Ernährung bei Krebs

  • Hallo pegesa

    sportlich war ich früher eigentlich nie......8)

    Seit meinem Rezidiv gehe ich aber regelmäßig ins Fitnessstudio und bin überzeugt, daß mir der Sport über so manche Nebenwirkung der AHT hinweghilft. Je fitter ich dann wurde, je mehr Spaß hat mir die Bewegung auch gemacht.^^ Ist irgendwie auch einer der positiven Aspekte, die ich aus meiner Erkrankung ziehe.;)

    Hab gerade deinen Buchtip gegoogelt, hört sich interessant an.


    LG und einen schönen Sonntag

  • LEO70 na das spornt mich doch auch wieder an. Ganz früher vor gefühlten 100 Jahren war ich schon recht sportlich, aber dann garnix mehr. Und dann hatte ich wieder eine Phase, in der ich 7 tage die Woche eine Stunde auf dem Crosstrainer verbracht habe, also nicht nur draufgestanden :P,sondern aktiv. Dann wieder mal nix und jetzt lege ich aber sowas von los, sobald die Wunden richtig verheilt sind. Ja wenn man sich körperlich fitter fühlt , sind auch der Geist und die Psyche gleich besser dabei. Es gibt einige sekundär Gewinne bei der erkrankung, habe ich auch schon gemerkt, dennoch würden wir sicher alle gerne darauf verzichten.

    Das Buch ist ein bisschen sehr wissenschaftlich,a ber seine Tipps bezüglich Nahrungsergänzungen bzw. Vitaminen sind sehr hilfreich und werden hier im Forum auch immer wieder gegeben.

    Lieben Gruß:hug:<3 und auch dir noch einen schönen Sonntag

  • pegesa und alle anderen, die sich gerade mit dem Thema beschäftigen: macht Euch nicht Zuviel Stress, fangt einfach an und probiert etwas rum. Ich hatte während der Chemo mächtig zugelegt (nicht nur Wasser, sondern einfach auch Fett, weil ich ständig gefuttert oder Limo/ Cola getrunken habe, um dem üblen Geschmack im Mund Herr zu werden). Nach der Chemo und in der AHB sind dann trotz Aromatasehemmer mit viel Sport die ersten 5 kg gepurzelt. Leider ging es dann nicht weiter und als die Waage wieder anfing nach oben zu zeigen, habe ich mir überlegt was ich tun kann und bin über das Intervallfasten gestolpert. Eigentlich wollte ich keine Diät machen und mich nicht weiter einschränken lassen in dem "Was" ich esse (bin durch Allergien und Laktoseintoleranz eh schon eingeschränkt), hab dann aber gedacht, ich kann es ja mal versuchen. Ich bin nicht direkt zu 16/8 gegangen, hatte gelesen, dass 14/10 schon "reicht" um das Gewicht zu halten. Das wäre ja schon mal ein Anfang gewesen. Also habe ich am ersten Tag spät gefrühstückt, Mittag gegessen, nachmittags Kaffee mit Keks oder kleinem Stück Kuchen und das Abendessen etwas früher zu mir genommen. Das wichtige aber: ich habe mir direkt nach dem Abendessen die Zähne geputzt und alles Essbare weggeräumt. Natürlich hatte ich Appetit, musste aber lernen, Appetit von Hunger zu unterscheiden. Nachdem das nach einigen Tagen ohne "Hunger" (oder besser Appetit) funktionierte, habe ich dann angefangen, mich 10 Minuten-weise 16/8 anzunähern. Habe also das Frühstück immer weiter hinausgezögert und das Abendessen immer etwas vorverlegt. So war ich relativ schnell bei 16/8 angekommen und habe 1,5 bis 2 kg pro Monat verloren. Ich würde zwar gern noch weitere 5 kg abnehmen, aber momentan ist mein Fokus ein anderer. Ich sehe da nicht mehr so eng und esse, wie es gerade in meinen Terminplan passt und die "Partys fallen". Wenn es dann etwas mehr geworden ist, mache ich wieder ein paar Tage etwas strenger 16/8 und schraube mein Sportpensum etwas hoch und es funktioniert. Bin so hervorragend durch Weihnachts- und Osterzeit gekommen.

