Wiedereingliederung

  • Kaku , das ist auch richtig, es heißt ja spätestens. 😉

    Du solltest ihn schon bis zum 31.12.2021 nehmen, so wie man auch seinen Urlaub bis zum Ende des Jahres nehmen muss, nur in Ausnahmefällen kann man ihn mit ins neue Jahr nehmen.

    Und so kannst Du schön die Wiedereingliederung mit Urlaubstagen machen. 😊

  • so der BR ist ganz auf meiner Seite.

    Es gilt tatsächlich das Urteil mit den 15 Monaten, also Zeit bis 31.3.22

    Er war da ganz drin im Thema, da er als Gewerkschaftsmitglied gerade bei einem anderen großen Arbeitgeber hierzu einen Vortrag gehalten hat.


    die Präsentation will er nun auch in unserem Unternehmen veröffentlichen, da er meint, unsere P wäre da wohl nicht so richtig auf dem laufenden 🤣🤣

  • Hallo meine Reha Experten 🙂

    hab wieder mal ne Frage: Mir wurde meine Wunschklinik in Nordrach bewilligt, Ende Mai soll es losgehen; normalerweise ist es ja so, dass man in der Reha ein Wiedereingliederungskonzept entwickelt. Muss ich direkt nach der Reha mich wieder eingliedern lassen oder kann ich z.B. noch einen Monat Urlaub dranhängen bevor ich anfange zu arbeiten? ( Habe noch insgesamt 55 Urlaubstage) . Und wenn man die Wiedereingliederung abbricht, fällt man dann wieder automatisch ins Krankengeld? So viele Fragen🙄 danke schonmal für die Antworten♥️

    Einmal editiert, zuletzt von Alecto () aus folgendem Grund: Beitrag (und folgende) verschoben.

  • Hallo Bumblebee , du kannst die Wiedereingliederung von der Reha aus beantragen - musst es aber nicht. Falls du dich dafür entscheidest wird der Sozialdienst direkt alles klären mit deinen Arbeitgeber/Arzt. Du musst dann die Wiedereingliederung innerhalb von vier Wochen nach Ende der Reha anfangen. Du bist während der Wiedereingliederung weiterhin krankgeschrieben d.h. falls du die Wiedereingliederung abbruchst läuft es einfach weiter mit den Krankengeld. Noch eine Besonderheit - falls du die Wiedereingliederung von der Reha aus beantragst bekommst du das Geld währenddessen von der Rentenversicherung und nicht von der Krankenkasse ( also Übergangsgeld statt Krankengeld ). Urlaubstage kannst du erst abbauen nachdem die Wiedereingliederung beendet ist.

    Ich habe meine Wiedereingliederung selber beantragt (Krankenkasse/Arbeitgeber/Arzt) da mir der Zeitraum innerhalb der vier Wochen nach der Reha zu früh war. Das war wirklich kein Problem. Ich habe auch noch Urlaub zum Abbauen ( nicht so viel wie du - nur 14 Tage) und habe mit meinen Arbeitgeber abgesprochen dass ich bis zum Sommerferien nur eine vier Tage Woche mache und jede Woche einen Tag abbaue ( ich wollte nicht direkt nach der Wiedereingliederung sofirt für drei Wochen nach Hause geschickt werden - kaum ist man in der Arbeit drin würde es schonwieder unterbrochen werden).

    Ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten.

    Liebe Grüße

  • Liebe Arletta76 , vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung. Die Bearbeiterin bei der Krankenkasse meinte, dass ich die Wiedereingliederung während der Reha beantragen MUSS; jetzt lese ich, dass du sie selbst beantragt hast, weil dir die Zeitspanne von vier Wochen zwischen Reha und Eingliederung zu kurz waren. Also warst du nach der Reha nochmal krankgeschrieben und hast die Eingliederung dann beantragt als es dir besser ging oder verstehe ich das gerade falsch? Weil mir ist die Zeitspanne auch zu kurz..

