Wiedereingliederung

  • Endlich hat mein Bezug von Harzt4 auch mal was possitives - keine Auseinandersetzungen mit der Kranken- und Rentenkasse, keine Sorgen um Wiedereingliederung oder Kranken- und Übergangsgeld - nur der übliche Stress mit dem Jobcenter, :)

  • Liebe Moila,


    herzlich willkommen bei uns im Forum der Frauenselbsthilfe nach Krebs.


    Mit Deinem Beitrag hast Du Recht: Sich in der Vielfalt des Sozialrechts zurechtzufinden, ist wirklich nicht ganz einfach. Ich glaube, das erleben viele von uns so. Und da sich hier auch ständig Änderungen ergeben, schaffen wir als "Laien" es wohl eher nicht, wirklich den Überblick zu behalten.


    Vielleicht wendest Du Dich einmal an eine Krebsberatungsstelle (an Deinem Wohnort müsste es eine solche Einrichtung geben), wo Du Hilfe und Unterstützung auch bei sozialrechtlichen Fragen erhalten kannst. Das Angebot ist in den allermeisten Fällen kostenfrei. Welche Einrichtungen es in Deiner Nähe gibt kannst Du auf der Seite des Krebsinformationsdienstes unter https://www.krebsinformationsd…krebsberatungsstellen.php erfahren.


    Ich wünsche Dir, dass Du bald mehr Klarheit bekommst, wie es sich jetzt mit den Themen Wiedereingliederung, Krankengeld, Übergangsgeld nun wirklich verhält und was Du ggf. selbst dazu beitragen musst.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Hallo Moila,


    woher Du das KG erhältst ist abhängig in welcher Zeit nach Beendigung der Reha Du die während der Reha beantragte WE beginnst, die genaue Fristb kenne ich aber nicht. Trotzdem muß der AG der WE zustimmen.


    Viel Erfolg Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Hallo zusammen,
    hat jemand Erfahrung mit der zeitlichen Abfolge der Wiedereingliederung?
    Wollte jetzt im Oktober damit anfangen, wurde aber von den Årzten abgelehnt. Bin nun bis 25.10. krank geschrieben und habe an dem Tag das Gespräch mit meinem FA. Will dan vorschlagen das ich am 1.11. damit beginnen darf. Meint ihr ich bekomme das dann in den 5 Tage ( vom 25. bis zum 1.11.) geregelt? Muss da die Krankenkasse und der Arbeitgeber zustimmen? Zur KK kann ich ja am 25. noch schnell gehen und mein Arbeitgeber wird nix dagegen haben. Meint ihr das geht so schnell zu regeln ?


    Sylvi ?(

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  • hallo sylvi,
    ich hatte anfang des jahres einen wiedereingliederungsversuch, als ich noch nicht wusste, dass ich krebs hab' und noch dachte die wirbelfraktur wächst schon von alleine wieder zusammen ...
    naja, jedenfalls ist man während der gesamten wiedereingliederungszeit krank geschrieben, bekommt weiterhin krankengeld und vorher müssen sowohl krankenkasse als auch arbeitgeber und natürlich man selber zustimmen. ich hatte das damals auch alles ziemlich knapp innerhalb einer woche geregelt.
    lg ani64

    da es sehr förderlich für die gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. 8) voltaire

  • Oh Danke werde ich mir ansehen :) .
    @ ani64 - dann habe ich ja Hoffnung das ich es ebenfalls hinbekomme.


    Sylvi


    Noch eine Frage: Dann bekomme ich ja fūr Nov. noch Krankengeld. In meinem Unternehmen wird im November mit dem Gehalt immer Weihnachtsgeld gezahlt, steht mir das auch zu, wenn ich seit Juni krank bin und dann in dem Monat ja auch noch Krankengeld bekomme und kein Gehalt ?( Weiß das vielleicht auch jemand?

