• Taima, ich versuche mit ihm darüber zu reden, da er ja auch der einzige ist, mit dem ich so Kontakt habe. Aber er sagt dann immer, er will nicht das ich darüber spreche es belastet ihn, dann hör ich natürlich auf. Wenn wir bei Freunden sind oder ich in der Nachbarschaft gefragt werde, wie es mir geht, antwortet er für mich, ihr geht es gut soweit, sie kommt klar damit, nur ich nicht.

  • Liebe MoOnLight , ich glaube, es ist nicht einfach, aus den gewohnten Mustern auszubrechen. Das ist jetzt vermutlich dran, wenn ich Deine Zeilen so lese.


    Es gehören ja immer zwei dazu. Einer, der für dich spricht und eine, die es zulässt. Sorry, wenn das zu direkt ist. Es ist wie ein Tanz zu zweit. Er führt und du lässt dich führen. Das ist beim Tanzen wunderbar, weil man sich um nichts kümmern muss, außer sich führen zu lassen (wenn er es denn kann)


    Eine Alternative: Jetzt tanzt du deinen eigenen Tanz. Und wenn er wieder über dich spricht, kannst du deine Meinung und Einschätzung dagegen stellen.


    Das braucht Übung und Zeit, ist machbar. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen.

  • Taima, ich versuche mit ihm darüber zu reden, da er ja auch der einzige ist, mit dem ich so Kontakt habe. Aber er sagt dann immer, er will nicht das ich darüber spreche es belastet ihn, dann hör ich natürlich auf. Wenn wir bei Freunden sind oder ich in der Nachbarschaft gefragt werde, wie es mir geht, antwortet er für mich, ihr geht es gut soweit, sie kommt klar damit, nur ich nicht.

    Liebe MoOnLight ,

    Ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe auch so ein Exemplar. Nur ist er nicht krank.

    Bei einer Aussage von ihm, dich mich in ein tiefes Loch getrieben hat, hab ich beschlossen, das ich das nicht brauchen kann.

    Ich bin ins Gästezimmer und es herrscht Funkstille. Es ist schwierig doch ich kann mich jetzt auf mich besinnen. Er hat sich sehr schnell damit arrangiert und ist ständig unterwegs. Wie es endet weiß ich nicht.

    Vielleicht braucht ihr auch ein bisschen Abstand um euch auf euch zu besinnen.

  • Feline , ich bin mir inzwischen fast sicher, das wir den Abstand brauchen, allerdings ist da das Problem, das er ihn nicht will, mich ziehmlich unter Druck setzt und noch ein 8 Jähriger Sohn dazwischen steht. Meine Eltern hatten sich damals wo ich etwa im selben Alter war auch getrennt und ich möchte nicht, das es ihm wie mir geht.

  • MoOnLight ,

    Ja, mit einem 8 jährigen ist es natürlich sehr schwer auf Abstand zu gehen, Kinder haben Antennen dafür, dass etwas nicht stimmt.

    Andererseits merkt er auch, dass es dir nicht gut geht mit der Situation.

    Meine sind zum Glück erwachsen und verstehen es, obwohl sie natürlich auch darunter leiden.

    Hast du schon mal über eine Mutter-Kind-Kur nachgedacht? Da könntest du dich wunderbar sammeln.

    Ich wünsche dir, dass ihr eine Lösung findet, mit der alle gut leben können.

  • Feline , ja hab schon über so eine Kur nach gedacht, aber da spielt mein Mann nicht mit. Bin ja ab nächster Woche im Krankenhaus, da werde ich dann das Gespräch mit meiner Psychoonkologin suchen.

  • MoOnLight

    Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass sie dir helfen kann und ihr einen guten Weg findet. Du brauchst deine Kraft jetzt für dich und dein Kind.

  • Feline , ja hab schon über so eine Kur nach gedacht, aber da spielt mein Mann nicht mit. Bin ja ab nächster Woche im Krankenhaus, da werde ich dann das Gespräch mit meiner Psychoonkologin suchen.

    Wie? Er spielt da nicht mit?

    Ich finde das wirklich auch gefährlich, wenn Du in Deiner Situation Dir immer Gedanken um sein Wohlbefinden machen musst.

    Kann er sich gar nicht ein bisschen zurücknehmen? Auch Eures Kindes zuliebe.

  • Feline , ja hab schon über so eine Kur nach gedacht, aber da spielt mein Mann nicht mit.

    Kannst du euren Sohn nicht mitnehmen? Dann hat dein Mann nichts zu spielen….

    Ich finde es mega egoistisch von deinem Mann!

    Ich bin gerade zur AHB und mein Mann ist mit beiden Kindern 7&10 zu Hause.

    Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen :)

  • Gitta2010 und Lexa67 , mein Mann ist psychisch sehr labil, ich habe jetzt schon das Problem, da ich nicht mehr so wie früher für ihn da sein kann, das er sich selbst verletzt, wenn ich jetzt mit meinem Sohn auf Kur gehe, könnte es sein, das er sich mehr als nur ritzt. Das möchte ich nicht riskieren.

  • Frisch Getrennt :-(

    Guten Abend ihr Lieben!


    Ich weiss, dass das kein besonders spannendes Thema ist, aber ich weiss gerade einfach nicht wohin mit mir… :-(

    Ich war 4 Jahre mit meiner Partnerin zusammen, habe und wurde geliebt wie nie zuvor in meinem

    Leben! ( Und ich war bereits zuvor einmal verpartnert )

    Wir haben eine anstrengende Zeit hinter uns, Radiochemo 2020, Metastasen 2021. Nun ist soweit alles „gut“, das letzte PET CT war am Mittwoch und das Ergebnis bleibt abzuwarten.

    Vor einer Woche dann der grosse Schock,

    auch wenn sich eine Krise im Sommer anbahnte. Von jetzt auf gleich trennte sich meine Partnerin und seitdem versuche ich irgendwie den Kopf über Wasser zu halten. Ich komme einfach nicht damit zurecht, nachdem wir soviel durchgestanden haben. Aber genau das ist das Problem, es wurde ihr alles zuviel, ich war nicht stark genug und dabei sind die Gefühle verloren gegangen. Ich leide mehr denn je in meinem Leben, ich würde sofort die Therapie gegen den jetzigen Zustand eintauschen! Sie war mein Leben, meine Liebe, mein Alles…!

    Einmal editiert, zuletzt von Alecto () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Liebe Zuckerrausch,


    es tut mir sehr leid für dich, dass du gerade solchen Herzschmerz ertragen musst!


    Ja, die Krankheit verlangt uns und den Menschen, die mit uns sind, alles ab. Manche scheitern an der Situation- und das kann vielfältige Gründe haben.


    Denke bitte nicht, dass du "schuld" bist, weil du "nicht stark genug" ( wofür nicht stark genug? du hast eine sehr fordernde Therapie durchlaufen... dein Leben, dein Alltag, deine Psyche wurden komplett auf links gekrempelt..)warst.

    Es geht bei Krebs schlichtweg ums Überleben. Alles andere muss da zurückstehen. Die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen anderer Menschen / Freunde/ Partner/Kinder....müssen die zweite Geige spielen.

    Alles ändert sich. Wir Betroffenen sind dann nicht mehr in erster Linie für andere "da".. kümmern uns um andere und ihre Befindlichkeiten.. sondern wir MÜSSEN uns um unser Überleben kümmern. Wir haben keine Wahl.


    Wenn Partner dann gehen, sind sie oft überfordert..sind es nicht gewohnt, die starke Schulter zu sein... haben Angst vor einer möglichen schlechten Prognose... Haben keine Lust, ihr Leben zu ändern.. zurückzustecken...eigene WÜnsche und Lebensträume hintanzustellen.. oder gar zu begraben..


    Jedes Wort klingt jetzt hohl, ich weiss. Aber du kannst nur eines tun: dich um deine Zukunft und dein Leben zu kümmern.


    Ich drücke dich mal sanft, wenn gewünscht.


    Liebe Grüße

    MoKo

  • Liebe Zuckerrausch,


    wenn Du Dich hier wegen Deiner Erkrankung austauschen möchtest, bist Du herzlich willkommen. Bei anderen Problemen wende Dich bitte an die entsprechenden, thematisch passenden Foren. Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir zur Unterstützung ein Paket mit Kraft, Mut und Zuversicht.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe MoKo,


    danke für Deine lieben Worte… Mein Kopf weiss in etwa, dass Du recht hast, ich hatte meinen eigenen Kampf zu kämpfen. Ich kann nur ahnen, was es auch meiner Partnerin abverlangt hat, den Alltag und alles neben ihrem Job zu stemmen. Die Kinder, die dauernden „Krankenfahrten“ zu Ärzten, all das lastete auf ihr. Und dazwischen ich, die immer unzufriedener wurde, sich nicht mehr schön und geliebt fühlte. Das klingt nach Herzschmerz, den jeder hatte und das ist es wohl auch. Aber es war mein Glück nach jahrelangem Kampf mit meiner Exfrau, nach Kämpfen vor Gericht ums Kind.. Und nun nach dem grössten Kampf habe ich sie verloren! Das ist so unfair und ich kann es immer noch nicht fassen…. Ich kann nicht aufhören, mir Selbstvorwürfe zu machen. Nun stehe ich hier allein mit meinen Sohn (14), in der Pampa, nicht mobil und muss mein Leben neu sortieren…

  • Liebe Alice,


    es tut mir leid, wenn das - auch im Zusammenhang mit meiner Erkrankung - nicht hierher gehört… Ich wollte keinem zu Nahe treten! Ich habe nichts passendes gefunden und bin einfach total hilflos gerade in meiner Situation. Ich dachte, dass es vielleicht anderen ähnlich geht. Tut mir leid.

  • @Zuckerrausch Indirekt schon. Der geliebte Mensch, von dem man Verständnis und Unterstützung erwartete.


    Eine Trennung stärkt weniger der Rücken. Wünsch dir viel Kraft und die Unterstützung, die du brauchst.

  • Liebe Sylvie,


    danke auch Dir für Deine Worte… Ich weiss, dass es nicht der Krebs selbst ist, es ist vielmehr das, was es mit mir gemacht hat.. Ich wurde dadurch zur „Patientin“, ich war nicht mehr wie vorher. Sie sagte, ich hätte irgendwann mehr tun können, sie hat sich mit Allem allein gefühlt. Und heute denke ich, vielleicht hat sie sogar Recht. Die Therapie ist im Juni 2021 beendet gewesen, ich hing immernoch monatelang auf der Couch.. Die Lungen OP und OP an der Schulter ( Metastasen ) vor 2 Monaten waren gut überstanden, es geht soweit. Aber da war es schon zu spät.

    Mich quält der Gedanke einfach, dass ich es nicht habe kommen sehen, obwohl wir im Sommer schon auf der Kippe standen. Ich dachte, wir wären über den Berg gewesen. Sie hat seitdem bis zuletzt nichts gesagt zu ihren Gefühlen, ich fühle mich so leer einfach. Habe ich den Krebs überstanden um nun das zu ertragen? Ich dachte immer, wer, wenn nicht WIR! :(