black guitar - Ganz am Anfang und ohne Plan

  • black guitar


    auch von mir ein herzliches Willkommen, auch wenn ich dir natürlich eher gewünscht hätte, dass du gar nicht hier bist!


    Ich kenne das bei mir von anderen Situationen, dass man sich denkt: warum bist du denn traurig, wütend,…? Dir geht es doch gar nicht so schlecht. Der oder dem geht es doch viel schlechter, der / die darf traurig sein. Du aber nicht. Dabei sind doch alle Gefühle erlaubt. Jeder fühlt sich halt so, wie er sich genau in dem Moment fühlt. Und diese Gefühle sind nicht zu bewerten. Leider sind wir selber oft unsere größten Kritiker.


    Selbst wenn du „nur“ eine OP etc. hattest und keine Anschluss-Behandlung, dann wirft die Diagnose dich doch auf eines zurück: die Endlichkeit, mit der wir alle leben müssen. Da ist es doch völlig normal, dass Ängste hochkommen. Ich finde es sehr gut, dass du zeitnah zu Psychonokologin gegangen bist. Ich nutze sie im Moment nur sporadisch, dann hilft sie mir aber wirklich gut. Und wie du ja schon gemerkt hast: es gibt hier viele, die deine Ängste, Fragen und Sorgen mit dir teilen.


    Wenn kein Corona wäre, würde es wohl sogar auch Selbsthilfe-Gruppen vor Ort geben. Damit kenne ich mich allerdings noch nicht so aus. vielleicht wäre das aber ja dann auch etwas für dich.


    und dass man nach so einer Diagnose und ein ein oder anderen Sache zweifelt, ist doch auch ganz normal.


    Ich wünsche dir, dass du für dich die Unterstützung findest, die du brauchst!

  • Hallo, auch von mir ein herzliches willkommen....

    Ich kann Dich voll verstehen - das Warten auf die Ergebnisse vom Oncotype Test kann einen schon ziemlich fertig machen. Irgendwie hängt man da so bisschen in der Luft weil es ja vom Ergebnis die weitere Behandlung abhängt. Ich kann mich noch gut erinnern wie es war ( bei mir war die gleiche Situation im Oktober 2020). Ich kann dir nur raten dass Du dich an dein Brustzentrum wendest und Hilfe bei Psychologen suchst - es hilft auf jeden Fall weiter mit jemanden zu sprechen. Man kann die tollste Familie der Welt haben aber auch die werden deine Sorgen nicht so professionell abfangen können wie du es im Moment brauchst....

    Wünsche Dir viel Glück und drücke die Daumen dass die Ergebnisse schnell da sind ( bei mir waren die nach 2 Wochen da).

  • @Liebe black guitar ,


    ❤️lich Willkommen auch von mir in unserer tollen Gemeinschaft. Was du schreibst, geht mir sehr nahe. Leider wird in unserer Gesellschaft ständig alles und jeder bewertet. Alles wird in irgendwelche Ranglisten eingeordnet. Das führt oft dazu, dass wir uns nicht einmal selbst lieben, weil wir glauben, diese anerzogenen oder gesellschaftlich vorgegebenen Ansprüche nicht oder nicht ausreichend zu erfüllen... Dabei sind wir alle einzigartig und sollten so geliebt werden wie wir sind, ohne irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen.


    Die anderen lieben Foris haben dir ja bereits geschrieben, dass es hier keine Einordnung in weniger schlimmen oder ganz schlimmen Krebs gibt. So wie jeder Mensch einzigartig ist, empfindet er oder sie auch Leid und Freude ganz individuell. Die Diagnose Krebs ist meiner Meinung nach immer ein traumatisches Erlebnis. Wir sind für dich da, um es zu verarbeiten. Ich hoffe, du bekommst bald das Testergebnis und dir bleibt eine Chemo erspart. Auch ohne ist es kein einfaches Stück Weg, bis du dich körperlich, vor allem aber seelisch erholst. Wir begleiten dich auf diesem Weg, wann immer du möchtest. 🤗

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Leider wird in unserer Gesellschaft ständig alles und jeder bewertet. Alles wird in irgendwelche Ranglisten eingeordnet. Das führt oft dazu, dass wir uns nicht einmal selbst lieben, weil wir glauben, diese anerzogenen oder gesellschaftlich vorgegebenen Ansprüche nicht oder nicht ausreichend zu erfüllen... Dabei sind wir alle einzigartig und sollten so geliebt werden wie wir sind, ohne irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen.