  • Hallo Sylvie,


    Einer WE müssen sowohl KK als auch AG zustimmen, Du bekommst während der ganzen Zeit KG. Wie schnell man es hinbekommt hängt von der Flexibilität von KK und AG ab.
    Eine We dauert in der Regel max 4-6 Wochen, meist nur bei psych. Erkrankungen länger, den genauen Ablauf mußt Du mit Deinen Ärzten besprechen, die müssen ja auch das Formular ausfüllen, die meisten beginnen mit 4h. Hoffe ich habe geholfen und viel Spaß.
    Will auch zu dieser Zeit wieder anfangen, arbeite aber schon nur noch 30h wöchentlich.


    Viel Glück Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Ok, Danke mika.
    Ich werde versuchen das geregelt zu bekommen. Wenn ich am 25. den Plan erstelle, fahre ich am 26. zum AG, die unterschreiben auf jeden Fall sofort, anschließend zur KK und dann dūrfte das ja bis 1.11. zu regeln sein, die wollen sicher auch nicht ewig Krankengeld zahlen und sind froh darüber :D .
    Dann hoffe ich mal das ich nicht selber ūber die Strånge schlage und mit zu viel Optimismus alle ūberzeuge, mich wieder arbeiten gehen zu lassen und es dann nicht packe ?( .
    Aber ich will :) .
    Sylvi

  • Hallo Sylvi,


    das mit dem Wollen kenne ich genauso. Aber irgendwie beendet das wieder Arbeiten gehen für mich auch die Zeit der Erkrankung und Behandlung. Man hofft wieder auf Normalität und will die Krankheit in den Hintergrund drängen, obwohl das ja nicht vollständig gelingen wird. Ich habe mir den 26.10., spätestens den 5.11. als ersten Arbeitstag vorgenommen. klar werden wir am anfang etwas kämpfen müssen, aber ich bin sicher es ist zu schaffen. :thumbup:


    LG Mika

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  • Hi mika :)
    dann sind wir ja zeitlich in etwa gleich.
    Ich freue mich auch und genau, besser håtte ich es nicht benennen kõnnen. Man denkt und hofft auf "Normalitåt", das alles wie vorher ist und vielleicht als ob nie was war ?( . Klar ist das Quatsch, vielleicht steckt auch der Wunschtraum dahinter wenn alles wie vorher ist, kann nix mehr passieren 8| , was jeder sich wūnscht und hofft und trotzdem lauert dieser Gedanke im Hinterkopf.
    Ein bissel Angst habe ich, das alle denken wieder da heißt wieder fit und wenn man dann nicht mehr krank aussieht, das alle denken, Mensch so schlimm kanns ja nicht gewesen sein.
    Hatte jetzt schon so ein Gefūhl als ich mit unserer Verwaltung tel. habe und erzåhlt das meine Wiedereingliederung von der AHB aus abgelehnt wurde, weil es zu frūh ist, ich aber versuchrn weree am 1.11. damit zu beginnen.
    Die waren fassungslos darūber. Aber sie kennen ja den Krankheitsverlauf nicht und nur die Diagnose. Als ich dann erzåhlt habe das ich mir ja beide Brüste abnehmen lassen musste und das gerade mal 12 Wochen her ist, wurden sie dann kleinlaut. Nun mõchte ich das natürlich aber dann nicht Jedermann bei Arbeitsbeginn auf die Nase binden und somit habe ich schon ein bissel Angst vor den ersten Tagen, einfach wie ich das psychisch hinbekomme.Ich bin eben auch kein Mensch der bisher nein sagen konnte oder stopp schaffe ich nicht.
    Wiederum haben wir alle so viel durchgemacht, das uns so etwas ūberhaupt nichts ausmachen sollte und ein Nein problemlos ūber die Lippen kommen muss. Na mal sehen. :)
    Sylvi

