Chemotherapie hat nicht gewirkt

  • Hallo, ich bin auf der Suche nach einer Leidensgenossin, die mit Chemotherapie ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich. Anfang Februar wurde bei mirein Mammakarzinom Östrogenrezeptor positiv(12), Diff.grad G3, Her2neu neg. etwa pflaumengroß diagnostiziert. Ich bin 61 J. alt, 165cm groß und wog 58 kg. Meine Brust ist sehr klein, so dass der Tumor im Verhältnis groß ist und durch Chemotherapie zuerst verkleinert werden sollte. ich habe von Anfang März bis Ende Mai 4 Chemotherapien mit Taxotere, Endoxan und Adriamycin erhalten. Die Nebenwirkungen waren gewaltig und ich habe in der Zeit 7kg Gewicht verloren. Aber ich habe alles still ertragen, weil ich ganz fest daran geglaubt habe, dass die Chemo mit Sicherheit auf den Tumor wirken würde. Dann kam der Schock beim Ultraschall, der Tumor hatte sich nicht verkleinert. Ein MRT brachte dann Gewissheit, er war sogar in den drei Monaten noch gewachsen. Die Chemotherapie hatte nicht die geringste Wirkung gehabt. Jetzt bekomme ich eine andere Chemo (Carboplatin und Gemzar), die laut Arztauskunft 100%ig wirken soll. Ich bekam nach der 1. Chemo hohes Fieber, das aber unter Antibiotikum nach 36 Stunden wieder weg war. Allerdings sind meine Blutwerte regelrecht abgestürzt, so dass ich eine Blut- und eine Thrombozyten-Transfusion benötigte, um die Chemo überhaupt weiter machen zu können. In 2 Tagen werde ich die 2. Chemo wagen, denn noch habe ich die Hoffnung, dass es diesmal klappt. Meine Nerven liegen natürlich blank und ich habe Angst, dass ich bis zur völligen Erschöpfung Chemotherapien über mich ergehen lassen muss, während der Tumor weiterwächst und meinen Körper mit Krebszellen überschwämmt. Hat vielleicht jemand von euch ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und eine erfolgreiche Therapie inzwischen hinter sich? Ich würde mich freuen über einen mutmachenden Erfahrungsbericht.
    Herzlichst Musica

  • Hallo Musica, erstmal möchte ich dich hier im Forum willkommen heißen, auch wenn der Anlass nicht schön ist. Aber hier bist du nie allein und es gibt hier viele offene Ohren für Trost und Aufmunterung aber auch oft mit hilfreichen Tipps. Also hier bist du schon richtig. Erfahrungen mit einer nicht wirkenden Chemo habe ich nicht. Ich bekam auch oder bekomme immer noch Chemo, denn mein Tumor soll auch verkleinert werden und es funktioniert auch. Ich bekam aber auch ein anderes Medikament,nennt sich EC Chemo. Eigentlich sind es zwei Medikamente.Namen kann ich mir immer nicht merken. Zur Zeit bekomme ich noch Taxol, insgesamt 12 mal. Das ist ganz gut verträglich. Hat man bei dir denn gar keine Zwischenuntersuchung gemacht, ob sich da was tut?! Bei mir werden regelmäßig Kontrollen gemacht. Da solltest du auch drauf bestehen. Eventuell wird dann die Therapie abgebrochen und eine neue angewand,damit nicht unnötig Zeit vergeht. Bin natürlich kein Arzt, aber ist doch eigentlich üblich es so zu handhaben denke ich. Hast du auch schon mal an eine Zweitmeinung gedacht?
    Lass den Mut nicht sinken. Ich wünsche dir ganz doll, dass es diesmal was bringt und ganz viel Kraft das durchzustehen. Du schaffst das, wir alle schaffen das. Ganz liebe Grüße von Lexi

  • Hallo Musica!


    Herzlich Willkommen im Forum.


    Was du erlebt hast, kenne ich zur genüge.Ich bekam auch sofort hohes Fieber und sogar eine Wundrose. Die Blutwerte waren katastrophal.
    ich wurde mit Antibiotika behandelt. Bei der zweiten Chemo wieder, noch schlimmer, bekam eine Bluttransfusion und wieder Behandlung im Krankenhaus.
    Nach der dritten Chemo wieder das Gleich. Der Chefarzt wollte die Chemo absetzen, aber durch die dauerhafte Gabe von Antibiotika
    bekammen wir die Sachen in Griff und ich konnte die Chemo zu Ende bringen.
    Allerdings hatte ich zuvor 3 OP`s brusterhaltend.


