Wiedereingliederung

  • Liebe wolke7 , Danke für Deine Antwort. Es beruhigt mich schon mal, dass man auch vorher die Wiedereingliederung machen kann. Wolltest Du danach 4 Wochen oder kann man eine kürzere Wiedereingliederung gar nicht machen?

    LG Ringelblume

  • Liebe Ringelblume, ich habe nur 2 Wochen Wiedereingliederung gemacht, dann voll gearbeitet. Ich hatte BET, Bestrahlung und dann Tamoxifen. Mann muss das einfach mit dem zuständigen Arzt abklären.

    Alles Gute🤗!

    L. G. Tara☀️

  • Liebe Ringelblume , ich habe drei Wochen Wiedereingliederung gemacht und bummel jetzt meinen Resturlaub ab, indem ich Mo und Fr Urlaub nehme und dadurch eine 3-Tage-Woche habe.

    Die vom Sozialdienst meinten, das sei recht üblich. Die meisten Arbeitgeber würden auch darauf eingehen.

    Ich hätte es ziemlich doof gefunden, nach der Wiedereingliederung gleich wieder Urlaub zu haben, wäre dann ja gleich wieder aus der Routine raus.

  • Liebe Ringelblume,


    Bei mir wurde nur 4 Wochen min. vorgeschlagen. Ich wollte eigentlich nur 3 Wochen, aber das hat der Sozialdienst nicht erlaubt.

    Meinem Arbeitgeber war es egal, da ich vorher ja schon Wiedereingliederung mit 2 und 3 Stunden gemacht hatte.

    Die 4 Wochen waren so mit 4-5-6-6 Stunden belegt.

    Aber wie ich hier schon gelesen habe, scheint es wirklich individuell zu sein. Ich würde vielleicht mal mit dem Sozialdienst der REhaklink vorher telefonieren und das abklären, damit das mit deinem Urlaub alles zeitlich passt.

    Liebe Grüße :)

    Wolke7

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    Laufe nicht der Vergangenheit nach,

    und verliere dich nicht in der Zukunft.

    Die Vergangenheit ist nicht mehr.

    Die Zukunft ist noch nicht gekommen.

    Das Leben ist hier und jetzt .

    ( Buddha)

  • Liebe Milli , den Gedanken hatte ich auch schon. Aber ich fahre lieber ordentlich in Urlaub, und hoffe danach fit genug zu sein. Ich habe schon immer den Urlaub mit reisen verbracht und Arbeitszeit auf diese Art zu reduzieren, wäre für mich „verplemperte“ Zeit. Ich habe auch schon Anfang des Jahres diese Reise geplant, naja und jetzt wird mir leider die Zeit knapp. LG Ringelblume

  • Ringelblume , okay, wenn das für Dich schöner ist. 😊

    Ich finde es einfach toll, 4 Tage für mich zu haben, 3 Tage Arbeit, dann wieder 4 Tage für mich.

    Bei mir wäre ein langer Urlaub auch doof, da wir grade die Arbeitsabläufe umorganisieren, wenn ich dann wieder etliche Wochen weg bin, wäre ich ganz raus.

    So genieße ich bis Ende Juni meine 3-Tage-Wochen, arbeite dann zwei Wochen voll, um dann drei Wochen Urlaub zu machen. Danach habe ich immer noch 20 Tage übrig. Gibt also noch genug Freizeit. 😜

    Aber nochmal zu Deiner Wiedereingliederung: Wieso bestimmt eine Sozialarbeiterin die Zeit? Letztendlich ist es doch der Arzt oder die Ärztin, die bescheinigt, dass Du wieder fit bist.

    Liebe Grüße

    Milli

  • Hast recht, liebe Milli ! Der Sozialdienst hat das bei wolke7 geäußert, ich werde das mit meinem Arzt besprechen. Vielleicht kann ich ja ne Woche früher anfangen, das wäre mir am liebsten. Wenn ich dann wieder voll arbeite, werde ich auf 90% reduzieren, das bringt mir 2-3 freie Tage mehr. Da freu ich mich schon drauf..

  • Hallo zusammen,

    mich macht das Thema Arbeit momentan ziemlich fertig. Ich bin Beamtin (hey, ja natürlich ist es toll weiter bezahlt zu werden) und nun das 3. Mal in Folge krankheitstechnisch "raus". Nachdem ich mein 2. Kind 2013 bekam (Sectio), hatte ich eine Abrasio, eine Bandscheiben-OP, die MS Diagnose und nun das Vulva-Ca (ich bekam am 28. Februar die Diagnose "bösartiger Tumor", seitdem bin ich krankgeschrieben, OP war am 22.3.)mit heftiger Wundinfektion mit 41 Fieber, menningitischer Symptomatik, 3versch. Antibiotika.(bin nach 8 Tagen KH gerade 16 Tage wieder zu Hause). Ich bin körperlich ausgelaugt, erschöpft, mein Darm hinüber. Vorgestern war ich bei meiner Gyn. Sie sagte, es sehe so toll aus.... Als ich ihr dann sagte, dass ich total fertig bin, habe ich noch mal 14 Tage AU bekommen.

