Trixi - Brustkrebs in der Familie und vor knapp 2 Jahren das volle Programm, nun Angst Rezidiv...

  • Hallo, ich bin Trixi....,

    nach mehreren Brust& Eierstock-Krebs Erkrankungen in der Familie überzeugte ich vor 2 Jahren meine Mutter, das wir uns an die genetische Beratungsstelle für Brust& Eierstockkrebs wenden. Gesagt, getan, wir wurden dann in der Klinik in der Beratungsstelle aufgenommen, meine Mutti wurde sofort getestet....während der Zeit, in der wir auf das Ergebnis warteten, begannen Screening-Untersuchungen. Ich ging relativ ruhig zu der Mammographie und zum Ultraschall, war ja als Routine-Untersuchung gedacht. Symptome hatte ich keine und der Tastbefund war negativ, Tumormarker auch negativ ( Ca 15-3 und Ca 125 ) also machte ich mir keine Sorgen weiter.

    Dann kam ein Brief, das eine Auffälligkeit gefunden wurde, die weiter abgeklärt werden muss. Die Zeit bis dahin war die Hölle !!!! Dann Tag der Abklärung, nach einer weiteren Untersuchung Stanzbiopsie wegen BIRADS 4 Befund.

    Wieder warten, wieder die Hölle... Ergebnis : hochgradig verdächtig, aber NICHT bewiesen....also nochmalige Stanzbiopsie mit dem Ergebnis:


    Mamma- Ca hormonrezeptor-positiv

    Östrogen ( 80 % ) IRS 12

    Progesteron ( 70 % ) IRS 9

    Her2- Status 2 + FISH Test negativ

    T1c N0 M0



    Es folgten OP ( wegen meiner Familiengeschichte ) trotz Frühstadium Mastektomie ( Vollmastektomie), Chemotherapie ( auf Grund Ki 67 : bis zu 50 % ) und seit anderthalb Jahren Antihormontherapie mit Letro... und zusätzlich Bisphosphonate mit Zome....aller 6 Monate.


    Nachsorgeuntersuchungen waren o.B. ...auch gestern die Nachsorge. Ich bat aber meine Frauenärztin darum, mir nochmals eine Überweisung zur Mamma-Sono zu geben, da ein Lymphknoten an der Thoraxwand schon länger da ist und beobachtet wird. Diesen möchte ich entfernen lassen, obwohl er letztes Jahr per Biopsie untersucht wurde und ohne Befund war, also unspezifisch. Aber ich fühle mich nicht wohl damit. Mit dem Überweisungsschein bin ich gestern in die Radiologie , bekam heute gleich einen Termin, superschnell...

    Die Ärztin sah sich den bekannten Lymphknoten an, er hat sich seit Januar nicht verändert...Dafür fand sie auf der anderen Seite 2 neue vergrösserte Lymphknoten, die sie mit MRT am Donnerstag kontrollieren will, bei Auffälligkeit wird es wieder eine Biopsie.

    Nun falle ich wieder in dieses tiefe Tal, die Angst frisst mich auf, ich bekomme keinen klaren Gedanken mehr in den Kopf und ich zittere am ganzen Körper.

    Diese beiden neuen Lymphknoten waren im Januar im Ultraschall noch nicht zu sehen, nun sind sie auf einmal da....

    Meine Angst begründet sich so .: Bei der ED 2019 waren auch vergrösserte Lymphknoten sichtbar, die aber radiologisch als reaktive Lymphknoten infolge 2x Stanzbiopsie eingestuft wurden. Diese Lymphknoten hatten keine Biopsie, die Wächterlymphknoten waren frei, also bekam ich keine Axilla-Ausräumung, obwohl ich es auf eigenen Wunsch beantragt hatte.

    Eine Bestrahlung gibt es bei Voll-Mastektomie im Frühstadium ohne Wächterlymphknotenbefall auch nicht.

