Herceptin

  • Hallo, da ich gerade Herceptin lese wer hat Erfahrung damit? Morgen geht es für ein Jahr mit Herceptin weiter, welche Nebenwirkungen? Möchte am Samstag für ein paar Tage wegfahren!!


    trudi

  • Liebe Trudi,


    Du schreibst, dass Du Dich im Forum noch nicht so gut auskennst. Deshalb möchte ich Dich gerne unterstützen.


    Du hast eine wichtige Frage gestellt, nämlich die nach den Erfahrungen anderer mit Herceptin. Angehängt hast Du diese Frage an ein Thema, das nicht unbedingt mit einer Antikörper-Therapie in Verbindung gebracht wird. Mehr Antworten bekommst Du sicherlich, wenn schon aus der Überschrift zu sehen ist, dass es Dir um diese Behandlungsmethode geht. Deshalb habe ich dieses neue Thema im Bereich Behandlungsmethoden eröffnet und Deinen Beitrag hierher verschoben.


    Ich wünsche Dir, dass Du von anderen Nutzern möglichst viele Informationen darüber bekommst, wie es ihnen während dieser Behandlung ergangen ist.


    Viele Grüssles


    Saphira


    P.S.: Genieße Deine Urlaubstage :)

  • Hallo trudi,


    ich hatte auch ein Jahr lang Herceptin bekommen.
    Ich bin damit gut klar gekommen.
    Ich wünsche Dir ein paar schöne Tage. Genieße sie.
    Und für Deine Therapie alles Gute.


    nikita

  • Hey Trudi,
    herzlich Wilkommen in unserer Runde fühl Dich angenomen und unterstütz ^^ .


    Also - zum Herceptin.
    Herceptin ist ein Antikörper, der sozusagen die Antennen auf möglicherweise noch verbliebenen Krebszellen abbricht, so das die untereinander nicht mehr kommunizieren können. Und es macht das die mögliche Tumorzellen leichter gefunden und von der Abwehrpolizei zerstört werden. So jedenfalls wurde es mir erklärt.
    Auch ich habe während meiner Behandlung Herceptin bekommen und hatte keinerlei Nebenwirkungen, bis auf mein übliches Kopfkino, dass mich die ganze Chemo durch begleitet hat. Nach den letzten paar Infusionen bin ich sogar am nächsten Tag meine 4 Stunden arbeiten gegngen, war alles gar kein Problem. Vielleicht ganz ganz leichte Grippesymptome aber nichts im Vergleich zur Chemo. Also da kann ich Dich vielleicht etwas beruhigen. Würde doch mal denken, dass vom Herceptin her (so wie ich dieses Mittel kennengelernt habe)Deiner Wochenendplanung nichts entgegensteht :thumbup: .
    Was es allerdings beim Herceptin zu beachten gilt ist, dass Du einmal vorher und dann alle drei Monate zum Herzecho gehst, und nach der Behandlung für die nächsten Jahre alle halbe Jahre - und es auch auf dem Schirm hast, wenn Deine Ärzte nicht mehr dran denken ;) . Ist zwar eine reine Vorsichtsmaßnahme für seltene Fälle, ist aber wichtig.



    Hoffe das war ein wenig hilfreich für Dich
    auf in Dein Wochenende


    sommerliche Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Hallo an alle!!!


    Befasse mich eigentlich nicht so sehr mit der Zusammenfassung meiner Chemomedikamente.
    Habe jetzt 9 von 12 wöchentlichen Chemos hinter mir und ab der 13. wird umgestellt.
    Dabei kommt ein Beutelchen mit so einer roten Flüssigkeit dazu,kann es sich hierbei um das Herceptin
    handeln? Oder ist dies etwas anderes?

  • Hallo Danker,


    Herceptin ist - soweit mir bekannt - eine klare Flüssigkeit. Es wird auch nur dann gegeben, wenn der Tumor HER2neu-positiv ist.


    Das Medikament in rot müsste vermutlich Epirubicin oder Doxorubicin sein. Aber frag doch einfach, wenn bei der Chemo dieser Beutel angehängt wird, um was es sich genau handelt. Dann weißt Du es ganz genau :) .


