Meine Mama hat Brustkrebs

  • Hallo an Alle,



    ich weiß nicht sorecht wie ich anfangen soll...


    Vor ein paar Tagen hat meine Mutter die Diagnose Brustkrebs bekommen.


    Sie weiß nicht zu welchen Ärzten sie gehen kann...welche Behandlung sie nehmen soll...


    Der Arzt bei dem sie momentan ist, will jetzt wohl in den nächsten 14 Tagen schauen, ob sie auch eine andere Behandlung außer Chemo machen kann.


    Wenn ich Chemo höre denke ich sofort negativ...


    Kann mich jemand mal richtig aufklären :-(? Am besten jemand, der damit selber Erfahrungen gemacht hat....Im Internet steht total viel...


    Ich wünschte es gäbe jemanden der mit meiner Mama reden könnte....Sie ist eine sehr starke, liebe, ehrliche und herzensgute Person. Ich glaube Sie braucht selbst
    Jemandend, der damit schon Erfahrungen gesammelt hat.....


    Ich weiß nicht wie ich ihr Ratschläge geben kann...außer zuhören....


    Freue mich über eure Rückmeldungen :( ....!!!!


    Liebe Grüße


    Choco

  • Liebe Choco,


    Herzlich Willkommen hier im Forum.


    Ich verstehe gut, dass Du Dir Gedanken machst um Deine Mama. Die Diagnose Brustkrebs schickt erst einmal alle, sowohl die Betroffene wie auch die Angehörigen, auf eine Achterbahn der Gefühle.


    Aber jetzt erst einmal ganz tief durchatmen! Brustkrebs ist zumeist kein Notfall, so dass Ihr Zeit habt, Euch wirklich gut zu informieren. Zuerst muss einmal abgeklärt werden, welche Art Tumor Deine Mama hat. Danach richtet sich dann die weitere Therapie.


    Gute Informationen zum Thema Brustkrebs findest Du auf der Seite des Krebsinformationsdienstes unter http://www.krebsinformationsdi…rten/brustkrebs/index.php


    Außerdem gibt es vom Krebsinformationsdienst interessante Informationen zur Arzt- und Kliniksuche unter http://www.krebsinformationsdi…essen/ansprechpartner.php und http://www.krebsinformationsdi…ssen/ansprechpartner2.php


    Sinnvoll ist es auch, sich als Betroffene in einem zertifizierten Brustzentrum behandeln zu lassen. Diese Zentren gibt es flächendeckend. Eine Liste findest Du auf der Seite der Gesellschaft für Senologie unter http://www.senologie.org/brustzentren/


    Und für den Austausch mit Betroffenen kann sich Deine Mama auch an eine Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs wenden. Wo es eine Gruppe in Eurer Nähe gibt, kannst Du unter http://www.frauenselbsthilfe.d…n/gruppen-in-ihrer-naehe/ nachschauen.


    Ich weiß, das sind jetzt eine ganze Menge Informationen. Aber vielleicht helfen sie Dir ein bisschen.


    Und noch etwas: passe auch auf Dich selbst auf, überfordere Dich nicht - und frage am besten Deine Mama, welche Unterstützung sie sich von Dir wünscht.


    Ihr schafft den Weg durch die Erkrankung. Wenn du hier ein bisschen stöberst, wirst Du sehen, dass es zwar Ängste und Bedenken gibt, aber auch, dass die Therapien zu schaffen sind.


    Ganz liebe Grüssles



    Saphira

  • Ich habe keinen Brustkrebs aber ich wollte Dir was zur Chemo sagen. Ich hatte eine Leukämie und habe fünf Hochdosischemos bekommen. Die Nebenwirkungen haben sie gut im Griff halten können und das Ganze war nicht wirklich schlimm. Der Ruf der Chemo ist meiner Meinung nach das Schlimmste dran. Das Beste ist, ich hatte über 80% kranker Zellen im Blut und nun habe ich lauter gesunde. Die Chemo hat mir ein neues Leben geschenkt. Eine Alternative gab und gibt es nicht - in meinem Fall.
    Chemo hat Nebenwirkungen, das hat Bestrahlung und Hormontherapie aber auch. Krebs ist eine wirklich schlimme Krankheit, die eben heftige Medikamente braucht um bekämpft werden zu können. Ich wünsche deiner Mutter Ärzte, die ihr helfen und auch Dir ein wenig die Angst nehmen können. Die Behandlungen sind heutzutage so unterschiedlich wie die PatientInnen und die Krebsarten selbst. Alles, alles Gute. Wolke

  • Hey


    Das ist total lieb, dass ihr so schnell antworten konntet!
    Erstmal vielen Dank für die ganzen Informationen. Die werde ich meiner Mutter zeigen und mit ihr darüber sprechen. Total lieb !!


