst du erst einmal sacken lassen, bevor du das verarbeiten kannst.


    Aber: Mit der Zukunft kannst du dir noch etwas Zeit lassen. Oder auch...kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht musst du auch nicht suchen, sondern deine Zukunft "findet" dich. Will heißen, daß sich etwas ergibt, wenn du gar nicht damit rechnest. Ich liebe Beppo und und seine bewusste Einstellung zu allem. Und heute hattest du einen nicht so guten Tag, doch vielleicht sieht die Welt morgen schon wieder anders aus! Auf jeden Fall wünsche ich euch morgen ganz viel Spaß und Erfolg im schwedischen Möbelhaus.


    Und jetzt kriegst du von mir noch eine liebe und herzliche Umarmung!:hug:

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liebe Dax ,

    Ich :hug: Dich vorsichtig und halte Dich eine Weile.

    Du jammerst nicht auf hohem Niveau! Diese Sorgen sind existenziell wichtig für Dich. So viele Jahre liegen noch vor Dir!

    Vielleicht wäre ein Hospiz etwas für Dich? Eventuell sogar ein Kinderhospiz? Du könntest dort Deine sämtlichen Erfahrungen gut einbringen.

    Schnupper doch einfach mal irgendwo rein. Mach mehrere freiwillige Praktika.

    Wenn es Dir irgendwo gefällt, spiel mit offenen Karten. Da findet sich ganz sicher ein Weg bzw. ein passendes Arbeitszeitmodell.

    Ich biete gerade einer Mitarbeitenden eine Arbeitszeitreduzierung an, da sie immer nach wenigen Wochen krank wird (macht?). Sie kann wählen zwischen einer 4 Tage Woche oder einem 3 Wochen Monat. So ein Arbeitszeitmodell wäre doch auch etwas für Dich, oder?

    LG Kirsche

  • Liebe Dax

    Alles Kluge wurde bereits gesagt.

    Daher von mir die Frage :

    "Unabhängig von der Leichtigkeit des Realisierens, was würdest Du denn gerne machen ?"

    Wäre eigentlich eine Dienstzeitverlängerung auch eine Option ?

  • Guten morgen Quietsche und alle anderen hier.

    Meine Dienstzeit wurde schon 2 Jahre verlängert. Mehr geht nicht. Ich bin leider nur Rettungsassistentin und nicht das neue, Notfallsanitäter. Da mein Posten bis 2024 nicht besetzt ist, ging es eben mit der Verlängerung. Also, den Rettungsassistenten gibt es dann so nicht mehr als Dienstposten. Naja, egal. Habe ja noch etwas Zeit.

    Habt alle ein schönes Wochenende

  • Dax fühle dich Mal feste :hug: wir hier jammern gar nicht keiner von uns . Irgendwer meinte wohl wir müssen einen schweren Rucksack tragen . Die einen haben mehr drin im Rucksack die müssen halt unter der Last Mal stöhnen und die anderen haben weniger drin die tun sich leichter beim Tragen oder haben mehr Kraft . Aber jeder hier hat seinen rucksack 8o. Ich für mich arbeite einfach nur einen Tag nach dem andern ab ich plane max . Einen Urlaub voraus sonst nix . Gibt ja gute und nicht gute Tage und das weiss man vorher ja nie . Und ich versuche jeden Tag was zu machen wo ich sagen kann das war schön oder lustig oder hat mir einfach gut getan . Ach ja und weinen kann ich sogar auf Bestellung 8o meine Töchter sehen mir das schon immer vorher an und sagen dann ne ne Mutti und schon muss ich irgendwie lachen . Du bist eine mega starke Frau liebe Dax du hast soviel schon geschafft ich bewundere dich sehr . Und irgendwann tut sich für dich beruflich bestimmt ein neuer guter Weg auf ich drücke dir auf alle Fälle die Daumen von Herzen <3

  • Liebe Dax , also wenn DAS jammern auf hohem Niveau ist, wäre dieses Forum wohl leer ...

    Nein, Du machst das schon richtig. Die Kehrseite ist nunmal da, die muss mit bedacht werden.

    Das Wörtchen "lebenslang" schreckt sicher, aber man lebt ja nicht immerzu mit Gedanken in der Zukunft. Und so pragmatisch, wie Du offenbar bist, wirst Du Dich Schritt für Schritt voran arbeiten :thumbup:


    Warum kein Studium? Lass Dir doch mal Unterlagen zum reinlesen zukommen, vielleicht ist das doch eine Option ?!

    Vorteil ist, dass wenig Zeitdruck besteht.

    Ansonsten glaube ich schon, dass Du Chancen hast auf dem Arbeitsmarkt. Viele Betriebe haben ja eine Schwerbehinderten- Quote zu erfüllen. Ich habe zwei Frauen im Bekanntenkreis mit chronischem Krebs, die über diesen "Umweg" berufstätig sind.

