Bisphosphonate (bei AHT) prophylaktisch?

  • Liebe Annett1972 , Du sprichst mir aus der Seele. Ich weiß noch, wie ich das Mammographie Ergebnis bekommen habe und alle Münchner Brustzentren abtelefonieren musste. Und gesucht habe, wer diese Biopsie macht, und bald - nicht erst in 3 Wochen. Ich habe mich so allein gelassen gefühlt, und dachte genau an die gleiche ältere Dame wie Du!! Die ist nicht in der Lage, Bisphosphonate zu googeln...

    Wir haben es gut!! Liebe Grüße Ringelblume

  • Annett1972 mir ging es ähnlich. Im Bericht der Tumorkonferenz stand ich solle bisphosphonate vorbeugend bekommen aber aufschreiben wollten die nicht. Hab wild rumtelefoniert. Nix. Gleiche Auskunft wie du von der kk. Kk sagt sie zahlen wenn Arzt verschreibt Arzt sagt kk würde das nicht erlauben. Hab dann die 1. Rechnung bezahlt und bei Kasse eingereicht. Gegen die Ablehnung hab ich Widerspruch eingelegt. Ging dann zum MDK zur Entscheidung. Nach der 2. Infusion hab ich dann tatsächlich von der kk das schriftliche ok bekommen dass sie es aus Kulanz übernehmen (Nicht weil sie von der Wirkung überzeugt sind sondern weil sie nachvollziehen können dass ich damit psychisch besser klar komme oder so ähnlich) Bedingung Arzt muss es zukünftig aufschreiben. Also nochmal Theater mit Arzt. Schlussendlich hat es bei der 4. Infusion endlich reibungslos geklappt. Der Preis ist mittlerweile übrigens etwas gesunken. Das Medikament kostet bei mir um die 40 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für die Infusion (über Port ist es übrigens teurer als über vene)

  • Hallo,

    Ich nehme Kisqali, Letrozol und als Tablette Ibandronsäure (Biphosphonat),

    Vorher musste der Zahnarzt sein okay geben.Vor der Einnahme muss man wirklich den Beipackzettel lesen, es sind einige Dinge zu betrachten.

    Ich nehme diese drei Medikamente seit drei Wochen und habe fast keine Nebenwirkungen.

    Mehr als die Rezeptgebühr musste ich auch nicht zahlen.

    LG Sonnenschein 106

  • Hallo,

    die Tablette ist morgens einzunehmen, man darf 6 Stunden vorher nichts gegessen und nur Wasser getrunken haben. Da bekommt man noch hin.

    Die Tablette ist mit 200 ml Wasser einzunehmen. Aber danach den Oberkörper aufrecht lassen, sonst gibt es Probleme mit der Speiseröhre.

    30 min nach der Einnahme darf man dann essen, aber keine Milch und Milchprodukte, die sind erst nach 2 Stunden erlaubt.

    Es hört sich alles kompliziert an, aber nach ein paar Tagen hat man das drauf.

    LG Sonnenschein 106

  • Hallo Ihr Lieben, zum Thema Bisphosphonate prophylaktisch habe ich nun Ende Oktober einen Termin zur Zweitmeinung

    in einer großen onkologischen Praxis, mit sehr gutem Ruf

    Im Vorfeld musste ich schon einen Teil meiner Arztunterlagen hinschicken, bevor ich einen Termin bekommen habe.

    Ich bin gespannt, was sie mir da sagen....und ob ich es schaffe, die als Kassenleistung zu bekommen.

    Viele liebe Grüße und habt einen schönen Tag

    Annett:hug:

  • Hallo Annett1972 ,

    ich drücke Dir die Daumen für den Termin und würde mich freuen, wenn Du uns das Ergebnis mitteilst.

    Zur Info: ich habe die Bisphosphonate bisher einmal als Infusion im Mai prophylaktisch von der KK bekommen. Das nächste Mal wäre im November. Ich hoffe, es bleibt so. Ursprünglich hieß es man müsse die bezahlen ca. 300 EUR ( wenn ich mich richtig erinnere). Also nicht nachgeben. LG Sally11

  • Sally11 , ich bin auch schon sehr gespannt und werde selbstverständlich berichten.

    Ich persönlich bin der Meinung das die Ärzte bzw. Praxen schon einen gewissen Spielraum haben, um einen die Infusion auf KK Kosten

    zu geben. Nur wollen die meisten nicht:(

    Hartnäckig kann ich:D...

