Clyde - Hallo

  • Ihr Lieben,


    Ich lese seit ein paar Wochen schon mit und heute stelle ich mich Mal vor.

    Ich bin 52, verheiratet,keine Kinder, berufstätig. Bei einer Routine Mammo würde bei mir eine "Auffälligkeit" entdeckt, die sich als bösartigen Karzinom herausstellte. Es gibt keine Streuung, der Tumor ist um die 1 cm groß und sollte nächste Woche brusterhaltend operiert werden. Der Termin wurde aus Gründen der aktuellen Corona Lage um zwei Wochen verschoben.

    An sich bin ich froh, dass zwischen Entdeckung und Diagnose samt OP Termin nur 6 Wochen vergangen sind, aber jetzt warte ich.... und meine Psyche mag nicht.


    Dazu aber dann ein eigener Thread.


    Ich freu mich, hier zu sein und mich auszutauschen.


    Alles Liebe,

    Claudia

  • Hallo FrauW,


    herzlich willkommen im Forum der FSH.

    Blöd, dass Dein OP Termin um 2 Wochen verschoben werden muss.

    Versuche Dich bis dahin, mit Dingen die Dir gut tun, ein wenig abzulenken.

    Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du die Warterei einigermaßen aushalten kannst.

    Hab hier einen guten Austausch.

  • Liebe Clyde (Claudia)


    herzlich willkommen im Forum, tut mir leid, dass es Dich auch getroffen hat.

    Das Warten ist die schwierigste Phase, wenn erst die Behandlungen beginnen, wird es besser.

    Das jetzt die OP verschoben werden musste, ist natürlich Mist, dadurch wird Deine Geduld noch mehr strapaziert.

    Die Nerven liegen blank, so ist es uns allen ergangen und wir verstehen Deine Lage sehr gut.

    Mein Mistkerl war auch 1cm groß, auch in der Vorsorgemammographie Anfang November 20 gefunden.

    Mich haben die Mädels hier aufgefangen, wünsche Dir einen guten Austausch.

    Alles Gute 🤗🍀✊

  • Das Warten auf die OP macht mich wahnsinnig


    Ihr Lieben,


    Meine OP (BK) würde aufgrund der Corona Lage verschoben. Eigentlich habe ich Glück, meine Diagnose steht seit 4 Wochen, der erste OPTermin war letzte Woche angesetzt. Und dann verschoben auf nächste Woche. Bei mir läuft das Kopfkino, hoffentlich wird nicht wieder verschoben.

    Ich bin seit 5 Wochen krank geschrieben und ich weiß nichts mit mir anzufangen. Immer nur Stricken, lesen,Fernsehen, Garten - das klingt alles idyllisch, aber das beschäftigt mich nicht bzw lenkt es nicht ab.

    Zudem läuft der Film, was in der Arbeit los ist.Ich habe einen sehr verständnisvollen Chef, der mir gesagt hat, ich soll mir alle Zeit nehmen, die ich brauch. Und dennoch - auch hier kommen Zweifel auf - sagt er das so oder meint er es ernst? Was passiert wenn ich wieder da bin und wann bin ich da.


    Mein Tumor ist 1cm groß, 15% Wachstumsfaktor, es passiert während der Wartezeit nicht viel und wie gesagt, wenn ich so sehe, wie es Euch zum Teil geht, dann sind meine Probleme Luxus. Dennoch, es macht mich fertig. Ende der Woche habe ich einen Termin beim Psychologen und der soll mir helfen, eine Gesprächstherapie zu finden. Aber jetzt, heute, häng ich komplett in den Seilen. Ich sollte die Zeit nutzen, zu mir zu kommen, mich auf mich zu konzentrieren, mich nicht runter ziehen lassen. Aber ich weiß nicht, wie und was.


    Geht der einen oder anderen vielleicht ähnlich? Durch Corona kann man sich ja auch nicht ablenken, als shoppen oder Mal Freunde in einem Cafe treffen.

    Wie komm ich denn wieder aus diesem Loch heraus.

    Ich glaube, die Frage kann nur ich mir beantworten. Aber ich musste mich echt Mal ausk****. Vielleicht habt ihr Tipps oder ähnliche Erfahrungen und wir tauchen uns einfach Mal so aus


    Sonnige Grüße - zumindest im Garten. Mein Kopf ist leer.


    Clyde

  • Liebe Clyde, es tut mir sehr leid, dass du so eine elende Warterei hast.


    Und ja, „warten“ müssen und mussten wir alle lernen. Es hilft alles nichts. Manches dauert: Therapieentscheidungen, biosioergebnisse, Warten auf OP. Großer Mist.