    Ich wünsche Dir alles Gute :)

  • Dax

    Hallo, Dari<3

    Ich kann dich gut verstehen. Für mich war es auch nicht leicht,die EM-Rente zu beantragen. Ich habe auch soooooo gerne in der Pflege gearbeitet 😔

    Du bist so ein toller,emphatischer, wunderschöner Mensch<3

    Du hast eine tolle Familie und bist immer für Andere da :thumbup:<3

    Du hast jedes Recht zu ' jammern'.

    Du hast soviel schon überstanden. Es gibt so viele Fragezeichen.

    Mir hat es immer geholfen, mit einem lieben Menschen am Telefon oder persönlich mich auszutauschen und auch zu weinen. Es nimmt den Druck ein bißchen heraus.

    Laßt euch gut beraten. Es geht ja auch um finanzielle Dinge.

    Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Liebe und Gute ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️

    Sei lieb gedrückt :hug:<3

  • Liebe Dax,

    da du momentan noch abgesichert bist, kannst du dich ganz entspannt nach Studiengängen oder Ausbildungen umschauen, die dich interessieren.

    Bei einer lebenslangen Chemo wird kein medizinischer Dienst von dir erwarten,dass du wieder Vollzeit arbeiten gehst.

    Wenn du ab 2024 wieder arbeiten möchest, damit sich deine Gedanken nicht nur um Krebs und Therapie drehen, dann kannst du ja 50%-BU-Rente beantragen (aber erst ca. 3 bis 4 Monate vor deinem Dienstende, denn wenn sie bewilligt wird, musst du sie sofort antreten, was finanziell schlechter sein könnte).

    Die Idee mit dem Fernstudium finde ich sehr gut. Es sollten aber auch Präsenzphasen und Online-Seminare dabei sein, damit du genug Motivation aufbauen kannst, um durchzuhalten. Fernstudiengänge kann man häufig auch gleich für Teilzeit buchen.

    Da ich zu viele Therapeuten und Ärzte erlebt habe, die die Probleme von Patienten nicht wirklich nachvollziehen können, überlege dir mal, ob du eine Ausbildung als Coach machen möchtest. Die psychologischen Teile der Ausbildung könnten dir auch im Umgang mit deiner Erkrankung helfen und die Tätigkeit kannst du auch freiberuflich ausüben.

    Du hast ja noch ein bisschen Zeit, um das Richtige zu finden.

    Ich wünsche dir jetzt erst mal, dass du nicht mehr so oft Chemo bekommen musst und wieder Auto fahren darfst, da die Ursache für die epileptischen Anfälle weg ist.

    Liebe Grüße

    cat58 :*

  • Liebe Dax

    ….erstmal möchte ich dich wieder mal lieb:hug:und dir eines unserer guten Kraftpakete schicken, brauchst du sicher nur als Reserve👍

    DENN DU BIST EINE VERDAMMT STARKE FRAU👍👍👍

    Und ich möchte mich den vielen lieben Posts hier einfach anschließen.

    Sicher hast du auch selbst schon im Netzt nach irgendwelchen guten Tipps, für junge Frauen, die an Krebs erkrankt sind recherchiert😌 und ich kann mir vorstellen, dass es gerade für so junge Betroffene sehr, sehr belastend ist, wenn es um einen Job ect. geht 😕 wünsche dir sehr, dass viele deiner Wünsche in Erfüllung gehen werden.

    Liebe Grüße

    18-09-Sonnenschein

  • Hallo liebe Dax ,


    was hälst Du vom den Berufen: Dorfhelferin

    Betreuungsassistentin/Alltagsbegleiterin

    Schulbegleiterin


    Ich habe vor Jahren auch nach etwas neuem gesucht nach meiner ED und angefangen ehrenamtlich in verschiedene Zweige rein zuschnuppern. Bin damals bei der Senioren Betreuung hängen geblieben. Ich hätte nie gedacht das gerade eine Krebserkrankung einem helfen kann genau die Berufung zu finden, die frau ihr ganzes Berufsleben gesucht hat.


    Ich wünsche Dir gutes Finden!

    Liebe Grüße Jette73

  • Liebe Dax , ich war paar Tage im Urlaub und staune mit welchen Gedanken du dich trägst und selbstverständlich Trauer zu spüren. Auf der anderen Seite finde ich Ziele in unserer Situation auch wichtig. Setze dich aber nicht unter Druck. Schreib mal deine ganzen Stärken auf und auch die Schwächen. Oft ist das Plus bei den Stärken und daraus kann sich Unglaubliches ergeben. Ich für mich bin ja etwas älter und bewusst aus der Erwerbstätigkeit ausgestiegen. Bis jetzt hab ich noch nie lange Weile gehabt, im Gegenteil oft reicht die Zeit oder Kraft nicht. Aber ich hatte mich vor dem ganzen nach Alternativen gesucht. Es gibt bestimmt eine Möglichkeit, wo du dich beraten lassen kannst. Ich wünsche dir dass sich deine Wünsche erfüllen. LG Anke, Bluemli69

  • Liebe Dax,


    ich kannte jemanden, der hat 12 Jahre mit einer Erhaltungstherapie voll gearbeitet. Das war auch ein Tumor im Kopf - aber die Person brauchte die Arbeit. Leider wurde die Erhaltungstherapie beendet, und dann kam der Tumor zurück. Die neue Therapie hat nur noch zwei Jahre gewirkt. Also: das ist eine große Chance, dass du diese Erhaltungstherpie haben darfst und zwar solange, wie du es schaffst,. Und wird hoffentlich ganz super lange 30 Jahre der Fall sein.


    Also, vielleocht wartest du erstmal ab, wie es wird, mit dieser Erhaltungstherapie. Und dann merkst du vielleicht auch, was du dir zutrauen kannst und was nicht. In den altenBeruf nicht zurück zu können, das ist doof, das verstehe ich total. Aber dass es gar nichts anderes geben könnte? Das kann ich mir auch nicht vorstellen.


    Frag dein Herz, was dich interessiert. Vielleicht geht irgendwas tageweise, so dass du gar nicht ausfallen musst, solange alles läuft, wie es soll.


    Es ist natürlich völlig blöde, dass für dich mit der Erhaltungstherapie die Karten jetzt neu gemischt sind. Ich denke, es braucht etwas, bis du dich damit arrangiert haben wirst. Mir fällt natürlich auch nichts ein. Irengeas mit Kindern? DIe muss man ja auch dauernd retten. Also, meine Großneffen und -nichten sind jedenfalls Großmeister im Knie aufschrappen, Macke am Kopf und ähnlichem.


    Ach, keine Ahnung, ich wüsste da auch nicht weiter, aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.


    Ganz liebe Grüße


    Sonnenglanz

  • Danke ihr Lieben.

    Ich muss wirklich alles sacken lassen. Den Kopf wieder klar bekommen. Das ist nur nicht so leicht, wie gedacht. Mit der Aussage, dass ich nicht mehr so lange machen werde, damit konnte ich irgendwie besser umgehen. Seltsam.. ja da war auch ein tiefes Loch und viel Trauer, aber dafür konnte ich alles regeln wie ich es wollte. Vom Hospiz bis Beerdigung und welche Urne ich hätte gerne haben wollen. Tja, ich bin froh das die noch lange auf mich warten wird, ehrlich.

    Aber danke für eure lieben Tipps. 🤗❤️

  • Liebe Dax das ist ja aber auch krass, was du durchgemacht hast. Kein Wunder, dass es dich in eine Krise bringt. Das muss auch erstmal alles verarbeitet werden. Aber ich bin mir sicher, dass du etwas für dich findest. Und ich würde dich einstellen wenn ich ein Arbeitgeber wäre ☺️.

  • Liebe Dax,


    auch ich will dir ein paar Worte schreiben, die mir auf der Seele brennen.:)


    Ich finde es total normal, dass du traurig bist und deprimiert. Das hat nichts mit Janmern zu tun. Sondern es ist der Schmerz über den Verlust eines "normalen gesunden" Lebens. Ich weiss nicht warum Menschen immer stark sein wollen. Du trauerst um dein altes Leben.

    Und ich verstehe das so gut. Wenn ich mir vorstelle man bekommt sein lebenlang Therapie, Chemo, man muss immer wieder bibbern. Ich wäre da total deprimiert.;(


    Für deinen beruflichen Weg wünsche ich dir viel Kraft. Ein Job lenkt total ab. Ich bin Lehrerin und denke unter der Woche kaum an Krebs. Ganz verrückt.


    Alles gute meine liebe Dax.


    Lg Mareen<3:hug:

  • Liebe Dax

    ich kann deine traurigen Gedanken gut verstehen.

    Vielleicht wäre der "kleine" Heilpraktiker, der HP Psych etwas für dich.

    Meine Psychoonkologie war auch früher Rettungsassistentin, wollte dann Medizin studieren und hat sich dann für die Psychologie entschieden.

    Oder du gibt Fortbildungen in 1.Hilfe.

    Ich muss alle zwei Jahre mit meinem Herzsportübungleiter zur Verlängerung und da ist immer 90 Min. Reanimation Pflicht. Oder in Schulen und Kindergärten gibt es doch auch so 1.Hilfe-Kurse.

    Vielleicht wäre das was?

    Frage doch mal beim Roten Kreuz oder den Malteser nach.

    Oder möchtest du etwas ganz anderes machen?

    Hast du nicht so süße Herzchen genäht?

    Laß' deine "neue Berufung" dich finden und halte einfach nur deine Augen und Ohren offen.und gib dir Zeit.

    GLG Blume18

  • Dari, ja es ist schon erstaunlich, dass man mit der Aussage, es geht nicht mehr lange, teilweise besser zurecht kommt als mit der Option auf lebenslange Therapie. Ging mir auch so. Der Kopf hat da einfach noch mehr zu verarbeiten und zu durchdenken. Ich drück dich fest, du findest deinen Weg. :)

  • Liebe Dax,


    hoffe du hast den Kopf ein kleines bisschen frei bekommen in Sachen Zukunft.??


    Ich denke an dich und drücke dir maximal die :thumbup: für ein prima Untersuchungsergebnis!!!


    Liebe Grüße und :hug: