Paclitaxel (Taxol) und Nebenwirkungen

  • Liebe Aenneken , es tut mir sehr leid dass du so mit den Nebenwirkungen zu kämpfen hast.

    Ich habe auch diese Schmerzen in den Beinen und Neuropathie in den Füssen.

    Es ging immer wieder vorbei in den 3 Wochen nach der Chemo aber nach der 10ten und letzten nicht mehr. Ich habe aber noch die Hoffnung, dass es mit drr Zeit besser wird.

    Meine Onkologin hat mir ein Schmerzmittel verschrieben, was auch hilft wenn es zu schlimm ist.

    Ich habe mir einen Gehstock besorgt, der mir Halt gibt.

    Ich hoffe dass es auch bei dir wieder besser wird. :hug:

  • Liebe Aenneken , besprich das bitte mit deinen Ärzten! Und rufe beim Krebsinformationsdienst an. Die Polyneuropathien können auch andere Nerven als nur die Enden der langen Nerven (Zehen/ Füße - Finger/Hände) betreffen. Deine Symptome sind doch sehr stark. Die kruemelmotte hat sich Walking Stöcke besorgt, um etwas sicherer gehen zu können.


    Ich hatte auch ziemliche Polyneuropathien, aber die Ärzte haben weder pausiert noch die Dosis reduziert. Bei mir ging das aber erst etwa bei Pacli 8 oder 9 an. Nach der Chemo waren die Füsse taub, fast die gesamte Fußsohle. Trotz Noppenschlappen, Igelball und Eintopftreten. Ich bin vor der AHB und danach zwei Mal gefallen (Fuß verstaucht, Brille kaputt). In der AHB wurden die Taubheitsgefühle schon mal viel besser. Dafür bekam ich nach der AHB Krämpfe, teilweise ziemlich heftig. Glücklicherweise niemals lange.


    Jetzt, nicht ganz zwei Jahre danach, sind die Füsse von den Zehen bis zum Ballen"eingeschränkt'. Taub und blöd. Die Krämpfe bin ich nicht ganz los, aber sie sind besser. Nicht mehr so heftig und weniger häufig. Sie treten nur Nachts auf.


    Ich muss nicht mehr am Geländer einer Treppe lang schleichen, bin viel trittsicherer geworden.


    Es wird also besser. Merkwürdigerweise sind Bereiche, die ich als stark betroffen empfand, eher und gründlicher besser geworden als Stellen, die ich nur leicht taub fand.


    Ich hab mir ein Tensgerät angeschafft, das hat mir gegen die Krämpfe geholfen.


    Aber so schlimm wie bei dir war es bei mir nicht. Deswegen sollte abgeschätzt werden, dass nicht wesentliche Nerven betroffen sein könnten.


    Und sich hinterher womöglich nur noch ganz mühsam bewegen zu können, wäre ja auch Käse.


    Bei mir ist auch die AHT die wichtigste Waffe. Bei mir wurde deswegen als erstes operiert.


    LG und alles Gute für dich


    Sonnenglanz

  • Liebe Aenneken

    mir geht es ähnlich wie dir. Es ging während der Chemotherapie los, seitdem habe ich diese Kraftlosigkeit in den Beinen. Ich führte es lange Zeit auf mein Weichteilrheuma (Diagnose: undifferenzierte Kollagenose) zurück, äglaube aber mittlerweile, dass es Neuropathien sind. Deshalb habe ich kommende Woche einen Termin beim Neurologen um das abzuklären.

    Habe zusätzlich auch noch starke Schmerzen und Gehprobleme wegen 2 "kaputten" Knien. Deshalb benutze ich zu Hause gerne einen Rollator, um mich abzustützen und in der Küche beim Kochen Erleichterung zu haben. Ich finde jegliche Art von Hilfsmitteln im Alltag gut - ist ja nur vorübergehend.

    Bei dir spielen wahrscheinlich auch die Wassereinlagerungen eine Rolle, denn da hat man von Haus aus Schwierigkeiten beim Gehen.

    Wünsche Dir alles Gute

    lb. Grüße Gaby61

  • Ich habe mir einen Barhocker in die Küche gestellt damit ich dort was machen kann.

    Mache auch vieles im sitzen weil ich nicht lange stehen kann.

