• Mittlerweile habe ich 3 von 6 Chemos hinter mir. Jedes Mal habe ich Probleme mit dem Wasser lassen. Bei leichtem Husten geht etwas Harn ab und nach dem Harn lassen tröpfelt es leicht nach. Das ist zwar mit einer normalen Damenbinde machbar, aber unangenehm. Wer kennt das auch? Ich bekomme eine Chemo im Nachgang zu Eierstockkrebs. Was da für ein Zeug verabreicht wird weiß ich nicht. Es gab jedoch keine Metastasen und angeblich wurde bei der Total-OP alles entfernt, also leicht prophylaktisch. Nach der OP hatte ich bis zur ersten Chemo keine Beschwerden. Habt Ihr Tipps? ;(

  • Liebe Pritt63,


    ich hatte eher ganz allgemein am Ende der Chemo-Therapie Blasenprobleme und später (unter Tam, Herceptin und Perjeta, was nicht heißt dass das unbedingt die Ursachen sind) wurde es noch schlimmer. Mir hilft vor allem, das Scheidenmilieu intakt zu halten: also die Verwendung einer Intimwaschlotion und ich habe eine Kur mit Milchsäurezäpfchen und Kapseln mit Milchsäurebakterien gemacht. Die Kapseln nehme ich jetzt immer noch ab und zu (vaginal natürlich).
    Außerdem ist die Körperhaltung (aufrecht sitzen) bei mir wichtig und vielleicht hilft auch der Sport (Gehen, Yoga).
    Die einzelnen Symptome und Ursachen von Blasenproblemen sind ja so furchtbar vielfältig... ich hoffe, Du findest für Dich auch das Richtige!


    Liebe Grüße
    Olivia

  • ovarkrebs taxane. ja ich habe das auch gehabt.ich trage einlagen. und mache sowas wie beckenboden-
    -training .es bessert sich.total op gehabt.

  • das kenne ich auch. Ich kann dir aber nicht mehr sagen ob es bei mir nur beim EC war oder schon beim Pacli angefangen hat. Ich habe nicht mal was gemerkt. Habe nach der Chemo immer langen Spaziergang gemacht. Dabei bin ich wirklich unbemerkt "ausgelaufen". Das war so peinlich, als ob die Muskeln betäubt oder gelähmt sind. Ist von Tag zu Tag immer wieder besser geworden. Habe dann immer Slip Einlagen für leichte Blasenschwäche benutzt, da gibt es richtig gute. Heute ist wieder alles ok.
    Liebe Grüße Angelina

  • Hallo,


    ich habe ähnliche Probleme, wie mir empfohlen wurde, trinke ich kurz vor, während und nach der Chemo (Carboplatin, Gemcitabin, Antikörper Bevacizumab) viel. Ich muß sehr sehr oft auf Toilette, es entwickelt sich aber auch kein richtiger Druck, soll heißen ich gehe dann ein paar Minuten später wieder mit gleichem Resultat. Das bessert sich bei mir erst nach ein paar Tagen, beim letzten Mal hat der Zustand fast zwei Wochen gehalten.


    Da ich noch keine Operation (in diesem Bereich) hatte, muß es wohl an einem der Mittel liegen.


    LG Doris

  • bei einem bekannten pharmakonzern mit s... kann man auf der website unter broschüren und ratgeber kostenlos dvd's zu verschiedenen themen bestellen.
    u.a. o.g. dvd mit gymnastischen übungen und weiteren infos ...


    lg ani64

  • Heute Nacht zum 3. Mal in 4 Wochen bin ich im nassen Bett erwacht: schön eingepinkelt ohne was zu merken. Von Prof. Google liebevoll Enuresis genannt.

    Ich bin nicht sicher, ob das von meiner OP kommt, von den jetzt aufgetreten Wechseljahresbeschwerden, der Bestrahlung, psycho oder alles zusammen. Was ich weiß, dass es schrecklich für mich ist, mit Mitte 30 ins Bett zu pinkeln und/ oder eine Windel zu tragen.

    Bin Freitag bei meiner Gyn und werde das auch mit ihr besprechen.

    Was sind eure Erfahrungen? Hat jemand welche damit? Wie ist es bei euch geworden?

  • Hallo Summerinthecity,

    ich habe seit meiner Totaloperation teilweise auch große Probleme mit der Blase. Bei mir kommt der Harndrang so plötzlich, schnell und dringend, das ich, bis ich auf der Toilette bin, oft schon auch viele Tropfen verloren habe. In der Nacht gehe ich vorsorglich immer auf die Toilette, wenn ich wach geworden bin, obwohl ich noch keinen Harndrang habe. Mein Gyn hat mir erklärt, dass die Blase durch die Operation ihre Lage verändert hat und der Darm auf sie drückt.