    Und eine Studie mit neuen Medikamenten in der adjuvanten Therapie ist selten, man muss Glück haben, da reinzukommen.


    War das ein Fehler, das ich nicht per Zweitmeinung um eine Axilla-Ausräumung gekämpft habe? Ich wollte damals einfach schnell operiert werden, wollte meine Brüste weg haben...Risiko zu gross wegen fibrozystischer , knotiger Mastopathie beiderseits in allen Quadranten...Was meint Ihr? Kann ich jetzt auf eine Axilla-Ausräumung bestehen? Unabhängig von dem MRT Befund möchte ich alle Lymphknoten ausräumen lassen, ich sehe sie als Risikofaktor...und ich habe wahnsinnige Angst und weiss nicht, wie ich die Zeit bis zum MRT am Donnerstag verbringen soll...es ist diese quälende Angst, sie schnürt mir die Kehle zu....


    Wenn es nur nach dem Befund vom Januar gegangen wäre, dann hätte die nächste Mamma-Sono erst im Juni stattgefunden, mein Gott...bloss gut, das meine Gyn. mir die Überweisung gegeben hat, bin ihr unendlich dankbar. Ich hatte gehofft, die Angst wäre nach der Untersuchung weniger, aber das Gegenteil ist der Fall.;(;(;( Ich weiß nicht, wie ich die Nacht überstehen soll...könnt Ihr mir helfen?

  • Hallo Trixi,


    herzlich willkommen im Forum der FSH.

    Blöd, dass Du nun schon wieder in so einer schrecklichen Wartepause steckst.

    Um so besser, dass Du Dich hier angemeldet hast. Die Foris helfen Dir sicher ein wenig, die Zeit bis Donnerstag einigermaßen zu überstehen.

    Versuche Dich, mit Dingen die Dir gut tun, etwas abzulenken. Ich weiß das ist so "einfach" hier hin geschrieben, aber die Zeit musst Du nun mal absitzen, dann ist es doch gut, wenn Du sie mit Positiven Dingen ausfüllen ( wenigstens ab und zu ) kannst.

    Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft, Mut und Zuversicht.

  • Alecto

    Hat den Titel des Themas von „Trixi...Brustkrebs in der Familie und vor knapp 2 Jahren das volle Programm, nun Angst Rezidiv...“ zu „Trixi - Brustkrebs in der Familie und vor knapp 2 Jahren das volle Programm, nun Angst Rezidiv...“ geändert.
  • @Trixi


    Es tut mir leid, dass du nun wieder in der Angstphase leben musst. Es ist schrecklich, die Gedanken kreisne immer nur um das eine Thema und man kommt aus diesem tiefen Tal kaum heraus.

    als ich da saß, meldete ich mich hier an und so viele Frauen ahben mir Mut gemacht und mir damit auch ein Stück weit die Angst genommen.


    Hier kannst du deine Angst, Ohnmacht, Wut oder auch Freude rauslassen, denn fast alle sind ja diesen Weg so oder ähnlich gegangen.


    Ich hoffe, du fühlst dich hier wohl und gut aufgehoben. Alles Liebe für dich.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • Willkommen @Trixi hier in dem netten Forum.

    OH man, du hast ja schon einiges hinter Dir und nun bist Du wieder in der Warteschleife. Das tut mir sehr leid.

    Gut das du zu uns gefunden hast und die Warterei nicht alleine verbringen musst. Das Warten kann einen ganz schön mürbe machen. Versuch dich abzulenken, ich weiß es ist ein Standardspruch aber versuch es trotzdem. Nachts vielleicht ein Hörspiel hören, damit die Gedanken nicht zu laut werden. Denn Ruhe brauchst du auf jeden Fall.

    Weiterhin wünsche ich dir viel Kraft und Zuversicht. 🍀🍀🍀🍀✊✊✊✊

    LG

    Dax

  • Liebe @Trixi ,


    das tut mir sehr leid, was du da schon erlebt hast und es ist schon "verrückt", wenn man vorsorgen will und dann schon erkrankt ist!

    Du hast mein volles Mitgefühl und Verständnis!!!


    Ja, die Warterei ist echt Psychoterror, das verstehe ich! Versuche notfalls etwas pflanzliches zur Beruhigung und ggf. auch zur Not ein Schlafmitttel zu nehmen. So ein Ausnahmezustand erlaubt das! Es gibt auch Entspannungstees.

    Mir hilft es immer raus zu gehen und mich zu bewegen, ich bin dann immer ganz zappelig, laufe hier durch den Wald und den Berg hoch eine große Runde, dann geht es mir besser. Norfalls mehrfach am Tag.

    Ansonsten versuche es auch mit einer vertrauten Person zu telefonieren oder ähnliches, ein Entspannungsbad nehmen, schöne Musik zu hören etc.


    Ich verstehe, dass du dir jetzt überlegst, ob es ein Fehler war damals. Aber das würde ich nicht so sehen!! Wir können von den Ärzten nicht immer das bekommen, was wir gefühlt wollen und leider!!! können wir auch keine Garantie bekommen, kein Rezidiv oder Metas zu bekommen. Auch operieren die Ärzte nicht beliebig viele Lymphknoten weg, zumal der Lymphabfluss ja noch funktionieren muss, sonst kannst du da nachhaltig Schwellung und Beschwerden haben. Und auch das ist nicht spassig.

    D.h. die Ärzte haben nach vermutlich bestem Wissen und Leitlinien gehandelt. Es bringt dir nichts mehr, das jetzt als Fehler zu sehen. Versuche irgendwie optimistisch zu bleiben!

    Ich denke du hast das Richtige getan! Aber das Schicksal geht manchmal seinen eigenen Weg und läßt sich nicht "weg operieren".

    Tatsächlich reagieren meine Lymphknoten ständig auf alle Therapien mit Schwellung. Vielleicht ist es ja doch harmlos bei dir und es ist ja prima, dass du so schnell ein MRT bekommst!



    Bei mir wurden auf der operierten Seite viele Lymphknoten entfernt und alles bestrahlt. Nach 4, 5 Jahren habe ich plötzlich Lymphmetas auf der anderen!! Seite am Schlüsselbein und mediastinal bekommen. Das Lymphsystem ist komplex, wir können uns da nicht gänzlich operativ absichern, leider.

    Mein Gyn damals hat sich geweigert mir die Brust zu entfernen, obwohl ich das wollte. Er fand mich zu jung dafür und meine Mutation war noch nicht bekannt. Damit war ich erst auch nicht glücklich. Aber mit der Brust habe ich seither auch keine Probleme mehr, ebenso wenig wie mit der Axilla wo die befallenen Lymphknoten waren..


    Hast du denn BRCA oder eine andere Mutation??


    Ansonsten kann ich dir auch Psycho-onkologische Therapie empfehlen. Falls das Thema generell für dich bleibt und angstbesetzt ist.


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Lymphknoten gutartig vergrößert sind und du es irgendwie aushalten kannst bis Donnerstag!

    Ansonsten kannst du hier auch immer schreiben und deinen Kummer los werden!


    Ganz liebe Grüße und eine Trostumarmung:hug:

  • Liebe Aenneken und liebe Dax , danke für Eure Antwort. Aber Ablenken fällt mir gerade total schwer.


    Ich habe gerade ziemlich viel gegoogelt, da ist von Leukämie, Lymphom, Brust, Hautkrebs usw. die Rede, wenn man geschwollene Lymphknoten in der Achsel betrachtet. Als Krankenschwester weiß ich, das bildgebende Diagnostik nur bei Verdacht gemacht wird.


    Und ich weiß durch meinen Beruf auch, das diverse maligne Krankheitsbilder Lymphknotenschwellungen in der Achsel verursachen,

    es kommt ja auch dazu, das die Lymphknoten rund sind ( normal wäre oval bei einer Infektion) und der eine auch nicht so dunkel wie eine Zyste aussieht.