    Ob man so schnell eine Wirkung auf den Tumor bekommt, stelle ich in frage, bin allerdings kein Arzt,
    habe aber viele Gespräche mit anderen Krebskranken, auch solchen, wo der Tumor nicht operativ entfernt werden konnte.
    Vielleicht wäre es gut, doch mal eine Zweitmeindung einzuholen, wenn möglich.


    ich weiß, wie Du Dich jetzt fühlst. Aber nicht den Kopf hängen lassen.


    Einen ganz lieben Drücker sendet Dir


    Reigenlilie

  • Liebe Musica,


    zunächst begrüße ich Dich recht herzlich hier bei uns im Forum.


    Deine Geschichte berührt mich sehr. Denn ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es ist zu sehen, dass man vieles ertragen hat und die Chemo doch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat.


    Du hast - verständlicherweise - ganz viele Fragen, die Du in Deiner Vorstellung schon formuliert hast. Hast Du die auch schon einmal Deinen Ärzten gestellt und hast Du bei ihnen einmal nachgefragt, wie man die Nebenwirkungen für Dich ggf. erträglicher machen kann? Denn normalerweise gibt es gut wirksame Medikamente dagegen - und auch Alternativen, falls eines mal nicht wirken sollte. Ich möchte Dich einfach ermutigen, hier ein bisschen hartnäckig zu sein, denn meist finden die Docs dann irgendwelche Möglichkeiten bzw. Alternativen :) .


    Andererseits könntest Du auch - da schließe ich mich Reigenlilie an - evtl. eine Zweitmeinung (am besten in einem zertifizierten Brustzentrum, davon müsste es bei Euch in der Gegend eine ganze Reihe geben) einholen, um Dir sicherer zu sein, was Deine Behandlung angeht, oder Du wendest Dich an die kostenlose Informationshotline des Krebsinformationsdienstes, wo man auf einem wissenschaftlich ganz aktuellen Stand ist und wo Dir kompetente Medizinerinnen und Mediziner Auskunft zu Deinen Fragen geben können oder ggf. mit Dir zusammen einen Fragenkatalog für Deine Ärzte erarbeiten. Wie Du den Krebsinformationsdienst erreichen kannst, findest Du hier: http://www.krebsinformationsdienst.de/wirueberuns.php


    Und dann hast Du ja bei uns die Möglichkeit, Dich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen. Vielen von uns hier hilft das sehr. Denn wir haben ja selbst die Erfahrung gemacht, dass der Weg durch die Therapien oft nicht einfach ist, dass manches auch nicht so "funktionniert", wie wir und die Ärzte uns das wünschen - aber Du kannst hier auch lesen, dass - trotz allem - die Chemos zu schaffen sind und dass es eine Zeit "nach Therapieende" gibt :) .


    Fühle Dich wohl und verstanden bei uns. Wir unterstützen Dich gerne, wenn Du das möchtest!


    Viele herzliche Grüssles



    Saphira

  • Liebe Musica,
    herzliche willkommen in dieser forum. Das gefühl was du beschreibst, kenne ich zu gut. Vor ca. 10 tagen hatte ich wieder Ultraschall als vorbereitung für die Op die am 22.07. stattfindet. Nach 6 monate chemo (4x EC und 12x Taxol) ist der befund genauso gross wie vor 3 monate. Das gefühl dass alles umsonst war hat so von mir besitz genommen. Aber einige frauen, hier in dieser forum, haben mich wieder hoffnung gemacht und jetzt warte ich einfach auf die OP und lasse es auf mich zu kommen. Es sind schwere momente aber ich glaube jede von uns hat es in irgendeiner form schon mitgemacht. Ich wünsche dir viel kraft und dass du die hoffnung nie verlierst.
    Schönes WE und LG
    Mimi

  • Hallo ihr Lieben, nach langer Pause schreibe ich mal wieder. Wollte euch ein bisschen über meine Erfahrungen erzählen.