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • meins ist auch rot @ danker . ich bekomme Epirubicin ^^ Kir Roayal oder Campari O sagt meine Ärztin dazu ;)
    sally

    Aus der Liebe wächst die größte Kraft :love:

  • Hallo flora,hallo sally h-h !!


    Danke für eure Beiträge,hat mir sehr geholfen.
    Sally: Hast du schon die erste Ration Campari O bekommen und wie weit bist du mit deinen Chemos?
    Sind ja in etwa gleichauf.Habe heute die 10. und es geht mir echt gut,bin gespannt,ob es so bleibt.
    Werde mal nachhacken was das für ein Gebräu ist dieser besagte rote Beutel.


    Allen eine entspannte Restwoche,lg


    danker

  • Hallo,


    da es bis zu meinem nächsten
    Arzttermin noch ein Weilchen hin ist, frag ich mal hier in die Runde,
    denn es gibt hier doch bestimmt ein paar Mitglieder, die auch für
    ein Jahr mit Herceptin behandelt werden. Momentan erfolgt die
    Behandlung als wöchentliche Infusion. Das macht mir auch nichts aus,
    denn ich muss ja sowieso jede Woche zur Chemo. Aber wenn die Chemo in
    3 Wochen abgeschlossen ist, dann möchte ich eigentlich nicht mehr
    jede Woche nur fürs Herceptin "antreten". Mein Arzt hatte auch schon
    mal angedeutet, das es im Rahmen der Möglichkeiten wäre, die Dosis
    zu erhöhen und dann nur noch alle 3 Wochen eine Infusion zu machen.




    Nun denke ich über die Vorund Nachteile nach. Ich kann eigentlich nur Vorteile in der 3
    wöchigen Gabe sehen. Nicht mehr so oft „angestochen“ werden, Zeitaufwand, weniger Fahrtkosten zur Praxis,
    weniger Zuzahlung für die Rezepte. Irgendwann möchte ich auch wieder arbeiten gehen und
    selbst wenn ich die Infusionstermine günstig legen kann, fehlen mir Arbeitsstunden, die ich letztlich nicht ersetzt bekomme.
    Fällt irgendjemand ein Grund ein, warum die wöchentliche Gabe des Medikaments vorzuziehen ist?



    Im Zuge dieser Nachforschungen zu o.g. Fragen ist mir dann über den Weg gelaufen, das Herceptin als Nebenwirkung u.a..
    Übelkeit und Erbrechen haben kann. Bisher merke ich davon nichts. Das kann aber auch sein, weil ich wegen der Chemo, ohnehin mit
    entsprechenden Beimedikamenten behandelt werde – bzw. ich die Übelkeit, wenn sie denn da war der Chemo unterstellt habe.
    Gibt es diese Beimedikamente auch weiterhin, wegen dem Herceptin? Jetzt hab ich schon so das Ende der Chemo herbeigesehnt, weil ich hoffe, das ich dann endlich kein
    Kortison (das mag ich überhaupt nicht leiden) mehr nehmen muss und nun blüht mir das möglicherweise noch fast ein ganzes langes Jahr. Ausserdem ist da auch was dabei,
    wovon ich hundemüde werde - dann kann ich arbeiten gehen, nach der Infusion sowieso knicken. :thumbdown:
    Kann mir hier jemand von seinen Erfahrungen berichten?

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen."

  • Hey Kaktus,


    Herceptin ist auch mein Freund.


    Ich habe es von Anfang an im drei Wochen Abstand bekommen. Ob ich Nebenwirkungen davon habe, kann ich nicht sagen, weil ich derzeit alles auf die Chemo schiebe. Meine Onkologin meinte aber, dass Herceptin generell gut vertragen wird. Nur auf sein Herz muss man aufpassen mit dreimonatlichen Kontrollen.


    Wenn meine Chemo durch ist, werde ich mir das Herceptin selbst spritzen. Das geht nämlich auch subcutan, also einfach unter die Haut, wie die Insulinspritzen bei einem Diabetiker. Da ich keinen Port habe war mir wichtig, dass das Adergepieckse aufhört ;) Und ich wollte wie du auch nicht ständig in die Tagesklinik rennen müssen.
    Das s.c. spritzen funktioniert wohl nicht bei allen und kann mit Reaktionen verbunden sein, aber probieren geht über studieren, dachte ich mir.


