FrauHoppel - Mehrere Mammatumore beidseits

  • Hallo zusammen!

    Ich bin neu hier und möchte mich jetzt schonmal entschuldigen, falls ich mit meinem Anliegen hier deplatziert bin.

    Ich habe per Zufallsbefund vor ca. 1,5 Jahren erfahren, dass ich insgesamt 6 Tumore in beiden Brüsten habe.

    Gehe seither regelmäßig zu Ultraschallkontrollen, es wurde auch schon ein Knoten biopsiert, alles bisher unauffällig.

    Dieses Thema beschäftigt mich aber sehr, „fühle“ meine Brust mehr, es belastet mich und meinen Alltag extrem, ganz besonders wenn die nächste Kontrolluntersuchung ansteht und ich Angst habe, dass diesesmal wieder ein neuer Knoten gefunden wird, der vielleicht nicht gutartig ist.

    In meinem Umfeld gibt es niemanden, der ähnliche Probleme hat und mich ansatzweise versteht, warum das Thema Brust so schwer wiegt.

    Wie gesagt, eigentlich ein Luxusproblem, ich möchte hier keinen Hass ernten, sondern mich mitteilen. Dass das ein echt beknacktes Problem ist<X

    Wie kann es sein, dass Brüste und Probleme damit einen so schwer treffen können?

    Viele liebe Grüße an alle!

    Einmal editiert, zuletzt von Charlottaa () aus folgendem Grund: kraftausdruck entschärft

  • Liebe FrauHoppel

    ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dich das ziemlich belastet. In deinem Alter hatte ich die erste Zyste in der Brust und bin vor lauter Angst im Dreieck gelaufen.


    Du bist ja noch (im Vergleich zu mir) sehr jung und in deinem Alter sind Brüste definitiv sehr wichtig.


    Ich bin froh, dass du schon eine Biopsie hast machen lassen und das nix schlimmes dabei raus gekommen ist. Wenn dich das so belastet, kann man die Tumore dann nicht rausoperieren?


    Herzlich Willkommen!

    Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Mein Mantra:

    "Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser. Es geht mir von Tag ... besser und besser, besser und besser"

  • Hallo FrauHoppel !

    Schön, dass du dich getraut hast zu schreiben.

    Ich habe jetzt zwei Nachrichten für dich. Eine die du vermutlich gern hörst und dann noch eine andere.

    Also die erste ist, dass ich dich sehr gut verstehe.

    Ich habe seit meinem 18 Lebensjahr irgendwelche Veränderungen in den Brüsten und bis zu meinem 25 Lebensjahr 3 Op in den mir jeweils 2 Tumore entfernt wurden. Immer gutartig.

    Dann entschied man nicht mehr zu operieren, da mit jedem Narbengewebe die Brust schlechter zu überwachen war. Man sagte mir immer, dass ich auf einem Pulverfass sitzen würde.

    Deshalb kann ich ganz gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.

    Die andere Nachricht ist, dass ich dir antworte.. ich bin hier in diesem Forum, weil es dann irgendwann so gekommen ist, wie alle immer befürchtet haben, irgendwann war es halt nicht mehr nur gutartig.

    Man kann es nun, wie alles und immer von 2 Seiten sehen.

    Natürlich ist vermutlich mein dichtes Gewebe daran Schuld. Aber vielleicht auch nicht und ohne dem dichten Gewebe wäre es nicht so früh entdeckt worden, da ich ohne Vorbefund nicht in der Vorsorge gewesen wäre.

    Mit ist es aber eigentlich die ganzen Jahre gut gelungen mit der Aussicht auf Brustkrebs zu leben.

    Vor den Untersuchungen war ich etwas kribbelig aber sonst war es ok.

    Ehrlich gesagt ist es so viele Jahre gut gegangen, da war ich überrascht und auch etwas empört, dass es mich dann doch auch erwischt hat.

    Eigentlich hat sich an meiner Ausgangslage nicht viel verändert. Die eine Brust ist nun ab und die andere Brust ist weiterhin voller Zysten, die beobachtet werden müssen. Obendrauf jetzt die Sorge, dass noch irgendwann etwas nachkommt.