  • Hallo Bumblebee , du hast es richtig verstanden - ich habe mich nach der Reha weiter krankschreiben lassen. Du wirst sowieso von der Reha aus arbeitsunfähig entlassen. Ich habe bereits in der Reha beim Arzt und Sozialdienst erklärt dass ich mir ein wenig mehr Zeit lassen möchte und so steht es auch in meinen Entlassungsbericht. Natürlich möchte die Krankenkasse dass du es in der Reha beantragst - dann fallen bei denen keine weiteren Kosten wegen Krankengeld an ( du bekommst dann das Übergangsgeld von der Rentenversicherung was übrigens bisschen kleiner ausfällt als das Krankengeld). Auch der Sozialdienst in der Reha erzählte dass die Beantragung von Wiedereingliederung ein freiwilliges Angebot ist und keine Pflicht.

    Liebe Grüße

  • Liebe Arletta76 , jetzt bin ich ein ganzes Stück schlauer geworden, vielen Dank. Dann werde ich mich auch so entlassen und die Eingliederung über die Krankenkasse

    beantragen, wenn ich fitter bin. Wünsche dir ein schönes Osterfest 🐣 🐰

  • Hallo Bumblebee,


    bitte entschuldige, wenn ich mich in deine und Arletta's76 Konversation einmische.

    Es gibt keine gesetzliche Grundlage dafür, dass du während deiner Reha deine Wiedereingliederung auf den Weg bringen musst. Die Aussage der SB deiner Krankenkasse ist schlichtweg falsch ! Ob du innerhalb von 4 Wochen nach Rehaende mit der WE beginnst oder du zunächst noch arbeitsunfähig zu Hause bleibst, bestimmst du und nicht die SB.


    LG

  • Liebe Bumblebee , da kann ich Rennratte nur beipflichten.

    Mich hatte der Arzt in der Reha damals nur gefragt, wann ich wiedereingliedern wollte. Als ich unsicher schaute, meinte er, dass ich alle Zeit der Welt hätte. Die Entscheidung würde ganz bei mir liegen.

    Ich war danach noch weitere acht Wochen krankgeschrieben bevor ich mit der Wiedereingliederung begonnen habe.

  • Liebe Bumblebee


    in Ergänzung: falls Du direkt nach der Reha wieder eingegliedert wirst, läuft es über die Rentenversicherung und geht nur vier Wochen, in der Zeit beziehst Du Übergangsgeld (das ist weniger als Krankengeld), falls Du krank entlassen wirst (was die meisten onkologischen Patienten machen), entscheidest Du mit Deinem Arzt, wann Du wieder arbeitest, Du bekommst dann wieder Krankengeld und machst die Wiedereingliederung über die Krankenkasse, diese Zeit ist dann immer noch Krankengeld, da Du krank bist, die Zeit der Wiedereingliederung über die Krankenkasse kann auf bis zu sechs Monate ausgedehnt werden.


    Es lohnt sich, die 78 Wochen-Regel taggenau im Blick zu haben, denn danach wird man ausgesteuert, vorab gibt es eine Info der Krankenkasse dazu, dann kann man AlG I beantragen. Ich habe das Modell in den 78 Wochen ziemlich ausgereizt und sogar in der Wiedereingliederungszeit zwölft Termine, je einen Tag in der Woche, in einer naturheilkundlichen onkologischen Tagesklinik verbracht, hat der Onkologe beantragt, die KK automatisch genehmigt, der AG abgenickt (kann er gar nicht anders), das war super, mein "Gesundheitstag" in der Zeit der Wiedereingliederung.


    Die weiteren Infos und gesetzlichen Grundlagen hierzu kann Dir der Sozialdienst in der Klinik aufzeigen.


    Ich habe meine Meinung und Selbsteinschätzung in der Reha zum Zeitpunkt und Ablauf zwei mal geändert, auch das ist ein Prozess, denn da hab ich erst gemerkt, wie (wenig) belastbar ich bin.......wobei eine gute Freundin direkt nach AHB wieder arbeiten gegangen ist, weil ihr der Job so wichtig war, also auch das gibt es, eben nur eher die Ausnahme, doch es geht allein um Dich, wie Du Dich fühlst und das besprichst Du mit den Ärzten in der Rehaklinik.