    Das einzig Gute ist, das der grössere knapp 1cm und der Kleinere unter 1 cm haben soll ( laut US) und beide nicht tastbar sind, aber das sagt ja nichts aus....zumindest nicht die Grösse alleine. Das die Lymphknoten runde Form haben beunruhigt mich am Meisten, da der Andere, den ich entfernen lassen wollte, eine ovale Form hat und der wird als unspezifisch eingestuft. Und da die Ärztin zur Schwester sagte, sie möchte das ich den nächsten freien Termin bekomme für das MRT denke ich, das es wohl dringend ist.


    Liebe Debo30 , Beruhigungstablette habe ich bereits probiert, aber sie wirkt nicht. Ja es ist gut, das ich so schnell ein MRT bekomme.

    Später nach meiner Mastektomie hat sich dann zum Glück rausgestellt, das ich KEINE Mutation habe, meine Mutti auch nicht, aber auf Grund der fam. Häufung wird bei uns in 2 Jahren der Test wiederholt.


    Danke für Deine lieben Worte, ich habe gerade das Gefühl wie im freien Fall....

    Ich hoffe so sehr, das die Antihormontherapie wirkt...und es nichts schlimmes ist, aber die Angst ist stärker, weil noch nicht 2 Jahre rum sind, weil die Knoten rundlich sind und weil sie so schnell auftauchten, im Januar war da nichts zu sehen...

  • Hallo liebe Foris,

    ich war heute nochmal bei meiner Gyn. und habe mir vorsorglich eine Überweisung ins Brustzentrum geholt. Habe den Befund von der Sonographie gelesen. Scheinbar sind auf beiden Seiten axilliär suspekte Lymphknoten gefunden worden, aber der Bereich der Mastektomie-Narben scheint unauffällig zu sein. Meine Gyn. meint, das MRT muss man nun abwarten, ich sitze wie auf Kohlen und stehe 1000 Ängste aus.

    Hatte das hier schon mal jemand, das beide Seiten Lymphknoten auffällig waren, aber die Thoraxwand unauffällig?

  • Liebe @Trixi

    ....es tut mir leid, dass du gerade soviel Unsicherheit und Ängste durchstehen musst.

    Ich kann deine Fragen nicht beantworten, aber vielleicht bekommst du noch hilfreiche Antworten.

    Ich drücke dir meine Daumen, dass es nichts blödes mehr gibt, die Ergebnisse für dich positiv ausfallen werden ✊✊✊✊

    Wünsche dir, dass du diese Zeit relativ gut und schnell hinter dich bringst und viel Kraft.

    Liebe Grüße

    18-09-Sonnenschein

  • Liebe 18-09-Sonnenschein ,

    danke fürs Daumen drücken...ich hatte gerade einen Herrn vom Krebsinformationsdienst in der Leitung. Naja Empathie sieht etwas anders aus. Er bat mich den Befund vorzulesen und seine Antwort war folgt:

    Ich soll zu dem MRT Termin gehen und nicht soviel Angst haben. Schliesslich hätte ich ja trotz Frühstadium alle Radikal -OPs gut überstanden.

    Der Mensch und der Körper wären ja nicht einheitlich und Lymphknoten auch nicht, die schwellen an und wieder ab. Und im US gibts verschiedene Graustufen, nicht alle suspekten Befunde sind Krebs, die Ärzte wären ja auf meiner Seite mit gründlicher Bildgebung.


    Und er meinte noch, ob ich das nicht komisch finden würde, das beide Seiten gleichzeitig betroffen sind...Er meinte, Krebszellen könnten sich nicht absprechen oder miteinander telefonieren, das sie zeitgleich auftauchen....Das nenne ich ne suspekte Aussage...naja man sollte wohl nicht gerade in der Mittagspause dort anrufen....

  • ....och nee, tut mir leid, dass du einen nicht wurklich empathischen Menschen am Telefon hattest.