    Ich habe nun meine Chemotherapie (4xEC und 12xTaxol/ Carboplatin) und meine Brust erhaltene OP hinter mir.


    Die Chemotherapie war, wie ihr sicherlich aus eigener Erfahrung wisst, nicht einfach. Nachdem EC nicht den gewünschten Erfolg der Verkleinerung hatte, sondern nur den Herrn K am wachsen gehindert hat, hat man mir zu Taxol zusätzlich Carboplatin gegeben. Ich habe da anfangs sehr drunter gelitten, weil die Nebenwirkungen nicht ohne waren. Herr K wuchs dann auch nicht weiter, wurde wenige Millimeter kleiner und im inneren veränderte er ein wenig seine Struktur.


    Vor neun Tagen hatte ich meine OP. Danach erfuhr ich, dass die Brust erhaltende OP grenzwertig durchgeführt werden konnte, da der Herr K sich weiter in der Tiefe versteckt hatte, als man auf den Bildern von Ultraschall und Mammografie sehen konnte. Es wurden dazu acht Lymphknoten herausgenommen, wovon drei befallen waren.


    Als ich aus dem Krankenhaus letzte Woche entlassen wurde, war ich total glücklich und froh, dass es nun endlich geschafft ist. Doch zwei Tage später hatte ich das abschließende Arztgespräch, da ja der histologische Befund noch besprochen werden musste. Die Ärztin teilte mir mit, dass das Gewebe, welches sie als Sicherabstand mit entnommen haben, frei von Krebszellen sei. Ich wollte mich schon freuen, als sie mir sagte, dass bei mir ein hohes Risiko für ein Rezidiv besteht aufgrund der Wachstumsrate (Ki-67 90%) und weil die Chemotherapie nicht gewirkt hat so wie sie es sich erhofft hatten.


    Da viel bei mir alles zusammen. Wieso hat die Chemotherapie nicht gewirkt? Er wurde doch am Wachstum gehindert. Wieso habe ich dann ein halbes Jahr mit einer Chemotherapie zugebracht, die jetzt anscheinend nicht gewirkt hat. Ich versteh das nicht. Seitdem komme ich gar nicht mehr hoch aus diesem tiefen Loch, dass ich bald sterben werde und eigentlich alles umsonst war.


    Noch dazu habe ich gestern meine Unterlagen sortiert und bei dem endgültigen Arztbrief steht bei den Laborwerten, dass ich einen wieder ansteigenden Tumormarker hatte einen Tag vor der OP. Die Aussage der Ärztin und dieser steigende Tumormarker machen mich wahnsinnig.


    Ich weiß nicht, was ich machen soll...

  • Wie gut kann ich Dich verstehen . Dass Du natürlich jetzt erstmal seelisch fix und fertig bist , ist nur all zu gut nachvollziehbar. Ich bin Ende 2015 an BK wieder erkrankt u nd da die Rezeptoren jetzt negativ waren, bekomme ich jetzt auch wieder Chemo . Allerdings konnte die Rezeptorbestimmung nicht so exakt dirchgeführt werden weil der Lymphknoten nekrotisch war und sie somit zu wenig Material zur Verfügung dafür hatten . Die Chemo hat zuerst ganz gut gewirkt und jetzt seit 3 Monaten stagniert alles . Es wirkt nicht so wie wir uns das erhofft haben , also nicht optimal. Das ist ja das doofe dass man das nicht berechnen kann wie die Chemo bei einem wirken wird, da ja jeder Körper doch individuell ist .
    Und man kann das nicht so austesten wie bei den Antibiotika . Da wird ja auch getestet, welches Antibiotikum bei den verschiedenen Erregern am besten wirksam ist , und dann wird damit behandelt , mit 100%-gem Erfolg . Leider geht das so bei den Chemomedikamenten nicht , schade - das würde ich mir auch wünschen . Zum einen ist das mit sehr hohen Kosten verbunden , zum anderen sind die Wirkungen am Gewebe das entnommen ist und Gewebe im menschlichem Körper sehr unterschiedlich . Ich war zuerst auch nervlich total fertig , aber nun bin ich zu der Erkenntnis gekommen dass ein Stillstand auch noch was positives ist . Nun ist bei mir vor ein paar Tagen ein neuer Lymphknoten aus der re.Leiste entnommen worden zur histologischen Untersuchung . Auf die Ergebnisse und Beschlüsse der Tumorkonferenz warte ich noch .


