Bisphosphonate (bei AHT) prophylaktisch?

  • Teafriend

    Meiner Mutter hatte sie die Bisphosphonate schon angeboten als wir noch gar nichts von der Mutation wussten. Meine Mama war bei ED 66 und jetzt mit 69 nochmal. Der erste war hormonell wie bei mir, der zweite nicht.
    Ich bin 41. Ich hab eher das Gefühl, dass es abhängig davon ist, wie der Arzt im allgemeinen dazu steht.

    Meine Frauenärztin hat bis zur Praxisübernahme Anfang 2018 in einem Brustzentrum gearbeitet. Die sieht viele Dinge aus der Erfahrung anders als andere Ärzte.

  • Annett1972 , heute im BZ zur Besprechung der Ergebnisse der Tumorkonferenz: es stand dort nichts zu Bisphos. Auf meine Nachfrage hin, meinte der OA, dass er es nicht empfehlen würde. Früher hätten sie es häufig durchgeführt, aber die Gefahr der Kiefernekrose wäre nicht von der Hand zu weisen. Und wenn man sie erstmal hätte, hätte man sie ein Leben lang. Er meinte auch: fünf Ärzte - fünf Meinungen. Ich werde meinen Onkologen hier vor Ort auch nochmal drauf ansprechen.

  • Hallo Ihr Lieben,

    mir hat man freigestellt, ob ich mir die Bisphosphonate geben lasse.

    Momentan habe ich mich dagegen entschieden.

    Meine Knochendichtemessung ergab keinen Anhalt auf Osteoporose und die ganzen Nw´s wollte ich nicht haben (die vom Anastrozol reichen momentan).

    Ich werde jedes Jahr eine Knochendichtemessung machen lassen und sollte sich irgendwann ein Anhalt auf Osteoporose ergeben, werde ich neu entscheiden.

    Was mich auch etwas verunsichert hat, ist dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. In einer nahen Uniklinik wird es den Patientinnen nicht mal angeboten.

    LG Gabra

  • Das scheint wirklich völlig unterschiedlich gehandhabt zu werden: bei mir haben es sowohl Onkologe als auch meine Gyn und auch gleich zu Beginn der Letrozol-Einnahme empfohlen, um den Ausgangswert zu kennen. Leider war ich beim ersten Mal zunächst in der Praxis, wo ich auch meine MRTs und sonstigen radiologischen Untersuchungen machen lasse. Die machen 1. keine DXA, was dem Goldstandard entspricht, und haben 2. auch ihre Zulassung zurückgegeben und ich musste selber zahlen. Damals wusste ich es aber auch nicht besser... War aber auch nicht die Welt, ich glaube, ich habe 40 Euro bezahlt damals.


    Meine Gyn war darüber sehr unglücklich, weil sie nur DXA "akzeptiert", so dass sie mir dann eine Überweisung und Empfehlung für eine Praxis gegeben hat, wo sie DXA machen und Kassenzulassung haben. Und nach einem Jahr habe ich dann anstandslos erneut eine Überweisung bekommen und war wieder zur DXA-Messung.

  • Nachdem mein BZ letzte Woche die Gabe von Bisphos als rein prophylaktische Therapie abgelehnt hat, war mein Onkologe hier vor Ort dafür. Ich hatte gestern ein Gespräch und er sagte, dass die Gefahr der Kiefernekrose bei der prophylaktischen Gabe zu vernachlässigen sei. Die Nekrose käme höchstens bei den Patientinnen vor, die die Bisphos als Therapie bei Metastasen bekommen, da es dabei viel öfter verabreicht wird. Von daher sieht er keine Gefahr und ich werde es mir geben lassen. Bei ihm wird es als Infusion verabreicht, nicht als Spritze(da scheint es ja auch nochmal Unterschiede zu geben, ich weiß aber nicht welche).


    Jetzt kommen aber erstmal die Bestrahlungen, dann Tam und dann irgendwann Bisphos.


    Wann ging es bei euch los? Auch erst nach der Reha?

  • Liebe Teafriend und alle


    Nachdem es mir mein Brustzentrum bereits prophylaktisch gegen Osteoporose und Metastasen empholen hat, hat es meine Onkologin gestern im Chemo Abschluss Gespräch ebenfalls dringend empfohlen.


    Einerseits prophylaktisch, andererseits, was ich sehr spannend finde, würde es die Nebenwirkungen der Aromatasehemmer lindern, es käme nicht zu den extremen Gelenkbeschwerden...

    Verlockend...


    Sie geht auch davon aus, dass die Chemo bereits eine Osteopenie hervorgerufen habe, wird sich in der Dichtemessung zeigen, dann würde sie die Bisphosphonate zu Beginn 3 Monate lang monatlich geben..


    Liebe grüße


    Caro

  • Liebe Teafriend , liebe Caro_caro

    Auch ich bekomme die bispho prophylaktisch.

    6 mal halbjährlich mit selbstzahlung

    Die erste Gabe hatte ich am 6.11.

    Als Infusion.

    4 Tage danach ging es mir nicht gut, aber es ist zu schaffen.

    Es wurde mir in der Klinik angeboten und ich denke einfach , die Ärzte wissen schon was sie tun.

    So, kann ich ,für mich, sagen ich habe alles mögliche getan.

    Aber letztendlich ist es eine ganz persönliche Entscheidung .

    Noch merke ich leider noch keine Besserung der Nebenwirkungen der aromatasehemmer.

    Vielleicht kommt das noch......

    Herzliche Grüße Narja

  • Liebe Narja ,


    Drücke Dir feste die Daumen, dass die Nebenwirkungen weniger werden.

    Ist schon eine Rosskur diese Antihormontherapie, soll sie 10 Jahre lang machen.


    Habe mit diversen Ärzten das Messen und Kontrollieren des Östrogenspiegels diskutiert, wollen sie alle nicht...


    Liebe grüße


    Caro

  • Caro_caro   Narja sehr interessant, was ihr berichtet. Ich bin noch etwas skeptisch, da in den Leitlinien steht, dass es für postmenopausale Frauen mit positivem Hormonrezeptorstatus empfohlen wird. Beides bin ich nicht wirklich. Gestern habe ich gesehen, dass meine Hormonrezeptoren unter 10% liegen. Mein Onko war nicht in der Lage, den Pathobericht richtig zu lesen:(. Erst mir selbst ist es beim Einheften der Unterlagen aufgefallen. Das bedeutet nämlich, dass ich lt. Leitlinien den triple negativen näher stehe als den Hormonrezeptor positiven. Ich habe jetzt für nächsten Montag einen Termin zur Zweitmeinung in der Uniklinik.

  • Ja, liebe Caro_caro , da hast du völlig recht. Würde ich nicht immer alles hinterfragen und mir selbst aneignen, hätte niemand bemerkt, dass die Chemo nicht wirkt und würde ich jetzt wahrscheinlich falsch behandelt werden. Denn mit diesem Ergebnis ergäbe die Tablettenchemo doch einen Sinn. Aber das gehört hier gar nicht her...