    Und ja! Chemo hat einen sehr schlechten Ruf...:( wenn ich bisher was davon gehört hatte war es nicht, wie in deinem Fall, so positiv ....
    Ich freue mich natürlich, dass dir das so geholfen hatte!
    Darf ich fragen wieviele Sitzungen du hattest?
    Wie lange hatte das gedauert, als du alles überstanden hattest Wolke?..
    Warst du alleine immer dahin gegangen oder kam die Familie mit?


    Meine Mutter und ich wohnen knapp 120Km auseinander. Ich weiß nicht wie ich das machen soll.....sie da immer zu begleiten...:(.... Ich hab so ein schlechtes Gewissen. Gerade dann braucht sie doch die Kraft....
    Sie meinte sie würde das schon schaffen und ich soll mir nicht so viele Gedanken machen, dass sie das schon schaffen würde,...... Aber es ist einfacher gesagt als getan....


    Liebe Grüße

  • herzlich Willkommen hier in unserem Forum, auch wenn der Anlass kein schöner ist... Zu Brustkrebs und Chemo u.ä. kann ich rein gar nichts sagen, aber ich finde es toll, wie du dich für deine Mutter einsetzt. Aber vergiss dich selbst nicht dabei! Bei 120km Entfernung kannst du einfach nicht immer bei ihr sein und wenn deine Mutter sagt, dass sie das schafft, dann ist sie vielleicht stärker als du denkst? Krisensituationen setzen oft ungeahnte Kräfte frei. Helfe deiner Mutter so gut du kannst, aber versuche auch ohne Schuldgefühle zu akzeptieren, dass da auch Grenzen sind, es ist einfach so!
    Wir haben so viele Vorstellungen, wie etwas sein sollte, wie ich mich verhalten sollte, aber es ist/geht einfach nicht so! Das Leben (Lebensumstände) hat seine eigenen Regeln. Dein Mitfühlen und mögliches Unterstützen helfen deiner Mutter schon sehr :thumbup: und bald kannst du ihr ja auch mit vielen Infos helfen ;) .


    Liebe Grüße
    und viel Kraft und Zuversicht
    für dich und deine Mutter,
    Wölfin :)

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo,
    Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, Chemo ist wirklich nicht so schlimm wie der Ruf . Mit der Anzahl Behandlungen, wird man zwar körperlich schwächer, aber starke Nebenwirkungen hatte ich keine.
    Ich spreche aus Erfahrung, ich wurde zwar immer von meinem Mann begleitet, aber ich hätte sogar selber mit dem Auto hinfahren können. Sicher ist es schöner wenn man begleitet wird, da es doch einige Stunden dauert.
    Ich hatte 6x alle 3 Wochen Chemo (Taxol und Platinium)und dann noch 6wochen Bestrahlung jeden Tag.
    Jetzt nach einem Jahr fange ich wieder mit arbeiten an.
    Ich wünsche dir und deiner Mutter viel Kraft und Ausdauer bei der dringend benötigten Behandlung.
    liebe Grüsse
    Doris

  • Ich möchte Dich hier im Forum herzlich willkommen heissen. Meine Vorschreiberinnen haben Dir schon viele Infos
    geschrieben. Ich möchte Dir meine Erfahrungen in Punkto Chemo schildern. Bin vor 8 Jahren an beidseitigem Brustkrebs
    erkrankt. Bekam zuerst Chemo 4 x E C und 4 x Paclitaxel . Musste alle 2 Wochen zum Krankenhaus hin. Nachdem ich den
    Medikamentencocktail intus hatte durfte ich wieder nach Hause. Ich habe die Chemos bis auf eine leichte Übelkeit und
    Müdigkeit in den ersten 2 Tagen soweit gut vertragen, denn es gibt heute gut wirksame Medikamente gegen die Neben
    wirkungen. Man bekommt bevor die Chemomedilamente gegeben werden etwas gegen Übelkeit , etwas damit die Magen
    schleimhaut nicht geschädigt wird usw. Zusätzlich bekommt man auch etwas mit nach Hause gegen die Nebenwirkungen.
    Damit liess sich die Chemo ganz gut ertragen. In 4 Monaten war ich mit der Chemo fertig. So war das bei mir , aber es
    gibt verschiedene Chemotherapien , die dann unterschiedlich lange dauern.