    LG, Sonja

  • PS: Übelkeit und Erbrechen ist mir seit Paclitaxel nicht über den Weg gelaufen, obwohl ich seitdem schon wieder 2 mal Herceptin hatte. Und Beimedis kannst du dir immer verschreiben lassen, wenn irgendwas ist!

  • Hallo Sonja,
    ich hab in deinem Profil gesehen, dass du "vom Fach" bist insofern bist du mit der Spritze wahrscheinlich gut vertraut. :) selbst spritzen wär nix für mich... :S erinnere mich gerade an das Drama mit den Thrombosespritzen nach Entlassung aus dem KH - die sollte ich nämlich noch für 3 Tage zu Hause machen.. Ich dachte ich kann
    es nicht - mein Freund war erst recht nicht in der Lage dazu und drohte umzukippen - dann hab ichs doch geschafft. Ein "schwerkranker" im Haushalt
    reicht ja auch.. Da lass ich mir das lieber per Infusion geben.


    Mir geht eigentlich darum, ob die wöchentliche Gabe "gesünder" ist als die 3 Wochen-Abstand - denn alle 3 Wochen irgendwo hinzumüssen
    ist natürlich angenehmer, als jede Woche anzutraben - daher würde ich das natürlich bevorzugen. Offensichtlich bekommen die Meisten das eh
    in dem Rhytmus - na wer weiss, warum die bei mir überhaupt mit dem wöchtenlich angefangen haben.


    LG
    Kaktus

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen."

  • Huhu Kaktus,


    hehe, ja, vom Fach schon, aber selber spritzen musste ich mich auch noch nie und weiß nicht, ob ich das kann. Aber mein Freund würde es sonst machen, also probiere ich es erstmal aus ;)


    Du bist ehrlich gesagt die erste, von der ich höre, dass sie Herceptin wöchentlich bekommt. Wenn man etwas engmaschiger bekommt, bekommt man natürlich eine geringere Dosis, was die Verträglichekeit generell verbessert. Das ist der einzige Grund, der mir dazu einfällt. An deiner Stelle würde ich das einfach mal ausprobieren und wenn du merkst, dass der Abstand nicht gut für dich ist, kannst du es ja wieder ändern. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Sprich deine Ärzte einfach nochmal drauf an. Die werden da schon gute Gründe vorbringen können :)


    LG!

  • Hallo Kaktus,


    ich bekomme auch schon eine ganze Weile im 3wöchigen Abstand Herceptin. Ich habe keine Nebenwirkungen bisher bemerkt. Bis August gehe ich ambulant in die Praxis und alle 3 Monate wird ein EKG gemacht. Bisher keinerlei Probleme. Jede Woche Herceptin ist mir auch neu. Auch in der Reha habe ich die Infusion bekommen. Wenn Du noch in die Reha solltest, muss Du vorher anfragen, ob sie das dort auch machen. In meiner Wunsch-Reha haben sie das nicht gemacht, so dass ich eine andere Reha-Klinik nehmen musste. Also keine Angst, das ist "harmlos". Viel schlimmer leide ich noch unter den Nebenwirkungen der Chemo, die nun schon 5 Monate vorbei ist. Meine Hände und Füße sind immer noch taub, die großen Zehennägel wollen überhaupt nicht nachwachsen und die Fingernägel brechen immer wieder ab. Jetzt habe ich aber von einer Hautärztin eine Lösung erhalten zum Einpinseln und ich glaube, sie fangen wieder an zu wachsen. Das Krippeln macht mich auch sehr nervös. Warum hast Du es so eilig mit dem wieder arbeiten gehen. Nach allem, was Du hinter dir hast, wird das ziemlich anstrengend und Rücksicht nimmt dann wohl auch keiner mehr.