    Werde mir jetzt vorher aber schon einmal das OK vom Zahnarzt holen, dann ist das schon erledigt.

    Hab einen ruhigen Nachmittag

    LG

    Annett

  • Bei mir war's wie bei Heideblüte , ich bekomme Enantone und AI und da war die Empfehlung meines Brustzentrums prophylaktisch Bisphosphonate zu geben wegen des deutlich erhöhten Osteoporoserisikos. Das wurde da auch anderen Frauen unter dieser Therapie so empfohlen. Kosten muss ich noch einreichen, aber da die Empfehlung so war, wird es hoffentlich keine Probleme geben... Aber bei Bisphosphonaten scheiden sich wohl echt die Geister...

  • Hi Sasib bei mir war die Begründung für die Bisphosphonate, dass sie Knochenmetas verhindern sollen. Und damit habe ich dann auch die Kasse überzeugt. Ob "nur" osteoporoseprophylaxe reicht, bin ich unsicher. Ich dachte auch erst, dass ich es deswegen nehmen soll und hab gesagt, dass ich es dann lieber erst einmal ohne probieren wolle mit Sport und Ernährung, aber dann rückten die Ärzte mit der Verhinderung von Knochenmetas raus. Mein Orthopäde meinte, Osteoporose würde erst dann mit Bisphosphonaten behandelt werden, wenn sie da ist, nicht prophylaktisch und dann in deutlich niedriger Dosierung. Das ist allerdings mein Stand von vor 2 Jahren. Das Brustzentrum meinte, ich müsse selbst zahlen, weil die Kasse es nicht erstattet, die Kasse meinte, wenn es verschrieben wird, zahlen sie. So ging das fröhlich hin und her. Die Kasse hat sogar beim Brustzentrum nachgefragt, als Antwort kam, man hätte mir doch gesagt, dass ich selbst zahlen müsse. Das "Warum" bleiben die bis heute schuldig. Naja, die Kasse hat mir dann aus Kulanz die Kosten erstattet, aber unter der Bedingung, dass es zukünftig direkt auf Rezept geht und nicht hinterher die Rechnung eingereicht wird. Bei meiner 4. Infusion hat das dann endlich reibungslos geklappt.

  • Heideblüte , mein Senologe meine, onkologisch bringe es mir nicht viel, vielleicht 2%. Aber mit der AI-Therapie sei eine Osteoporose quasi vorprogrammiert und so viel Sport könne ich gar nicht machen, um das zu verhindern. Und so soll der Abbau verhindert werden, besser als hinterherzurennen, wenn's schon bröselig wird. Und natürlich hoffe ich, dass es mich trotzdem vor Knochenmetastasen schützt. Vielleicht nehme ich es off label nur jährlich, bei der Halbwertszeit reicht ja vielleicht sogar eine einzige Gabe... Ich habe ein Rezept, mal sehen, was die Kasse sagt

  • Sasib Ich meinte meinen Hinweis auch nicht zur Korrektur deines Arztes sondern als Argument für die kasse;) meine Kostenübernahme aus Kulanz habe ich weil sie meine Angst vor dem erhöhten knochenmeta-risiko nachvollziehen könnten.

    Hast du denn ein kassenrezept? Dann wäre doch alles klar. ich habe anfangs privatrezept bekommen.

    Wenn.du das nur reduziert nehmen möchtest, würde ich an deiner Stelle nochmal mit dem Arzt sprechen. Die haben ja Gründe wenn sie eine bestimmte Häufigkeit vorschlagen.

  • Heideblüte , ja, zur Argumentation sicherlich hilfreich, andererseits kostet die Kasse eine Wirbelkfaktur sicherlich mehr als Bisphosphonate 😬

    Ich bin privat versichert, da ist es eh immer eine Wundertüte, wie die entscheiden...

    Die Gabe halbjährlich ist ja eher aus der Luft gegriffen, keiner kennt die optimale oder nötige Dosierung... Aber ich schau mal, wenn man sich schon dazu durchgerungen hat, könnte man ja vielleicht auch alles mitnehmen...

  • War heute im Brustzentrum in München.

    Sie raten mir klar zur Prophylaxe mit bisphosphonaten, über 3 Jahre alle 6 Monate . Prophylaxe gegen Osteoporose, Knochenbrüche und gegen Knochenmetastasen.