    Wenn ich irgendwo hin muss, nehme ich eine Person mit. Meistens meinen Mann, oder eine Freundin.

    Es nervt, aber ich möchte auch nicht irgendwo lang hinfallen, was schon ein paar mal passiert ist.

  • Hallo Aenneken

    ich habe mir während der Pacli einen Rollator zugelegt. Da kann ich zwischendurch sitzen, das hat einiges erleichtert. Die Pacli wurde nach zehn mal abgebrochen, es ging nichts mehr.
    Jetzt bin ich in der EC, damit geht es besser. Nur die Neuropathien krabbeln weiter. Inzwischen ist fast die gesamte Haut betroffen. Und richtig tot sind die Zehen, die Knöchel und Teile der Waden und Knie, Fingerspitzen, die Nase, um den Mund herum.
    Ich hoffe, da verbessert sich wieder etwas. SO würde ich nicht weiter leben wollen.
    Ich drücke dir die Daumen!!!

    Liebe Grüße Snowflower :hug:

  • Ich danke allen, die mir geantwortet haben.


    Da hat es doch einige mit den Nachwirkungen böse erwischt. Das tut mir leid und hätte ich nicht so gedacht. Die meisten schreiben so positiv.


    Ich rufe Montag an und werde meine Probleme schildern.


    Natürlich informiere ich euch auch alle.

  • Meine Ärztin sagte zu mir, solange es in der Ruhepause wieder weg geht, ist es nicht so schlimm.

    Leider ist es nun so, dass es nicht wieder weg geht.

    Wenigstens kann ich Abends vor dem zu Bett gehen eine Tablette nehmen, die mich einschlafen lässt.

    Ohne, geht das leider nicht. Ich bin echt kein Freund von Pillen, aber besser als nicht schlafen zu können.

  • Liebe Aenneken , ich kann es wirklich ertragen und niemand, der mich nicht kennt, merkt mir etwas an. Ich arbeite Vollzeit, mache Urlaub und alles mögliche andere. Trotzdem ist nichts wie vorher. Trotzdem gut.


    Du solltest nur vorher versuchen, abzuschätzen,was schlimmstenfalls passieren könnte.


    Liebe Wyogirl  :hug:


    Alles Gute. Wir kämpfen, um dem Tod von der Schippe zu springen. Nicht so einfach.


    LG und wirklich alles Gute für euch


    Sonnenglanz

  • Liebe Aenneken ,


    Das ist genau die Frage, die du deinen Ärzten stellen sollst. Und / oder dem KID und / oder Zweitmeinung. Der Tenor hier im Forum war, wenigstens 9 Paclis zu erhalten. Frag nach dem Unterschied in der Prognose wenn du nur 9 statt 12 bekommst resp. Nach der Prognose, wenn die Dosis reduziert wird. Im Vergleich zur vollen Dosis. Was passiert mit diesen Polyneuropathien und den Unsicherheiten, wenn du weiter machst...


    Und dann musst du mit der Antwort abschätzen, wie du weiter vorgehen willst. Das ist ja deine Entscheidung. Du bist die Patientin.


    Meine Ärzte waren beseelt davon, mir die volle Dröhnung zu verpassen. Die habe ich auch bekommen. Bei weniger NWs als bei dir habe ich ab Pacli 10 spätestens überlegt, ob ich abbreche.


    Hab ich nicht. Dafür habe ich die Gewissheit, das medizinisch bestmögliche getan zu haben. Käme das Vieh wieder, muß ich mir keine Vorwürfe machen.


    Es tut mir so leid, dass es dir so schlecht geht! Ich hoffe sehr, dass du Antworten bekommst, die dir helfen, eine Entscheidung zu fällen, hinter der du gut stehen kannst. Vielleicht ist das jetzt wirklich nur relativ kurzfristig so schlimm und wird nach dem Ende der Therapie besser. Ich habe Mal in dein Profil gesehen, bei G3 und einem relativ hohen KI 67 ist die Chemo eigentlich sehr wirksam. Da ist so lange wie möglich durchhalten wahrscheinlich eine gute Option.


    LG und einen schönen Sonntag trotz allem. Mit möglichst wenigen Beschwerden.