  • Halli Sylvii,


    Hut ab, :thumbup: 12 Wo nach beidseitiger Mastektomie ist selbst in meinen Augen recht zeitig, aber letztendlich kannst nur Du Dich richtig einschätzen. Ich weiß daß hinter allem auch der Wunsch normal zu sein steckt, aber ich finde das auch nicht schlimm, man muß Wünsche und Träume haben um im Leben weiter zu kommen.
    Ich bin mit meiner Erkrankung auf Arbeit immer sehr offen umgegangen, war auch mehrmals dort, meine Chefin meint immer ich solle nicht zu zeitig wiederkommen, aber man muß ja ein Ziel haben.
    Ich drücke Dir für dem Wiederanfang natürlich die Daumen :thumbsup: , geh es locker an und wenn Du es noch nicht schaffst kannst Du die WE ja auch erst mal abbrechen und später noch einmal beginnen, so als kleiner Notknopf für Dich.
    Tja und wie offen Du damit umgehst kannst nur Du allein einschätzen, Du kennst ja auch Deine Kollegen am besten. Ich denke aber Offenheit ist auch da besser als wenn wilde Grüchte kursieren ?(
    Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • hallo,


    ich habe selbst einen Knoten im Oktober 2015 entdeckt und hatte im November die Diagnose Brustkrebs bekommen, im Dezember OP - brusterhaltend.


    Ab Januar 2016 bis Mai Chemotherapie - mit Vollglatze!, Anschließend 28 Bestrahlungen und 4 Wochen AHB.


    Ab September bis Dezember 2016 konnte ich mich etwas von den Strapazen erholen, hatte aber ständig mit Müdigkeit und neuropathischen Beschwerden an beiden Füßen zutun. Da ich seit Juni 2016 dann noch das Tamoxifen einnehme, kommen so richtig die Wechseljahresbeschwerden dazu.


    Nun bin ich seit Januar 2017 in Wiedereingliederungsmaßnahme, d. h. zunächst 10 Std./Woche, dann im Februar 15, im März 20 und April 30 Std./Woche.


    Bis jetzt habe ich 3 Wochen durchgehalten und bin jetzt schon fix und fertig und nach diesen 2 Std. muss ich erst einmal schlafen und allgemein meinen Hitzezustand besonders im Kopf abkühlen lassen. Durch das viele Laufen, schmerzen meine Füße besonders, zumal ich noch beidseitige Arthrose in den Großzehen habe und beidseits Fersensporn zu beklagen habe, der mit Einlagen einigermaßen beschwerdearm ist.


    Ich merke jetzt schon, dass ich die weitere Belastung nicht schaffen werde und schon ans abbrechen gedacht habe.


    Hier brauche ich unbedingt Rat, denn meine 78 Wochen-Krankmeldung endet im Mai, was ist dann?


    Wie erkläre ich meinen Arbeitgeber mein Vorhaben? Kann er mich kündigen,bin 60 % schwerbeschädigt? Sollte ich Erwerbsminderungsrente beantragen - oder ist dies noch zu früh?


    Ich bitte um Hilfe und danke schon mal vorab.


    v.g. von Conny

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  • Hallo, wenn Du schon 2h täglich nicht schaffst dann würde ich EU-Rente beantragen, denn Dir läuft ja auch die Zeit davon. Wie hatte denn die Reha Deine Leistungsfähigkeit eingeschätzt?, aber egal Du hast Dich eben nicht ausreichend regenerieren können, also stell den Antrag, was soll passieren?


    Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Hallo liebe Conny,


    du warst ja nun doch eine lange Zeit zu Hause, da braucht jeder eine Eingewöhnungszeit auch gesunde Menschen. Ich drücke dir die Daumen, dass du doch weiter arbeiten kannst. Leider darf dein Arbeitgeber dir auch kündigen. Die Schwerbeschädigung macht es für ihn nur schwerer.


    Wenn deine 78 Wochen abgelaufen sind, kann man Leistungen beim Arbeitsamt beantragen. Das geht auch wenn man noch nicht gekündigt wurde.
    Natürlich steht dir frei jederzeit Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Wenn du nicht mehr voll arbeiten gehen kannst, gibt es auch Teilerwerbsminderungsrente. Aber die Bearbeitung braucht seine Zeit und eine Garantie gibt es auch nicht, ob man die Erwerbsminderungsrente bekommt.