    Ich habe nach Monaten gestern wieder mal mit dem KID telefoniert - und auch diesmal war der Mensch, sehr nett und aufmerksam.

    ....ich kann dir ja nichts hilfreiches schreiben:|

    Klar, in einem Punkt könnte es ja stimmen was er meinte, das die blöden Krebszellen sich quasi nicht "absprechen" können....aber da habe ich ja keine Ahnung von.

    Wenn du uns von deinen Untersuchungen berichtest, die hoffentlich für dich gut sind, freuen wir uns von dir zu lesen.

    LG 18-09-Sonnenschein

  • Hallo @Trixi ,


    auch von mir ein Herzliches Willkommen hier 😊


    Schlimm, dass deine Lymphknoten suspekt sind, aber gut, dass deine Ärztin so schnell reagiert hat!!

    Ich habe ein axilliäres Lymphknotenrezidiv, die befallenen Lymphknoten waren im US oval, tiefschwarz, zum Teil deutlich vergrößert erkennbar und meine Ärztin war sich sofort sicher, dass sie bösartig sind.


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es einen harmlosen Grund für deine suspekten Lymphknoten gibt 🍀✊🍀✊🍀


    Liebe Grüße, Annette

  • @Trixi wie ärgerlich dass du einen nicht so sympathischen Herren in der Leitung hattest. Vielleicht lag es wirklich daran dass er Mittagspause machen wollte. Da können einige Menschen zur Diva werden.

    Mach in Ruhe deine Untersuchungen und berichte uns wie es gelaufen ist. Meine Daumen hast du auf jeden Fall sicher.

  • hmm, so unterschiedlich ist das - ich finde die Aussage des Herrn eigentlich total gut. Beruhigend und auch einleuchtend mit dem "Absprechen" der Krebszellen


    Ich drücke feste die Daumen, dass du Entwarnung bekommst

  • Hallo liebe Foris,

    heute war ein sehr langer Tag für mich. Er begann 8 Uhr früh in der Endokrinologie, als meine Ärztin mir dort mitteilte, das sie mich zur OP-Sprechstunde einweist, ein Schilddrüsenlappen kommt vermutlich raus, wann ist noch unklar, das entscheiden die Chirurgen.


    Das Gute aber war, das der CEA Wert in Ordnung ist. Das hat mich vor den beiden MRTs doch schon erleichtert und ich bin etwas ruhiger dahin gefahren. Meine Endokrinologin meinte, das es gut ist, das wir im Vorfeld wissen, das meine Lymphknoten entzündlich sind. In dem Falle kommt KEINE laparaskopische OP in Frage , sondern eine konventionelle.


    18-09-Sonnenschein , Erna66 , Dax , Mamimagnolia , vielen Dank für Eure netten Beiträge.


    Ich war heute im MRT....gleich zweimal, zuerst Schädel und dann noch Mamma-MRT und Axilla. Auf dem Überweisungsschein stand "Thoraxwand-MRT und Axilla", weil ich ja beidseitige Mastektomie habe. Da ist Thoraxwand logischer. Aber die Ärzte haben trotzdem ein Mamma-MRT gemacht, sie werden schon Gründe haben und scheinbar trotzdem alles sehen. Das Gute war, ich brauchte nur einmal Kontrastmittel, weil die MRTs hintereinander stattfanden, ich musste nur das MRT wechseln, die haben 4 davon. Das Schädel MRT hat ein Arzt gemacht, das Mamma MRT eine Ärztin. Der Doktor hat mir eine DVD mitgegeben und kurz draufgeschaut, es ist wohl nichts extrem Schlimmes.Beim Mamma MRT haben sie erst nichts gesagt. Meine Hoffnung , das eine anschliessende Biopsie stattfindet, wurde aber nicht erfüllt. Daraufhin habe ich nachgefragt.