    Fiducia2020: Wie du es eins ums andere mal auf den Punkt bringst, genial! Absolut wahre Worte.

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Claudi209 🤗😘

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Ihr Lieben,


    heute war ich bei der Psychoonkologin. Das Gespräch war sehr nett und angenehm. Eigentlich habe ich fast nur erzählt...

    Ich musste das alles erst mal sacken lassen. Was ich in den letzten Wochen festgestellt habe (also bei mir) ist, dass mir eigentlich nur eine Sache Angst macht. Meine Gedanken. Es kommt so viel von früher wieder hoch. Und ich habe Zeit, sehr viel Zeit. Ich muss mich jetzt mit mir auseinander setzen. Es kommt mir so vor, als wenn ich vom lieben Gott einen heftigen Schuss vor den Bug bekommen habe in der Form dieser Diagnose. Und ich kann von Glück reden, dass es nur ein leichter war. Ich denke, ich sollte diesen Schuss nutzen. Ich habe in den Jahren immer mehr Selbstzweifel bekommen. Ich habe mich immer mehr von der Meinung anderer abhängig gemacht und das hat mich immer mehr verunsichert, was nun richtig oder falsch ist. Ob in der Erziehung, bei der Arbeit oder in der Wahl der Klamotten, die ich gerade an habe. Ich habe mich immer mehr in die Opferrolle drücken lassen. Einfach aus dem Grund, weil ich nie jemanden an meiner Seite hatte, der mir den Rücken stärkt. Klar, mein Mann ist da. Aber (ohne ihm jetzt in den Rücken fallen zu wollen) er versteht mein Verhalten nicht. Und kann mir dabei auch nicht helfen. Ich hätte so gerne mal jemanden an meiner Seite gehabt, der mich an die Hand nimmt und mir sagt: "Hey komm, wir machen das zusammen. Ich gehe mit Dir diesen Weg. " Spätestens jetzt. Aber was war passiert? Ich habe versucht es erst mal alles für mich zu behalten. Und Zack, hat mich eine Kollegin im Brustzentrum gesehen, als ich mit meinem Mann zum ersten Gespräch war, wo die nächsten Schritte besprochen wurden. Und was macht die Kollegin? (Also sie hat auch Brustkrebs - und ich mag sie nicht) Sie erzählt das auf der Arbeit, dass ich dort war. Macht man sowas??? Ich war komplett am Boden. ICH wollte bestimmen, wer, wann, was erfährt. Schon wieder war ich das Opfer. Nicht mal mein Chef wusste genau, warum ich krank geschrieben bin. Ich habe es ihn erahnen lassen, indem er die AU bekommen hat und ich ihm sagte, ich muss damit erst mal klar kommen und es halt nichts lustiges ist.

    Aus dem Gespräch mit der Psychoonkologin bin ich zwar total kaputt aber trotzdem gestärkt raus gegangen. Es war ein richtiger und wichtiger Schritt. Jetzt muss ich versuchen, mein Ziel im Auge zu behalten. Mich selber finden und mich selber gut finden. Egal was die anderen sagen. Und egal wie der Weg geht, mit Chemo oder nur mit Bestrahlung, muss ich lernen mir zu merken, dass ich nicht alleine bin. Ich habe ja noch mich. Also bin ich ja quasi zu zweit.