  • Wenn du auf Arbeit viel Laufen musst, vielleicht gibt es eine andere Position in der du arbeiten kannst die im Sitzen ist? Manchmal hat der Arbeitgeber auch gute Vorschläge, daher jenach Typ Arbeitgeber, eventuell auch direkt mit ihm reden.

  • Connyhattekrebs2015 hat Dir, liebe Mika, geschrieben, dabei aber leider eine falsche Funktion erwischt. Deshalb stelle ich ihre Antwort hier ein:


    hallo Mika, danke für deine Ausführungen. Laut meinem Kurbericht - das war im September 2016 - wurde eingeschätzt, dass ich in meinem Beruf als Altenpflegerin durchaus 6 Std. und mehr durchführen kann. Heute weiß ich, dass dies ein Irrglaube war, denn voriges Jahr war ich nicht arbeiten und in der AHB konnte ich mich gut regenerieren. Seit Januar diesen Jahres bin ich mit meinen täglichen 2 Stunden fix und fertig. Ich habe die nächsten Tage jede Menge Termine, so dass ich mir an verschiedenen Einrichtungen (Krankenkasse, Sozialstelle) weiteren Rat und Hilfe holen werde. Gedanklich bin ich soweit, dass ich auf meine "alten" Tage, ich bin 55 nicht mehr soviel Stress mit der Arbeit machen sollte und werde deinen Rat mit der EU Rente verwirklichen. Ich bin sozial gesehen gut abgesichert, was soll mir dabei passieren, auch wenn ich dadurch weniger Geld bekomme, Gesundheit geht vor und das habe ich schon lange begriffen, nach der Prozedur vom vorigen Jahr. ganz liebe Grüße von Conny

  • hallo ihr lieben
    Allso ich kann dazu nur sagen ,wie Conny auch gesundheit geht absolut vor.Ich habe am freitag termin bei der DRV und werde mich wegen EU rente erkundigen.Zweimal habe ich schon eine wiedereingliederung hinter mir wegen bandscheibenvorfällen.das reicht mir eigentlich.Auch ich bin Krankenschwester und 56 Jahre alt ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen ganzen Stress und Druck- Ich hoffe das mein Vorhaben gelingt.
    lg Angela

  • Hallo, das Thema "Wiedereingliederung" gibt mir keine Ruhe seit Monaten.

    Im März 2017 wurde bei mir Brustkrebs festgestellt. Chemo dauerte ca. 7 Monate.

    Im Oktober OP - Brust wurde abgenommen. Im November Reha. Im März 2018 soll ich mit Wiedereingliederung anfangen. Ob dass klappt und überhaupt für mich notwendig ist - da bin ich im grossen Zweifel. Ich bin 59. Ich bin bei einem Steuerberater tätig. Die Fahrt zur Arbeit dauert ca. 1,5 Stunden und dann auch zurück. Ist dass sinnvoll? Bei Wiedereingliederung: 3 Stunden unterwegs und 2 Stunden arbeiten? Gibt`s eventuell in Dortmund eine Stelle wo ich mich beraten lassen kann? Ob mein Chef mich kündigen kann. Ich habe 50 GdB. Ob ich eine Rente beantragen kann. usw. Ich kann so viel Fragen ind finde keine Antworten. Das alles macht mich verrückt. Ob dass nach meine Krankheit notwendig ist? Ich möchte das Leben noch geniesen.

  • Hallo liebe Irunda,

    ich bin auch 58 und habe mich mit der vorzeitgen Rente mit Abschlag bei Schwerbeschädigung befasst. Ich/wir hatten dazu auch schon einige Beiträge ins Forum gestellt.


    Schau mal unter Rentenfragen und lies Dich bissel durch die Beiträge durch.

    Wenn konkrete Fragen dazu auftauchen -bitte stellen!


    LG Blume