Wiedereingliederung

  • Liebe Tempi , ich habe es das erste Mal auch mit meiner Ärztin gemacht, zum Arbeitgeber geschickt, dann zur KK.

    Beim zweiten Mal wurde es während der AHB gemacht.

    Der Arbeitgeber hat eigentlich nichts zu sagen, er ist auch während der gesamten Wiedereingliederung nicht weisungsbefugt, da Du noch krankgeschrieben bist.

    Selbst, wenn bei Dir 5 Stunden stehen, kannst Du auch mal früher gehen, wenn es Dir nicht gut geht.

    Da darf Dein Arbeitgeber Dich nicht zurückhalten.

  • Liebe Tempi , bei mir war es so, dass ich meiner Frauenärztin gesagt habe, dass ich nach Bestrahlungsende noch eine Woche zu Hause bleiben möchte und dann 14 Tage Wiedereingliederung. Leider verschob sich die Bestrahlung um 2 Tage wg. Reparatur, daher hab ich nur eine halbe Woche frei gehabt. War aber ok, ich wollte Alltag. Eine Woche hab ich 4h gearbeitet, die zweite 6h, dann ab 3. Woche voll.

    Nun war es bei mir aber so, dass ich „nur“ BET und Bestrahlung hatte, nur 4 Monate AU war. Mein Arbeitgeber ist die DRV, war schnell bewilligt. Ich arbeite in einer Rehaklinik und man hat sehr Rücksicht auf mich genommen und nimmt es noch, dass ist der Vorteil eines großen Arbeitgebers, Vorteil des öffentlichen Dienstes.

    Viel Erfolg und alles Gute für dich!

    L. G. Tara☀️

  • Ich bin derzeit in Reha und müsste noch bis Ende Februar 2020 arbeiten, dann könnte ich in Rente gehen. Genauer durch Urlaub eigentlich nur noch bis Mitte Dezember. Das hatte ich auch vor, weil nicht der Krebs entscheiden sollte, wann ich in Rente gehe. Der Chefarzt der Reha sieht das ganz anders. Er wird mich mit der Diagnose nicht mehr arbeitsfähig entlassen. Ich soll Erwerbsminderungsrente beantragen. Nun bin ich vollkommen hin- und hergerissen. 🤔🤔🤔

  • Liebe Uhu, vielleicht könntest du dich noch bis Ende November krank schreiben lassen dann Urlaub und dann ganz normal in die Rente gehen. Wäre das nicht viel einfacher für dich als die Beantragung der Erwerbsminderungsrente. War jetzt so mein spontaner Gedanke. Es geht ja nur noch um 3 Monate etwa.

    Liebe Uhu ganz liebe grüße von mir zu dir in die Reha 🤗🤗🤗🤗

  • Liebe Uhu , bei allem, dass hier bei mir im Job grad alle am Rad drehen und das Fokussieren auf die wichtigsten Punkte extrem schwer fällt, nicht mehr arbeiten zu dürfen, wäre für mich echt Käse.


    Auf der anderen Seite gewinnst du Monate, wo du dich einem Gewiggele gar nicht mehr stellen musst.


    Du könntest dich auf das konzentrieren, das dir erlaubt, noch schönere Dinge zu tun als zu arbeiten.


    Und das nur geringfügig vor dem anvisierten Ruhestand. Ich seh es wie Hosimo, immer wieder krank schreiben lassen und immer wieder mal arbeiten.


    Allerdings weiß ich nicht, ob das möglich ist, wenn die Ärzte bestätigen, dass man arbeitsunfähig ist.


    Hin und her gerissen bedeutet, du siehst auch Vorteile. Wenn du die alle auflistest, was möchtest du dann!


    LG Sonnenglanz

  • Hosimo , Sonnenglanz ,

    Danke für eure Antworten. Die Krankenkasse würde eine Krankschreibung sicher ablehnen. Sie müssten dann ja weiter Geld zahlen. Ich würde auch gern noch die paar Monate mit meiner Lieblingskollegin zusammenarbeiten arbeiten. Ein Ersatz für mich ist auch schon da, so dass es für mich nicht so stressig werden würde. Trotzdem kann ich mich nicht entscheiden 🤔Ich soll mich hier erst noch mal von der Sozialarbeiterin beraten lassen.

  • Liebe Uhu , also, weder der Sozialdienst noch die Ärzte waren begeistert, als ich sagte, ich fang dann mal gleich wieder Vollzeit an. Die Prognose war, das schaffen Sie nicht. Ich habe gesagt, ich arbeite gern, und falls es nicht klappt, kann ich reduzieren, ganz aufhören, mich mal krank schreiben lassen.