    Vielleicht falle ich morgen wieder in ein Loch. Ich kenne mich damit ja aus. Ich war ja schon in der Vergangenheit bei vielen Psychologen. Aber ich weiß, dass ich da wieder raus komme. Heute morgen dachte ich noch, ich muss durch das Tal, damit ich dahin komme, wo ich hin will: Auf den Berg. Jetzt habe Ich das Gefühl, das ich tatsächlich heute den restlichen Weg durch das Tal gegangen bin und gerade auf dem Weg nach oben bin. Ich konnte ja bei meiner Frauenärztin weinen. Und heute auch noch. Und ich konnte erzählen. Das war mir sehr wichtig. Und es tat unendlich gut.

    Warum ich das jetzt alles schreibe? Keine Ahnung. Ich hatte einfach das Bedürfnis Euch das zu erzählen. Vielleicht macht das ja gerade auch jemand anders durch und fühlt sich mit seinen Gedanken jetzt nicht mehr so alleine.

    Auf alle Fälle bin ich sehr sehr froh, dass ich hier bin. Dass ich hier schreiben kann. Dass hier viele liebe Menschen sind.

    Jetzt versuche ich die Zeit des Wartens zu nutzen und mich dem Positiven des Lebens zu widmen. 2-3 Wochen würde ich auf das Ergebnis des Oncotype Tests warten müssen. 2 Wochen sind nun jetzt um. Am Montag ist wohl wieder die Tumorkonferenz. Mal sehen, ob es dann tatsächlich nächst Woche sein wird, dass ich das Ergebnis bekommen.

    Heute Abend werde ich aber erst mal mit meinem Mann aufs Boot gehen und da übernachten. Da hat man wirklich Ruhe. Und die Jungs finden das auch super. Letzte Woche haben wir das zum ersten mal gemacht. Die Jungs über Nacht alleine gelassen. Und ich bin da unheimlich stolz drauf. Heute kann ich dann entspannter sein und den Abend und die Nacht noch mehr genießen.

    Ich wünsche Euch allen auch noch einen wundervollen Abend.


    LG

  • Liebe black guitar , vielen Dank dass du deine Gedanken mit uns teilst. Mich hat dein Text sehr berührt, in manchen Zeilen habe auch einen Teil von mir entdeckt.
    Es ist schön, dass dir das Gespräch innere Ruhe gegeben hat und dass du gestärkt deinen Weg weiter gehen kannst.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, genieße jede Sekunde 😎

    Liebe Grüße Pelerixi

  • Liebe black guitar


    ich bin beim Lesen über deine Arbeitskollegin echt wütend geworden! Ich hatte in meiner Ex-Firma genau so einen Typ Frau und ich schwöre dir, ich habe deine Kollegin sofort vor Augen gehabt! Das ist das Hinterletzte! Wenn ich jetzt schreibe, was ich über die Person denke, wird es von den Admins gelöscht! Was bitte soll das?! Das ist so widerlich!! Dieses sich in den Vordergrund drängen, wichtig machen, zwar nichts zu sagen zu haben aber trotzdem reden zu müssen, intimes weiterzuerzählen ohne Rücksicht auf Konsequenzen, ich-ich-ich denken... Wäh!! Schreib mir eine PN mit der Durchwahl dieser Person! Ich ruf sie bei Gelegenheit an und sag ihr mal was.


    Auch sonst hab ich mich ein bisschen in deinen Zeilen wiedergefunden. Wahrscheinlich würde ich es nicht so drastisch ausdrücken, aber das Gefühl, dass ich mich selbst zum Opfer mache, ist mir mehr bekannt als mir lieb ist.

    Du hast das gut für dich erkannt und wie es sich liest, weißt du auch schon, woher es kommt, gell? Das war sicher hilfreich für das Gespräch mit deiner Psychoonkologin, da du sehr klar über dich erzählen konntest!