    Liebe Grüße von Eisprinzessin

  • Hallo Eisprinzessin,


    danke für deine Schilderung. Ich hab mittlerweile auch erfahren, dass ich das Herceptin wöchentlich bekommen habe, weil ich in den letzten Monaten
    sowieso jede Woche zur Chemo musste und an den Tropf gehängt wurde. Wenn die zu Ende ist, wird auch bei mir das Herceptin auf 3 wöchentlich umgestellt, es sei denn ich möchte
    undbedingt in dem Rhytmus bleiben. Ob das eine oder das andere nun "gesünder" ist hab ich allerdings immer nich nicht erfahren können - scheint wohl
    auch niemand wirklich zu wissen. Ich denke aber, das ich mich auch für den 3 Wochen-Turnus entscheiden werde. Bevor ich wieder zur Arbeit
    gehe muss ich auf jeden Fall noch durch die Bestrahlung und danach bekomme ich eine AHB - also da steh ich noch nicht in den "Startlöchern"... :)
    Aber wenn man dann so anfängt mal über den weiteren Verlauf der Dinge nachzudenken und gerade wegen dem Punkt Rücksichtnahme und Verständnis, hat mich der Gedanke nach der langen Fehlzeit dann möglicherweise auch noch wöchentliche Ausfallzeiten zu haben - etwas geängstigt. (Ist albern weiss ich - es dauert eben so lange wie es dauert)...


    LG
    Kaktus

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen."

  • Ein liebes Hallo an alle, habe heute meine erste Ration Herceptin bekommen, beim nächsten mal gibt es das dann mit dem Paclitaxel zusammen, und habe doch tatsächlich etwas rumgezickt. Blutdruck bis 190 rauf dann wieder bis auf 78/47 runter und einen Ruhepuls von 125. Und leichtes Fieber hatte ich auch. 38,3 Schmerzgrenze war 38,5, dann hätten die mich tatsächlich da behalten. Aber mit Paracetamoltropf hielt es sich dann. Nun bin ich zu Hause und meinr Temperatur ist wieder normal. Inzwischen sind etwa 9 Stunden vergangen.7 hab ich in der Klinik verbracht. War ein anstrengender Tag. Hoffentlich eine Ausnahme. Morgen bekomme ich dan Taxol und ich hoffe ohne Zwischenfälle. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Liebe Grüße Lexi und ich hoffe euch geht es allen gut.......

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Threads zusammengeführt. Grüssles Saphira

  • Liebe Foris,


    hier wurde lange nichts geschrieben. Ich glaube nicht, dass es heißt, dass das Herceptin nur sehr wenige bekommen (ich glaube es sollten 20-25% der Brustkrebspatientinnen bekommen, denn so viele sind ja in etwa HER2/neu psoitiv), sondern wahrscheinlich/ hoffentlich, dass kaum jemand oder niemand Probleme damit hat. Es soll ja auch sehr gut vertragen werden.
    Aber wir freuen uns auch über positive Erfahrungen - bitte teilt sie mit dem Forum!
    Mich würde vor allem interessieren, welche Erfahfungen Leute machen, die Herceptin länger als ein Jahr nehmen. (siehe auch mein Thema zu beiden Antikörpern)


    Danke schon mal und liebe Grüße
    Olivia

  • Hallo, ich habe das 1. Mal Herceptin und am nächsten Tag Taxotere. Erst ging es mir gut, aber nach zwei Tagen liege
    Poch flach, habe Nierenschmerzen, Schmerzen in den Beinen. Erhöhte Temperatur kam auch dazu. Ebenso Hautrötung.
    Muss ich mich im Krankenhaus melden, oder ist nach drei Tagen eine Besserung möglich? Kann man Ipuprofen nehmen
    Gegen die Schmerzen? ?(

  • Hallo liebe Ostseestrand,


    ich war auch immer eine, die erstmal abwartet und Tee trinkt, bevor sie zum Arzt rennt.
    Unsere Therpaie und Erkrankung ist aber leider nicht vergleichbar mit Schnupfen oder Rückenschmerzen.


    Bei mir in der Klinik hieß es immer: Rötungen kann ich tolerieren, Schmerzen und Fieber nicht.
    Um nichts zu verpassen, würde ich an deiner Stelle in der Klinik anrufen und die Sache einmal klären. Wahrscheinlich werden sie dich herbitten, um dich einmal zu untersuchen.


    Wir als Laien können dir leider nicht verraten, ob du in deinem Fall, mit deiner Diagnose und deinem Behandlungsplan Ibu nehmen darfst oder nicht. Das ist alles individuell und die Kliniken haben auch oft ihre eigenen Standarts.


    Also: ruf an, dann hast du Sicherheit :)


    Gute Besserung und LG,
    Sonja