Brca1 und nur Kopfkino bin am Ende..

  • Hallo,

    ich bekam im Juni 20 die Diagnose Brustkrebs. Bekam eine Chemo vor der Op am Dienstag 8.12 hab ich meine letzte. Ende Oktober bekam ich das Ergebniss des Gentests Brac1 bin völlig aus den Wolken gefallen. Da es bei uns keine familäre Häufung gibt nur eine Brustkrebserkrankung die Schwester meiner Oma mit 70. Jetzt hab ich seit zwei Wochen so Unterleibsschmerzen und hab so Angst das ich jetzt noch Eierstockkrebs habe oder es ist halt weil meine Tage jetzt endlich weg bleiben unter der Chemo. Da ich vor der Bk Diagnose öfter wegen Unterleibschmerzen und Zwischenblutzngen bei meiner Frauenärztin war. Meine Ärztin meinte nur wir sollten die Eierstöcke halt auch so schnell wie Möglich entfernen hat mich nicht grad beruhigt😔. Ich versuch mich abzulenken meine Gedanken schweifen grad immer wieder da hin😪. Geht es jmand ähnlich?


    Grüße Jule81

  • Liebe Jule81

    Ich kann nach vollziehen wie es dir geht. Ich bekam letztes Jahr im April die Diagnose BK-TN. Im August dann das Ergebnis des Gentest: BRCA1. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Bei mir in der Familie gibt es wie bei dir auch nur einen Fall: die Schwester meines Opas ist mit 86 Jahren an BK erkrankt.


    Somit war für mich klar, dass ich auf jeden Fall die Mastektomie möchte. Die andere OP dann danach.

    Aufgrund der T-Chemo, die ich noch nach der Brust-OP nachlegen durfte, musste ich die Eierstock-OP erst mal auf Eis legen.

    Da war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz wohl ... von mir aus wäre diese tickende Zeitbombe sofort mit der Brust-OP "entschärft" worden.


    Diese OP hatte ich dann für diesen Dezember vorgesehen.

    Mitte September bekam ich dann aber plötzlich Unterleibsbeschwerden. Meine Ärztin schob dies auf Darmprobleme nach der Chemo. Aber mein Kopfkino fuhr sofort Achterbahn.

    Ich suchte meinen Gyn auf, da ich auch schon das Schlimmste befürchtete🙈. Dieser gab jedoch Entwarnung. Er schob es auch auf den Darm.


    Am 2.12. hatte ich nun endlich meine Adnexestirpation. Im KH erfuhr ich, dass meine Beschwerden evtl. wirklich von den Eierstöcken her kamen.

    Seit Beginn der Chemo 6/19 blieb zwar meine Periode aus. Jetzt nach etwa 17 Monaten könnte es jedoch gut sein, dass diese sich wieder aktiviert hätten. Nun ist es aber zu spät😜.


    Ich hoffe ich habe nun eine Sorge weniger und mein Kopfkino gibt nun Ruhe.


    Deshalb könnte ich mir gut vorstellen, dass deine Beschwerden evtl. auch von der Aktivierung der Eierstöcke kommen könnte. Habe schon gehört, dass z.B. unter den Paclis eine leichte Periode möglich sein kann. Oder aber es ist dein Darm, der unter der Chemo rebelliert.

    Im Zweifelsfall kläre es ab ... ein Ultraschall kann hier ja schon Klarheit bringen.


    Ich wünsche dir für dein Chemofinale am 8.12. zudem alles Gute.


    Liebe Grüße

    Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das scheiß Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hallo Hanka ,


    Danke für deine ausführliche Antwort. Ja ich hab auch schon an den Darm gedacht weil ich grad in letzter Zeit sehr viel Blähungen habe und ab und an fast Durchfall. Meine Gyn ist leider nicht so auf meine Ängste eingegangen und hat keinen Ultraschall gemacht. Rückenschmerzen hab ich grad auch und hab dann schon immer Kopfkino wegen Metastasen. Grad ist es echt schlimm und hab auch zuviel Zeit zum Nachdenken und Grübeln. Hoffe das wird wieder besser. Hast du dir die Brüste mit Silikon aufbauen lassen?


