Njessie38 - Hallo

  • Hallo, ich bin neu hier.

    Ich bin 38 Jahre alt und habe vor 11 Wochen eine wundervolle Tochter bekommen. Bei der Abschluss Untersuchung im Wochenbett hat meine Gynäkologin einen Tumor in der rechten Brust ertastet - nachgeschaut hat sie vor allem weil ich erwähnt hatte, dass die rechte Brust beim Stillen viel weniger Milch produziert als die linke.

    Daraufhin hat sie ein Ultraschall gemacht und mich in die Senologie überwiesen. Dort lautete die Diagnose erst Verdacht auf Milchstau. Nach 3 Wochen erfolgte die Kontrolle: der "Milchstau" war immer noch unverändert, so dass eine Biopsie gemacht wurde. Letzten Mittwoch habe ich dann die Diagnose Brustkrebs bekommen. Hat mir ziemlich den Boden unter den Füßen weggerissen, aber ich schaue immer meine kleine Tochter an und weiß wofür es sich zu kämpfen lohnt.

    Im Staging konnten zum Glück bisher keine Fernmetastasen gefunden werden. Jetzt soll ich erstmal 3 Monate Tamoxifen nehmen, dann folgt die OP (vermutlich brusterhaltend, aber da bin ich mir noch nicht sicher).

    Ich kann es oft einfach noch nicht glauben und hoffe dass ich irgendwann aus einem schlechten Traum aufwache.

  • Liebe Njessie38

    Herzlich willkommen in unserem Forum. Du solltest dich in deinen jungen Jahren nicht mit Krebs, sondern ausschliesslich mit deiner kleinen Tochter beschäftigen müssen.

    Doch denke ich, dass die Kleine dir ganz viel Kraft gibt. Du weisst sicher schon, dass Brustkrebs heutzutage gut behandelbar und heilbar ist. Darum hab Mut und Zuversicht.

    LG, Moni13

  • Njessie38


    Willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass echt traurig ist.


    Ich möchte dir zunächst aber zu deiner Tochter Tochter gratulieren. Es ist so wunderbar so einen kleinen Erdenbürger aufwachsen zu sehen und ihm den Start mit viel Hilfe geben zu können.


    Wenn keine Lymphknoten befallen sind, ist es doch eine recht gute Ausgangsposition. Die Angst ist sicher da und zieht einem den boden unter den Füßen weg.

    Wie lautet deine tumorbiographie? Hast du die Daten schon?


    Ich wünsche dir alles liebe, du schaffst das. Obwohl das nicht so einfach sein wird.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • Liebe Njessie38 ,


    ein liebes Willkommen in diesem Forum. Hier sind ganz viele herzliche Menschen, die viel Mut und Kraft zusprechen. Ich habe auch eine Tochter (wenn auch nicht mehr ganz so klein wie Deine Prinzessin) und kann Deine Ängste gut verstehen, aber ich weiß, dass genau das Dir ganz viel Stärke geben wird. Fühl Dich ganz lieb umarmt! Du schaffst das! :hug:


    Liebe Grüße

    Katja

  • Moni13 Danke für deine lieben Worte.


    Aenneken Klinisch sind die Lymphknoten wohl erstmal nicht befallen, aber genaueres weiß man natürlich erst nach der Operartion.

    Er ist 2cm groß, G1 bis G2, Progesteron und Östrogen positiv und Her2 negativ.

  • Liebe Njessie38 !

    Oh man, in der Regel stellt man sich ja viele Szenarien vor, wie die ersten Tage mit dem Familienzuwachs sein werden, aber so etwas hat wohl niemand auf dem Schirm.

    Es übersteigt meine Vorstellungskraft, was da alles auf dich einprasselt.

    Natürlich ist dein Baby auch ein riesiger Ansporn und eine Kraftquelle, trotzdem ist in der Regel auch jedes Kind ein Energiefresser, dazu deine Hormonlage und die erste Zeit als frisch gebackene Eltern, wo jeder so seine Rolle und seinen Platz neu finden muss, geht auch oftmals nicht ohne die eine oder andere Turbulenz von statten.

    Ich komme relativ frisch aus der Reha und ich war sehr betroffen, wie viele wirklich junge Mütter mit sehr jungen Kindern vor Ort waren. Teilweise haben die Mamas in der Schwangerschaft von dem Tumor erfahren.

    Und es waren viele Kinder da. Auch viele zwischen 1 und 3. Teilweise waren zusätzlich die Papas mit dabei.

    Es scheint also machbar zu sein.

    Und ich hoffe das schenkt dir etwas Mut.

    Ich wünsche dir viel Kraft, dass du trotz allem die erste Zeit als Mama auch etwas genießen kannst und kein schlechtes Gewissen hast, weil die Umstände dich dazu zwingen, dein Kind sicherlich hier und da mal weniger selbst versorgen zu können, als es eigentlich geplant war.

    Ich kenne mich ganz gut aus mit der Entwicklung im ersten Lebensjahr und ich kann dir versichern, dass es dem Kind und eurer Bindung nicht schaden wird, wenn es

    nicht ausschließlich oder überwiegend von dir versorgt wird.