    So schmerzhaft es ist, finde ich es gut, dass du so richtig weinen konntest. Klingt jetzt blöd, bitte nicht falsch verstehen! Wenn es in der Nase kitzelt und niesen kann, ist mit dem kitzeln mal für einige Zeit Ruhe. Wenn die Seele Entlastung braucht und man mal heftig weinen kann, ist ein Teil der Belastung gegangen. Du merkst es vielleicht nicht sofort, aber es ist bestimmt so! Der Grund, warum du es nicht merkst, ist ein gemeiner, wie ich finde. Man erkennt ihn nur daran, dass etwas nicht passiert. Die Seele sucht sich kein anderes Ventil.


    Jetzt was ganz banales: habt ihr ein Hausboot? Ich mag Hausboote! Ich hätte gern eines wie in dem gleichnamigen Film mit Cary Grant und Sophia Loren. Ich wäre auch gern mit Cary Grant auf diesem Hausboot gewesen:) allerdings er lieber mit Männern, wie mal gelesen hab.

  • Liebe black guitar,

    ich möchte Dich, wegen KH-Aufenthalt etwas verspätet, auch noch herzlich hier willkommen heißen!

    Was Du über Deine Situation und Deine Gedanken geschrieben hast, hat mich sehr berührt.

    Ich kann gerade nicht näher darauf eingehen, weil es mir heute psychisch nicht so gut geht, aber ich habe Dich gelesen und ich kann Dich sehr gut verstehen.


    Herzliche Grüße

    Pling

  • liebe black guitar , auch ein herzliches Willkommen von mir. Fühl dich wohl und aufgenommen in diesem wunderbaren Forum, was auch für mich oft Rettungsanker und Fels in der Brandung war. Deine Worte haben mich sehr berührt. Zunächst bin ich enorm wütend über deine Kollegin. Das ist eine klare Verletzung deiner Persönlichkeitsrechte und meiner Meinung nach würde dies sogar eine Abmahnung durch den Arbeitgeber rechtfertigen. Das muss man jetzt mal ganz klar so benennen.


    Was ich auch aus deinen Worten lese ist aber etwas gutes. Mir scheint dass Deine Diagnose bereits einen Gedankenprozess bei dir angestoßen hat, du besinnst dich auf das was für dich wichtig ist. Dass du dich von der Opferrolle befreien möchtest zeigt dass du bereits die Zügel in die Hand genommen hast. Respekt! Bei all der Sch...e die so eine Diagnose mit sich bringt, ist das ein unerwarteter und super Nebeneffekt und zeigt dass es auch gute Seiten des Schalentiers geben kann.
    ich wünsche dir viel Mut und Kraft für die nächsten Schritte aber du darfst hier natürlich auch schwach oder ängstlich sein, so wie du dich eben fühlst.


    alles Liebe von Busenwunder

  • Hallo black guitar,


    ich kann mich was deine Kollegin angeht nur meiner Vorschreiberin anschließen. Sie ist damit zu weit gegangen, es ist Deine Entscheidung wer, wann und wie erfährt was mit dir ist. Meine Psychologin hätte jetzt gefragt, wie du damit umgehen willst.

    Traurig machte mich dein Post, dass du von dem Zuspruch hier ganz überwältigt bist. Es ist gut, dassdu zu uns gefunden hast.

    Gut finde ich auch, dass du dir selbst etwas gutes tust und trotz der Diagnose auch etwas kleines positives daran finden kannst. Dazu gehört Stärke, du hast sie in dir, jetzt hin ihr freien Lauf.

    Ich drücke dir die Daumen für dein Testergebnis.


    Mama Tembo

  • Liebe pelerixi danke, ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende.