    Im Arztbrief steht 'Patientin erkennt eigenständig Möglichkeiten zur Abgrenzung'. Und sie haben voll erkannt , dass ich ohne Arbeit Amok laufen könnte. Aber nicht um jeden Preis. Ginge es mir zu schlecht, würde ich auch aufhören. Ich achte da sehr auf mich.


    Vielleicht kannst du das auch vermitteln, dass die Arbeit dir gut tun könnte und falls nicht, änderst du dein Vorgehen. Das kannst du ja jederzeit. Falls du nicht doch einfach aufhören möchtest.


    Lass es sacken und entscheide dann.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe Grüße in die Runde an alle, die auch 12-14 Monate raus aus dem Job waren: habt ihr eher 4 oder 6 Wochen Wiedereingliederung gemacht? Ich tendiere zu 4. Man könnte dann ja noch verlängern, oder?

    Glaube ich werde vorschlagen, die 4 Wochen so aufzuteilen: 3-4-5-6 Stunden am Tag. Oder besser 2-4-4-6?

    Im Anschluss will ich mit Resturlaub eine 4-Tage-Woche erfragen...das ginge für viele Wochen. Ich habe noch so viel Resturlaub.

    Einerseits freue ich mich, wieder was um die Ohren zu haben, andererseits bin ich echt verunsichert, was meine Leistungsfähigkeit angeht. Man kann es nur ausprobieren, oder? Meine Psychoonkologin will mir eher zureden, mich noch "richtig" zu erholen. Aber ich sehne mich auch nach mehr Normalität im Alltag und finde es zunehmend schwieriger, mich immer selbst zu motivieren, was ich aus dem Tag mache. (Lebe alleine muss ich dazu sagen, da kommen nicht so viele Zwänge von Außen)

  • Liebe SanniKa , ich bin jetzt auch 12 Monate raus. Jetzt bin ich noch nicht mal eine Woche auf AHB und merke dass ich leistungsfähiger bin als ich dachte. Von Null auf den ganzen Tag Programm funktioniert gut! Ich gliedere gleich danach ähnlich wie Du ein: 3-4-5-6 innerhalb 3,5 Wochen.

    Dann nehme ich den Urlaub von letzten und diesem Jahr und fahre 10 Wochen in den Urlaub. Danach wird es wahrscheinlich anstrengend, aber für den ersten Monat kann ich wie du die kurze 4 Tage Woche arbeiten, weil ja da immernoch Urlaubstage übrig sind.

    Ich finde, Du kannst ruhig mit Normalität starten. Liebe Grüße Ringelblume

  • Liebe Sannika,

    ich würde gar nicht bis 6 hochgehen, habe ich bei beiden Erkrankungen nicht gemacht. Ich hatte beim ersten Mal 3-4-4-5, dieses Mal nur drei Wochen, da ich ja "nur" 7 Monate weg war.

    Danach dann drei-Tage-Woche mit Resturlaub, hat mir auch erst einmal gereicht. Teile Deinen Urlaub doch auf, ein paar Wochen 3 Tage, dann 4 Tage, dann wieder voll.

    Vor allem gibt es dann wieder volles Gehalt! 😜

  • Liebe Ringelblume , oh das klingt gut. Werde um August 20 wohl wieder in der Vollzeit sein, auch bei mir sind es dann um die 2,5 Monate Urlaub. Mein Plan wäre eher ein paar mal 4 Wochen in Urlaub zu gehen. Reisen wären Atlantikküste Nordspanien, ein Traum ist Alaska, ich liebe die Bretagne.

    Was machst du mit den 2,5 Monaten.

    Vollbezahlt ist traumhaft 🤗🤗🤗

  • Caro_caro , das kann man halten wie ein Dachdecker. Ich fand es super, mal für 1/4 Jahr nur drei Tage zu arbeiten, um dann wieder 4 Tage frei zu haben.

    Das war so meine Wiedereingliederung bei vollem Gehalt. 😜

    Und für längeren Urlaub hatte ich ja noch meinen gesamten Jahresurlaub von diesem Jahr.

    Außerdem wollte ich nicht sofort wieder lange weg sein, sonst wäre ich ja gleich wieder aus meinem Job weggewesen.

    So ist eben jeder anders. 😄

  • Liebe Milli ,

    Das ist wahr, so lange jede den Urlaub gemäß der eigenen Vorstellungen nehmen kann, ist es klasse.

    😅😅 Wiedereingliederung bei vollem Gehalt ist auch sehr gut.

    Mal sehen, bei mir ist es fast noch ein Jahr hin und es liegen noch anstrengende Therapien vor mir, wer weiß was mir danach in den Sinn kommt.