    Aber wer weiss , vielleicht braucht Deine Mama ja keine Chemo oder steht das schon fest ? Das hängt von den Ergebnissen
    ab. Die Chemo war früher mit viel mehr Nebenwirkungen behaftet, daher auch der negative Ruf.Ich bin jedenfalls froh dass
    die Behandlungen so verlaufen waren . Ich weiss nicht ob ich ohne Chemo jetzt noch so gut dran wäre. Operation und
    Bestrahlung alleine hätten in meinem Fall wohl nicht gereicht.


    Aber es gibt Fälle, wo das reicht.
    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter viel Kraft und positive Energie,dass ihr den richtigen Weg findet und auch für die
    Behandlungen. Pass auch auf Dich selber auf.Einen schönen Ostermontag noch :P
    :hug:


    LG.alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Choco,


    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!
    Ich finde es total toll, dass du dich hier einbringst und informierst für deine Mama. Da hat sie offensichtlich eine ganz starke Tochter an ihrer Seite :) Pass dabei aber auch gut auf dich auf. Die Diagnose reißt erstmal allen den Boden unter den Füßen weg und bis zum Therapiestart wird man mit so vielen Fragen konfrontiert. Da ist es super, wenn man offen drüber spricht. Ich stimme meinen Vorrednerinnnen voll zu, dass du deine Mama einfach fragen kannst, welche Unterstützung sie sich wünscht. Es wird Tage geben an denen sie dich ganz nah haben möchte, aber auch Tage, die sie für sich alleine braucht. Ich habe aber das Gefühl, dass ihr Beiden das gut hinbekommen werdet.


    Zu meiner Erfahrung: Ich habe gerade 4 mal EC hinter mir und bin gerade in der Hälfte mit Paclitaxel. Auch ich hatte vorweg nur die Horrogeschichten über Chemo im Kopf, aber so ist es wirklich nicht mehr. Natürlich macht Chemo etwas mit dem Körper und Nebenwirkungen gehören dazu, aber die waren und sind bei mir gut zu ertragen. Ich kann meine Tage größtenteils trotzdem so gestalten, wie ich das möchte. "Schön" als Brustkrebspatient ist wirklich auch, dass man die Chemo ambulant bekommt und danach direkt wieder nach Hause kann. Das hilft bei mir bei der Heilung ungemein, wenn man in den eigenen 4 Wänden ist. Ich werde jedes Mal von meinem Freund begleitet, aber das braucht er glaube ich mehr als ich manchmal ;) Bei der Chemo trifft man so viele Frauen immer wieder, mit denen man quatschen kann oder man schläft eine Runde oder nimmt sich Sachen zur Beschäftigung mit.


    Ich wünsche deiner Mama und dir ganz viel Kraft für den kommenden Weg und freue mich auf den Austausch mit dir.
    Du kannst hier alle Gedanken loswerden, die dich beschäftigen. Wir tragen uns hier gegenseitig und keine Frage ist blöd.


    LG, Sonja

  • Liebe Choco,


    das ist toll, dass Du Deiner Mutter so hilfst, aber achte auch auf Deine eigenen Grenzen. Da musst du dich nicht schuldig fühlen.


    Ja, zum Glück gibt es bei der Chemo heutzutage gute Magenmittel.


    Willkommen bei uns im Forum!


    Alles Liebe für Dich und Deine Mutter
    Magnolia

  • Hallo Chocoladyx,


    schön das du den Weg in dieses Forum gefunden hast - du wirst hier Antworten auf viele Fragen und ganz liebe Leute treffen. Vielleicht mag sich deine
    Mama ja auch selbst anmelden? Ich finde es jedenfalls ganz toll, dass du sie unterstützt und dich kümmerst und für sie informierst.


    Die ersten Tage nach dem Erhalt der Diagnose sind schrecklich, weil man sich hilflos und allein gelassen fühlt und so gar nicht weiss, was man als
    nächstes tun muss/kann. Wenn ihr aber erst einmal mit dem Arzt gesprochen habt und mal so eine ungefähre "Marschrichtung" habt, wird es besser und
    der Kopf klarer. So hab ich das zumindest empfunden. Macht euch nicht verrückt und seht dem Arzttermin positiv entgegegen. Schritt für Schritt machen. ;)


    Klar es kann nicht schaden sich wo auch immer Informationen zu ziehen - aber macht euch nicht mit Internetseiten verrückt. Ich habe nach meiner Diagnose ganz schnell damit
    aufgehört alles, was ich finden konnte zu lesen - denn das meiste davon hat mich verängstigt, erschreckt und frustriert.


