Kim(Mama von vier) - Kind von Mama von vier - ich heiße Kim

  • Hallo Kim(Mama von vier) , herzlich willkommen bei uns. Deine Mutter ist so eine Bereicherung! Ihr seid eine tolle Familie und ich bin froh, dass ich sie durch ihre Posts kennenlernen durfte. Danke auch dir, dass du hier bist.

  • Alecto

    Hat den Titel des Themas von „Kind von Mama von vier - ich heiße Kim“ zu „Kim(Mama von vier) - Kind von Mama von vier - ich heiße Kim“ geändert.
  • Hallo Kim(Mama von vier)

    wie schön, dass du dich hier angemeldet hast. Wir alle bewundern deine Mama sehr und sind sehr glücklich wieviel Stärke und Kraft sie uns mit Ihrem Thread gibt. Ebenso der schöne Zusammenhalt und Umgang in euerer Familie - einfach wundervoll. Vielen Dank dafür.<3


    LG Sunny

    Mach heute so wunderbar, dass gestern neidisch wird.<3

  • Hallo Kim(Mama von vier),


    vielleicht ist hier auch ein guter Ort für dein Bitte uns näher kennen zu lernen zulerne

    Ich mache hier mal frecherweise den Anfang.


    Ich bin selbst betroffen mit Brustkrebs und auch Angehörige. Meine Mutter ist im September an Lungenkrebs verstorben. Hinzukommt das kurz nach meiner Diagnose im letzten Jahr mein Bruder verstorben ist.



    Kirsten

  • Ihr Lieben ❤

    Ich bin 28 und Mama von 2 Kindern


    Bin ehrenamtlich beim Tierschutz und leite ein Eltern Kind Treffen :)


    Meine Mam Mama von vier wie die meisten wissen ist im Endstadium.

    Ich würde mich freuen von euch zu hören wer noch Angehöriger ist.


    Vlt kann man sich gegenseitig weiterhin mut machen und sich so helfen :)



    Herzliche Grüße

    Kim

    2 Mal editiert, zuletzt von Charlottaa () aus folgendem Grund: Beitrag in den V Thread verschoben.

  • Kim(Mama von vier)

    Ende 2012 erkrankte Mein Vater am Darmkrebs. Wahrscheinlich hatte er es schon früher gehabt aber Ende 2012 wurde es erst festgestellt. Im November 2013 starb mein Vater dann. Ich weiß, dass er drei verschiedene Chemos damals bekommen hatte. Aber leider half es nicht. Und nun bin ich seit September 2020 selbst an Brustkrebs erkrankt. Daher kenne ich beide Seiten.

    LG

    Dax

  • Hallo Kim,


    ich bin zwar mittlerweile selbst Betroffene und habe Brustkrebs, befand mich in der Chemotherapie, deren zweiter Zyklus nicht angeschlagen hat und werde nun in 1,5 Wochen operiert, danach kommt noch Bestrahlung und evtl. Tablettenchemo. Ich bin 50, haben einen wunderbaren Ehemann, dem ich meine tolle Stieftocher zu verdanken habe, die uns letztes Jahr zu Großeltern gemacht hat. Ein Highlight in diesem ganzen Wahnsinn, der momentan mein Leben bestimmt.


    Aber ich war auch Angehörige, meine beiden Eltern sind an Krebs gestorben, mein Vater bereits 1994 mit nur 48 Jahren an Darmkrebs. Leider kamen wir etwas zu spät und konnten uns nicht mehr verabschieden. Meine Mutter ist vor 5 Jahren gestorben nach einem langen widerlichen Kampf gegen den Krebs, der bei ihr drei mal ausgebrochen ist. Cup-Syndrom, Krebs ohne Primärtumor, beim letzten Mal wog sie nur noch etwas über 40 kg und hat entschieden nichts mehr zu machen. Der Arzt prognostizierte ca. ein halbes Jahr. Das wird sich jetzt egoistisch anhören und natürlich empfinde ich es rückblickend auch so, aber in der Situation steckend... naja. Wir wollten für sie da sein, sind durch die lange Zeit der Krankheit plus Arbeit, keine Wochenenden (Mutti wohnte 100 km entfernt), extrem fertig gewesen und wollten gewappnet sein für das was da kommt und haben in Übereinstimmung mit ihr relativ direkt nach dem Arztgespräch wo sie mitgeteilt hat daß sie nichts mehr machen wird Urlaub gemacht. Auf den Malediven (irgendwie schäme ich mich immer das zu sagen). Naja, wir waren einen Tag dort, als ihre Freundin anrief, daß sie nicht erreichbar wäre. Ich will nicht so weit ausholen, es waren immer liebe Leute um sie rum, die Tochter der Freundin ist Palliativschwester, sie haben ein Bett organisiert (Mutti wollte nicht ins Krankenhaus) und haben Rundumbetreuung organisiert.


