Muskel- und Knochenschmerzen

  • Sommerliebe-87 , das kenne ich gut. Immer an meinen schlechten 3 Tagen drückt es da auch, bei mir besonders rechts, ich vermute dort Leber und Lunge. Auch find ich, dass an diesen Tagen die Bronchien eher ein bisschen verschleimt sind. Es wird auch nach jeder Pacli deutlicher. Weil ich seit Wochen aber 2x Filgastrim spritzen muss, denke ich auch, das sind dann die verzögerten NW. Der Lendenbereich, Becken und die Beinknochen tun dann auch weh solange man sich still hält. Wir haben's ja jetzt eh schon bald geschafft. Wann bist du fertig?


    Artea , wie geht es Dir? Wie lange nach Chemoende hattest du die op? Bei mir ist das voraussichtliche Chemoende am 2.10. Und am 6.10. Hab ich schon die Besprechung im BZ und soll bei der mammographie, Kardiologie, ...mitbringen.

  • Hallo,


    ich hatte Mittwoch die erste Pacli. Mittwoch selber war ich nur müde. Donnerstag ging es, ich war da aber aufgedreht. Nun habe ich heftige Schmerzen in den Gelenken und Muskeln. Die Knie tragen mich kaum. Da ich Blutverdünner nehme, kann ich auch keine Ib.......nehmen. Gibt es noch andere Tipps? Wärme hilft nur bedingt, weil es auch so schmerzt, dass ich unruhig bin.

  • Aenneken Ich nehme und habe auch zur zeit der Pacil Magnesium genommen. Ja Wärme war nur manchmal angenehm. Das ist Mist das du keine Schmerzmittel nehmen kannst 🤔🤔🤔... weil ich hatte bis vor einer Woche noch deftig mit den Schmerzen zu tun... und da half wirklich nur I .. ich wäre sonst verrückt geworden 😕

  • Caro1710


    Ich kann schon Schmerzmittel nehmen, aber ich weiß das I......besser hilft als z.B. Ti...in.


    Bin aber schon mal dankbar, dass du schreibst, dass es bei dir auch ohne Schmerzmittel nicht gehen würde. Ich denk, ja immer schon, ich sie neuerdings extrem empfindlich.

  • Aenneken ich wollte ja zuerst keine Schmerzmittel nehmen... und meine onkologin hat mir dann eindringlich geraten es doch zu tun .... damit mein Schmerzgedächnis ausgeschaltet wird... und...ich denke mal es hat geklappt. Aber wie gesagt ... vorab hab ich ganz schön gelitten weil ich den Mist nie nehmen wollte.

  • Zu den verbreiteten Bedenken bei Schmerzmitteln ein paar Erfahrungen:

    Mir hat mal eine befreundete Apothekerin gesagt, dass man, wenn man wirklich Schmerzen hat, entschlossen zu nicht zu niedrig dosierten Schmerzmitteln greifen solle und diese so nehmen, dass ein ununterbrochener "Spiegel" im Blut entsteht:

    Begründung:

    1. Bei fast allen Schmerzen sind entzündliche Prozesse dabei, und Schmerzmittel wirken u.a. entzündungshemmend.

    2. Wenn man zu oft auch stärkere Schmerzen auszuhalten versucht, gewöhnt man sich leicht Fehlhaltungen und dysfunktionale Bewegungsabläufe an, um dem Schmerz auszuweichen, die ihrerseits Schaden anrichten und die man nicht leicht wieder los wird, wenn das zu lange dauert.

    3. Vermeiden von "Schmerzgedächtnis" (s.o.)

    4. Mit Schmerzmitteln verläuft die schmerzende Beschwerde i.d.R. kürzer, d.h., man kann irgendwann mit dem Zeug aufhören.
    Ich hatte vor einigen Jahren eine multiple Beckenfraktur, da habe ich über 2 Monate Schmerzmittel nehmen müssen (es ging wirklich nicht ohne, dabei bilde ich mir ein, eine relativ hohe Schmerztoleranz zu haben), anfangs auch wochenlang Opiate. Als es anfing besser zu werden, habe ich das Zeug zunehmend (und problemlos) weglassen können und dann jahrelang nur in größeren Abständen ganz "normal" 2-3 Tage mal was gebraucht, für meine anderen orthopädischen Baustellen. Wenn ich nix genommen hätte, hätte ich die ohnehin schwierige Knochenheilung gefährdet (s. 2) und Monate länger gebraucht, bis ich wieder frei laufen konnte. Schmerzmittel machen nicht zwangsläufig süchtig!

    Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.


    Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf.

  • Bin momentan wieder betroffen - direkt VOR der 1. Pacli-Infusion (gestern) wachte ich (Mittwoch) nachts mit übelsten Muskelschmerzen im linken Gluteus auf, für die es keinen Anlass gab (keinerlei Überanstrengung, Fehlbelastung o.ä.), und gestern Nacht zusätzlich mit ebenso üblen Schmerzen in der äußeren rechten Mittelhand (kann nicht einmal einen Wasserhahn damit aufdrehen). Ich habe Ibu 600 daheim, das half Mittwoch und gestern so lala, heute hat die 2. Gabe die Hand "gerettet", aber den Gluteus nicht recht erreicht, ich komme kaum die Treppe hoch.

    Die Onkologin meinte, das könne daher rühren, dass meine Leukozyten weiter steigen... (die letzte Leuko-Spritze hatte ich aber schon am 24.09. bekommen, und die "zugehörigen" Kreuzschmerzen waren längst weg...). Mit Pacli scheint es nix zu tun zu haben, da es ja vorher einsetzte.