    Die Radiologin meinte, die Lymphknoten sind beidseits angeschwollen, in der Achsel macht sie keine Biopsie. Und sie geht von einer starken Entzündung aus...Ursache unbekannt....muss noch abgeklärt werden, allerdings nicht radiologisch, sondern via Blutwerte.

    Nun die Radiologin sagte so etwas ähnliches, wie der Mann vom KID Heidelberg, beidseitige Lymphknotenvergrösserung spricht für ein entzündliches Geschehen, eher nicht für Tumor. Genaues weiss man erst nach der Abklärung. Nur welcher Arzt ist zuständig? Ich habe weder einen Onkologen, noch einen behandelnden Internisten.Werde meine Gyn. fragen, wie es weitergeht, wenn ich den Befund habe.


    Sie meinte ,bei Leukämie wären die Lymphknoten noch stärker geschwollen, davon geht sie erstmal nicht aus, muss weiter untersucht werden.

    Morgen kann ich den Befund abholen und meine Ärztin kontaktieren.

    Von einer Axilla-Ausräumung hat mir die Radiologin abgeraten. Nun muss ich meine Gyn. fragen, wie es weiter geht...

    Blutwerte? Antibiotika? Entzündungshemmer wie Ibuprofen?

    Ich muss nun morgen sehen, wie es weiter geht...das beide Seiten betroffen sind, spricht wohl für reaktive Lymphknoten.

    Reaktion auf WAS? Die Frage bleibt offen, die konnte die Radiologin nicht beantworten...


    Meine Gyn. hatte mir die Überweisung ins Brustzentrum gleich mitgegeben. Ich weiss nicht, ob ich nochmal zu meiner Gyn. fahre, oder gleich ins Brustzentrum???????

    Was würdet Ihr denn machen? Im Brustzentrum sind sie immer ziemlich gestresst und während Corona werden Termine sogar via Telefon " erledigt" in dem das Brustzentrum die Frauen anruft. Die Radiologin meinte, die werden im Brustzentrum auch nix anderes sagen, als das ne Axilla-Ausräumung nicht gut ist und die Lymphknoten beidseits reaktiv angeschwollen sind.

    Andererseits muss ich eh da hin, Rezept für die Antihormontherapie holen....ich denke, ich schlafe eine Nacht drüber und entscheide morgen.


    Ich hab erstmal heute einen Coronatest gemacht, um das als Ursache für die Lymphknotenschwellung auszuschliessen. Der Test war negativ, das ist es also nicht.

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  • Hallo @Trixi ,


    das sind ja eigentlich gute Nachrichten!!


    Vielleicht ist jetzt erst Mal dein Hausarzt der richtige Ansprechpartner und kann alles weitere veranlassen?


    Meine Gyn hatte mir auch davon abgeraten die Achsellymphknoten entfernen zu lassen.


    Ich wünsche dir, dass schnell eine harmlose Ursache für deine entzündlichen Lymphknoten gefunden wird🍀🍀😀

  • ich drücke dir mal die Daumen, liebe @Trixi, dass deine weitere Behandlung erfolgreich sein wird und du sie gut hinter dich bringst.

    Ich kann dir da leider keinen Rat geben - dass die im BZ gestresst sind, scheint in vielen BZ so zu sein - unterschwellig habe ich diesen Eindruck auch in meinem BZ.

    LG Sonnenschein

  • Danke Erna66 ,

    das hoffe ich auch. Ja die Achsellymphknoten entfernen ist ein zweischneidiges Schwert in punkto Lymphödem. Aber es wäre auch eine Risikominimierung bezüglich Lymphknoten-Rezidiv. Da wägen die Ärzte ab, was warscheinlicher eintreten könnte.


    Ich stehe auf dem Standpunkt, was entfernt wurde, kann nicht mehr entarten. Klar ist ein Lymphödem auch nicht ohne Komplikationen, aber ungefährlicher als ein Lymphknoten-Rezidiv, denn ein Lymphödem kann nicht streuen.