    Wir saßen dort fest, das Ganze ging Donnerstags los. Es ist nicht so einfach, da mal eben wegzukommen. Montag konnten wir endlich fliegen, kamen in Frankfurt an, wollten uns sofort ins Auto setzen, zu ihr fahren. Da rief mein Schwiegervater an... zu spät.


    Weißt Du, Kim, mit dieser Erfahrung im Nacken ist es so unendlich wertvoll, was Ihr da gerade erlebt. Daß es überhaupt passiert, darüber ist es müßig nachzudenken, es ist so unendlich traurig. Aber Ihr bekommt sehr viel geschenkt im Moment, Ihr werdet da immer - auch wenn es kein Happy End (sorry für den saloppen Ausdruck) geben wird - mit einem guten Gefühl dran zurückdenken, da bin ich mir sehr sehr sicher. Zu spät zu kommen ist eine Last, die man niemals wieder los wird.. und ich hab das gleich zwei mal erlebt.


    Ich kann mir gut vorstellen, daß dies jetzt auch sehr belastend ist, ich hab ja auch nur eine grobe Vorstellung wie es momentan bei Euch ist. Unabhängig davon, auch wenn man weiß, daß ein geliebter Mensch sterben wird, man - wie man so schön sagt - vorbereitet sein wird, so bereitet einen doch wirklich gar nichts auf diesen einen Moment vor.


    Ich kann Euch einfach nur den Rat geben, genießt diese Zeit und laßt sie gehen wenn es so weit ist. Bianca ist unglaublich tapfer fast schon heroisch, bewundernswert, einmalig, sie gibt so unglaublich viel. Aber - Ihr seid es auch. Mit diesem Wissen zu leben, miteinander zu leben, verlangt den Angehörigen auch sehr sehr viel ab und ich kann mir vorstellen, daß es Momente gibt die unerträglich sind. Aber ich hoffe, daß die positiven Momente überwiegen und wünsche Euch allen viel Kraft für die kommende Zeit :hug:

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Liebe Kim(Mama von vier) , ich bin Betroffene und Angehörige zugleich. Meine Mutter ist kurz vor meiner Brustkrebs-Diagnose an Speiseröhren-Krebs erkrankt. Sie hat die Chemotherapie abgebrochen und während der gesamten Bestrahlungszeit, also fast 7 Wochen im Krankenhaus gelegen. Danach war sie sehr schwach. Ich kann sie immer nur kurz besuchen und am schwersten ist für mich, nicht so für sie da sein zu können, wie ich gerne möchte. Ihr Krebs ist auch chronisch, hält aber zur Zeit die Füße still. Ich hoffe, dass sie bei einer Reha noch einmal etwas zu Kräften kommt und sie noch ein paar Jahre bleiben darf. Für mich ist aber auch klar, dass ich ihre Entscheidung akzeptiere, wenn sie einen Progress haben und weitere Therapien ablehnen sollte. Sie hat ihr ganzes Leben lang Rücksicht auf andere genommen und sich dabei extrem zurück gestellt, da soll sie wenigstens selbst und frei entscheiden dürfen, wie und wo sie stirbt und dabei keine Schmerzen oder Angst haben müssen.


    Meine Mutter wird dieses Jahr 80, ein Alter also, wo Kinder mit dem Tod ihrer Eltern rechnen müssen, auch ohne Krebs. (Trotzdem weiß ich, dass ich sehr, sehr lange traurig sein werde, wenn der Tag kommt.) Bei euch ist es anders. So ungerecht. Das macht es noch außergewöhnlicher, wie ihr die Tatsache annehmt, dass in absehbarer Zeit Biancas Stuhl leer bleiben wird, wenn kein Wunder geschieht. Ich glaube an Wunder und hoffe, dass eines geschieht und deiner Mama noch viele Jahre auf dieser Welt bleiben. In jedem Fall habt ihr die Liebe und die Kraft, den Weg gemeinsam zu gehen, den Bianca gewählt hat.

    Ich wünsche euch jeden Morgen etwas, worauf ihr euch freuen und jeden Abend etwas, wofür ihr dankbar sein könnt. :hug:

    "Vertrauensselig — ein schönes Wort, Vertrauen macht selig, den, der es hat, und den, der es einflößt." Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ich hoffe, es geht Dir und Mann und Kindern gut, Kim(Mama von vier) , denn wenn ich richtig gelesen habe, bist Du ja inzwischen wieder zurück zuhause bei Dir. Die ganze Situation ist sicher nicht einfach für Dich, auch wenn Deine Mutter bewundernswert klar und eindeutig ist in ihrer Entscheidung. Es ist und bleibt schwer, hart und sehr traurig, die eigene Mutter früh im Leben (bist ja noch recht jung) zu verlieren.