    Vielleicht kannst Du nochmal mit der Ärztin darüber sprechen . Schreib Dir alles auf was Du ansprechen möchtest , was Dir unklar ist und sprich das alles bei der Ärztin an .
    Eine weitere Möglichkeit ist, sich eine zweite Meinung einzuholen , entweder in einem anderem Brustzentrum oder beim Krebsinformationsdienst
    www.krebsinformationsdienst.de 0800. 4203040 . Du kannst dort anrufen und Dich befragen was die für eine zweite Meinung benötigen.
    Ich habe mir auch eine Zweitmeinung in E geholt , habe auch offen mit meinen Ärzten darüber gesprochen . Nun bin ich da auch unter Mitbetreuung und wenn sich bei mir was Neues ereignet stelle ich mich auch dort vor .
    Also , gib nicht auf. Deine Ärzte wissen noch wie sie das noch weiterbehandeln und wie weiter zu verfahren ist. Ich denke dass sie Deinen Fall nochmal in der Tumorkonferenz vorstellen , sonst frag danach .
    Liebe Grüße und noch eine Umarmung :hug: sendet Dir ,
    alesigmai52

  • Hallo alesigmai52, lieben Dank für deine Antwort.


    Ich wollte am kommenden Montag noch einmal im Brustzentrum anrufen und habe auch einen Termin bei meiner Frauenärztin.


    Wieso haben sie bei mir die Chemotherapie nicht doch noch einmal verändert, wenn es jetzt heißt, nach eindem halben Jahr, sie habe nicht gewirkt. Ich versteh das nicht. Ist das stoppen nicht auch schon eine Wirkung?


    Sind nur deine Lymphknoten auffällig oder noch andere Sachen?


    Lg.

  • Liebe Libelle,
    also erstmal glückwunsch zu diesem hervorragendem ergebniss.....
    Also zu einem wurde deine krebs angegriffen,hat also nicht die chance bekommen sich weiter zu entfalten zum anderen ist das gewebe drumherum frei,.
    Gut die tumormaker sind sone sache für sich,denn auch die können durch etliche faktore ansteigen,rauchen,medikamente sie sind also eher nicht wirklich aussagekräftigt,wie hoch waren sie???Ich hab nach der bestrahlung auch die tumormaker erhöht gehabt,allerdings vier monate später waren sie wieder unten....Allerdings finde ich halt diese aussagen der ärzte immer gaanz toll,das ist wie hypnose,sie hat dir jetzt schonmal mit ihrer ansage zwecks des rezidiv genau das in dein unterbesusstsein gepflanzt.....
    Mein doc sagte damals auch,na sie sind krebsfrei aber sieht nicht ROSIG aus für sie...Oh man bin ich geplatzt innerlich,hab dann zu ihm frech gesagt,wissen se was herr doktor,sollte ich nochmal was bekommen sehen wir uns eben wieder und dann machen wir das ganze prompt nochmal.....Dem is alles aus dem gesicht gefallen...Ich mag das nicht wenn ärzte solche prognosen in den raum stellen....
    Zumal,bei mir is alles noch rosa.....
    Du wirst lernen müssen deinem körper zu vertrauen und dich über dinge zu freuen,du hast das meiste geschafft.....Mit ärzten muss man wirklich mal drauf acht geben, ich war letztens beim doc wegwn stetiger übelkeit, er schickte mich zur magenspiegelung mit den worten,bei ihnen müssen wir ja besonders aufpassen,denn die hatten ja KREBS......Nein ehrlich, ja hatte ich muss aber nicht bei jedem zwicken und zwacken daran erinnert werden......Ich erwarte von einem arzt das er mich positiv stimmt,und das kann er solange bis er wirklich weiss das nichts mehr für mich zu machen wäre...
    Liebe libelle,bitte freu dich über das ergebniss,denn es ist toll....
    Auch wenn es nicht das ist was du erwartet hast,aber es war ein erfolg.....
    Du kannst auch mit dem patologen sprechen der deinen befund auswertet,das hab ich auch gemacht und er konnte mir zu den krebs aktivitäten viel mehr sagen als mein operateur...Die kannst du auch ausfragen ohne ende......
    So, eigendlich wollte ich nur sagen das ich mich soooooooo freue das ich was von dir hörte hier.....
    Glaub mir,alles kann gut werden,mit hilfe deiner freunde,deiner familie und einem therpeuten kann alles nur bergauf gehen.....
    Ich drücke dich mal feste.....
    Bis dahin
    Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Hallo liebe Toscha, schön von dir zu lesen.