    Liebe Taima ja das mit dieser Kollegin ist sehr speziell. Sie ist die Raumpflegerin bei uns in der Firma, wo ich arbeite. Sie ist mit ihrer Art schon immer sehr über griffig gewesen. Sie weiß einfach nicht, wo ihr Bereich endet (arbeitstechnisch und jetzt auch im privaten Bereich) und wo der der anderen anfängt. Keine Ahnung, wann ich sie wieder sehen werde. Sie hat ja selber Brustkrebs und ist zur Zeit krank geschrieben. Aber wenn der Tag X da ist...... Mal sehen wie ich bis dahin reagiere. Es war halt echt richtig sch.... An dem Tag, als ich ja dann früher von der Arbeit nach Hause ging, weil ich ja mit meinem Mann zu der ersten Besprechung musste, fragte mich eine andere Kollegin noch, warum ich denn schon wieder nach Kleve muss. Ob es denn was schlimmes sei. Ich war in der letzten Zeit ja so oft schon in Kleve. Dieser Kollegin sagte ich dann, dass ich nicht darüber reden möchte. Daraufhin meinte sie, ja nicht, dass es Krebs oder so sei.... Daraufhin meinte ich dann NOCHMAL, dass ich nicht darüber reden mag!!!! 2 Tage später, als dann alle wussten, dass ich sehr lange krank geschrieben bin, bekam ich von ihr eine WhatsApp, mit der gleichen Frage nochmal..... Habe nicht darauf reagiert. Und ungefähr 2 Wochen später habe ich ihr dann geantwortet. Kurz und knapp und fertig. Ihre Rückmeldung war dann nur, dass sie das schon geahnt hatte, da die andere Kollegin (die Raumpflegerin) erzählte, dass sie mich ja im Brustzentrum gesehen hätte....Ja, da war ich erst mal RICHTIG sauer, fassungslos und am Boden. Es ist immer so anstrengend, sich gegen alles und jeden andauernd wehren zu müssen. Aber ich bin ja erst mal für länger dort weg.

    Dein Beispiel mit dem Nase kitzeln finde ich klasse. Ich mag solche bildhafte Beschreibungen sehr. Man kann sich das dann besser vorstellen und sich in Situationen gut reinversetzen.

    Zu Deiner Frage mit dem Boot. Nein, es ist kein Hausboot. Es ist ein holländischer Stahlverdränger von 1975. Den haben wir letzten Sommer gekauft. Mein Mann wollte schon IMMER so einen haben. Er hat ja auch einen Bootsführerschein. Und das passte dann wie Ar..... auf Eimer. :) Liegt bei uns im Ort im Yachthafen. Wir sind gestern gegen 19 Uhr hin. Und erst heute Mittag so gegen 13.30 wieder nach Hause. Einige Dinge müssen ja immer so noch zu Hause erledigt werden. Heute Abend fahren wir wieder hin. Es ist so schön. Ich komme da tatsächlich zur Ruhe. Und die Jungs freuen sich schon wieder ein Loch in den Bauch.

    Nur meine Eltern haben das bis heute Vormittag immer noch nicht verstanden. Ich sagte den beiden mehrmals, dass ICH mich melde, wenn was ist, oder wenn ich was neues weiß. Trotzdem riefen sie in den vergangenen Tagen immer wieder an oder kamen vorbei. War dann von meiner Seite immer sehr kurz. Wenn ich vormittags nicht ans Telefon gehe, kommen sie am Nachmittag vorbei. Tatsächlich hatte ich eine ganze Woche Ruhe. Heute Vormittag riefen sie dann wieder an. Ich habe nicht reagiert. Dann bei meinem Mann. Er hat nicht reagiert. Dann wieder bei mir. Ich habe wieder nicht reagiert. Dafür habe ich mich aufgeregt. Nach ungefähr einer Stunde habe ich dann eine WhatsApp zurück geschrieben, dass ich im Augenblick viel Zeit für mich brauche und dass wir darum nicht an unsere Telefone gegangen sind. Und dass ich mich melden werde, wenn es Neuigkeiten gibt. Mal sehen, ob sie sich jetzt daran halten. Diesmal haben sie es ja schriftlich.....


    Liebe Pling danke für Dein Willkommen. Dir ganz liebe Grüße zurück. Ich hoffe, dass Du die Zeit hast/bekommst, damit es Dir seelisch wieder besser geht.