    Du wirst hier vermutlich aber nur auf Frauen treffen, deren Veränderungen irgendwann mal gekippt sind und nun Krebs haben. Die anderen leben ihr Leben, die wirst du hier nicht treffen.

    Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass dieses Forum dir mehr schadet als hilft.

    Hier sind aber mehr Frauen unterwegs , die Brustkrebs aus heiterem Himmel bekommen haben, als die, die wie du und ich erst jahrelang Zysten hatten. Zumindest ist das mein Eindruck.

    Jede 7 Frau bekommt Brustkrebs.

    Du kannst es also bekommen. So oder so. Mehr als regelmäßig zur Vorsorge zu gehen und dich abzutasten bleibt dir vermutlich nicht.

    Du bist ja auch noch sehr jung, vielleicht kannst du auch noch eine jährliche Mammographie durchsetzen. Das gäbe dir noch etwas mehr Sicherheit.

    Herzlich Willkommen und liebe Grüße 🍀

  • Liebe FrauHoppel

    ...ein liebes und hoffentlich nur kurz Hallo in diesem guten Forum.

    Warum nur kurz? Weil du viel zu jung bist, um dich hier anmelden zu müsssen, was ja leider immer wieder vorkommt.

    Du erntest hier ganz sicher keinen Hass - und ja, du darfst dich hier auch nur mitteilen.

    Zu deiner Problematik kann ich dir leider nichts hilfreiches schreiben, aber du hast ja schon hilfreiche Antworten bekommen.

    Ich hoffe und wünsche dir, dass du den für dich richtigen Weg findest und dich dieses Thema nicht mehr belasten wird.

    Alles Gute, lieben Gruß

    18-09-Sonnenschein

    Einmal editiert, zuletzt von Charlottaa () aus folgendem Grund: kraftausdruck entschärft

  • FrauHoppel


    Ich kann dein Gefühl sehr gut verstehen. Immer etwas zu ertasten, zu spüren und immer nur hoffen,das es gutartig ist, das macht "mürbe". Denn das Wort Angst spielt dann ja auch mit.

    Eine solche Situation ist wirklich nervenaufreibend.

    Einen Rat geben kann ich leider nicht.

    Ich entdeckte "meine Unebenheit" in der Brust an einem Freitagabend und bis ich Montag bei einer Frauenärztin schon den Hinweis bekam, dass es ein "suspekter" Zuwachs sei, hatte ich diese Angst ja auch schon.


    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • Vielen lieben Dank für eure Antworten!
    Shiva_001 vielen Dank, dass du deine Erfahrung geteilt hast! Bei der Anzahl und Größe der Tumore wäre bei einer OP tatsächlich die Frage, was von meinen Brüsten übrig bleibt, wenn man alle entfernt, daher bin ich vorerst zurückhaltend im Bezug auf eine OP...


    Liebe SaDe deine Eindrücke finde ich zutiefst interessant!

    Deine Sichtweise ist zwar ernüchternder, nichtsdestotrotz finde ich das gut, sehr pragmatisch, so bin ich die meiste Zeit selbst ;) Den Tipp mit der Mammographie werde ich beherzigen bei der nächsten Kontrolle in 2 Monaten!


    18-09-Sonnenschein danke dir für deine warmen Worte, auch diese helfen mir weiter!


    Liebe Aenneken auch dir danke ich für deine Antwort! Die Worte „mürbe“ und „Angst“ treffen ganz gut, was ich in dieser Sache fühle. Es hilft extrem sich auszutauschen mit Menschen, deren „Problem“ auch die Brust ist, verständnisvoller Umgang und Akzeptanz des Problems. Das hilft auch ungemein!

  • Liebe FrauHoppel,


    auch von mir ein liebes Willkommen. Ich kann dein Bedürfnis nach Austausch sehr gut verstehen. Und dass die Problematik mit deinen Brüsten trotz unauffälligen Befundes dich besonders schwer trifft, ist auch normal.

    Einerseits ist der Gedanke an die Gefahr von Brustkrebs sehr bedrohlich.

