Ernährung bei Krebs

  • Ich ernähre mich seit Jahren hauptsächlich vegetarisch und zuckerarm, ich bewege mich viel, baue mein Gemüse im eigenen Garten " bio" an und lasse seit 1,5 Jahren alle Milch weg, weil ich Blähungen bekomme. Trotzdem hatte ich am 30. August die Diagnose Endometriumkarzinom bekommen. Ich stimme @stefunny zu, und glaube nicht, daß meine Ernährung etwas bewirkt hat. Während der Chemo habe ich Tage, an denen ich bestimmte Dinge nicht essen mag, auf anderes Appetit habe. Ich versuche mich weiterhin ausgewogen zu ernähren, spezielle Lebensmittel oder Nahrungsergänzung habe ich bisher nicht gekauft und genommen. Übrigens haben wir auch Himbeeren im Garten und essen den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein reichlich davon. Hat leider nichts gebracht ;).

  • @stefunny

    Ich gebe dir völlig recht: es gibt überall zweifelhafte Studien, die original nix besagen (keine Kontrollgruppe, keine Langzeitstudie usw usw). Der Körper sagt uns was er will. Wir müssen wieder nur zuhören lernen.

  • Manchmal habe ich das Gefühl ich höre sehr oft, dass jemand sein Essen umgestellt hat und in den nächsten Jahren Krebs bekam.

  • Ich halte es so, wie es uns in der Reha gesagt wurde. Viel Obst und Gemüse, dieses möglichst bunt, wenig rotes Fleisch, wenig Wurst, eher weißes Fleisch und oft Fisch, kein Weißmehl, besser Vollkornprodukte, wenig Zucker, wenig Alkohol. Von Nahrungsergänzungsmittel wurde abgeraten, nur ganz gezielt, wenn ein Mangel besteht. An Getränken viel Wasser, Tee, Kaffee, etwas Saft, am besten frisch gepresst. Milchprodukte in normalen Mengen, da vor allem Käse, Joghurt, Kefir, Buttermilch. Auch da alles in normalen Mengen. Doch auch der Genuss sollte nicht zu kurz kommen, heißt, man darf auch ab und zu mal über die Stränge schlagen!;) Wenn es geht, alles in Bioqualität essen (ist oft eine Geldfrage), doch man bekommt auch im Supermarkt oder Wochenmarkt gutes Gemüse, was nicht Biographie ist. Ansonsten schön selber kochen, keine Fertigprodukte. Das war es kurz und knapp.


    Ich persönlich denke, eine ausgewogene oder nicht ausgewogene Ernährung ist nicht unbedingt für Krebs verantwortlich, allerdings für das Wohlbefinden und die Versorgung mit allem, was der Körper braucht.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Bonny und Frieda


    Unterschreibe alles, was Du an "Leitschienen" aufgezählt hast, und fahre, zumindest weitgehend, daran entlang.

    An Nahrungsergänzung nehme ich Vit. D und Salvestrole; das erscheint mir sinnvoll.

    Alles Gute Dir, Du tapfere Kämpferin!


    @KarAch


    Die Himbeeren haben bestimmt gut geschmeckt. ;) Wir wissen nicht, ob der ungebetene Untermieter ohne Himbeeren oder andere gesunde Nahrungsmittel nicht schon früher "eingezogen" wäre. Tut mir leid, dass zusätzlich ein Lynch-Syndrom festgestellt wurde!

    Habe auch eine Genmutation geerbt; gerade deswegen denke ich, gesunde Lebensweise macht schon Sinn. :/

    Meinen vollen Respekt für Deine sportlichen Leistungen! Diese Disziplin und körperliche Fitneß werden Dir helfen, gut durch die Therapien zu kommen.

    Ich wünsche Dir, dass der beleidigte Nerv am Bein sich gut regeneriert, Du wieder Freude am Sport haben kannst,

    und insgesamt nur das Beste!


    LG ML

  • welche Ernährungsempfehlungen wären das?

    sorry SanniKa ich schreib jetzt hier damit ich nicht geschimpft werde, weil es nicht zum anderen Thema pass

    Die unguten Kohlehydrate - der Zucker z. B. geht voll auf die Leber.

    Der Rest ist wirklich das übliche. "Mediteran", Fisch, gute Öle, Ballaststoffe... Die soll ich jetzt in anderen Mengen zu mir nehmen.

    Witzigerweise esse ich jetzt mehr als vorher, habe aber nicht zugenommen. Deshalb fühle ich mich auch nicht beeinträchtigt in meiner Ernährung.
    Die Kohlehydrate soll ich mehr über den Tag verteilen und gleichtzeitig mit anderen Bausteinen aus der Ernährungspyramide zu mir nehmen. z.B. Brot mit Käse und Salat = Kohlehydrate, Eiweiß, Gemüse. Das würde dann die starken Peeks vermeiden, bei denen der "Zucker" schnell ins Blut kommt und der Körper reagieren muss. Die Arbeit der Leber wird dadurch auf einen längeren Zeitraum verteilt. So habe ich das verstanden.

    Außerdem soll ich auf 30 gr Ballaststoffe am Tag kommen =O, damit der träge Darm in Schwung kommt. Das ist echt hart und bedeutet für mich erstmal Rechenarbeit. Aber ich weiß ja warum ich es tue.

    Da hast du aber eine andere Problematik, wie ich gelesen habe. Vielleicht würde dir eine gute Ernährungsberatung auch weiter helfen.