    Erstmal alles Gute für eine schöne Rehazeit,

    liebe Grüße

    Du musst Dir schon selbst Konfetti in Dein Leben pusten. 8) (visual statements)


    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. (Alexis Carrel)


    Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten. (finnisches Sprichwort)

  • Liebe Rennratte, Milli und Lucia0605 , je mehr ich eure Beiträge durchlese, desto mehr bemerke ich, dass die Krankenkasse mich sozusagen an die Rentenversicherung „abschieben“ will. Ich habe ihr nämlich gesagt, dass ich nicht einschätzen kann wie ich mich entwickeln werde und direkt vier Wochen nach der Reha arbeiten zu gehen kommt für mich nicht in Frage, ich will und kann das nicht, mein Körper streikt einfach. Sie Sachbearbeiterin konnte es wohl kaum erwarten, mich wieder in Lohn und Brot zu bringen (beziehe gerade Mal seit 6 Monaten Krankengeld und schon schieben sie Stress🙄)Ich werde mich auf jeden Fall nicht hetzen lassen und mir alle Zeit der Welt nehmen. Meine 78 Wochen Enden erst Januar 2022 und bis dahin gucke ich, wie es mir geht, weil wie du sagst Lucia0605, ändert sich mein Befinden täglich. Ihr seit toll, danke Euch☺️

  • Bumblebee


    ich hab mir angewöhnt, die Anrufe der Krankenkasse nur dann entgegenzunehmen, wenn ich einen konkreten Termin bzw ein Anliegen hatte, leider kommt es doch manchmal vor, dass die Sachbearbeiter dort (Case-Manager) etwas zu ehrgeizig sind für meinen Geschmack und fast schon Telefonterror betreiben und Druck ausüben und DAS GEHT GAR NICHT!


    Ich hab dann auch schon mal gesagt, das verstünde ich jetzt nicht, sie wisse ja, Chemobrain, bitte schriftlich......und dann kam......NISCHT!


    Also lass Dich nicht kirre machen, Du hast noch ganz viel Zeit, nimm sie Dir :hug:

    Liebe Grüße

    Du musst Dir schon selbst Konfetti in Dein Leben pusten. 8) (visual statements)


    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. (Alexis Carrel)


    Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten. (finnisches Sprichwort)

  • Lucia0605, die Sachbearbeiterin ist wirklich nett, da kann ich mich wirklich nicht beschweren, aber wie du sagst, ist sie sehr ehrgeizig.. ich habe heute auch am Telefon gesagt, dass mich das Ganze ein wenig überfordert, habe seit der Chemo eine richtige Matschbirne, so richtig siebartig☹️
    ich werde sie mir auf jeden Fall nehmen 👍🏻

    Liebe Grüße :hug:

  • Liebe Bumblebee


    bei mir war es so, dass mir meine Ärztin in der Rehaklinik sofort im ersten Gespräch nahegelegt hat, dass ich mind. 4 Wochen nach Reha noch warten solle mit der Wiedereingliederung nach dem straffen Programm mit Chemo, diversen OPs und Bestrahlungen.

    Ich hab dann auch tatsächlich noch 4 /4,5 Wochen gewartet und es dann versucht. Den Plan musste ich 1x verlängern lassen, aber insgesamt hat es so für mich gepasst.

    In der Reha wird der Sozialdienst dies wahrscheinlich auch noch genau mit dir besprechen oder in einem Vortrag darauf eingehen.

    Alles Gute

    Ihne

  • Morgen liebe Damen,

    kann man sich tatsächlich aussuchen wann man nach der AHB die Wiedereingliederung startet? Mein Plan: vor den Sommerferien die Wiedereingliederung, dann Ferien, dann wieder normal Arbeiten. Demnach hätte ich aber nach der AHB noch knapp 3 Wochen „frei“. 🤔

    Lg, Kati

    <3 Wenn dich das Leben umhaut, bleib kurz liegen und beobachte die Sterne! <3

  • Hi Tinki ,


    also ich war mit meiner AHB am 23. Februar fertig und bin jetzt immer noch krankgeschrieben.

    Das ist also kein Problem. Sowohl in der Reha als auch in der Onkologie hier wurde mir nahe gelegt langsam zu machen. Ich hatte nämlich auch vor im Märt wieder durch zu starten.