    LG Wisky

  • Liebe Summerinthecity

    Ich bin Dir sehr dankbar, für Deine Offenheit und diesen Thread!

    Auch ich empfinde diesen Harndrang, die Inkontinenz als großes Problem.

    Durch die Schwangerschaften und Geburten meiner drei Kinder (entschuldige, wenn ich damit einen wunden Punkt treffe), hatte ich schon große Probleme, mit denen ich mich aber noch einigermaßen arrangieren konnte. Nach der Hysterektomie und den Bestrahlungen ist das aber noch deutlich schlimmer geworden. Ich empfinde hier deutliche Einschnitte in meine Lebensqualität.

    In der Reha habe ich mir noch einmal Beckenbodentraining zeigen lassen. Aber meine Gyn meinte, wenn das nichts bringt, schickt sie mich in die urologische Ambulanz.


    Tut mir leid für Dich, dass es so schlimm ist, dass Du im nassen Bett aufwachst!

  • Nasses Bett ist natürlich echt schlimm, dass ist sicher sehr belastend. Wünsche Dir, dass es wieder besser wird.


    Bei mir ist der Harndrang auch stärker als zuvor. Das liegt eben an der OP.


    Tipp: Nicht zu oft auf die Toilette gehen, man sollte versuchen solange wie möglich einzuhalten, weil das die Blase stärkt.

    Zudem Beckenbodentraining, Yoga, Piltaes machen das stärkt die Muskeln in dem Bereich.


    Und auch nicht den Fehler machen weniger zu trinken, um Harndrang zu vermeiden.


    Alles Gute für Euch alle.

  • Liebe Summerinthecity und alle anderen hier,

    ich habe diese Woche leider das selbe erlebt 😕 ich dachte ich werd verrückt und das darf doch nicht wahr sein. Ich habe, wie Wisky2868 gesagt hat, oft plötzlichen und starken Drang und muss mich dann echt beeilen um auf die Toilette zu kommen. Dann bin ich endlich und es kommt echt wenig 🙄

    Nasses Bett war sehr schlimm für mich diese Woche, kann dein Dilemma also sehr gut nachvollziehen.
    Ich habe für mich gemerkt, je MEHR ich trinke, desto besser habe ich die Blase im Griff. Das hört sich vielleicht sehr unlogisch an, aber es ist wirklich so. An Tagen an denen ich sehr wenig trinke fühlt es sich wie eine heftige Blasenentzündung an.
    Abgesehen davon ist die ganze Problematik in der Woche nach der Chemo am schlimmsten. Je weiter weg von Chemo, desto normaler meine Blase.

    Ich hoffe für dich/für uns alle, dass es mit der Zeit einfach wieder besser wird ☺️
    Liebste Grüße

  • Liebe Summerinthecity , das war bei mir auch so. Ich hatte kaum Probleme nach der großen OP und auf einmal, das war an einem der ersten Tage in der AHB, wachte ich vollgepischert auf. Doppelt peinlich.

    Ich hatte auch die Befürchtung, dass das so bleibt, aber dann haben wir da ein tolles Beckenbodentraining bekommen, was wirklich geholfen hat. Bin aber die nächsten Nächte immer nur mit einer T ...Lady ins Bett gegangen, was mich echt fast verzweifeln ließ.


    Es wurde dann immer besser, aber es hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis das alles wieder normal war.


    Liebe stefunny , ja, Du merkst wenigstens Deine Blase, manchmal merkt man sie nach der großen Wertheim eben nicht, dann läuft sie einfach über. Man spürt nicht, dass sie voll ist, tagsüber geht man dann in bestimmten Rhythmen zum Klo, nachts funktioniert das aber nicht.

    Bei mir war das, dass ich am Anfang die Blase sehr gut spürte, sehr zur Freude meiner Operateure, dann wurde es weniger, also bis zum peinlichen Harnverlust.

    Und dann wurde es zusehends besser, habe aber auch wie blöde Beckenbodengymnastik gemacht.

  • Meine Übung aus der Klinik, die mir am besten gefallen und geholfen hat, ich hatte sie mir mal aufgeschrieben:



    Im Sitzen. Mit Lauten arbeiten und sich vorzustellen, wie sich der Beckenboden während dieser Laute bewegt. Oberkörper aufrichten und Rücken gerade. Hände liegen unterhalb ihrer Sitzbeinhöcker und die Handflächen sind nach oben gerichtet. Mehrmals hintereinander einen ,,K´´-Laut zu sagen. Umso lauter dieser ist, umso mehr Kontraktion in den Muskeln. In jedem ,,K´´-Laut spannt sich der Beckenboden an. Versuche Dir vorzustellen, wie er sich gegen die Finger drückt und Du die Vibration spürst. 10 Wiederholungen, Pause . 5 Serien durchführen.