    Liebe Busenwunder Danke Dir. Ja, was ich bezüglich mit meiner Kollegin mache, muss ich später mal schauen. Ich weiß nicht, ob es die Mühe wert ist, rechtliche Schritte zu unternehmen. Sie steht kurz vor der Rente.

    Ja, da Schalentier hat bei mir einen ordentlichen Rumms hinterlassen. Ich hoffe, dass ich es wirklich schaffe, den Weg, den ich nun gehen möchte, auch gehen kann.


    Liebe Mama Tembo danke auch Dir. Es tut wirklich gut hier zu sein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch lieber hier bin, als in einer Selbsthilfegruppe hier im Ort. Ich sehe ja an meiner Kollegin, dass eine Krankheit den Charakter nicht verändert. Und ich möchte in meiner Umgebung auf Menschen treffen, denen ich dann in der Selbsthilfegruppe alles erzähle und die dann damit hausieren gehen.

    Und danke für´s Daumen drücken. Ich hoffe, dass es nächste Woche kommt. Ich habe woanders gelesen, dass es auch schon mal 4-6 Wochen dauern kann.... Ich lerne in dieser Zeit echt eine Menge. Vor allem Geduld....


    LG

  • Liebe black guitar

    habe heute erst deinen Anfangs-Thread gelesen, es kommen leider fast täglich so viele "Neue" dazu, dass ich es nicht mehr schaffe, immer jeden zu begrüßen....?(

    Also nun auch noch von mir ein liebes willkommen in diesem, wie du schon läbgst erkannt hast:)wunderbarem Forum.

    Ich habe ein paar Willkommens-Posts an dich gelesen, die sind so wunderbar geschrieben, dass ich mich ihnen einfach nur anschließen möchte.

    Das mit dieser Kollegin ist schon heftig, da stimme ich Taima und Claudi209 auch nur zu...

    Deine Geschichte hat mich auch sehr berührt, ich hoffe sehr, dass dir die pychologische Hilfe wirklich sehr gut helfen wird.

    Einiges kann ich auch gut nachvollziehen - und verstehen tue ich den ganzen Inhalt.

    Für das anstehende Ergebnis drücke ich dir schon jetzt die Daumen, dass es ein für dich positives Ergebnis sein wird und du vor allem durch die Chemo herum kommst. Sollte es aber nötig sein, die wirst auch du schaffen!

    Sicher bist du ja schon wieder auf eurem schönem Hausboot - da wünsche ich euch einen schönen Abend

    So schmerzhaft es ist, finde ich es gut, dass du so richtig weinen konntest. Klingt jetzt blöd, bitte nicht falsch verstehen! Wenn es in der Nase kitzelt und niesen kann, ist mit dem kitzeln mal für einige Zeit Ruhe. Wenn die Seele Entlastung braucht und man mal heftig weinen kann, ist ein Teil der Belastung gegangen.

    Das finde ich auch, so etwas tut uns allen gut - egal wegen was:hug:liebe Taima

    Wünsche dir ganz viel Kraft und das alles gut wird, natürlich.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Liebe black guitar

    ich hab gleich mal gegoogelt, welches Boot ihr habt! Coole Sache!!!

    Es ist wirklich hardcore sich sich mit den Kommentaren anderer auseinandersetzen zu müssen. Selbst wenn sie lieb gemeint sind (was ja hier nicht der Fall ist), ist es eine Herausforderung, Grenzen zu ziehen.

    Das war bei mir und ich wette, bei vielen anderen auch, zu Beginn auch so. Ich habe fast niemand von meiner Diagnose erzählt, weil es mir einfach zu intim war. 5 Freunde wissen Bescheid, denen ich es sagen wollte und 3 Personen (Mutter, Bruder Arbeitergeber), denen ich es sagen musste.

    Dennoch war ich eine mittlere Sensation und hab unheimlich viel lieb gemeinte, aber dämliche Aussagen hören müssen. Plötzlich kannte jeder eine Nachbarin, Arbeitskollegin, Supermarktkassiererin....die auch Brustkrebs hat oder hatte und mittlerweile wieder topfit ist. Schön! Und weiter?