    Meine Tumormarker Ca 15-3 war einen Tag vor der OP 48. Vielleicht kommt das auch daher, weil die Chemotherapie ja drei Wochen her war. So könnte ich mir das zumindest etwas erkläre. Hab halt nur Angst, weil die Ärztin von einem hohen Risiko des Dezidivs redete, dass sich jetzt eigentlich schon wieder Krebszellen irgendwo sammeln. Sie betonte auch noch, dass sich Krebszellen ja auch bei mir im Blut befinden und somit auch ein Risiko besteht, dass sie sich wieder irgendwo ansiedeln.


    Ich habe mir die ganze Freude und Energie durch diese Sätze nehmen lassen. Ich konnte nicht da entgegen wirken, was mich natürlich ärgert, aber ich hab so schlechte Gedanken seit dem...


    Der Pathologe sagt, null Reaktion auf die Chemotherapie.


    Lg

  • Also, der tumormaker ist nicht sehr hoch,ich denke der nächste geht runter......
    Meiner lag auch bei der zahl....Danach war er bei 4....
    Vielleicht schau dir den befund nochmals an,da steht ja auch wie aktiv die krebszellen noch waren,also bei mir stand das drin...Lass dich nicht zu arg verunsichern...
    Hake immer wieder nach,manchmal ist alles anders als man es im ersten moment vermutet...
    Zu den krebszellen im blut,soviel ich weiss haben wir alle diese,oder irre ich mich da jetzt...??????
    Bin am montag auch nochmal in meinem brustzentrum zur ultraschall untersuchung der brust,meine frau doktor kann das nabengewebe nicht erklären und möchte das abgeklärt wissen,denn von wegen abtasten,seid der bestrahlung würde ich stetig denken ich hab was, so knubbelig is das ding.....Ich bleib ruhig,aufregen kann ich mich wieder wenn irgendwas nicht stimmt...Hast du jetzt noch bestrahlung???????????????

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Eure Sorge ist meine Sorge. Ich bekomme die dosisdichte Variante, wegen hoher Rezidivgefahr.
    In den letzten Wochen habe ich mich mehr mit meiner Gesundheit beschäftigt, als in allen Jahren zuvor.


    2007 hatte ich Gebärmutterkrebs in Situ. Nochmal gut gegangen... aber....offenbar ist mein Immunsystem nicht gut, es kann die Krebszellen nicht bekämpfen.


    Hier ist die Schulmedizin machtlos. Es wird gesunde Ernährung empfohlen, viel Sport etc. Aber - auch Sportler bekommen Krebs, meine Ernährung ist seit Jahren gesund, ich esse kaum Fastfood und koche mit frischen guten Zutaten. Gut, Sport mache ich wenig. Wenn ich abends nach Hause komme, fehlt mir die rechte Lust, aber ich denke, das ist nicht die Ursache, die liegt woanders.


    Was tun? Ich denke, man muss Wege finden, das eigene Immunsystem zu regenerieren, zu aktivieren. Nur wie?
    Naturheilkunde? Komplementärmedizin? Das ist meine einzige Hoffnung - ansonsten fürchte ich, dass der Krebs immer wieder durchbricht...