    Ich verzichte weder auf Frühstück noch auf Abendessen. Ich konsumiere Zucker, Fleisch und Milchprodukte, wenn auch etwas kontrolliert, aber Genuss ist mir wichtig. Das einzige wo ich wirklich vorsichtig bin ist Soja (hatte hormonpositiven Tumor), aber auch da hat mir die Ernährungsberaterin gesagt, 2 Portionen pro Woche wären o.k., das erleichtert mir mit meiner Laktoseintoleranz auch mal unterwegs was Veganes zu essen, ohne lange nachfragen zu müssen, ob da Soja drin ist, die Diskussion um Milchprodukte ist oft noch schlimmer, sodass ich unterwegs gern auf vegan setze. Ansonsten achte ich etwas drauf, dass ich mich "gesund" ernähre. Glücklicherweise esse ich sehr gern Gemüse. Hatte ein tolles Fitnessstudio, wo die nicht nur das Gewicht sondern auch die Körperzusammensetzung gemessen haben und da wurde festgestellt, dass ich nicht nur Fett sondern auch Muskelmasse verloren hatte, ein Zeichen, dass ich nicht genug Eiweiss zu mir genommen hatte. Also hab ich noch etwas an der Ernährung gedreht und esse manchmal bewusst ein paar Eier oder Fleisch.

    Bei mir funktioniert das so gut, dass ich bei den letzten Untersuchungen top Werte hatte. Meiner Leber geht es so gut wie schon ewig nicht mehr und meine Blutwerte sind alle im grünen Bereich. Das einzige, was ich nehme ist Vitamin D, alles andere läuft über die Ernährung ausreichend gut. Und wie gesagt: ich geniesse und ich bin nun mal ein Schleckermäulchen. Ach so: beim Wasser achte ich drauf, welches mit hohem Calcium-Gehalt zu nehmen, meines hat 600 mg/l.

    Das war mein Weg, mein Gewicht (trotz Schilddrüsenunterfunktion und Aromatasehemmern) wieder in den Griff zu bekommen, ich hoffe, ihr findet Euren Weg. Probiert es aus und wenn es nicht läuft, versucht etwas anderes. Es gibt nicht DAS Allheilmittel für jeden.

    Wünsche Euch viel Erfolg.

  • Heideblüte , vielen Dank für deinen Beitrag und ganz besonders für den Hinweis, sich nicht so einen Stress zu machen und auszuprobieren: also gestern habe ich es schon mal nicht geschafft. ich putze mir zwar spätestens um 18 Uhr die Zähne, aber dann mach ich meistens meinem Mann noch Abendbrot und dann knabbert der oft abends noch was und manchmal kann ich mich da einfach nicht zurückhalten, wie gestern abend z. B. . Ich werde mich mal so langsam rantasten, denn es ermutigt mich schon, was du und LEO70 dazu schreibt. Du darfst ja keine Marke nennen, wegen dem Wasser, nehme ich an? Calcium wegen der Knochen oder? Vitamin D nehme ich auch, habe einen Mangel und eine Unterfunktion der Schilddrüse habe ich auch und muss Jod nehmen. Darf ich fragen was du für einen Sport machst?

    Ich ess auch viel Gemüse, Fisch und wenig Fleisch. eben habe ich gerade ein paar Erdbeeren gegessen mit einem TL Schlagsahne. Also ich bin schon recht diszipliniert und habe nicht das Gefühl mich zu kasteien.

    LEO70 hab heute morgen um 6.00 schon eine 1/2 Std. Crosstrainer gemacht, ist doch gut oder?

    LG Patricia:hug:

  • pegesa Das Wasser schreib ich Dir gleich mal per PN, kann aber sein, dass Du diese Sorte bei Euch nicht bekommst, wohnst ja doch etwas südlicher, aber im Süden ist die Auswahl an calciumreichen Wässern generell etwas größer als hier im Norden.

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  • Liebe Heideblüte , ich mache auch 16/8 und habe 14 kg abgenommen. Mit Zucker bin ich vorsichtig, doch hin und wieder ein Stück Kuchen oder ein Eis gehört dazu. Ich habe übrigens auch eine Schilddrüsenunterfunktion.


    In der Reha konnte ich wegen der Essenszeiten nur 14/10 machen, hat aber auch funktioniert. Zuhause habe ich dann wieder mit 16/8 weitergemacht. Ich esse Frischkäe, viel Seefisch, kein Soja und keinen Mais. Fleisch esse ich nur sehr selten. Ich mag Gemüse sehr gerne, ebenso Obst. Nahrungsergänzungsmittel nehme ich gar nicht.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liebe pegesa ,


    ich mache auch das Intervallfasten 16/8 seit nunmehr Mitte April.

    Bevor ich anfing dachte ich, das sei total easy ^^^^ - allerdings wurde ich schon am ersten nahrungslosen Abend dieser Illusion beraubt, als es mich ganz fürchterlich nach Schoki gelüstete und ich stattdessen mit einem Salbeitee dasaß :D.

    Aber ich habe mich dann doch recht schnell dran gewöhnt und fühle mich wirklich super damit :). Abgenommen habe ich seither 3 Kilo und halte mein Gewicht. Damit bin ich sehr zufrieden, da ich jetzt ein Kilo weniger wiege als vor der Diagnose :).