    Oder natürlich diese tollen Leitsätze: du musst stark sein, du musst kämpfen, du bist nicht unterzukriegen, du musst das positiv (!) sehen usw. bla-bla.

    Natürlich waren alle überfordert. Das hab ich schon verstanden. Mühsam war es für mich, dass ich diese Hilflosigkeit der anderen "ausgleichen" musste, um nicht völlig auszuflippen.

    Es hat gedauert bis wir alle eine gemeinsame Sprache gefunden haben, die für die anderen und für mich gepasst haben.

    Ich wünsche dir, dass du und die Lieben in deinem Umfeld einen guten Weg für den Austausch finden!

    Gerade bei den Eltern ist das besonders hart. Ich habe meine Mutter erst eingeweiht, als ich alles wusste: Diagnose und die Therapie. Ich wollte ihr und mir ersparen, dass wir dazwischen zigmal telefonieren. Sie ist nicht gerade fit, es geht ihr gesundheitlich sehr schlecht. Es war ein Horror für mich, ihr das auch noch zusagen. Kannst du dir sicher vorstellen1

    Deine Eltern sind sicher auch krank vor Sorge. Es wird wahrscheinlich dann besser werden, wenn du ihnen einen Plan "präsentieren" kannst. Also sagen: "schaut, ich habe Diagnose X und jetzt wird Therapie Y gemacht. Das passiert mit mir. Das sind die Schritte. So sieht mein Plan gegen den Untermieter aus" Für unsere Elterngeneration sind Ärzte und deren Aussagen ja meist wirklich etwas Solides, Glaubhaftes, etwas mit Substanz und Hand & Fuß. Dann beruhigen sie sich hoffentlich!

    Was meinst du?

  • liebe Taima nur das interessiert sie. Krank vor Sorge? Ich weiß es nicht. Neuigkeiten, das ist interessant. Wie es mir seelisch geht? Kein Interesse. Nie wirklich da gewesen. Darum werde ich mit ihnen sowas auch nicht besprechen. Es macht mich zwar immer wieder traurig, dass es so ist und dass es sich nie ändern wird, aber zum größten Teil komme ich ganz gut klar damit.


    Liebe 18-09-Sonnenschein danke fürs Daumen drücken. Und ja, wir hatten einen schönen Abend, danke.


    Euch auch einen schönen abend.


    LG

  • Zitat von black Guitar „Wie es mir seelisch geht? Kein Interesse. Nie wirklich da gewesen. “

    black guitar , dieser Satz von dir, den könnte ich sagen. Mein Vater hat bis heute nicht einmal gefragt was ich eigentlich hatte, er kreist nur um sich und seine Befindlichkeiten. Das war schon immer so und wird so bleiben. Die Psychotherapie hat mir da vieles aufgezeigt, ich bin jetzt fast 60 Jahre alt und es ist mir immer noch unverständlich. Ich habe Gott sei Dank einen lieben Mann. Meinen Kindern habe ich nie direkt gesagt was ich habe. Obwohl sie alle schon erwachsen sind konnte ich es nicht. .......

    Jetzt aber genug Seelenstriptease meinerseits

    Alles Liebe

    Pelerixi

  • black guitar

    entschuldige bitte: ich wusste über das Verhältnis zu deinen Eltern nicht Bescheid. Was ich geschrieben habe, war unsensibel, unangebracht und total dämlich! Ich hoffe, ich habe dich nicht verletzt oder in unangenehme Gedanken und Erinnerungen versetzt!

  • Taima , ich glaube nicht dass Du Dich entschuldigen must :* Ich habe die Posts von Black Guitar zweimal gelesen, dass es zwischen ihr und ihren Eltern nicht stimmt konnte ich nur zwischen den Zeilen lesen, oder eigentlich mehr erahnen.