    Babys sind echt robuster als wir glauben und sie wird ja trotzdem deine Liebe sehr genau spüren.

    Ich habe einer Mutter, die in einer ähnlichen Situation geschrieben, dass es in vielen Ländern folgende Lebensweisheit gibt: Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen.

    Ich finde das ist viel wahres dran. Ganz herzliche Grüße und ein gutes Ankommen hier🍀

  • Hallo Njessie38,


    herzlich willkommen im Forum der FSH.

    Herzlichen Glückwunsch zur Deiner Tochter.

    Eigentlich solltest Du jetzt in vollen Zügen das Heranwachsen Deiner kleinen Tochter genießen können und dann musst Du Dich mit diesem Mist auseinandersetzen.:cursing:

    Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und Zuversicht auf Deinem Weg durch die Therapie und das Du dieses Thema ganz schnell "abhaken" kannst.

    Hab hier im Forum einen guten Austausch.

  • hallo Njessie38

    zuerst gratuliere ich dich mit die Geburd von deine kleine prinsessin 🍼🍼 , dieses kleine wesen bringt dir bestimt viel freude 😃

    Weiter wunsche ich dir eine erfolgreiche therapie mit möglichst wenig bis gar keine NW , das der bl.... untermieter deinen körper schnell wieder verlässt und NIE mehr bei dich wiederkomt 😇😄🍀🍀🍀

    LG Anneke

  • Danke für eure lieben Worte. Sie bedeuten mir sehr viel und machen mir Mut!


    SaDe In welcher Reha Klinik war das denn wo die kleinen Kinder und z.T. auch die Väter mit dabei waren? Ohne die kleine würde ich nämlich auf gar keinen Fall in eine Reha gehen. Aber ich möchte auch eher nicht mit ihr alleine dahin, damit sie nicht so lange von ihrem Vater getrennt ist.

    Ich fand schon die Zeit nach der Szinti schlimm weil ich dann 48h keinen Kontakt zu ihr haben sollte.

    Nach einer BET muss man hoffentlich nur 1-3 Tage stationär bleiben, oder? In der aktuellen Zeit darf mein Mann mich bestimmt nicht mit ihr im Krankenhaus besuchen.

  • Liebe Njessie38 ,
    willkommen hier im Forum - auch wenn der Anlass ein echt blöder ist. :(

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Tochter! ^^<3
    (Ich hoffe, ich komme auch igendwann in diese Situation... aber man wird sehen.)

    Dass Du den Schock jetzt erstmal verdauen musst, ist klar.
    Aber: Das Mistding wurde im Frühstadium entdeckt, es scheint nicht allzu aggressiv - und bietet diverse therapeutische Angriffsmöglichkeiten!

    Heul Dich hier aus und stelle alle Deine Fragen...:hug:
    Es wird eine harte Zeit, aber das schaffst Du!

  • Liebe Njessie38


    fühl dich ganz lieb willkommen in dem besten Forum ever! Du hast ab jetzt ein virtuelles Team, das dich stützt, tröstet, aufbaut, deine Fragen beantwortet und zu so gut wie jeder Uhrzeit für dich da ist! Mich trifft man hier meist gegen 4.00 Uhr.

    Du wirst sehen: hier sind ganz tolle Mädels und es herrscht großes Schwarmwissen, von dem du profitieren wirst!

    Fühl dich umarmt!

  • Liebe Njessie38 💛-lichen Glückwunsch zur Geburt deiner kleiner Tochter. Was für Schock -Freud und Leid- so nah beieinander. Deine kleine Tochter wird drin Motivator sein im Kampf gegen das blöde Schalentier. Hier im Forum können und dürfen wir jammern, meckern und schimpfen. Aber auch lachen und albern sein. Hier wirst manch tollen Tip erhalten und mit guten Wünschen und Ratschlägen versorgt. Fühle dich gut aufgehoben und aufgefangen hier im besten Forum ever👍

    Ich wünsche dir einen guten Therapieverlauf.

    Genieße das Mama sein trotzdem und bleibe zuversichtlich ❤

  • Njessie38
    Nachtrag zu Deiner Frage:

    Genau, bei der BET ist es i.a. mit wenigen Tagen Krankenhausaufenthalt getan.
    Viel hängt dabei von der Wundheilung ab, und wie lange die Drainage benötigt wird.

    Mit Corona sind die Besuche natürlich schwierig und je nach Krankenhaus in unterschiedlichem Umfang möglich.
    Ich habe mir nie die bürokatische Mühe gemacht, jemanden mit aufs Zimmer zu nehmen oder dort zu besuchen.

    Nach der OP ist man aber sehr schnell wieder mobil, so dass man problemlos mit den Besuchern im Krankenhaus'park' spazieren gehen und / oder sich auf eine Bank setzen kann.


    (Hier findest Du auch viele Erfahrungen zum Thema: Brusterhaltende Operation )

  • Hallo Njessie38,


    Herzlichen Glückwunsch zu deiner kleinen Tochter.


    Nach der BET kann man eigentlich recht schnell nach Hause. Ich wurde Donnerstags operiert und bin Samstags nach Hause gegangen. Allerdings musste ich schon am Tag vor der OP rein, da noch Untersuchungen gemacht und der Wächterlymphknoten markiert wurde.