    Zum anderen wird uns von allen Seiten suggeriert, dass unsere Brust unsere Weiblichkeit ausdrückt. Die Vorstellung, sie operieren lassen zu müssen oder zu verlieren, macht was mit uns. Ein liebes Forumsmitglied berichtete mir, dass ein Plastischer Chirurg in einem Flyer für Wiederaufbau-Operationen mit dem Slogan wirbt "Damit Sie sich wieder weiblich fühlen können..." Das sagt doch wirklich viel über die oberflächlichen Ansichten zu diesem Thema. Ich fühle mich durch ganz andere - eher nicht äußerliche - Attribute weiblich, aber das ist natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich.


    Falls deine Angst dich bereits schlaflos macht oder in anderen Bereichen einschränkt, empfehle ich, dir proffessionelle Hilfe zu suchen. Angst hat grundsätzlich eine wichtige Funktion, macht aber krank, wenn sie uns kontrolliert und nicht wir sie. Es gibt da niedrigschwellige Angebote, z.B. den Sozialpsychiatrischen Dienst, oder von den Kirchen, manchmal auch von der AWO usw.


    Ich glaube auch, dass es dir auf Dauer nicht gut tut, in diesem Forum mitzulesen, weil es eben alles Frauen sind, die bereits erkrankt sind. Das macht die "Gefahr" für dich ständig präsent. Es würde mich für dich sehr freuen, wenn du dich hier nach vielen lieben Hallos und hilfreichen Hinweisen wieder verabschieden kannst und das Vertrauen zurückgewinnst, vollkommen gesund zu sein und das "Jetzt" genießen kannst. Niemand weiß, was der nächste Tag bringt, aber jede und jeder kann aus dem heutigen Tag für sich das Beste rausholen. Alles Gute für dich! 🤗

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Liebe FrauHoppel,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Deine Ängste und die Belastung dadurch glaube ich Dir sofort, vielleicht hilft Dir der Austausch hier, Deinen Weg für den Umgang damit zu finden. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe FrauHoppel

    Hier versteht jede was dich umtreibt.

    Wie sieht es in deiner Familie mit Brustkrebs und Krebserkrankungen aus? Musst du dir zusätzlich Gedanken über Genmutationen machen? Falls ja würde ich auf Tests zu Familiegenetik drängen.


    Falls nein, abhaken, eine Baustelle weniger. 😁


    Habe jahrelang mit Brust voller Zysten friedlich koexistiert.


    Wurde denn von jedem Knoten eine Biopsie gemacht und könnten sie stattdessen nicht wirklich alle araus. Was sind es denn für Knoten? Fibroadenom? Die sollen ja nicht entarten.


    Meine Onko sagte gestern, seien sie froh dass sie keinen Mann haben, viele Frauen bekommen schon Probleme mit ihren Ehemännern weil die brustwarze wie bei ihnen nach der OP nach oben zeigt...


    Wenn sowas Usus ist dann sollte niemand dich für eitel halten, wenn du es dir 5x überlegst dich mit 28 operieren zu lassen.


    Was sagt das mrt? Und wie engmaschig kann kontrolliert werden ob sie größer werden und sich verändern.


    Bei mir wäre es so dass ich sowas von die Nase voll habe dauernd zu Ärzten zu gehen, ich über eine OP nachdenken würde alleine für meine Ruhe. Lassen sich die Knoten vielleicht meinem Schnitt pro brust entfernen?


    Sehr schwere Entscheidung.... :hug:

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • FrauHoppel

    Wilkommen hier!

    Ich denke du bist hier gut aufgehoben, wenn auch hoffentlich nicht für lange!


    Ich kann deine Ängste sehr gut verstehen! Bei mir wurde mit ca. 22 auch ein Knoten festgestellt. Also ich hab den selbst entdeckt. Dann aber jahrelang den Kopf in den Sand gesteckt und verdrängt. Als ich schwanger wurde, war ich quasi gezwungen das Teil nun doch abzuklären. Wurde dann sofort gestanzt und war gutartig. Sei harmlos, entarte nie bis seeeehr selten. Damit war es abgehakt.


    Nun...Jahre später...bösartig.


    Im Nachhinein wünschte ich natürlich ich hätte den Tumor schon beim ersten Untersuch rausgenommen. Ich möchte dir keine Angst machen und unsere Geschichte ist insofern auch nicht vergleichbar da du dich offensichtlich in regelmässiger ärztlicher Betreuung befindest. Das machst du schon mal richtig!


    Aber mich treibt auch die Frage rum was den bei der Biopsie rauskam. Und ob ALLE Knoten untersucht wurden oder nur einer?