    Ich hoffe auch, das eine harmlose Ursache gefunden wird. Ich hatte echt Angst, das mein Letrozol nicht mehr wirkt.

  • Liebe @Trixi,

    zunächst einmal mein tiefes Mitgefühl für Deine Erkrankung, für all das was bereits hinter dir liegt und die Unsicherheit, was aktuell entstehen könnte.


    Da du im medizinischen Umfeld tätig bist, möchte ich dir nur folgenden Punkt vor Augen führen:

    Die Streuung eines Krebses kann nicht nur lymphogen, sondern auch hämatogen erfolgen (z. B. Lebermetastasen).


    Wie schon von anderen geschrieben: du kannst nicht so weit operiert werden, dass es keinerlei potenzielle Herde mehr geben könnte.
    Es ist diese Unsicherheit, mit der wir alle leben müssen, insbesondere, wenn wir hormonabhängigen Krebs haben.


    Und ich kann auch nur bestätigen: eine weitgehende Ausräumung der Lymphknoten zieht sehr wohl Konsequenzen in deinem täglichen Alltag nach sich, die nicht zu unterschätzen sind.


    Ich drücke dir alle Daumen, dass die Lymphknotenschwellungen nicht im Zusammenhang mit einem Krebsrezidiv stehen!!

  • Liebe Schnutz , natürlich ist mir als Krankenschwester die Gefahr eines Lymphödems bewusst und ich sehe der Gefahr ins Auge. ABER ein Lymphödem ist behandelbar, und zwar besser, als ein Rezidiv. Und wenn Du wählen könntest zwischen des Risikos eines Lymphödems und der eines Lymphknotenrezidivs, was würdest Du in Kauf nehmen? Meine Familienmitglieder hatten alle Axilla Ausräumung und kommen gut klar damit, nur ich hatte keine, weil der Wächter nicht betroffen war. Ich bekam auch keine Bestrahlung, weil es bei Mastektomie im Frühstadium nicht vorgesehen ist. Hm, es ist immer ein zweischneidiges Schwert.Die moderne Medizin von heute setzt auf minimale Behandlung. Ich folgte dem Rat der Ärztin vom KID Heidelberg Maximaltherapie zu beantragen, weil man sonst nur das Minimum bekommt. Maximal hieß bei mir Mastektomie mit Knochenmarkpunktion, Untersuchung auf Schläferzellen ( zum Glück negativ) Chemo,und Totaloperation mit Eierstock und Eileiterentfernung, (Adnexektomie beidseits )später Hysterektomie, also Gebärmutterentfernung, aber nicht Axilla Ausräumung. Dafür bekomme ich Bisphosphonate, die hoffentlich gut wirken, man sagt ihnen ja eine Schutzwirkung nach. Medizinisch betrachtet sind Tumorzellen erst einmal zirkulierende Zellen im Blut, die sogenannten CTCs ,diese können sich zu Clustern zusammen schließen, einige können das Knochenmark erreichen und dort jahrelang schlafen, bevor sie aktiv werden und neue Tumore/ Herde bilden.Diese sind die sogenannten DTCs, die Metastasen bilden können.Gegen diese Zellen richten sich ja die Bisphosphonate, wenn sie gut wirken, hat man einen zusätzlichen Schutz ,zuerst für die Knochen, aber auch Leber, Lunge etc.Trotz allem wäre mir lieber, die Axilla frei zu haben. Laut MRT diese Woche sind meine Lymphknoten beidseitig reaktiv, die Radiologin empfiehlt Laboruntersuchungen zum Ausschluss viraler &bakterieller Infektionen, so wie Blutuntersuchung zum Ausschluss von Leukämie, ist ihrer Meinung aber nicht sehr wahrscheinlich, da die Lymphknoten nur minimal vergrößert sind und bei Leukämie oder Lymphom grösser wären. Aber ich lass es abklären.Kontroll Untersuchung empfiehlt die Radiologin in 6 Monaten, ich hoffe aber, das ich im Brustzentrum eher dran komme.

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