    Werde mir Montag wohl Ibu 800 verschreiben lassen müssen, wenn sich das nicht beruhigt :-(


    Wünsche euch allen ein schmerzarmes Wochenende!

    Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.


    Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf.

  • Alwine

    Diese Schmerzen kenne ich gut. Ich glaube auch, sie kommen, wenn der Körper Leukozyten produziert. Bei den Paclis musste ich auch jede Woche 2x Filgastrim spritzen, damit die Werte passten, und diese Schmerzen waren ständige Begleiterscheinung. Ich finde immer, wenn man weiß warum es weh tut, und was es ist, kann man es besser aushalten.


    Mich schmerzen aber auch alle Knochen, die ich mir schon mal verletzt hatte. Der Brustkorb, da waren mal zwei Rippen (Schlittenunfall) gebrochen, Knie (Knorpelschaden, Meniskus, Kreuzbandriss vom Skifahren) Sprunggelenk (weil auch blöd angestellt beim Laufen,).... HWS weil Fehlstellung,...

    Weil ich nun weiß, dass diese Knochen und Muskelschmerzen durch Bewegung weggehen bin ich wirklich bemüht täglich zu laufen. Ich finde tatsächlich, dass es hilft.

    Aber ich weiß auch noch, dass ich das erste mal nachts im Bett fast Panik bekam und mein Mann am folgenden Tag bei mir zu Hause blieb....

    Ich wünsche Dir, dass die Schmerzen bald besser werden, und dass das Schmerzmittel hilft.

    Lg

  • Danke, Caipi ,


    so geht es mir auch: wenn ich Schmerzen einordnen kann, komme ich besser damit klar, und dein Post stützt die Leukozyten-Theorie - wie beruhigend.

    Laufen kann ich nicht mehr (Knöchelarthrose), aber ich bin viel auf den Beinen, im Gelände und auf dem Fahrrad. Bewegung hilft wirklich gegen fast alles, nur der tiefsitzende Schmerz in der Körpermitte hält hartnäckig durch und weicht auch keinem Ibu. Aber auch der wird hoffentlich im Lauf der nächsten Tage schwächer.


    Du hast ja auch eine ganz schöne Latte an orthopädischen Problemen! Ich drücke dir alle Daumen, dass die über die Chemo hinaus nicht zuviel Ärger machen, ibs. Knie und HWS - und auch während der Chemo nicht zu weh tun.

    Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.


    Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf.

  • Huhu,

    ich habe jetzt auch mal eine Frage. Ein Jahr ist meine OP her. Beidseitig operiert, rechts musste nochmals nachoperiert werden und links wurden Lymphknoten entfernt. Der Port wurde vor 4 Wochen entfernt weil er unters Schlüsselbein gedrückt hat ( wenn ich den Arm gehoben habe) und eine Sehne gereizt hat. Der Port war rechts. Seit zwei Wochen habe ich Schmerzen in der rechten Schulter und das Gelenk zwischen Schlüsselbein und Brustbein schmerzt. Außerdem habe ich Schmerzen rechts neben dem Brustbein. Ich weiß nicht, ob es der Brustmuskel oder die Rippen sind. Und der rechte Nackenmuskel schmerzt von der Schulter bis hoch zum Ohr. Kennt das jemand? Kann das von der Portentfernung kommen? Ich bin ja ein totaler Angsthase und denke jetzt gleich an Knochenmetastasen, an dem Gelenk oder den Rippen.

  • Hallo Igelchen

    ...ich denke mal, dass du hier keine wirklich hilfreicheren Tipps bekommen wirst, außer:

    Gehe bitte zum Arzt und lass es untersuchen. Wäre ich in so einer unangenehmen Situation, würde ich es untersuchen lassen, denn vermutlich hat man dir ja nicht gesagt, dass es nach Portentfernung diese Probleme geben könnte?

    Wünsche dir alles Gute u dass es nichts blödes ist.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Hallo Sonnenschein,

    danke für deine Antwort. Nein, man hat mir bei der Portentfernung nichts gesagt. Ich dachte nur, vielleicht ist das Problem bekannt und man könnte mich hier beruhigen. Ich habe ständig solche Angst und wollte den Arzt nicht unnötig aufsuchen sonst nimmt mich irgendwann keiner mehr ernst.

    LG Igelchen

  • Bin seit drei Wochen fertig mit Chemo und kämpfe seit paar Tagen mit Muskelschmerzen. Ich stehe teilweise auf, wie ne alte Frau. Alles ist total schwerfällig und anstrengend.


    Wenn ich dann "warmgelaufen" bin, geht's mir wieder besser. Abends auf der Couch ist es schmerzhaft.

    Bin auf meine Blutwerte gespannt am Mittwoch, wenn die Leukozyten gestiegen sind, dann weiß ich, dass ihr recht hattet 8ound dass es sich gelohnt hat.

  • Hallo Nellyy ,


    ich kann dir Magnesium sehr empfehlen. Es gibt auch ein Magnesiumsprach, damit habe ich immer meine Waden und Oberschenkel eingesprüht. Ich trinke auch täglich 1 Tasse grünen Kaffee. Der wurde mir von meiner Ergotherapeutin empfohlen, damit meine Säurehaushalt wieder ausgeglichen wird. Meine Waden- und Fußkrämpfe sind fast weg. Also bei mir hilfst.


    LG

    Elfriede