    Wie weiter oben schon jemand geschrieben hat...hier findest du halt überproportional die Frauen bei denen am Ende doch was war.


    Was belastet dich denn am meisten? Die Angst vor Krebs? Oder der körperliche "Störfaktor"? Was empfehlen dir denn die Ärzte?


    Alles Liebe! :hug:

  • Caro_caro bei mir gibt es bezüglich Brust- oder Eierstockkrebs keine familiären bekannten Risiken. Der biopsierte Knoten stellte sich als Fibroadenom heraus.

    Bisher sind es sechs Knoten, daher bin ich zurückhaltend was die OP ALLER Knoten angeht, zumal dann die Brust mehr weg als noch vorhanden wäre...

    Meine Kontrollen waren bisher halbjährlich, jetzt meine mein Arzt da es keine Wachstumstendenz gibt reichen jährliche Kontrollen aus, bisher immer Sonographie. Schwierig... :hot:

  • MamaMelone danke dass du deine Geschichte geteilt hast! Es wurde bisher einer gestanzt, da dieser innerhalb von sechs Monaten minimal gewachsen war, es kam ein Fibroadenom dabei raus.

    Die anderen 5 sind bisher brav gleichgeblieben...

    Mein Spezialist der nur Brustuntersuchungen macht meint wir machen regelmäßig Untersuchungen und stanzt eher zu früh und zu vorsichtig als umgekehrt. Ich denke dass ich hier in guten Händen bin. Der körperliche Störfaktor ist seit Beginn der Pubertät vorhanden, dass vor allem die rechte Brust immer wehtut usw.

    Die Angst vor dem was eventuell durch eine Krebserkrankung kommen könnte ist auch nicht unerheblich. Glaube daher beides. ;(

  • FrauHoppel

    Ein Fibroadenom ist natürlich wirklich harmlos. Das ist super!


    Was mich aber doch verwundert, ist der Punkt warum nur ein Knoten gestanzt wurde...

    Ich denke dein Arzt hat seine Gründe dafür.


    Aber bei mir war es halt auch so, dass mein Frauenarzt sich im Ultraschall bei der letzten Untersuchung vor 6 Monaten sehr sicher war, dass es ein Fibroadenom sei. War es aber nicht. Stattdessen Krebs...nur gut getarnt.


    Deshalb wäre ich vorsichtig bei nicht pathologisch gesicherten Diagnosen.


    Aber ich bin nun eben ein gebranntes Kind.


    Wie gross sind denn deine Knoten?


    Wenn sie dich körperlich so stören und auch weh tun, würde ich vielleicht nochmals darüber nachdenken sie doch entfernen zu lassen...mein Tumor war 6cm gross. Also riesig! Dachte auch da bleibt nichts von der Brust übrig. Aber da ist heute mehr möglich als man denkt...

  • Was mich aber doch verwundert, ist der Punkt warum nur ein Knoten gestanzt wurde...

    Ehrlich gesagt.. mich auch.

    Ich habe auch mehrere gutartige Knoten in den Brüsten und sah aus wie ein Igel.


    Ich hätte sie auch gerne operiert aber das macht man heutzutage nicht mehr, zumindest in meinem BZ nicht. Erst wenn sie wirklich entarten wird operiert.

    Gerade weil ich ja auch Krebs hatte kann ich die Ängste verstehen. Immer wenn die Dinger wieder wehtun schaue ich sie ganz anders an als früher.

  • Liebe FrauHoppel


    das ist doch schonmal sehr gut, herzlichen Glückwunsch. Fibroadenome entarten nicht, ist mein Wissenstand, also da wird nicht plötzlich ein Karzinom draus.


    Persönlich mag ich rückversicherungen und gehe bei wichtigen Themen zu zwei Brustzentren, auch würde ich unterscheidliche Radiologen drunter mischen :-)

    Dein guter hat einen bestimmten Blick auf das ihm vertraute Bild, andere schauen ganz neu drauf ....


    Liebe Grüße

    Caro

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Alecto

    Hat den Titel des Themas von „Frau Hoppel - Mehrere Mammatumore beidseits“ zu „FrauHoppel - Mehrere Mammatumore beidseits“ geändert.