Bisphosphonate (bei AHT) prophylaktisch?

  • Hmm, ich werde meinen Gyn drauf ansprechen.

    Die Schmerzen sind unterschiedlich, lahme Beine, Archyllissehne schmerzt, Knie sowieso, und heute schmerzt der rechte Fußballen, kann den Fuß garnicht abrollen. ☹️

    Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern


    Liebe Grüße Heike

  • Mir haben zwei Ärzte, ein Internist und ein Allgemeiner Facharzt, unabhängig von einander von einer Behandlung mit Bisphosponaten abgeraten. Das nicht wegen meines physischen Zustandes, sondern ganz allgemein.

    Es ist auch nicht bewiesen, dass Bisphosphonate for Metastasen vorbeugend schützen.

    Zusätzlich habe ich gelesen, dass das Risiko von Patienten mit Krebs an einer Kiefernnekrose zu erkranken bei 20 % liegt und nicht wie allgemein bei 1 - 3 %.

    Ich habe diese Behandlung jedenfalls abgelehnt.

  • Liebe MoKo


    Ich habe eine Frage zu den Biophosphonaten, die du prophylaktisch bekommst. Hat dein Arzt das von sich aus verordnet oder musstet du dir das erkämpften? Ab welchem Zeitpunkt hast du es erhalten? Ich habe davon auch schon gehört, aber prophylaktisch ist es ja um so besser. 👍

    Danke für eine kurze Info u alles Gute für dich.🍀


    LG ☀️😊

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  • Hallo,

    Ich bekomme auch Bisphospanate prophylaktisch, denn ich habe noch keine Osteoporose sondern eine Osteopenie , da ich wegen Zysten unter Tamox noch Zoladex dazu bekommen musste und nun als postmenopausal gelte meinte der Endokrinologe nun kann man mit Bisphospanaten vorbeugend was gegen Knochenmetastasen tun, in der postmenopausalen Situation gibt es 2 Studien darüber dass bei Luminalen Tumoren das Risiko der Knochenmetastasen um 34 Prozent reduziert werden kann, ich bekomme im Oktober meine 4. Vertrage sie gut VG SONNE

  • Prophylaktisch Bisphosphonate...


    Liebe MoKo , das ist super, das du das schreibst. Das Brustzentrum hat mich nämlich am Donnerstag gefragt, ob ich nicht Bisphosphonate mal probieren möchte.

    Die wäre sehr erfolgreich im systemische Kampf gegen Metas.


    Grund für diese Aussage war, das ich erwähnte, das durch die neue Therapie wieder stärker Knochenschmerzen da sind.


    Ich hab erst mal "lieber nicht" gesagt, das Everolimus und Extemestan reicht mir, zur Zeit bekomme ich mit Magnesium das gut in den Griff.


    Aber grübel natürlich immer noch über das Thema Bisphosphonate. Hab jetzt schon 2x gelesen, das Foris die prophylaktisch bekommen, ohne Knochenmetas. Das scheint ein neuer Trend zu sein.

    Liebe Grüße Eli

  • Ihr Lieben,


    Mein Prof in Erlangen (chef der Gyn) hat mir das angeraten. Das Bisphos soll zum Einen Schläferzellen vernichten, zum Anderen Knochenmetas verhindern helfen.

    Er brummelte was von "Studienlage mit dem Profit bei prae-und postmenstruellen Patientinnen nicht so gaanz eindeutig" .. ich hab da eh bloß Bahnhof verstanden zu dem Zeitpunkt ....und empfahl es mir. 10x, alle 6 Monate. (Ich darf ja keine Namen schreiben...Zo.....a heisst es.)

    Das erste Mal bekam ich es nach der AHB im April 2018. Kriege Ende September die vierte Gabe im Rahmen der Nachsorge.


    Ergänzung: Vorher muss eine Knochendichtemessung erfolgen und eine zahnärztliche Vorstellung. (Abklärung Osteopenie/Osteoporose, etwaige Entzüngungen im Kiefer, die vorher beseitigt gehören. Gefahr der kieferknochennekrose.)


    Ich hoffe, das beantwortet eure Fragen

  • Liebe MoKo ,

    darf ich fragen, was deine Knochendichtemessung damals ergeben hat? Bei mir wurde Osteopenie festgestellt und die Osteologin und Endokrinologin sprachen das Thema Bisphosphonate auch an, während meine nachbehandelnde Onkologin nicht auf den Zug aufgesprungen ist. Mangelnde Studienlage und off label use...