    Sonnenglanz

  • liebe Aenneken , auch wenn es dich wahrscheinlich nicht tröstet, mein TN Tumor war größer als deiner, allerdings hatte ich die OP vor der Chemo. Den Ki 67 Wert hat man nie bestimmt. 3 beflallene LKs, Einer davon mit Kapseldurxhbruch. Ich hatte nur 9 Pacli und die letzten auch noch dosisreduziert, eben wegen der Neuropathien. Mir geht es bis heute gut.
    Ist für dich so eine Vibrationsplatte oder Elektrostimulation eine Möglichkeit?

    Fussreflexzonenmassage?

  • Busenwunder


    Ich habe mir Clocks mit Noppen gekauft und ich habe ein elektrisches Fußmassagegerät. Das nutze ich immer wenn ich am Laptop sitze.



    Sonnenglanz


    Wir sind nah bei einander mit unseren Gedanken. Ich will mir keine Vorwürfe machen müssen, deshalb habe ich bisher den Onkologen auch meine seelischen Tiefs im Zusammenhang mit der Schwäche auf den Beinen nicht deutlich gemacht.

    Im Grunde hilft es mir ja schon, wenn hier andere schreiben, dass sie auch Phasen hatten und in der Dusche Schwierigkeiten, das sie eben auch nur noch schlurfen konnten .....................wenn sie das geschafft haben sollte ich mich auch zusammen reißen und es schaffen.


    Es muss aber wirklich eine Nervensache sein, denn die beiden Ischiasnerven rebeeliren heute und zwar ohne die typischen Beschwerden, eben nur Stiche punktuell.

  • Ich habe nie daran gedacht die Therapie abzubrechen. Ich habe die Nebenwirkungen ertragen, auch wenn es schlimm war.

    Nach der 6ten Sitzung war alles nur noch halb so gross. Den grossen Tumor (11×9cm) konnte ich nach jeder Chemo merken.

    Bis auf Beine und Füsse geht es mir ja auch gut.

    Mein Respekt an diejenigen, die kleine Kinder zu versorgen haben. Ich wäre während der Chemo nicht in der Lage gewesen.

  • Liebe Aenneken

    ich schicke Dir eine fette :hug:und kann deine Verzweiflung nachempfinden.

    Ich habe auch ROTZ und WASSER geheult, auch unter dem zusätzlichen Druck meines Onkologen. Aber ich konnte und wollte auch nicht mehr!

    Nach der 10. Pacli habe ich verzweifelt abgebrochen und ich denke auch für mich akzeptiert, im Moment jedenfalls. Eine pCR erreichen nur 40 -50% Prozent und nur um diese eventuell zu erreichen mich so unter Druck zu setzten, konnte ich nicht mehr. Es haben andere mit weniger Zyklen geschafft.

    Das kann nur jeder selbst für sich entscheiden.

    Ob meine Entscheidung für mich richtig war, im Moment "JA"! Ich hoffe ich bekomme die CINP etwas in den Griff. Mein "Leider Blöd" wird sich zeigen. 03.11.2020 steht die OP an, dann schauen wir weiter.


    Drücke Dich ganz, ganz feste!:!:

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe jetzt drei meiner vier EC (dosisdicht, alle zwei Wochen) hinter mir und mir graut es vor der Letzten. Mir ist die ganze Woche furchtbar übel, und ich muss jede Menge Begleitmedis nehmen um das irgendwie durchzustehen. Und es dauert jedes mal länger, bis ich wieder ein erträgliches Gefühl im Magen habe.

    Jetzt muss ich euch einfach fragen, ob die Übelkeit mit den Paclis genauso ist. Mit Schmerzen, etc. denke ich, dass ich besser klar komme.

    Vielleicht könnt Ihr mir ja kurz eure Erfahrungen bzgl. der Übelkeit schildern. Danke:*

  • liebe Flaemmchen

    meine Chemo ist schon länger her und ich hatte die EC nicht dosisdicht, sondern alle 3 Wochen. Mir ging's auch immer mindestens eine Woche mies. Unter Pacli war es viel besser! Am Tag der Chemo müde wegen Antihistamin, am nächsten Tag aufgedreht und fit wegen Cortison..dann mal besser mal schlechter aber nicht zu vergleichen mit der EC. Übelkeit hatte ich kaum noch. Nur mit der Anzahl der Gaben wurde es irgendwann schlechter. Viele haben das ähnlich beschrieben.


    Alles Gute!