    Als ich gesagt bekam, dass ich wohl auch eine Chemotherapie brauche, war ich am Boden zerstört und hatte das Gefühl, das jetzt die Welt unter-
    geht. Auch ich hatte nur gruselige Sachen gelesen oder gehört. Fast jeder im Bekanntenkreis hatte noch irgendwelche Horroranekdoten auf Lager,
    das war jetzt auch nicht unbedingt das was man hören mag. Ganz wichtig - lernen wann man die Ohren besser auf Durchzug stellt und wann sich
    hinhören lohnt.


    Die Chemo ist kein Zuckerschlecken, aber sie ist auszuhalten. Ganz bestimmt. Es gibt viele Nebenwirkungen und genau so viele Medikamente, die
    diese lindern, man muss es halt dem Arzt mitteilen, was "zwickt". Ich habe jetzt 9 von 12 Anwendungen geschafft - und die meiste Zeit ist es mir gut bis sehr gut dabei gegangen. Ich bekomme meine Anwendungen ambulant - darf also auch gleich danach nach Hause gehen. Am Infusionstag ist nicht mehr viel mit mir anzufangen, da leg ich mich
    ins Bett, schaue fern oder höre mir ein Hörbuch an. Gesellschaft wil ich da gar nicht unbedingt haben. Da bin ich einfach froh, wenn ich meine Ruhe
    hab. Vielleicht wird das bei deiner Mama ja auch so sein, das wird sich zeigen - ich würde mir da jetzt erst mal noch keinen Stress machen. Aber am nächsten Tag bin ich meist schon wieder recht munter.


    Versucht irgendwie dahin zukommen, dass ihr die Therapie (genauso wie alle anderen Massnahmen) als Freundin seht und nicht als Monster, dass hilft schon ein bisschen.


    Ich wünsche dir und deine Mama jedenfalls alles alles Gute - Kopf hoch - es wird schon wieder!!!! :hug:


    LG
    Kaktus

  • Ich habe fünf Zyklen "Hochdosis" bekommen. Die ersten beiden dauerten 7 Tage (a 2- 3 "Sitzungen"), die letzten 3 5 Tage a 2 "Sitzungen". Ich habe alles im Krankenhaus bekommen. Am Anfang war ich für die beiden Zyklen durchgehend fast 7 Wochen sationär die letzten 3 Sitzungen je 2-3 Wochen. Meine erste Chemo war im Mai vor einem Jahr, die letzte im Oktober. Ich werde ab nächsten Monat auch wieder arbeiten gehen. Ich bin ziemlich fit bis auf ein angeschlagenes Immunsystem, was bedeutet, dass ich sehr aufpassen muss, dass ich nicht statt einer Erkältung gleich eine Lungenentzündung bekomme. Auch weil ich zwei davon während meiner Erkrankung hatte. Am Schlimmsten waren für mich die 8 Tage auf Intensivstation. Ich habe zwei kleine Kinder und war immer allein oder fast immer. Gut geholfen hat mir meine Schwester in den USA, die mir immer gemailt hat und geskypt. Klar, wäre es schön gewesen, wenn mich mal jemand anders angefasst hätte als das Personal oder mir die Hand gestreichelt hätte. Aber sie hat mir geholfen, weil sie mir zugehört hat, weil sie meine Gedanken angehört hat und wir ehrlich mit unseren Ängsten umgehen konnten. Das ging sonst mit niemandem. Außer den Psychoonkolgen. Wenn es geht und deine Mutter das will, ist das sicher eine ganz große Hilfe. Es gibt auch Beratungen z.B. bei den Krebsberatungsstellen wo Angehörige sich beraten lassen können. Und Betroffene. Die Menschen dort haben mir auch sehr geholfen. Also ich denke, wenn Du es schaffst Deine Mama mal zwischendurch zu besuchen und sie anrufst und ein offenes Ohr für sie hast, ist das schon sehr, sehr viel...


    P.S. Und Ohren auf Durchzug-stellen und ja nicht googeln sind meine Lieblingstipps. Im Internet schreiben meistens die Leute mit den schlimmsten Erfahrungen, da liest man z.B. dass es fast unmöglich ist eine Leukämie zu heilen (was keinenfalls stimmt) und meine Lieblingsanektote ist eine "Bettenschieber" der mich am zweiten Tag im Krankenhaus, also gleich nach der Diagnose, herumgeschoben hat und meinte: Ach Leukämie, sehr schlimm, da ist der Freund von meinem Arbeitskollegen auch dran gestorben ... 8|

