Bisphosphonate (bei AHT) prophylaktisch?

  • Hallo ihr Lieben

    Mir wurde vom Brustzentrum auch eine prophylaktische Behandlung empfohlen.

    Die Knochendichte Messung hat ergeben dass bei mir alles im grünen Bereich ist.


    Ich habe ziemlich schlechte Zähne, keiner ist unbehandelt, Wurzelresektion, Kronen, Implantate....

    Mein Zahnarzt hat sich zwar nicht dagegen ausgesprochen meinte aber rein prophylaktisch würde er es nicht machen da bei mir die Gefahr von Komplikationen im Kiefer sehr hoch ist.


    Auch meine Onkologin hat mir nicht dazu geraten, bei mir würde sich die Langzeit Prognose lediglich um 2% verbessern, sie sprach auch das Problem mit den Zähnen an.


    Prophylaktisch übernimmt die Kasse die Behandlung nicht, nur bei Knochenmetas.


    Ich habe mich dagegen entschieden, 2% war mir zu wenig. Ich bin bin eh alle 3 - 4 Monate beim Zahnarzt, bei ihm einziehen will ich noch nicht.

  • Hallo Liebe Foris,


    Ich habe vor zehn Jahren schon mal Bisphosphonate bekommen, wegen Verdacht auf Knochenmetas. Das mit den Metastasen war dann jedoch falscher Alarm. Die Bisphosphonate hatte ich da schon dreimal bekommen, alle vier Wochen.

    Jetzt bekomme ich wieder Bisphosphonate alle vier Wochen und zwar wegen zu hohen Kalziumspiegeln im Blut, seit Dezember 2018.

    Nebenwirkungen hatte ich vor zehn Jahren keine und auch jetzt, jedenfalls bis jetzt, nicht. Nur am Tag der Infusion ein bisschen wie Grippe.

    Damit möchte ich ein bisschen Mut machen, diese Therapie nicht wegen der NW abzulehnen. Natürlich kann jede von uns auch anders reagieren, Aber das ist ja bei allen Therapien so. Man oder Frau muss da natürlich das Pro und Contra abwägen.

    Ich kenne aber keine, die Nebenwirkungen wirklich auch hatte.

    Liebe Grüße an alle.

    Mimosa

  • Die behandelnden Chefärztin in Triberg persönlich, und der Chefarzt der Klinik in HH (telefonisch) rieten mir beide dringend dazu. Bei mir sind 10 Jahre Letrozol geplant. Die Tumorbiologie meiner multiplen Tumore werden als sehr aggressiv eingestuft. Mein jetziger betreuender Onkologe hat sofort diese Empfehlung umgesetzt. 2 x im Jahr bekomme ich Pr...a gespritzt. Geplant vermutlich für immer, oder eben diese 10 Jahre. Kosten muss ich keine tragen. O-Ton vom Onkologen, machen Sie sich keine Sorgen, daß bekomme ich hin, ich will Sie nicht im Rollstuhl sitzen sehen.

  • Liebe Sil ,


    Danke für dein Posting. 10 Jahre sind angedacht - das klingt in meinen Ohren gut, da gehen sie davon aus, dass du das schaffst, trotz sehr aggressiver Tumorbiologie.


    Ich werde mir demnächst die Zähne sanieren lassen, nachdem ich mir ein paar Monate eine Auszeit von den Ärzten genommen habe - einen Zahn will / muss ich unbedingt los werden. Danach werde ich eine vorgezogene Knochendichtemessung machen lassen. Und dann entscheiden.


    Meine Zweitmeinung würde mir die Therapie bestimmt verschreiben. Und dann kann ich fragen, was die KK dazu sagt. Es wäre zwar vertrane Zeit, wenn ich nicht sofort damit anfangen würde und das wäre das Mittel der Wahl. Aber aufgrund der hohen Hormonabhängigkeit scheinen die meisten Ärzte der Überzeugung zu sein, die hat das im Griff. Nur meine Zweitmeinung ist eher der Meinung : viel hilft viel.


    Das, was du schreibst und die Infos von Schnutz sind jedenfalls so informativ, dass ich entschieden habe, dass mit meinen Ärzten nochmal richtig durch zu gehen.


    Da wird sich im Team aber auch noch etwas ändern.


    Ich wünsche dir jedenfalls, dass deine Therapien ihre Arbeit gut und effizient machen. Alles Gute für dich


    LG Sonnenglanz

  • Sonnenglanz


    Die Ärzte in Badenweiler (AHB) haben mit einer Klinik in Tübingen Kontakt aufgenommen. Dort haben sie zum 3.mal meine Tumore pathologisch und histologisch in allen Sequenzen untersucht. Am Freitag hat man mir Mut gemacht. Es gibt etwas für mich, keine Immuntherapie sondern gezielt gegen den Tumor, wenn er wiederkommt. Allerdings, wie immer in einer Studie. Schön fand ich, daß der Chefarzt der Nuklearmedizin sich große Mühe gab, obwohl ich mit der AOK Karte kam.


    Auf jeden Fall übernimmt jetzt die Klinik in Tübingen, für mich schon einmal ein Lichtblick im schwarzen Tunnel.


    Sil

  • MWTinchen , ich bekomme Bisphosphonate , habe keine Metastasen, also prophylaktisch. Der Onkologe meinte : ist so wirksam wie ne halbe Chemo. Bezahlen musste ich nur 10€ Rezeptgebühr für das Medikament.

    Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern


    Liebe Grüße Heike

  • Guten Abend Elenear und alle anderen Mädels,

    ich bekomme Biphos. Zom..... vorbeugend gegen Knochenmetas u Osteopenie. Ich musste das nicht erkämpfen. Laut neuesten Studien der Asco 2019 u des St. Gallen Konkress 2019 soll es aus Studien ergangen sein das Biphos. viel bringen, so sagt es meine Ärztin. Auch in den Fällen wo Knochenmetas schon bestehen kann man wohl den Wachstum hemmen.