    Ich gehe auch öfter spazieren, und wenn ich alleine bin, dann mache ich sehr laut diese "K"-Geräusche, dann merkt man total, wie der Beckenboden sich anspannt.


    Das ist so ein bisschen, was ich dazu beitragen kann.

  • Liebe Wisky2868  @Kiki_72  stefunny  SveniBanani  Milli


    Danke für euren Input. Werde jetzt erstmal nachts Windeln tragen und Freitag die ganze Sache mit der Gyn besprechen. Ich hoffe, das wird wieder....die haben mich ganz schön kaputt-therapiert. Keine Kinder, Sex klappt nicht oder nur mit Schmerzen und jetzt auch noch nachts in eigener Pippi aufwachen🙄😕

  • Summerinthecity , :hug:


    Echt Schiete, sag ich da nur. Ich wünsch Dir so sehr, dass das mit dem Sex immer besser wird, dass die Schmerzen weniger werden, und die Pippi nur rauskommt, wenn Du das willst.

  • ach, liebe Summerinthecity

    das ist ein blödes Gefühl. Auch ich reihe mich da ein. Nach meiner Hysterektomie hatte ich erstmal die ganzen Jahre "nur" das Problem, einen eher plötzlichen Harndrang zu haben und dann schnell auf's Klo zu müssen, weil es kaum haltbar war. Und ich muss seitdem minimum (!) 3 Mal nachts raus.

    Schlimm wurde es jetzt beim Rezidiv unter der Bestrahlung und Chemo. Ich wachte auch im nassen Bett auf. Hab mir dann einfach für die Nacht diese Lady Hosen gekauft. Die sind nicht wirklich sexy und das Gefühl verstärkt einfach den Frust. Aber sie helfen halt *schulterzuck* Allemal besser als im nassen Bett aufzuwachen. Beckenbodentraining hab ich in der Reha gemacht. Leider aber in ich zuhause dafür nicht diszpliniert genug *schäm*

    Nach der Radio-Chemo hat's noch etwa nen knappes halbes Jahr gedauert. Ich hab dann quasi schrittweise reduziert. Von Höschen auf größere Binden, dann kleinere Binden, dann Slipeinlagen. Inzwischen brauche ich nichts mehr. Zu 97 Prozent geht's gut. Also ich werde zumindest so zeitig wach, dass ich es auf's Töpfchen schaff...

    Alles Gute dir:*

  • Ich habe das Problem auch. Seitdem ich völlig ausgeräumt bin kann ich es kaum noch halten.

    Ich habe das Problem allerdings mit dem Gyn noch nicht besprochen da ich ja vor der OP schon eine leichte Inkontinenz hatte. Es hat sich also "nur" deutlich verschlimmert.

    Ich war mir auch erst nicht sicher ob es wirklich von der OP kommt.

  • Hallo ihr lieben,

    ich muss hier mal ein vielleicht "peinliches "Thema anschneiden, vielleicht gibt es auch schon einen Tread dazu, habe aber nichts gefunden.

    Also, seit gestern" laufe ich aus" ich denke es ist Urin, war in der Nacht 3x auf Toilette und immer wieder war die Slipeinlage( nutze ich jetzt aus Verzweiflung) immer nass. Auf einmal:/, hatte das noch nie. Ich weiss gar nicht was ich jetzt tun soll, abwarten wie sich das entwickelt??? Habe mir im Internet Beckenbodengymnastik angeschaut und mache das jetzt auch. Ich will nicht schon wieder meine Gyn aufsuchen, geht das durch Übungen wieder weg?

    Ich würde mich sehr über Infos freuen und vor allem darüber, dass ich damit nicht alleine bin?

    L.g.von Amy48

    Einmal editiert, zuletzt von Charis () aus folgendem Grund: Hierhin verschoben.

  • Liebe Amy48

    lass dich mal in den Arm nehmen:hug: Jetzt hast du schon soviel hinter dir und dann auch noch sowas. Du solltest das auf jeden Fall mit deinem Gyn abklären.


    Inzwischen kannst du versuchen herauszufinden, wie viel Flüssigkeit du verlierst. Kauf die dicke Einlagen und wieg die 24 Stunden lang vor und nach der Benutzung.


    Beckenbodengymnastik ist immer gut, deine Probleme bei einem Arzt abzuklären aber auch.

    Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Mein Mantra:

    "Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser. Es geht mir von Tag ... besser und besser, besser und besser"

  • Liebe Amy48.

    Das hört sich ja unangenehm und belastend an.

    Daher würde ich es ärztlich abklären lassen und zu einem Urologen gehen.

    Vielleicht steckt ja ein Harnwegsinfekt dahinter.

    LG und gute Besserung, Naticatt