  • Ich sehe das so , dass das Stoppen des Krebswachstsauch eine Wirkung ist. Sicher zwar nicht ganz so optimal , aber immerhin ist er nicht gewachsen . Bei mir sind Krebszellen in den Lymphknoten des Mediastinums und in der re Leiste ,jedoch nicht in den Organen und auch nicht in den Knochen .
    Ich möchte dass die Chemo das auch noch plattmacht . Jetzt ist bei mir nach einem schönem Rückgang zu Beginn seit 3 Monaten ein Stillstand zu verzeichnen . Es hat sich weder was Neues gebildet , noch haben sich die Lymhknoten weiter verkleinert.Zuerst war ich darüber auch sehr enttäuscht , aber jetzt sehe ich das anders . Zumindest haben wir geschafft das Wachstum zurzeit ein gutes halbes Jahr aufzuhalten .Darüber
    freue ich mich dann darüber. Sicher ist die Wirkung nicht optimal , aber och hoffe dass es jetzt optimiert werden kann. Werde aber trotzdem überall Augen und Ohren offenhalten . Vielleicht gibt es ja irgendwann ganz was Neues , was besser wirkt . Und ich hoffe auch dass mein Körper das auch schafft dem Krebs weiter was entgegenzusetzen. Dein Körper wird das auch schaffen .
    LG und ein schönes Wochenende :P
    alesigmai52

  • Diese disisdichte Chemovariante hatte ich bei meiner Ersterkrankung vor 10 Jahren auch . War zwar hart , aber ich hab es recht gut weggesteckt.
    Ja mit dem Immunsystem das ist recht schwierig . Man kann in K. bei Prof . Dr. B einen Immunstatus machen lassen , vielleicht kann da die Schwachstelle ermittelt werden . Aber man muss die Kosten selber tragen , die Krankenkassen bezahlen so etwas nicht . Kann ganz schön teuer werden . Das mit den komplementären oder naturheilkundlichen Massnahmen ergänzend zu den schulmedizinischen Massnahmen ist sicher gut .
    Mir geht es da so wie Dir , woher weiss ich was das Richtige für mein Immunsystem ist ? Es gibt da soo vieles , was man tun kann. Vieles ist ja nicht wissenschaftlich bewiesen oder nur sehr unzureichend erforscht . Ich glaube was immer wir davon auch machen beruht auf Versuch und Irrtum. Woher weiss man denn ob die oder die Massnahme bei einem auch wirken wird ?
    Ich habe jetzt seit 1,5 Monaten mit einer Misteltherapie begonnen und ich trinke jeden Tag etwa 100 ml Aroniasaft , sowie ein kleines Glas Rote Beete Saft . Ich probiere das einfach mal . Das einzige was ich merke , meine Blutwerte sind immer gut . Ob es daran liegt ? Weiss ich nicht .
    Sport habe ich auch immer schon vor der Erkrankung gemacht und mache das jetzt auch noch .Aber wenn man Sport macht ist man von der Konstution irgendwie fitter . Man übersteht OP, s besser , kommt oft schneller auf die Beine und Chemos packt man auch besser . Das merke ich bei mir auch . Habe schon etliche OP's gehabt und ich war danach immer schnell wieder auf den Beinen .
    Alles Liebe :hug: noch für Dich , dass Du die weiteren Chemos gut vertägst .
    alesigmai52

  • @ Toscha, ja wir haben alle Krebszellen im Blut, doch meine Ärztin im Brustzentrum betonte das so doll bei mir, dass ich jetzt diesen Tumormarker als hoch und schlimm erachte. Ich habe das Alles so gut gemeistert, aber dieses Gespräch am vergangenen Donnerstag hat mich echt wieder aus der Bahn geworfen.
    In welchem Brustzentrum bist du denn?


    @ Tiggy, ich will eine Misteltherapie machen, um das Immunsystem zu stärken. Am Montag besprechen ich das mit meiner Frauenärztin und wir stellen einen Antrag auf Kostenübernahme. Ich ernähre mich auch halbwegs gesund, doch bei mir ist es so, dass ich schon oft die Signale meines Körpers missachtet habe. Damit meine ich, dass wenn ich bemerkt habe, dass ich an meinem Grenzen gerate und eigentlich eine Pause brauchte, dass ich trotzdemich immer weiter gemacht habe. Meine Krebserkrankung brachte mich dazu, mich ganz doll und zum ersten mal wirklich um mich zu kümmern.


    @ alesigmai52, du klingst total positiv. Bei mir wurde der Herr K minimal kleiner und dann veränderte sich eigentlich nur noch die äußere Tastbarkeit und das Innere. An der Größe änderte sich weiter nichts. Ich frage mich halt, warum hat man es nicht noch mit einem anderen Medikament versucht, wenn doch jetzt gesagt und betont wird, na eigentlich hat das alles nicht geholfen.