    Bin übrigens auch Erzieherin und wohn in Südbaden. 🙂Arbeitest du schon wieder?


    Liebe Grüsse Jule81

  • Liebe Jule81 , mich hatte das Ergebnis des Gentestes nicht überrascht, allerdings alles andere drum herum so sehr wie es wohl fast jede hier erstmal überrascht und das Leben auf den Kopf stellt. Deswegen auch erstmal alles Gute für deinen Endspurt. Die Op ist dann ja wirklich auch schon ganz bald, wie willst du dich operieren lassen?


    Meine EierstockOp steht auch noch an, allerdings belastet mich dieses Gedanke sehr. Wesentich mehr als die Brust Op, da ich immer sehr unterschiedliche Meinungen zu Zeitpunkt, Art und Weise, Hormone oder nicht etc. höre. Mir macht es Angst, dass ich sie noch habe, allerdings weiß ich auch, dass es für die Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit gut ist...deswegen hadere ich damit wann ich mich auch dort operieren lassen werde.

    Nach der Chemo hatte ich auch Rückenschmerzen und Unterleibsziehen. Meine Gynäkologin hat auch einen Ultraschall gemacht, aber alles war unauffällig. Ich habe es darauf geschoben, dass die Eierstöcke eventuell anfangen zu arbeiten, da man ja je nach Zyklus auch Rückenschmerzen haben kann.

  • Liebe Ni00

    Mich hat das Thema Eierstock-OP im Vorfeld auch mehr belastet als damals die Brust-OP. Bei der Brust-OP war es ein notwendiges "Muss"... ich wollte ja das Mistvieh endlich los sein.


    Bei der Entscheidung zu für und wider Eierstock-OP sprachen auch zwei Stimmen in mir:

    Einerseits nix wie raus mit diesen tickenden Zeitbomben. Eierstockkrebs wollte ich unbedingt verhindern - 60% erhöhtes Risiko ist ne Ansage😳. Außerdem habe ich in meinem näheren Umfeld drei sehr dramatische Verläufe mitbekommen. Die Frauen haben ab dieser Diagnose nicht mal ein Jahr überleben geschafft😔.

    Ausserdem nochmal Chemo und die ganze Maschinerie ... nein Danke🙈.


    Andererseits wusste ich auch, dass die Eierstöcke mit der Hormonproduktion auch eine wichtige Aufgabe/Schutz haben für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Knochen und gleichzeitig eine vorzeitige Osteoporose verhindern können.


    Da ich aber mittlerweile auch schon 44 J. bin, meine Periode seit Start der Chemo im Juni2019 weg blieb und ich seither auch mit Wechseljahresbeschwerden zu kämpfen hatte - entschloss ich mich nun doch im Sommer nach der AHB diese Mission in Angriff zu nehmen. So nach dem Motto: Alles was keine Miete mehr zahlt kann auch raus!


    Am 2.12. hatte ich nun diese OP. Mir ging die Düse die Tage und Wochen zuvor viel mehr als damals bei der Brust-OP. Dieses Mal war es irgendwie anders. Die Entscheidung für die OP ist ja sozusagen ein freiwilliges "Muss".

    Ich hatte zudem auch das ein oder andere über diese OP von Bekannten gehört, dass mich nicht gerade ruhiger werden ließ. Komisch ... war aber so. Jeder Arzt/ Ärztin versuchte mich zu beruhigen, dass diese OP wirklich ein Routineeingriff ist und meine Angst unbegründet. Mein Kopfkino fuhr Sondervorstellungen. Zumal ich seit Mitte September mit nicht erklärlichen Unterbauchbeschwerden zu kämpfen hatte. So war die Nacht vor der OP und der OP-Tag selber Aufregung pur.🙈


    Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und auch etwas erleichtert. Eine Sorge weniger ... so hoffe ich zumindest.


    Mit dem Ergebnis BRCA1 ändert sich viel. Jede muss für sich entscheiden wie sie damit umgeht bzw. welche OP sie machen lässt.


    Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung.


    Liebe Grüße

    Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das scheiß Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)