    Aber der Satz einer Ärztin aus der AHB hat mich echt ausgebremst und nachdenken lassen, sie meinte man solle erst mit der Wiedereingliederung anfangen wenn man sich sicher ist auch wieder voll arbeiten zu können (also zwischen 35 und 40 Stunden die Woche oder was man eben als arbeitzeit vorher hatte). Ansonsten würde einem die Wiedereingliederung, auch wenn man nur mit 2 oder 3 Stunden anfängt, nach und nach wieder Energie klauen.

    Und ich bin echt froh, dass ich mir nochmal die Zeit genommen habe. An den meisten Tag geht es mir super, aber ich hab auch wegen Schlafproblemen immer wieder einen Durchhänger und wenn ich dann arbeiten müsste, müsste ich mich ganz schön quälen.


    Liebe Grüße

    Annette

  • Ihne, ich werde es auch langsam angehen lassen. Ich war z. B. letzte Woche topfit, seit paar Tagen habe ich wieder einen unglaublichen Durchhänger und auch Schlafprobleme.. Also bin wieder einmal unberechenbar☹️ Es beruhigt mich zu wissen, dass die Reha-Ärzte einen nicht drängen und nicht hetzen. Mal gucken wie ich mich entwickeln werde. Ich danke dir 🍀

  • Morgen liebe Damen,

    kann man sich tatsächlich aussuchen wann man nach der AHB die Wiedereingliederung startet? Mein Plan: vor den Sommerferien die Wiedereingliederung, dann Ferien, dann wieder normal Arbeiten. Demnach hätte ich aber nach der AHB noch knapp 3 Wochen „frei“. 🤔

    Lg, Kati

    So in etwa ist auch mein Plan 😉 ich fahre ja morgen zur AHB, die geht dann bis Ende des Monats, dann ggf noch 1 Woche daheim und ab Mitte Mai durchstarten. Da kommen ja dann auch die kurzen Wochen mit den Feiertagen...

    Da ich eh Teilzeit arbeite, könnte es ggf sogar ohne den "offiziellen" Weg gehen. Meine Chefin steht voll hinter mir, was das angeht, und ich arbeite eh im Home Office seit 1 Jahr. Für Anfang Juli haben wir auch Ferien geplant, die könnte ich ja nicht machen, wenn ich dann noch in einer offiziellen Wiedereingliederung wäre, weil man da keinen Urlaub nehmen darf/kann (richtig verstanden, oder?)... von daher hoffe ich, dass es auch so geht und wir das intern entspr regeln können.

  • Wiederaufnahme der regulären Arbeit und frühzeitige Rente

    Hallo Ihr lieben erfahrenen Mitkämpfenden,

    wie habt Ihr den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben empfunden? Hat jemand von Euch nun andere Aufgabengebiete oder so etwas wie einen Schonarbeitsplatz?

    - Ich frage, weil ich mich z.T. von der Menge der Arbeit - auch im Homeoffice - überfordert fühle. Rücksicht spür' ich da nicht.

    Und ...

    wie seid Ihr umgegangen mit einem (vorzeitigen) Antrag auf Rente? Wann seid Ihr ggf. 'ausgestiegen' aus dem Berufsleben, und wie viel Unterschied (%) hat der frühere Einstieg in die Rente ausgemacht ... und ... wir haben ja (und ich denke, jede von uns hat einen Schwerbehindertenausweis) Steuervergünstigungen bei der Gehaltsauszahlung ... haben wir auch eine Steuervergünstigung bei der Rente?

    Ich habe gelesen, dass doch einige von uns im ÖD sind, und da gibt's noch die VBL-Zusatzversicherung ... zahlt die denn eigentlich auch 'früher' und mit denselben Abschlägen wie die DRV?

    Oder muss frau darauf warten bis zum 'regulären' Renteneintrittsalter?


    Vielen lieben Dank für Eure Antwort schon mal im Voraus :)

    ... und herzliche Grüße an Euch alle ... T.

    Einmal editiert, zuletzt von Alecto () aus folgendem Grund: hierher verschoben.