    Hoooooffentlich!!!!


    LG. Mariechen

  • Guten Abend liebe Mariechen54 , vielen Dank für dein Feedback.

    Scheinbar gibt es derzeit neue Infos, das Bisphosphonate angeblich auch bei anderen Metastasenarten helfen sollen.

    Oder auch Knochenschmerzen bei Aromatasehemmern eliminieren.


    Am Freitag hab ich einen Termin in der Onkologie, da werde ich das Thema mal dort ansprechen.

    Wenn ja, wie und Port oder Tabletten wie oft?


    Sammeln wir mal einfach ein paar Meinungen. Die Zeit wird es offenlegen.


    Liebe Grüße Eli

  • Elenear

    Noch was vor deinem Arzttermin.

    Es gibt. Biphos. auch als Tablette.

    Aber da rät meine Ärztin, die auch onkologisch ausgebildet ist sehr von ab,weil die wohl den Magen u die Speiseröhre ziemlich angreifen.


    Ich bekomme Infusionen. Jetzt im November die Dritte.


    Ich wünsche dir das Beste.

    MARIECHEN

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich sollte auch prophylaktisch Bisphosphonate aller 6Monate bekommen. Dann ging der Chefarzt meines Brustzentrums weg und kein Arzt verschreibt es mir🙄, aufgrund der Tatsache das es für frühen Brustkrebs nicht zugelassen ist. Sollte sich meine Knochendichte aufgrund Letrozol verschlechtern bekomme ich es sofort.

    Habe mal ein bissl recherchiert und bin ein bissl unschlüssig, ob ich es zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nehmen soll. Zum einen steht besteht ja da das Risiko der gefürchteten Kiefernekrose🙊, zum andere gibt es wohl auch neuere Auswertungen aus der AZURE Studio, die bei jüngeren Frauen mit frühem Brustkrebs keinen Überlebensvorteil brachten.

    Bei Frauen die schon über 5Jahre in den Wechseljahren sind und über 60Jahre aber wohl schon.

    Das würde für mich heißen, in knapp 4 Jahren müsste ich anfangen 🤔 (denn spätestens seit Mitte August nach Entfernung der Eierstöcke bin ich in den Wechseljahren)

    Ich finde das Thema echt schwierig und ich glaube auch hier gilt...das es sehr individuell gehandhabt werden muss/sollte...und auch dann haben wir keine Garantie.

    Ich werde mir noch weitere Meinungen einholen, habe nur im Moment keine Lust zu Ärzten zu rennen (außer Nachsorge natürlich), das letzte Jahr hängt mir noch nach

    Was ich eigentlich sagen wollte, nicht jede Therapie macht auch für jeden Sinn🍀🍀

    Liebe Grüße Annett

  • Hallo Miteinander,

    auch mir wurden vom Brustzentrum, Gynäkologin und Hausarzt Bisphosphonate empfohlen. Nur der Zahnarzt war dagegen. Ich hatte auch das Gefühl ich kann jetzt zwischen Kiefernekrose und Oberschenkelhalsbruch wählen, aber die Studienlage hat mich überzeugt. Wenn es gegen Metastasen helfen soll, tue ich alles dafür!

    Zunächst ließ ich ich mir die Zähne sanieren und musste eine Wurzelspitzenresektion machen lassen. Nach meinem Urlaub werde ich damit starten.

    Schönen Tag, Ringelblume

  • Ich finde das sehr merkwürdig, wieso sollen das manche bezahlen und andere wieder nicht. Wie gesagt bei mir war das gar kein Thema. Ich hab’s einfach bekommen 😊

    Hmm es soll auch die Knochenschmerzen lindern🤔 Bei mir nicht. Ich hab sogar den Eindruck das es noch schlimmer wurde. Aber ich hab erst eine Infusion bekommen, im Januar ist die zweite Fällig. Vielleicht hilft ja dann 😄

    Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern


    Liebe Grüße Heike

  • Das Problem ist, das die Onkologen das bei meiner Tumorbiologie nicht als Notwendig erachten.

    Wenn ich darauf bestehe, machen sie es...ABER auf Privatrezept. Kostet ca. 370,-€ alle 6 Monate.

    Klingt ja erstmal nach nicht viel. Allerdings muss ich mich nach gut einem Jahr Krankengeld erstmal finanziell wieder

    aufrappeln und da ist das viel Geld :(

    Zumal es mir etwas gegen den Strich geht, das ich das selbst bezahlen muss.

    Meine Krankenkasse zahlt, wenn ich einen Arzt finde der das als Notwendig erachtet und auf Krankenkarte abrechnet.

    Eine private Rechnung können sie nicht erstatten....habe gerade mit denen telefoniert.

    Verstehe das auch nicht, warum das so unterschiedlich ist

  • Ringelblume lieben Dank. Den Oncotype DX Test hat die Krankenkasse bei mir auch ohne zu Murren gezahlt.

    Wie gesagt die Bisphosphonate zahlen Sie auch, wenn ich einen Arzt finde der es verschreibt.

    Nun gut, ich werde sehen...

    Es ist halt mühsam, um die Zweimeinung Tamoxifen vs, Letrozol habe ich mich gekümmert, um die Entfernung Eierstöcke,

    Gentest, Blutgerinnung nach dem Schlaganfall und so weiter....

    Macht man ja alles, habe mir nur immer wieder die Frage gestellt, wie das eine ältere Dame ohne Internet oder so macht.

    Die ist auf Gedeih und Verderben den Ärzten ausgeliefert....

    Lg Annett