    Es ist also nicht schlecht, wenn man sich eine Strategie bastelt. Und selbst, wenn man die hat, es gibt einfach Tage, da fällt es furchtbar schwer, Strategie hin oder her. Da hilft dann nur „aushalten und ertragen“. Und sich in diesen Tagen zu belohnen. Bei meinen „Aushaltetagen gibt’s dann was besonders leckeres zu essen. Oder ich Kauf mir ein schönes Buch oder...


    Meine Strategie mit der Warterei ist, mich abzulenken. Ich beschäftige mich mit kochen, einkaufen auf dem Markt, malen, lesen, mit dem Hund gehen, ausmisten. Und versuche dabei immer, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerade mache. Vielleicht findest du auch was ähnliches.


    Es melden sich bestimmt noch andere, die ihre Strategien mit dir teilen.


    Erstmal eine fette :hug:

  • Clyde: Es ist so typisch, dass man immer denkt, daß wenn jemand was zu einem sagt (Dein Chef in diesem Fall) man hin und her überlegt, meint er das so, oder vielleicht nicht oder was weiß ich. Nimm es doch einfach so wie er es sagt und fertig. Das sollte man echt mal lernen (bin ja selbst so), aber warum denkt man immer es ist nicht so gemeint?


    Die Warterei auf diverses haben wir alle, meine OP wurde auch verschoben, zwar nur um fünf Tage, aber naja. Und ich weiß nicht mal warum. Aber nun hab ich sie schon hinter mir, morgen gibt es eine Woche. Ich finde, trotz das man momentan mehr Zeit hat als jemals zuvor, die Zeit dennoch rast. Mir wird gar nicht langweilig irgendwie, obwohl es Tage gibt an denen ich gefühlt nichts mache.


    Wenn Du sagst, Du kannst Dich nicht ablenken, weil du keine Freunde im Cafe treffen kannst, dann kannst Du dich mit diesen Freunden ja dennoch treffen, im Park mit Kaffee auf ner Bank oder was auch immer. Also wenn man will gibt es da schon Möglichkeiten und man muß sich nicht zuhause einsperren.


    Ich meine Du hast ja wenigstens einen Garten, wir haben nicht mal einen Balkon. Aber, so einen Durchhänger haben wir ja alle mal und das ist auch legitim. Gerade wenn man von 100 auf 0 arbeitsmäßig auf einmal runtergefahren wird. Ich hab auch 35 Jahre ohne nennenswerte Krankheiten ohne Pause gearbeitet, während der Chemo habe ich noch tageweise gearbeitet, seit ein paar Wochen bin ich nun komplett krankgeschrieben. Ja, das fehlt mir auch sehr, dieses "gebraucht" werden, aber auf der anderen Seite ist es halt jetzt so und irgendwann ist das ja auch wieder rum. Ich bin einfach momentan froh, für jede Etappe die ich im Kampf gegen den Mist bewältige und versuche, den Tag irgendwie zu genießen. Bisschen was zu tun gibt es ja immer, wenn ich große Lust habe probier ich neue Rezepte aus.


    Ich hab es bisher geschafft, tagsüber nicht mal den Fernseher anzumachen ;-)


    Du schaffst das schon, mit der OP ist das Thema ja sicher noch nicht durch bei Dir. Also stell Dich da auf längere Ruhezeiten ein, vielleicht mußt Du erst herausfinden, was Dir wirklich gut tut.

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Sie herzlich hier willkommen. Der Grund sich hier einzufinden ist aber immer kein Guter.


    Die Warterei..............ja, ich kann das auch nicht gut. Dann grübelt man andauernd und da kommt auch nichts Gutes bei rum. Oder Fragen sind offen.


    Aber du kannst nur "Schritt für Schritt" gehen. Die brusterhaltende OP ist nicht so schlimm. Ich wurde Montag morgens fast 5 Stunden operiert ( die gesunde Seite musste angeglichen werden) und als ich aufwachte, hatte ich nur in den Beinen Schmerzen ( vielleicht stand jemand angelehnt davor?). Nur am ersten Tag brauchte ich Schmerzmittel. Alle anderen Tage bekam ich welche hingestellt, brauchte sie aber nicht. Die Drainagen an beiden Seiten waren gewöhnungsbedürftig, aber mehr nicht.


    Sich etwas gönnen, das kann man manchmal ablenken.


    Ich wünsche dir alles Liebe Clyde

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • hallo Clyde ich grüsse dich ganz ❤lich , wie geht es dir heute ? Weisst du schon wan die OP statfindet ? Oder hattest du sie schon ? Weiter wünsche ich dich ein guter therapieplan mit wenig bis gar keine NW 😃

    LG Anneke