    Weiß nicht, ob Du in all den Posts das Lied "Into the West" aus "Herr der Ringe" gefunden hast, der Text passt so gut, wenn es eines Tages so weit sein sollte... Das Lied höre ich gerade in Dauerschleife, es ist einfach wunderschön.

    Wünsche Dir viel Kraft, viel Zuversicht, und schicke Dir eine vorsichtige Umarmung, wenn in Deinem Sinne.

    Viele Grüße und alles Gute, halte-t die Ohren steif, gistela

    Am schönsten ist es für mich zwischen den Wurzeln meines "Wunderbaums", mit Blick in die Krone.

    Auch der Baum ist nicht mehr ganz gesund, so passen wir gut zusammen.

  • Hallo gistela

    Deine Nachricht tut so gut.

    Wir sind wieder daheim und wir (mein Mann und ich) waren unendlich traurig.

    Dieser evtl. Abschied... das schmerzt mehr als alles andere aktuell. Es ist anstrengend für die Seele und das finde ich mit am schlimmsten.

    Das Lied kenne ich nicht. Höre es mir aber jetzt mal an :)


    Ich umarme dich ganz herzlich zurück und danke dir für deine so lieben Worte.



    Danke ❤️

  • Nichts zu danken, Kim(Mama von vier)

    Ich kann mir etwas vorstellen, wie schwer es für die Seele sein muss, den Abschied vor Augen zu haben.

    Ein kleiner Trost ist sicherlich, dass Deine Mutter ihren Weg selber gewählt hat und mit diesem Weg in Frieden ist, auch wenn sie sicherlich auch mit ihrem Schicksal viel weinen musste und muss.

    Es ist eine fiese, miese, hinterhältige, böse Krankheit, die es nicht geben sollte. Aber es gibt sie nun mal in der Welt.

    Nochmals viel Kraft für Dich, für Euch, für die kommende Zeit, und Frieden, Dich mit allem auszusöhnen,

    gistela

    Am schönsten ist es für mich zwischen den Wurzeln meines "Wunderbaums", mit Blick in die Krone.

    Auch der Baum ist nicht mehr ganz gesund, so passen wir gut zusammen.

  • Hallo Kim(Mama von vier) , ich bin in Gedanken täglich bei Deiner Mama, und bei Dir und Deinen Geschwistern. Ich weiß auch wie das ist, meine Mutti ist nach langer Krankheit im Februar 2013 von uns gegangen, mein Vati ist ihr im Dezember 2018 gefolgt. Ich war da natürlich schon viel älter als Du, aber das macht es nicht leichter.

    Inzwischen erinnere ich mich ganz oft an viele schöne Momente mit meinen Eltern, und halte auch öfters stille Zwiesprache mit ihnen. Der Schmerz verblasst, die Dankbarkeit und Liebe bleibt.


    Into the West ist eins meiner Lieblingslieder, von Annie Lennox gesungen, die lange Version mit dem Text. Ich finde es sehr tröstlich. Und, wie gistela schrieb, wunderschön. Ich hatte den Text mal gepostet, das wurde von den Mods wegen Urheberrechten gelöscht, aber man kann ihn googeln.

  • Liebe Kim(Mama von vier)

    ich kenne auch beide Seiten, gerade selbst Krebs und beide Elternteile innerhalb 3 Jahren daran verloren. Ich kann mir gut vorstellen wie schrecklich die Vorstellung für dich/euch sein muss nicht zu wissen ob es der letzte Abschied war. Ich wünsche mir für dich noch viele Abschiede und Wiedersehen mit deiner tollen Mom. Ganz viel Kraft für dich und eine Umärmelung. :hug:

    LG Sunny

    Mach heute so wunderbar, dass gestern neidisch wird.<3

  • hallo liebe Kim(Mama von vier) ich denke so oft an deine mama , und frage mich wie es wohl geht 😰 ich hoffe es geht .... das sie keine schlimme schmerzen hat , und noch kann geniessen .

    Drück bitte deine mama lieb von mir

  • Kim(Mama von vier): Ja, das ist auch sowas. Man hat ja seinen Alltag, man würde sich am liebsten komplett ausklinken. Und meine Mutter war nur 100 km entfernt, bei Euch ist das ja nochmal eine ganz andere Hausnummer. Es bringt einem ein wenig Distanz dazu, was evtl. teilweise gut ist, es einem aber auch noch unwirklicher vorkommen läßt als es ohnehin ist.


    Ihr habt einen guten Draht zueinander und so wie mir scheint steht Bianca ja mit beiden Beinen fest im Leben mit all seiner unbarmherzlichen Realität. Natürlich könnt Ihr auch auf Distanz für sie da sein, aber es ist nicht einfach. Umso besser ist es daß Ihr so offen seid in dem Thema, so daß Ihr im entscheidenden Moment sicher für sie da sein könnt. Ich denke an Euch und hoffe für Euch, daß dieser Moment noch eine ganze Weile auf sich warten läßt.


    Ich drück Dich :hug:

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab