Reizdarm durch die Therapien

  • Hallo Jo,


    vielen Dank für Deine guten Wünsche über die ich mich gefreut habe!


    Das Reizdarmsyndrom hatte ich schon vor der Radio-Chemotherapie aber seitdem ist es noch etwas schlimmer geworden.
    Bestimmte Lebensmittel vertrage ich gar nicht mehr wie z.B. viele Kohlsorten, Fettiges und scharf Gewürztes.
    Es ist allerdings von Tag zu Tag unterschiedlich was ich vertrage weil es auch von meiner jeweiligen Verfassung an dem Tag abhängt, wenn ich z.B. müde bin vertrage ich auch manche Sachen nicht (wie beispielsweise Kaffee) den ich an "guten" Tagen vertrage.


    Wie macht sich denn der Reizdarm bei Dir bemerkbar? Vielleicht können wir uns gegenseitig gute Tipps geben


    Liebe Grüße,
    Branwen

  • Hallo Branwen,


    mir geht's da tatsächlich ähnlich. In schlechten Zeiten vertrage ich Kaffee, Süßes und Fettes ganz schlecht. Ich helfe mir mit Kräutertee, Ruhe und hinlegen, evtl. Wärme oder Medis, wenn nichts mehr geht.
    Seit meiner Krebserkrankung habe ich den Reizdarm komischerweise besser im Griff als vorher. :) Das könnte daran liegen, dass ich jetzt achtsamer mit mir selbst umgehe. :S
    Auf jeden Fall ist der Reizdarm ein guter Stressindikator, der mich z.B. daran erinnert, dass ich meine Entspannungsübungen in letzter Zeit vernachlässigt habe. Allerdings reagiert er auf positiven und negativen Stress gleich, das ist schon mal hinderlich. :(


    LG von der Jo

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

    - Franz Kafka -


  • Hallo Jo,


    stimmt, Süßes hatte ich in meiner Aufzählung vergessen, das geht nämlich so kaum und in schlechten Phasen gar nicht. Da ich aber kein "Süß-Esser" bin ist das für mich nicht weiter schlimm.


    Mir geht es ebenso wie Dir: seit der Krebserkrankung habe ich meinen Reizdarm auch wesentlich besser im Griff als vorher, ich führe es darauf zurück dass ich zum einen besser auf mich aufpasse (das habe ich früher nämlich nicht bzw. fast nicht getan), dass ich Stress vermeide wo immer es möglich ist und -falls das nicht möglich ist- dass ich anders und konstruktiver damit umgehe.


    Und in "schlechten Phasen" hilft es mir wenn ich ein paar Tage nur milde Sachen esse, viel Kamillentee trinke und vor allem viel schlafe. Wenn es ganz arg ist dann greife ich auch auf Medikamente zurück aber das ist eher selten der Fall. Ohnehin habe ich gemerkt dass die schlechten Phasen mit der Zeit seltener und kürzer geworden sind und das macht mir Hoffnung dass sie noch seltener werden könnten. Allerdings denke ich dass sie nie ganz verschwinden werden was wohl auch gut ist denn ab und an brauche ich doch noch mal einen Warnschuß wenn ich mal wieder dabei bin mir zuviel zuzumuten. :wacko:


    Liebe Grüße,
    Branwen

  • Liebe Branwen, liebe Jo,


    ich habe Eure Beiträge zum Thema Reizdarm aus dem Vorstellungsthema hierher verschoben. Denn es wäre doch schade, wenn ein so wichtiges Thema, von dem ggf. noch andere betoffen sind, "untergehen" würde.


    Grüssles


    Saphira

  • Hallo zusammen,


    habe heute mal wieder eine "Lehrstunde" in Sachen Reizdarm bekommen:


    Der Nachsorgetermin bei der Frauenärztin stand an und mein Darm meldete sich prompt mit allen möglichen Beschwerden: Bauchschmerzen, Blähungen, recht fixe Verdauung usw.
    Kaum war der Termin vorbei(zum Glück alles im grünen Bereich ), gab mein Darm wieder Ruhe...


    Da konnte ich mal wieder sehen wie stark der Einfluss der Psyche ist.


    Ich nehme mir zwar jedes Mal vor beim nächsten Termin gelassener zu sein aber wie ich heute sehen konnte klappt es nicht wirklich.... :wacko:


    liebe Grüße von der Branwen

  • Ja klar, Nachsorge beim Frauenarzt, sowas läßt sich ein Reizdarm natürlich nicht entgehen! ;) :P
    Toll, dass alles ok war bei dir, Branwen. :D Und die Gelassenheit wird auch wachsen, du tust ja schon einiges für dich.


    LG von der Jo

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

    - Franz Kafka -


  • ...Reizdarm hab ich eher nicht, sondern Verstopfung, aber die Blase ist sehr anfällig, sagte meine Ärztin mir aber. Und die ersten Tage nach der Chemo schön fettarm essen, dass reizt dann nicht so, weiterhin toi toi toi

    Aus der Liebe wächst die größte Kraft :love:

  • Liebe Jo,


    danke dass Du Dich mit mir freust dass alles ok ist!
    Ich habe mir an dem gleichen Abend auf das gute Ergebnis ein Bier genehmigt. Und was soll ich sagen? Mein Darm hat es ohne Murren akzeptiert und die Tüte Chips die ich dazu gefuttert hatte, auch. :D


    sally-hh:


    wenn Du zu Verstopfung neigst dann wirst Du vermutlich schon einiges dagegen ausprobiert haben, was mir früher (in den seltenen Fällen in denen das Problem vorkam) immer geholfen hatte war Joghurt und dazu 2-3 Trockenpflaumen.


    liebe Grüße von der Branwen

  • Mich hat's mal wieder erwischt. Vor zwei Tagen fing es an mit einer kleinen Revolte im Magen, da dachte sich der Reizdarm, häng ich mich doch gleich mal dran :( . Jetzt nehme ich vor jeder Mahlzeit diese pflanzlichen Tropfen, und lege mich nach jeder Mahlzeit ein halbes Stündchen aufs Sofa, zwischendurch viel Tee - das hilft so halbwegs, nervt mich aber.
    Vor allem weil ich schon eine Weile gespürt habe, dass ich es mit Süßem übertreibe, es aber nicht geschafft habe mich in Griff zu kriegen. Na, jetzt hab ich die Quittung.
    Dafür habe ich es geschafft mit meditieren anzufangen. Das tut mir sofort spürbar gut und somit, auf längere Sicht, hoffentlich auch dem Darm :) .


    LG von der Jo

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

    - Franz Kafka -


  • Hallo Jo23,


    es ist einfach lästig, wenn der Darm streikt. Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Hallo Jo23


    das tut mir Leid dass es Dich erwischt hat und ich wünsche Dir ganz gute und vor allem schnelle Besserung!


    Ich kenne das auch: wenn es dem Magen nicht gut geht dann meldet sich mein Reizdarm prompt 1-2 Tage später. (Das lässt sich meiner auch nicht entgehen..)
    Was mir immer gut hilft: Kamillentee und eine Wärmflasche auf den Bauch. Ich esse an solchen Tagen nur fettarmen Joghurt und Kartoffelbrei und dann ist es am nächsten Tag meist schon viel besser.


    Liebe Grüße von der Branwen

  • Hallo Jo23,


    wie geht es Dir heute? Gibt Dein Darm wieder Ruhe oder hat er immer noch schlechte Laune?


    Ich hoffe jedenfalls dass es Dir wieder besser geht damit Du das schöne Wetter auch genießen kannst.


    Liebe Grüße von der Branwen

  • Danke Leni und Branwen! Mir geht's besser, aber noch nicht gut.
    Mein Reizdarm hat sich einen Freund gesucht, den Reizmagen X( . Aber davon lass ich mich natürlich nicht schrecken!
    Heute Mittag gab es bei mir Kartoffelbrei, ansonsten viel Bewegung, frische Luft, Sonne und nette Menschen - das tat gut.


    LG von der Jo

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

    - Franz Kafka -


    Einmal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Alte Beiträge mit ins neue Thema verschoben

  • Hallo,

    ich erhalte seit Juli 2020 Antikörpertherapie (AK) mit doppelter Blockade (Trastuzumab und Pertuzumab), zunächst zusätzlich zur Chemo (12xPacli, anschließend 4xEC ohne AK), jetzt noch bis Juli 2021. Die Chemo und die AK haben meinen Darm total kaputt gemacht. Während der Pause wegen der OP erholte er sich langsam wieder, mit der Gabe vom 29.12. fängt es wieder an. Ich habe einen starken Reizdarm mit Schmerzen und Blähungen. Unter der Chemo habe ich so viel abgenommen, dass eine parenterale Ernährung notwendig wurde.

    Nun meinten die Ärzte, dass Pertuzumab vermutlich für die Darmprobleme verantwortlich ist und wenn diese persistieren, Pertuzumab abgesetzt werden soll. Nun hadere ich etwas damit, da es sich besser anfühlen würde, die leitliniengerechte Behandlung (also beide Antikörper) durchzuführen.

    Kennt jemand von euch diese Darmprobleme und habt ihr, vielleicht aus der Komplementärmedizin, Empfehlungen zur Darmsanierung oder wie man diese Probleme in den Griff kriegen könnte?

    Viele Grüße!

  • Hallo LadyBird85


    ich hatte eher Verstopfung während Chemo, kenne aber starken Reizdarm von vor der Krebserkrankung.


    Oft sind andere Sachen ursächlich: Laktose, und Fruktose Unverträglichkeiten.


    Es gibt beim Internisten Atemtests, diese sind aber oft so heftig wenn man darauf reagiert, dass man danach noch mehr Probleme hat.

    Eine Möglichkeit es zu testen wäre eine Woche enthaltsam zu leben. Dazu Basmatireis, Huhn, Meersalz, Stilles Wasser und ein gutes Öl sonst nix. So der Darm damit funktioniert kann man langsam ein Lebensmittel nach dem anderen dazu tun alle 3 Tage eines, um zu testen worauf man reagiert.


    Klar müsstest deine Krebs medis trotzdem nehmen, wäre aber eine Möglichkeit herauszufinden ob es wirklich an denen hängt.


    Falls du mehr wissen willst, gern Pm an mich.

  • Hallo Vael ,

    danke für deine Antwort! :) Ja, bestimmte Lebensmittel lasse ich eh schon weg (zB Kaffee, Milchprodukte, rohes Gemüse und Obst). Problem ist nur, dass ich auf keinen Fall abnehmen darf (BMI 17) sondern im Prinzip eigentlich weiter zunehmen muss. X/ Das klappt dann mit Schonkost etc leider nicht... Ich denke, dass ich die Zeit bis Juli quasi irgendwie "überbrücken" müsste, um mich dann ohne die Antikörper auf die Darmsanierung zu konzentrieren. Die gängigen Durchfallmittel helfen momentan nur bedingt (da ja auch nicht wirklich Durchfall das Problem ist) - so behalte ich zwar auch mal Mahlzeiten längere Zeit in mir, aber bezahle mit Bauchschmerzen und Blähungen... ?(

    Viele Grüße!

  • Liebe LadyBird85


    das ist heftig, was Du schon alles hinter Dir hast, ich drück Dich mal, wenn ich darf......... ich kenne das ein wenig, da ich unter EC massiv Gewicht verloren habe und kurz vor Zusatzernährung stand, das kann Dir der Chemoarzt verschreiben, hochkalorische Proteinshakes, es gibt wohl noch diese Art Astronautennahrung, die kenne ich aber nicht, vielleicht fragst Du mal, eigentlich machen die Chemoärzte ab 10% Gewichtsverlust einen Plan für die Zunahme!


    Die basische Ernährung für die bessere Verträglichkeit der Chemo enthält ja nicht so viele Kalorien, also hilft evtl diese kalorisch aufzupeppen mit Sahne, Butter, Pflanzenöle, dazu Datteln, Feigen, Nüsse, ansonsten kannst Du auch eine Überweisung zur Ernährungsberatung bekommen, besser noch im Chemozentrum/Krankenhaus direkt.


    Frag mal, ob Du schon Darmbakterien nehmen kannst, einige empfehlen das erst nach Chemo, ich habe das allerdings auch schon zur Chemo genommen.


    Alles Gute und liebe Grüße

    Du musst Dir schon selbst Konfetti in Dein Leben pusten. 8) (visual statements)


    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. (Alexis Carrel)


    Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten. (finnisches Sprichwort)

  • LadyBird85 hast denn auch mal Schilddrüse checken lassen?


    Ich würde auch viel Fett zu tun, Öle. Zucker und Fruchtzucker können Blähungen machen.

    Ansonsten die Hochcalorische Nahrung gibts in der Apotheke.


    Vielleicht auch mal den Darm checken vielleicht ist ja auch etwas was die Probleme verursacht. Kann ja auch sein. (Polypen, Darmschlingen usw)