  • hallo
    meine schwester wohnt auch weiter weg.
    sie half mir mit essen aus dem reformhaus zb,sie lies mir zwieback schicken,nach absprache.
    sie schenkte mir malzbier,das gute biobier.
    sie rief an,2 x kam sie in ins kh ohne anmeldung mit essen-snaks,kekse,soyadessert.
    siche rgibt es dinge ,die du deiner mutter schickenlassen kannst durch ortsansässige bertriebe.
    sowas wirkt kalt,aber aus erfahrung,es tut verdammt gut leckeres malzbier zu trinken. wenn es einem hilft und es
    wie durch ein wunder vor der türe steht.
    aber klar ,umarmen und während der chemo dabei zu sein ,das ist was anders.
    lg farina

  • Hallo choko. Wie schön das du dich so um deine Mutter kümmerst. Hier im forum findest du immer ein offenes ohr. Meine Vorredner haben an tips ja schon so weit alles gesagt.Ich selber habe die Diagnose brustkrebs seit ende mai. Also selber noch relativ frisch. Meine ersre chemo verlief ohne Nebenwirkungen. Jedenfalls ohne nennenswerte. Ich versuche sehr positiv damit umzugehen und rede viel mit meiner Familie und meinen Freunden wenn mir danach ist. Ich glaube fest daran das es auch viel Kopfsache ist. Ich weis das das nicht jeder kann und das sicherlich typabhängig ist, aber ich werde mein lachen behalten. Mach dich nicht verrückt und wartet ersteinmal die genauen Daten der Untersuchung ab.Brustkrebs ist eine schlimme Erkrankung aber wie sagt meine Freundin ( ist Ärztin im Brustzentrum). Wenn schon Krebs dann dieser. Er ist der mit der besten Heilungschance. Deine Mama kann mich gern anschreiben wenn sie möchte. Ich bin so positiv da gebe ich gern erwas von ab. Versuche dich auch um dich selbst zu kümmern. Ich habe die Erfahrung gemacht das sich meine Familie und Freunde mehr Sorgen um mich machen als ich selbst. So bitter es ist aber es ist nunmal nicht zu ändern. Also habe ich die Diagnose angenommen und versuche so gut wie möglich damit um zu gehen. Ich habe es nicht in der Hand also vertraue ich meinen Ärzten und der Medizin. In der onkolischen praxis sind sie total nett und es wird sogar gelacht. Mein mann dürfte während der Behandlung nicht dabei sein und ich würde das auch nicht wollen. Sie dauert drei Stunden und die ganze Zeit ein sorgenvolles Gesicht neben mir... er würde es mir gern abnehmen aber das geht halt nicht. Rede offen mit deiner Mutter was sie möchte. Ich wünsche euch beiden viel Kraft denn die braucht nicht nur die erkrankte sondern auch alle die sie lieb haben. Lg petra

  • Hallo Choco,


    auch von mir erstmal ein ganz liebes Hallo in unserem familiären Forum.
    Es ist etwas ganz ganz wertvolles, wenn man als Erkrankte weiss, dass Jemand für ein da ist, wie du es machst finde ich es ganz doll.
    Ja wenn man Chemo hört, dann erschreckt das einen ganz schön.
    Aber ich hatte auch 6 Chemos und es ist zu schaffen, klar ist es nicht gerade ein Spaziergang, aber man weiss auch warum man
    so stark ist und es schafft.
    Es kommt auch immer auf den Tumortyp an und es gibt viele Variationen von Chemos, denn die Chemo wird gezielt auf den Tumor
    rausgesucht. Bin nach Chemo operiert worden und er war nach der letzten Chemo nicht mehr da und auch nicht mehr im Gewebe
    nachweissbar.
    Hatte dann noch 33 Bestrahlungen zur Sicherheit, die gut vertragen habe.
    Deine Mama soll sich aufjedenfall in einem zertifizierten Brustzentrum behandeln lassen, dort habe sie die meisten Erfahrungen.
    Wenn du mir per PN den Wohnort schreibst, kann ich dir vielleicht, wenn es in meiner Nähe, ist eine sagen.
    Auch gut ist , wenn sich deine Mam nach einer Psychoonkologin umsieht. In den Kliniken gibt es meisten welche die sie in der Zeit
    begleiten und für später wäre in der Nähe vom Wohnort eine Psychoonkologin sehr unterstützend.
    Drücke deiner Mam ganz feste die Daumen, das für sie die richtige Behandlung gefunden wird und das sie die Bestie damit ausrotten kann.
    Euch beiden für diese Zeit viel Kraft, Energie und Zuversicht.
    Wenn es weitere Fragen gibt oder einfach nur zum Reden, wir sind immer fürneinander hier da.