    Bis zu deiner OP ist es ja noch etwas hin. Bis dahin hat sich die Corona-Situation hoffentlich weiter entspannt und dein Mann darf bei dir im KH ein und aus gehen.


    Die Tumorbiologie, die du geschrieben hast, hört sich erstmal soo schlecht nicht an, auch wenn ein Tumor mit 2cm wohl schon eine ganze Zeit lang in deiner Brust gewachsen ist. Hast du in deinen Befunden auch irgendwo den KI67-Wert?

    LG, Angi ;)


    Man muss die Schuld auch mal bei anderen suchen.

  • Danke an alle für eure aufmunternden Worte, das gibt mir jetzt schon Kraft.


    Lunaiko der KI67-Wert ist nur 5%. Ich glaube auch dass ich den Tumor wirklich schon "lange" habe. Ich kannte diese Struktur in meiner Brust, dachte aber immer dass es normales Brustgewebe ist und auch bei der Gyn wurde nie etwas beanstandet. Ich bete einfach dass nichts in den Lymphknoten ist, auch wenn er schon so lange (wie lange auch immer) dort ist :/

    Und sie wollen nicht in der stillenden Brust operieren, deshalb soll ich erst 3 Monate Tamoxifen nehmen. Ich hoffe dass er auf die Therapie anspricht und nicht nachher darunter noch weiter wächst.

  • Hallo Njessie38,


    Auch von mir ein liebes willkommen in diesem wunderbaren Forum und herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter.

    Als kleinen Mutmacher von mir, meiner hatte auch einen ki von 5. Meine Ärzte gehen davon aus, dass er schon min. 5, wahrscheinlich aber 10 Jahre gewachsen ist. Bei mir war kein Lymphknoten befallen.

    Ich war nach meiner 1.BET OP auch am 4.Tag wieder raus.

    Ganz viel Kraft und Zuversicht


    Mama Tembo

  • Danke an alle für eure aufmunternden Worte, das gibt mir jetzt schon Kraft.


    Lunaiko der KI67-Wert ist nur 5%. Ich glaube auch dass ich den Tumor wirklich schon "lange" habe. Ich kannte diese Struktur in meiner Brust, dachte aber immer dass es normales Brustgewebe ist und auch bei der Gyn wurde nie etwas beanstandet. Ich bete einfach dass nichts in den Lymphknoten ist, auch wenn er schon so lange (wie lange auch immer) dort ist :/

    Und sie wollen nicht in der stillenden Brust operieren, deshalb soll ich erst 3 Monate Tamoxifen nehmen. Ich hoffe dass er auf die Therapie anspricht und nicht nachher darunter noch weiter wächst.

    Mit einem KI67 von 5% ist dein Tumor sehr langsam unterwegs. Der wird sicher nicht plötzlich eine Turbo auspacken.


    Ich meine, dass man in den letzten Jahren auch bei hormonsensitiven Tumoren neoadjuvant behandelt, damit man die Wirkung der AHT auf den Tumor beurteilen kann. Das ist also gar nicht mal ungewöhnlich. Durch das Tamoxifen wird dem Tumor die Nahrungsgrundlage entzogen und Bösartige Zellen sterben ab.

    LG, Angi ;)


    Man muss die Schuld auch mal bei anderen suchen.

  • Mama Tembo Das hört sich sehr gut an. Wie groß war deiner wenn ich fragen darf? Du hast geschrieben nach deiner 1. BET, hattest du später ein Rezidiv?


    Lunaiko Es ist glaube ich vor allem so eine "Kopfsache". Ich hätte natürlich am liebsten sofort die OP, lieber gestern als heute. Aber ich muss den Ärzten dort einfach vertrauen. Aber es beruhigt mich auch zu lesen dass man bei hormonsensitiven Tumoren jetzt öfter neoadjuvant AHT macht, ich kannte das bisher nämlich noch nicht und dachte es sei eher nur ein Versuch es mal so zu machen.

  • Hallo Njessie38,


    ich hatte einen lobulären Tumor, der bildet keinen festen Knoten und ist bildgebend schwer zu sehen. Da kann es manchmal passieren, daß bei der ersten OP zu knapp geschnitten oder nicht alles erwischt wird. Darum bin ich nach ein paar Tagen ein zweites Mal operiert worden. Da bin ich Montag zu OP rein und Mittwoch wieder raus.

  • Hallo Njessie38,


    ich wurde wie Mama Tembo auch 2x operiert, weil ich auch einen lobulären Tumor hatte.

    Ich war immer Donnerstag Früh in der Klinik, dann OP, am Samstag war ich beide Male wieder daheim und wie die anderen geschrieben haben, auch wieder ziemlich schnell fit. Ist halt ne Vollnarkosen, die macht schon etwas schlapp, und die Brust schmerzt. War aber alles echt halb so schlimm. Am blödesten sind die Drainagen, die man nach der OP hat. Werden aber gezogen, bevor man heim darf.


    Alles Gute für dich

    Liebe Grüße

    Christine