Lymphdrainage

  • Hallo Kaffeemaus,


    während meiner Bestrahlung sollte ich nur kühlen und haut pflegen. Ich hätte auch niemanden anfassen lassen, das war extrem unangenehm. Meine letzte Bestrahlung war 22.12. ich hatte jetzt erste radiologische Kontrolle und soll jetzt mit Lymphdrainage beginnen. Berühren von Brust und Mamille ist immer noch mit Vorsicht.

    Wenn es für dich unangenehm ist, ist momentan nicht der richtige Weg.

    Ich wünsche Dir viel Kraft:hug:


    LG

  • Während Bestrahlung finde ich auch ungewöhnlich.

    Ich hatte inzwischen schon bei 6-8 verschiedenen Therapeuten Lymphdrainage und es kommt sehr stark darauf an, WAS die tun, WIE sie es tun, aber auch sehr sehr stark auf die Sympathie und das menschliche.

    Ich hatte in Reha sehr kompetente Damen, dann eine Lymphdrainage-FIrma ( wie nennt man die denn?), mit 3-4 Leuten die alle nicht wussten was sie da tun, wechselte und habe nun kompetente Leute, aber auch da gibt es Unterschiede, und manchmal sind das nur Kleinigkeiten, wie dass der Therapeut zu viel redet .

  • Ich hab die lymphdrainage jetzt erstmal abgebrochen.

    Ich bin doch recht empfindlich auf der Haut und die Rötung nimmt zu.

    Fühle mich nach dieser Entscheidung recht erleichtert.

  • Hallo,bekommt jemand von euch eine Lymphmassage? Ich hatte am 4.6. meine Lymph-OP und habe jetzt meine 4te EC hinter mir.Wollte mal fragen ob men so eine Lymphmassage vorsichtshalber macht oder erst wenn man ein Ödem hat? LG

  • Hi liebe Shiba,


    Mir wurde Ende Mai '18 brusterhaltend ein 3,5cm Tumor und gleichzeitig 19 axiale Lymphknoten entfernt. Als ich noch in der Klinik das Thema Lymphmassage ansprach, sagte mir der onkologische Chirurg: "Wenn man da jetzt mit Massage beiginge, würde man ständig den Wundheilungsprozess stören. An Lymphmassage könnte ich in ca einem halben Jahr, wenn die riesige Wundhöhle ausreichend Zeit hatte zu verheilen, denken." An seine eindringliche Empfehlung, 4 Wochen lang so zu tun, als hätte er mir den Arm amputiert, habe ich mich überwiegend gehalten. Und bisher hatte ich keine Probleme. Meinen "Krebsarm" kann ich auch wieder uneingeschränkt schmerzlos bewegen und angeschwollen war er auch noch nicht.



    Wenn jemand ein Lymphödem entwickelt, mag das wieder anders sein.

    Aber achte bitte dringend darauf, das Dein Krebsarm nie wieder gestaut wird, auch nicht zur z. Bsp. Blutabnahme mit Stauschlauch und Blutdruckmessung mit Oberarmmanschette.

  • Hallo@Zottelbaerin,vielen Dank für die Antwort,bis jetzt ist bei mir auch alles ok mit dem Arm.Was mich halt noch sehr stört ist das die Achselhöhle immer noch taub ist .Ich empfinde das als sehr unangenehm.Ist das bei dir auch noch so? Mir hat man gesagt das das Gefühl wiederkommen kann oder auch nicht LG

  • Liebe Shiba,


    ja, so hieß es bei mir auch. Das kann wiederkommen und das kann bis zu einem Jahr dauern oder es bleibt für immer taubt.


    Anfangs war bei mir auch alles Taub. Mich hätte man an der Achselhöhle ohne Narkose operieren können. Aber langsam kommt wieder etwas Gefühl in die Haut. Nur z. Bsp. die leichte Emulsion vom Deoroller spüre ich noch nicht.

    Anfangs hatte ich auch ein Missgefühl im Oberarmschwabbel. Das hat sich auch gelegt.


    Bei Dir kommt das Gefühl bestimmt auch wieder, hab noch etwas Geduld. Toi, toi, toi :thumbup:

  • Wollte mal fragen ob men so eine Lymphmassage vorsichtshalber macht oder erst wenn man ein Ödem hat? LG

    Hei!

    Ich bin Lymphdrainagetherapeutin. Ich habe bei der Weiterbildung in der Fö**i-Schule gelernt, dass vorbeugende MLD keinen Sinn macht. Entweder funktioniert der Lymphabfluss (kein Ödem) oder nicht (Ödem). Im 2. Fall sollte auf jeden Fall mit MLD behandelt werden und das geht auch, ohne im OP-Gebiet zu arbeiten. Man greift dann auf "Umleitungen" zurück. Ist das so verständlich?

    Stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

    LG friluftsliv


    __________________________________________________________________________________________________

    Man muss das Leben nicht verstehen, es reicht, wenn man sich darin zurecht findet.

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Zitat gekürzt

  • Danke für die Antwort,ich habe bis jetzt keine Probleme,war nur so eine allgemeine Frage.Aber dann kann ich ja erstmal beruhigt sein

    LG und einen schönen Sonntag

  • Liebe Foris,

    Chemotherapie und OP habe ich hinter mir. Bin momentan in der 3. Woche von 33 Bestrahlungen. Kurz vor Beginn der Bestrahlungen machte meine OP-Narbe Probleme. Es bildeten sich Verhärtungen unter der Narbe lt. Ärztin Verkalkung oder Nekrose. Jetzt würden Lymphdrainagen verschrieben allerdings würde ich die nur so lange bekommen bis die Haut sich rötet also 1 bis 2 Mal. Dann Pause und evtl. nach der Bestrahlung weiter. Ich bin mir unsicher ob das was bringt. Hat jemand von Euch auch Lymphdrainage mit Unterbrechungen? LG Sally11

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Liebe Sally,


    ich würde die Lymphdrainagen auf jeden Fall machen - und eigentlich kann ich nicht nachvollziehen, warum du Pause machen sollst. Ich hatte auch während der Bestrahlung einmal wöchentlich Lymphdrainage, die war dann einfach angepaßt und es wurde mehr über den Rücken ausgeleitet. Mir hat es immer gut getan, vielleicht fragst du einfach mal deine Physiotherapeutin, die die Lymphdrainage machen wird, ob eine Pause nötig ist. Übrigens war es überhaupt nicht einfach, eine Physiotherapeutin mit dieser speziellen Zusatzausbildung zu finden, die auch noch freie Termine hatte. Und meine Therapeutin machte auch Narbenmobilisation, das war besonders effektiv (allerdings nicht ausgesprochen angenehm, fühlte sich danach aber sehr gut an).


    Ich wünsche dir, dass du die letzten Bestrahlungen auch noch gut hinter dich bringst und dir bald nicht mehr Gedanken über Narben-Probleme machen mußt.

    :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Hallo Tonwerk,

    danke für Deinen Beitrag. Die Strahlenärzte meinten bis sich die Haut rötet so ab der 4. Woche könnte man die Lymphdrainage machen. Die sind sehr vorsichtig. Auch Cremen soll ich erst wenn es sich rötet mach ich aber jetzt schon.

    Wie ist es denn mit den aufgemalten Markierungen während der Drainage? Damit sind die in der Strahlenklinik ganz streng. LG Sally11

  • Liebe Sally!


    In der Tat, bei meiner Strahlenklinik waren die Markierungen auch das A und O und beinahe heilig - bei der Lymphdrainage war das aber überhaupt kein Problem in der Zeit. Cremen war auch absolut verboten, nur Babypuder war erlaubt. Später habe ich festgestellt, dass es je nach Strahlenklinik verschieden gehandhabt wird, bei einigen war Cremen erlaubt. Übrigens hat mir meine Physiotherapeutin damals Quarkwickel empfohlen, die nehmen die Hitze aus der bestrahlten Region. Das war wirklich sehr gut und ich bin gut durch die Bestrahlungen gekommen. Hatte am Ende auch gerötete Haut und auch eine Art Sonnenbrand auf der Brustwarze, aber 14 Tage nach Ende der Bestrahlung war alles wieder bestens und ich konnte in der Reha Schwimmen gehen.


    Liebe Grüße


    Ingrid

  • Hat jemand Erfahrungen mit dauerhafter/länger anhaltender Lymphdrainage?


    Gestern hatte ich meine erste Lymphdrainage- und heute 1/2 kg weniger auf der Waage. Ich musste nach der Behandlung auch öfter als sonst zur Toilette. Das Wichtigste ist aber, dass die geschwollenen Knöchel und Füße- links stärker als rechts, weil da mehr Lymphknoten entfernt worden sind (aus dem Bauchraum- nach Endometriumcarcinom) , deutlich abgenommen haben.


    Der Masseur- der auf einer vorherigen Zustimmung der Onkologen bestand- sagte gleich, dass das eine Dauertherapie sei, weil der Effekt nicht dauerhaft anhalte- zuerst 3-4 Behandlungen im Wochenabstand, dann alle 2 Wochen und langfristig werde man sehen.


    Das Ganze ist (noch) nicht sehr arg und mir passen auch noch alle Schuhe, aber ich habe die Flüssigkeitsansammlung doch bemerkt. Bei so einem leichten Fall bezahlt die Kasse nichts, aber ich werde mir diesen "Luxus" vorerst gönnen.


    Gruß Gerda

    Einmal editiert, zuletzt von Charis () aus folgendem Grund: Hierhin verschoben.

  • Liebe Hamster,

    ich bekomme mittlerweile seit fast 2 Jahren regelmäßig zweimal die Woche Lymphdrainage. Fällt ein Termin aus, dann merk ich das sofort.

    Warum bekommst du die nicht verschrieben.

    Mein Onkologe verschreibt sie mir, aber meine Gyn würde das ebenfalls machen.

    Wenn die Angst anklopft, schick die Hoffnung an die Tür. 🌻

  • Liebe Angel12!


    Ich habe bei der Krankenkassa (online-Infos) nachgelesen. Lymphdrainagen werden nur unter bestimmten Bedingungen übernommen. (Wickeln des Fußes usw.)


    Meine Knöchel und Füße sind nicht sehr stark angeschwollen, nur manchmal spannt es etwas am Rist des linken Fußes. Das reicht wohl nicht für eine Kostenübernahme, aber ich wollte es probieren.

    Glücklicherweise bin ich in der Lage, mir auch einmal Behandlungen selbst zu bezahlen. Aber ich werde beim nächsten Kontrolltermin mit dem Onkologen reden.


    Gruß Gerda

  • Liebe Hamster , da Dir ja Lymphknoten fehlen, bzw. du den Lymphstau durch eine Krebserkrankung hast, steht dir Lymphdrainage auch länger zu.

    Dein Arzt muss nur auf die Verordnung " Heilmittel außerhalb des Regelsatzes" schreiben. Das gilt für längerfristige Probleme, die even nur durch diese bestimmte Behandlung reduziert werden können.