    LG

    Pschureika

  • Pschureika Herzlichen Glückwunsch zu der Abnahme. Ich finde es auch nicht ganz so leicht, auch weil ich um 17.00 (habe es gerade hinter mir) schon mein Abendbrot zu mir nehme und wenn dann mein Männeken später isst und ich das meistens auch noch zubereite und dann knabbert er noch dies und das, da muss man schon gewaltig die Zähne zusammenbeißen, dass nichts dazwischen kommt :D Ich glaube aber, dass es auch eine Gewohnheitssache ist. Eigentlich ess ich abends gerne, aber im MOment brauch ich frühstück, weil ich ja morgens zur Bestrahlung muss.

    Willst du noch weiter abnehmen?

    LG Patricia

  • Liebe pegesa ,


    wenn noch etwas an Gewicht runterginge, wäre ich nicht böse ;), aber da tut sich nix mehr ^^.

    Aber das ist schon ok, ich wiege 52,5 kg bei einer Größe von 1,58m - zu wenig Gewicht wäre wohl auch nicht gesund .

    Mich hatte es halt genervt, dass ich durch die Paclis zugenommen hatte und unter Tam kein einziges Gramm abnehmen konnte. Aus lauter Frust habe ich es dann halt mit dem Intervallfasten probiert, und es hat geklappt :).

    Das Schöne daran ist ja, dass man sich das Zeitfenster selbst aussuchen kann. Ich habe für mich eine Essenszeit zwischen 12 und 20 Uhr gewählt (bin absolut kein Frühstücker - da reichen ein paar Tassen Kaffee) und komme gut damit zurecht.


    LG

    Pschureika

  • Pschureika Da hast du ja schon Idealgewicht (Respekt :thumbup:)und wie man sehen kann, muss man eine mögliche Gewichtszunahme nicht hinnehmen sondern kann aktiv was dagegen tun. Es gibt soviel hier, die von positven Erfolgen mit dem Intervallfasten berichten, also wohl doch wirksam. Und dann noch die positiven Nebeneffekte der besseren Blutwerte. Also wenn man auf diese einfache Art und Weise gut für sich sorgen und eigenintiativ was für seine Gesundheit tun kann, bin ich immer dabei. Eigentlich würden mir auch Kaffee am Morgen reichen,a ber im Moemnt ahbe ich Angst, dass ich vor dem Strahlengerät umfalle, weil ich immer noch einen Heidenrespekt davor habe. Ist bei mir aber eher die Psyche.

    LG Patricia und ncoh einen schönen angenehmen Abend:hug:

  • Tiscali ja ich bin sehr dankbar für die Tipps. Und die Zumba Gold DVD liegt auch schon in meinem Einkaufswagen, ist aber leider nur in englisch. Aber ich ahbe mal in ein Video bei Youtube reingeguckt, das müsste ich auch schaffen. Das hebe ich mir dann für die triste Jahreszeit auf ;)

    Ganz liebe Grüße Patricia

  • Ich hab mal eine Frage... ich bin ein großer Salat-Fan. Mit Beginn der Chemo hat mit meine Onko-Praxis jedoch vom Verzehr von Rohkost abgeraten.


    Zum einen wegen der Reizung der Mundschleimhaut.

    Zum anderen, da ich über Salat schnell Keime aufnehmen könnte.

    Genauso ist es mit Obst und Gemüse, dass roh verzehrt wird. Am besten dreimal waschen🙈.


    Rohes Obst am besten nur solches, dass mit natürlicher Schale daher kommt (Banane, Ananas, Melone, Kiwi, etc.).


    Gemüse auch eher im gekochten und gedünsteten Zustand bevorzugen.


    Bei Salaten soll ich auf gekochte Sorten umsteigen (z.B. Nudel-, Kartoffel-, Rote Beete-, Bohnen-, Linsensalat, etc.)


    Handhabt ihr das auch so streng?


    Ich bin schon total gefrustet deshalb. Gerade jetzt im Sommer wäre die Auswahl so herrlich.🤔

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • hi Hanka Meine Ärztin meinte damals, ich kann alles essen ausser grapefruit, soll halt etwas aufpassen und Obst z.b. abspülen und nicht gerade rohes Hackfleisch essen, aber ansonsten war sie sehr entspannt. Sie meinte, diese strengen Auflagen gelten nur noch für Menschen mit z.b. knochenmarksübertragungen, bei denen das Immunsystem erst einmal komplett zerstört wird.

    Ich hab es so gemacht, dass ich morgens ganz früh in den Supermarkt bin, wenn die Regale frisch aufgefüllt sind und noch nicht tausend Leute das Gemüse angegrabbelt haben. Hab sogar die zusammengestellten fertigen Salate gekauft (Also die, die im laden geschnippelt und verpackt werden)