    Mich beschäftigt das Thema, weil ich auch nichts verpassen möchte. Aber ich denke auch an mögliche NW und versuche zur Zeit, mein Knochenwachstum durch viel Sport am Laufen zu halten... 🤷‍♀️


    Liebe Grüße,

    Katinka

  • Liebe MoKo

    Vielen Dank für deine Infos. Das ist doch eine tolle Sache, wenn man da prophylaktisch vorbeugen kann. Ich möchte in diesem Fall auch nichts verpassen u auch alles mitnehmen, was möglich ist. D.h. Osteoporose muss ausgeschlossen sein, um Biophosphonate zu bekommen. Hab ich das richtig verstanden?

  • Ich überlege gerade ob es bei mir mit einer Osteochondrose und Osteomalazie auch in Frage kommen würde ? 🧐

    Knuddels :hug:

    Gabi

    🙏🏽 Herr schmeiß Nerven vom Himmel 🙏🏽

    😉 Lieber eine Glatze am Kopf und Nebenwirkungen als einen Zettel am großen Zeh 😉

    👍🏽 Wer in den Krieg zieht muß auch Kratzer einstecken können 👍🏽

  • Liebe Sonne69 , bei Osteoporose bekommt man Bisphosphonate relativ unkompliziert, so weit ich weiß, aber anders als zur Prophylaxe gegen Metastasen. Bei mir war die Erstmeinung dagegen, die Zweitmeinung dafür, ich habe mich wegen der möglichen NWs erstmal dagegen entschieden. Da ich eine Osteopenie habe und AHT mache, denke ich allerdings, dass die Bisphosphonate für mich mal Thema werden.


    Da Erstmeinung und Zweitmeinung variierten, denke ich, dass die Sachlage tatsächlich noch nicht eindeutig ist.


    LG Sonnenglanz

  • Liebe MoKo , Sonne70 und Sonnenglanz


    das ist ein äußerst interessantes Thema. Schade, dass es von den Ärzten so unterschiedlich gehandhabt wird, die Wahrscheinlichkeit, Metastasen oder Schläferzellen somit vorzubeugen. Der Vorteil überwiegt doch gegenüber den NW, oder?

    Mal sehen, was meine behandelnden Ärzte zu diesem Thema sagen.

    Vielen Dank euch allen und

    Liebe Grüße 😊☀️

  • Guten Morgen,


    wegen der Frage Osteopenie/Osteoporose etc.

    Ich habe mich wohl etwas zu kurz gefasst in meiner Antwort oben..

    Also: Die Knochendichtemessung erfolgte sowohl an der LWS wie auch am Oberschenkelhals. Dabei war in der Wirbelsäule ein Befund, der genau an der Grenze zwischen "noch normal" und Osteopenie lag. Der Schenkelhals war normal in der Knochendichte.


    Ausgeschlossen werden sollte vor der Behandlung ein entzündliches Zahn / Kieferproblem. Vor einer Bisphos-Behandlung sollten solche Herde saniert werden, da die Bisphos den Knochenstoiffwechsel verlangsamen und daher dann auch Wunden im Kiefer viel langsamer heilen als sonst.

    Gerade im Gesichtsbereich ist die Durchblutung der Knochen viel intensiver als an andren Stellen im Körper. Wenn nun also eine Wunde / ein Knochendefekt zu langsam heilt , ist das Risiko da, dass sich eine Infektion mit möglicher Gewebeschädigung ( Nekrose) bilden könnte. Die Häufigkeiten der Kiefernekrosen werden unterschiedlich angegeben. Wer Metas hat, bekommt Bisphos meist 4 wöchentlich, prophylaktisch werden sie in 6 monatigem Abstand gegeben. Die Dosierungen sind unterschiedlich.

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mich auch intensiver mit dem Thema befasst und habe vom KID eine ausführliche Stellungnahme zum derzeitigen Studienstand vorliegen.

    Wer möchte, dem kann ich diese Stellungnahme per PN weiterleiten.


    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Sonntag! 🤗


    Anmerkung der Moderation: Bitte auch als PN anfragen.