    Gleichzeitig hat mir eine Ärztin im KH dringend von meinem Job (arbeite mit schwerstbeh. Kindern, die natürlich ihren Speichelfluss nicht unter Kontrolle haben, auch viele Erreger aus KH mitbringen...) aus Sicht auf mein Immunsystem abgeraten. Ich habe dazu unter der MS versch. Meinungen bekommen.

    Ich habe meinen Beruf immer geliebt, aber es fiel mir nach der MS Diagnose (weniger belastbar, Schwäche im li. Bein) schon manchmal schwer alles zu bewältigen ( ich habe 2 junge Kinder, bin unter der Woche alleine, bei meinem Beruf muss man immer präsent sein, unser Schulgebäude ist sehr weitläufig, da macht sich die Schwäche im Bein schnell bemerkbar), eben weil ich weniger belastbar bin. Früher war ich so nervenstark, körperlich und psychisch belastbar, aber das ist weg....

    Ich habe seit der MS auch eine Psycholigin und sie würde mich auch krankschreiben, aber momentan finde ich, dass es völlig angebracht wäre, mich körperlich krank zu schreiben. Und wenn ich, nachdem ich wieder mehr Energie habe, es psychisch nicht schaffe, dann nehme ich das gerne an....

    Ach, momentan habe ich mich verloren und bin kraftmäßig weit unten.

    Ich meine, ja, es ist toll, keine Lymphknoten befallen, Tumor im Gesunden entfernt. Und trotzdem bin ich "beschädigt". Meine Harnröhre ist neu angenäht, das macht mir Probleme. Vieles ist noch taub, ich könnte auch noch nicht auf den Holzstühlen in der Schule sitzen etc.

    Ich habe Angst, 2 Damoklesschwerter über mir, packt mein Körper die Virenbelastung etc.

    Gleichzeitig möchte ich nicht, dass mir die Dienstunfähigkeit droht. Ich bin ja noch jung, aber momentan geht es alles nicht.

    Wie seht ihr dss? Habt ihr auch diesen Drück verspürt?

    Tut mir leid, das der Beitrag so lang ist, aber ich fühle mich so unter Druck...

    Ach ja, eine Kur habe ich beantragt und es ist soo schwierig mit der Beihilfe, mit dieser Diagnose, nein Sohn wechselt im Sommer zum Gymnasium....

    LG Mia


    bitte seht über die Rechtschreibfehler hinweg, ich sollte nicht alles am Handy tippen....

  • Mia1981

    Ach Mensch, ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Einerseits möchte man so funktionieren wie früher und dann merkt man, dass aber einfach überhaupt nichts mehr so ist wie früher.

    Ich würde im Moment sowieso so lange zu Hause bleiben, bis du körperlich und seelisch soweit bist wieder zu arbeiten. Wäre es für dich sehr schlimm, nicht mehr arbeiten zu können? Immerhin hast du zwei Diagnosen, mit d e ne man erstmal umgehen muss. Und dann noch die Belastung zu Hause, zwei Kinder usw. Und wenn es eben so ist, dass du nicht mehr arbeiten könntest, müsstest du auch kein schlechtes Gewissen haben. Du bist noch genauso viel Wert wie vorher, auch wenn du nicht mehr so viel leisten kannst. Du und deine Gesundheit seid am wichtigsten!

    Wenn dir dein Job aber sehr wichtig ist, würde ich mir wg der Infektionsgefahr auf jeden Fall noch eine andere Meinung einholen.

    Kopf hoch, bestimmt geht es dir bald wieder besser:*

  • Hallo SanNiH ,

    lieben Dank für Deine verstehenden Worte!

    Ich war heute bei meinem HA, der viel Verständnis hat (ist ja immer involviert gewesen) und er hat mit zugesichert, dass, wenn ich die Zeit brauche, er mich bis zu den Sommerferien krank schreibt. Er hat mir geraten, mir doch einen Onkologen zu suchen, mit dem ich noch mal über mein Immunsystem etc. reden kann. Das entlastet mich sehr. Habe mich wahnsinnig unter Druck gefühlt!

    LG Mia

  • Hallo SanniKa ich bin gerade zur AHB in Boltenhagen und beschäftige mich gerade mit dem Thema Wiedereingliederung. Wenn du innerhalb von 4 Wochen nach der AHB mit dem Hamburger Modell anfangen willst, werden von der Klinik die Formulare, Anträge und Arbeitgeber bearbeitet. Dann bekommst du in der Wiedereingliederungszeit weiter Übergangsgeld von der RV. Beschließt du erst nach den 4 Wochen zu beginnen, dann wird es von deinen Ärzten zu Hause auf den Weg gebracht und es gibt wieder Krankengeld. Ich wurde gleich bei dem Aufnahmegespräche gefragt was ich mir vorstelle und ich werde den Sommer noch etwas länger zu Hause genießen...

  • SanniKa , es ist nicht ganz egal, Du solltest Dich mindestens vier Wochen krankschreiben lassen, damit die Wiedereingliederung von der KK gezahlt wird. 😊

    LG

    Milli

  • ok, danke Poesie und Milli dann sage ich denen "ich weiß es noch nicht" und gehe danach zum Arzt und kläre das mit ihm.

    Es könnte theoretisch ja auch sein, dass ich richtig Lust habe wieder einzusteigen 8)...

    naja, wäre toll. Im Moment ist es noch ein Auf und Ab.

  • Ihr Lieben!

    In 2 Wochen fahre ich 3 Wochen zur AHB und mache mir langsam Gedanken darum, wann ich danach wohl meine Wiedereingliederung starte. Es geht mir jetzt nicht um bürokratische Dingen wie der Bezug von Krankengeld oder Geld von der RV währenddessen, da weiß ich auch - Dank euch - schon, was wichtig sein könnte.

    Ich hatte seit dem Chemoende Mitte Februar im Kopf, sehr bald nach AHB wieder zu arbeiten. Mit langsamen Einstieg.

    Nun, nach meiner letzten Behandlung, der Bestrahlung, und dem Beginn mit Tamoxifen habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass jetzt doch noch nicht richtig einschätzen zu können. Ich möchte auch meinen Chef demnächst einen "Wasserstand" durchgeben und werde ihm sagen, dass ich das wohl erst am Ende meiner Reha besser weiß. Meine erste Vorstellung war ja, 1-2 Wochen nach AHB wieder anzufangen. Darauf würde ich mich - Stand jetzt - absolut nicht festlegen wollen.

    Meine Psychoonkologin und auch andere, befreundete Frauenärztinnen meinen, ich soll das ganze nicht unterschätzen und mir Zeit zur Erholung lassen.

    Meine Frage an diejenigen unter euch, die auch ca. 1 Jahr in Behandlung waren: wie lange nach der AHB seid ihr in den Job zurück?


    liebe Grüße!

    SanniKa

  • Liebe SanniKa ich war insgesamt 13 Monate krank geschrieben. Nach der AHB war ich noch 2 Monate daheim, dann bin ich ohne Wiedereingliederung mit 3 Arbeitstagen a 6 Stunden pro Woche eingestiegen für ein 1/4 Jahr, Rest wurde mit altem Urlaub ausgeglichen. Ich war Abends ziemlich fertig nach den 6 Stunden, konnte keine Hausarbeit mehr machen. Danach wieder 5 Tage Woche a 6 Stunden bzw. 4 Tage Woche a 8 Stunden, schaffe ich nur mit zwischendurch Urlaub, es schlaucht ganz schön. LG

  • Liebe Carbol , das heißt, du fühltest dich nach der AHB längst noch nicht einsatzfähig?

    Es kommt natürlich auch darauf an, was man beruflich macht. Einerseits fehlt mir der Input, die Kollegen, andererseits kann ich mir das alte Pensum an Stress momentan kaum vorstellen. Aber mit weniger Stunden und auch mit sehr viel altem Urlaub, wird die erste Zeit bei mir sicher anders als normal.

  • Liebe SanniKa , nun hatte ich zwar keine Chemo, aber zwei Krebserkrankungen, und ich war nach der AHB noch 2 Monate zu Hause. Habe ich auch gebraucht, auch psychisch, um mich wieder einigermaßen "normal" zu fühlen.

    Jetzt nach dem Rezidiv ging es natürlich schneller, aber ich hab damals wie heute nach der Wiedereingliederung meinen Urlaub für ein 3-Tage-Woche genutzt und bin froh, das jedes Mal gemacht zu haben.

    Man ist wieder unter den Kollegen, hat aber noch genug Zeit, sich zu ordnen.

    Das sind so meine Erfahrungen.

    LG

    Milli

  • Liebe Milli,

    ach, ich bin so hin- und hergerissen. Ich glaube einerseits, dass ich endlich mal wieder eine Struktur brauche und andere Themen. Es ist ja nicht so, dass ich voller Tatendrang bin und endlich mal andere Dinge auf die Reihe bekomme. Im Gegenteil. Auf der anderen Seite merke ich immer mehr, dass mein Körper und meine Psyche ganz schön viel mitgemacht haben. Und dass das eben nicht so schnell gehen kann alles. Ich muss wirklich an mich denken und nicht an die Abteilung und mit weniger Stunden oder Tagen einsteigen...


    LG

    SanniKa