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Ernährung und Bewegung

    In diesem Video wird wieder darauf hingewiesen, dass es keine Krebsdiät gibt. Wie immer gesunde, abwechslungsreiche Kost, damit macht man nichts falsch. Zwischendurch auch mal etwas "ungesundes" geniessen.

    Scheinbar hat Ernährung keinen tiefgreifenden Einfluss auf BK.

    Allerdings wird auch gesagt, dass regelmäßige Bewegung im Rahmen der Möglichkeiten recht wichtig zu sein scheint.

    Aber das gehört in einen anderen Thread...


    LG Jana

  • In meinem BZ hieß es, am besten sei die Kombi ausgewogene Ernährung / ausreichend Bewegung. Fragt mich nicht, wie die Studie dazu hieß. Auf jeden Fall schnitten Probanden, die beides berücksichtigten und sich nicht auf entweder Ernährung oder hauptsächlich Sport fokussierten, am Ende wohl besser bei der Rezidivrate ab.

  • Meine neuste Erkenntnisse:

    Wasserunlösliche (das war bereits die erste Erkenntnis: es gibt lösliche und unlösliche) Ballaststoffe sind in der Lage überschüssiges Östrogen an sich zu binden und aus dem Körper rauszuschwemmen. Also ran an die Ballaststoffe Mädels.

    Es ist erschreckend wie wenig davon in den verschiedenen Gemüsen steckt... das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. ^^

    Ich schulde meinem Leben noch Träume und meinen Träumen Leben!

  • Hallo IBru ,


    das habe ich auch noch nie gehört und kannte das nur für Vitamine mit der Wasser- und der Fettlöslichkeit. Welche Gemüse haben denn einigermaßen viele wasserlösliche Ballaststoffe und darf man die dann überhaupt in Wasser garen oder gehen die dann verloren?


    Danke, dass du deine Erkenntnisse hier teilst. 😘

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Danke IBru , ich recherchiere dann auch mal. 🤓

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  • Wasserunlösliche Ballaststoffe, Zellulose (wie in Weizen und anderem Getreide)

    steht da ... also wären wir z.B. bei Roggen und Dinkel (sofern man keine Zöliakie hat) und Leinsamen und Haferflocken Müslis usw genau richtig ?
    Plus Gemüse und Obst - nur kann ich nix finden welche Obst- und Gemüsesorten besonders viel Zellulose enthalten und welche mehr wasserlösliche, die Tabelle unten in der verlinkten Webseite listet nur Ballaststoffe insgesamt.
    Der gesunde Menschenverstand sagt mir, Äpfel, Birnen, Bananen, Karotten, Kohlrabi z.B. haben eher mehr Zellulose als Beerenfrüchte und Melone, sicher bin ich mir aber nicht.

    Alles sehr verwirrend.
    Ich glaub ich brauch jetzt ein Stück Schokolade als Tröster.

  • Soviel ich weiß, liegt KatzenMom 64 richtig - Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte stehen gut da mit Zellulose - wie alles, was ein gutes und ausdauerndes Gebiss erfordert ;).

    Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

    Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf.

    Aufs Beste hoffen, aufs Schlimmste gefasst sein!

  • Oh Tina, KatzenMom 64 , jetzt hast du mir aber wieder mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. 😃 Ich esse jetzt auch ein Stück Schokolade. Hab Mal auf die Schnelle recherchiert: wasserlösliche Ballaststoffe sind z.B Pektin in Äpfeln und das Zeugs, dass Leinsamen so schleimig macht und wenn man Chiapudding macht, also die Samen quellen lässt und dann diese hallerartige Masse hat, das sind auch wasserlösliche Ballaststoffe ...

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  • Ich habe eben einen sehr interessanten und informatives Webinar der "Stiftung Perspektive" Frau Prof. Dr. H. mitgemacht, was mich in meiner bisherigen Ernährungsweise bestätigt hat und auch darin auf mein Körpergefühl zu hören.

    Eine ausgewogene Ernährung ist das A & O... , also alles in einem gesunden Verhältnis und eben Sachen wie Fleisch, Zucker etc. in Maßen, aber ein Totalverzicht ist nicht nötig.


    Ich geh dann mal eine Praline naschen... :)

    Einmal editiert, zuletzt von Maia () aus folgendem Grund: Namen entnommen

  • Liebe Sanne972,


    genauso hat es mir die studierte Ernährungsberatung in meiner Onkopraxis in der sie freiberuflich neben ihrer Praxis arbeitet auch erklärt.
    Während der Therapie soll man gut auf den Körper hören, man kann ernährungstechnisch unterstützen, gerade wenn es zu vermehrter Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kommt, aber das meiste regelt der Körper mit seinen „Gelüsten“ gut selbst.
    Ich für mich finde das gut und richtig, ich hab’s nicht so mit dem Verzicht, gerade wenn man ja so schon mit so vielem zu knapsen hat.

    Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen :)

  • Taima, das ist ja witzig 😄


    Lexa67 ich war auch nach dem Vortrag richtig erleichtert, weil ich schon befürchtet hatte, da kommt jetzt bei raus, dass man nur noch dieses und jenes zu sich nehmen sollte 😅...ich für mich weiß nun, dass ich nichts verkehrt mache und das beruhigt mich. Bin für radikalen Verzicht auch zu sehr Genussmensch, aber das muss jeder für sich entscheiden :)