  • @ alesigmai


    An einen Immuntest habe ich auch schon gedacht. Nach der Reha, werde ich diesen neuen Berg dann angehen. Irgendwas muss ich tun, sonst werde ich den Rest meines Lebens nur von Sorgen geplagt sein. In Aachen am Uniklinikum laufen auch einige interessante Studien. Es wäre schön, wenn die Forschung hier bald bahnbrechendes finden würde.


    http://www.krebshilfe.de/nc/st…erkennung-verbessern.html


    ich hoffe, dieser Link ist erlaubt. Ist ja keine Werbung.


    @ Libelle, der Misteltherapie steht meine Onkologin nicht so ganz vorurteilsfrei gegenüber, sie wäre immer noch umstritten und nicht für jede Frau ein Gewinn.


    Wenn man nur wüsste, was gut oder schlecht ist... dieses Trübfischen mit Hoffnung, Versuch und Irrtum, das kann schon in trüben Zeiten etwas belastend sein.


    Aber letztlich muss jede von uns ihren Weg gehen, ob gerade oder über Umwege - wir entscheiden nicht mit. Aber- wir tun unser Bestes und hoffen, dass alles gut wird.
    Ohne positives Denken geht nämlich gar nicht :thumbsup:


    Haarlose Grüße (seit gestern)
    von Tiggy

  • Jede Frau muss und wird ihren Weg finden, doch ich finde, das es manchmal ziemlich schwierig ist. In den letzten Monaten habe ich oft versucht, auf meine Intuition zu hören, meinem Bauchgefühl zu vertrauen... Doch Bumm, da kommt eine Sache und ich gerate aus dem Gleichgewicht.

  • Liebe Libelle,
    ich kann deine Qual so gut nachfühlen. Unser Wohlbefinden ist gerade in diesen schlimmen Zeiten so sehr von den Worten der Ärzte abhängig, diese das aber anscheinend nicht wirklich nachempfinden. Ich habe in den letzten Wochen einige sehr anstrengende Arztgespräche führen müssen und immer wenn ich seelisch wieder obenauf war, kam ein Trottel mit weißem Kittel daher und hat mich mit einem Satz ins tiefste Loch befördert.
    So versuche ich seit Monaten rauszukriegen, was das mit dem Mikrozellen auf sich hat..und alle Ärzte widersprechen sich. Dabei will ich doch bloß einschätzen, mit welchem Risiko ich leben muss..

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • @ Desir77, was meinst du mit Mikrozellen? Worum geht es bei dir?


    Die besagte Ärztin, mit der ich das Abschlussgespräch hatte, war auch diejenigen die am Anfang der Chemotherapie zu mir meinte, es sieht so aus, als könnte man bei mir nicht Brust erhaltende operieren, weil meine Brust so klein ist. Abgesehen davon, dass ich 85B nicht unbedingt klein finde, hat mich der Satz, dass sie keine Brust erhaltende OP machen könnte, die ganze Chemotherapie über im Hinterkopf begleitet. Das am Anfang einer Therapie zu hören macht nicht gerade Mut. Aber sie haben trotz dem Satz am Ende Brust erhaltende operiert...

  • Ich habe auch eine sehr hohe Proliferation, 80%. Allerdings keine befallenen Lymphknoten und einen sehr kleinen Tumor. Wurde zuerst operiert, dann Chemo.
    Einige Ärzte reiten nun auf der hohen Proliferation rum, wie aggressiv der Tumor ist etc., das bekomm ich ständig gesagt, ich kann es nicht mehr hören, ich weiß es ja selbst. Und ich habe dann jeden gefragt, welche Gefahr denn für mich besteht.
    Die Antworten waren dann so verschieden, dass ich also nicht weiß, wer jetzt Recht hat.
    1. Aussage: Es besteht ein Restrisiko, dass der Tumor an den Lymphen vorbeigestreut hat ins Blut
    2. Aussage: Der Tumor hat gar nicht gestreut, sondern die Mikrozellen, die jeder Mensch hat, könnten gefährlich werden
    3. Aussage: Keine Ahnung - man weiß nicht genug über die Mikrozellen, um eine Aussage treffen zu können.
    Nun bin ich genauso schlau wie vorher.
    Und das verunsichert mich.


    Kannst du noch eine AHT anschließen?

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    crap....what a ride".